Montag, 21. September 2020
Open Air Gottesdienst und Schwesternbesuch
20.09.20
Wunderbarer Spätsommertag, ich konnte ein bisschen länger schlafen, denn der Gottesdienst sollte erst um halb Zwölf beginnen. Daher war Zeit, um in Ruhe zu bloggen, Frühstück vorzubereiten und dann ganz gemütlich zu frühstücken. Die Kinder kamen nach und nach dazu, ich wollte sie nicht hetzen, weil ich ja früher hingehen musste. Letztlich war ich immer noch vor zehn an der Gemeinde und nahezu die erste für den Aufbau. Das ging dann auch alles sehr entspannt und nett.
Der Gottesdienst war wunderbar besucht, die Gemeinde breitete sich über eine große Fläche aus, jeder suchte Sonne oder Schatten, ganz, wie es ihm passte. Das Ordnungsamt kam vorher kurz vorbei, aber auch die waren der Meinung, dass es besser nicht ginge. Haben wir das also auch mal erledigt, Kontrolle vom Ordnungsamt.
Ein schöner Gottesdienst, endlich durften alle singen, hinterher gemeinsames Picknick, bis um halb drei saßen wir in Grüppchen zusammen. Ich wurde gleichermaßen häufig gefragt: Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht? und Können wir Weihnachten nicht auch draußen feiern? Zum ersten: Weiß ich auch nicht. Zum zweiten: Ja, sicher. Naja, ist diese Idee auch schonmal gestreut, wir werden sehen, was wird.
Der Mann hatte sich kurz vorher mit den Kindern auf den Weg nach Hause gemacht, K4 fielen fast die Augen zu auf dem Fahrrad, ich machte noch den Kehraus und kam dann gleichzeitig mit meiner Schwester Zuhause an. Das war toll, sie hatte sich nach einem beruflichen Termin direkt aufgemacht und es kam genau so hin.
Erstmal saßen wir ein bisschen zusammen, die Kinder mussten noch ein bisschen Computer spielen, kamen dann aber auch quatschen und Bananenbrot essen.
Dann gingen wir zu sechst los, der Mann blieb zu Hause, schon wieder Gelenkschmerzen, das ist echt so doof. Ziel war eine BMX Strecke, die wir auch auf Kindergeburtstagstauglichkeit testen wollten.
Leider war diese zugewuchert, teilweise zu gefährlich, teilweise zu klein und nebenbei direkt neben der Autobahn, das ist mit einer Horde wilder Kinder ja auch nicht so ideal. Also wieder nichts. Die Kinder fuhren trotzdem ein paar Runden auf einer kleinen Bahn, aber auch da zeigte sich schnell, dass die Strecke für normale Fahrräder einfach nicht gut geeignet ist. Obwohl K3 mit seinem Laufrad schon sehr cool wirkte, auf der Mini-Rampe.
Also weitersuchen. Das Problem ist, dass K2 so gern viele Kinder einladen möchte, das ist für ihn sehr wichtig. Das passt aber nicht in unserem Wohnzimmer, bisher war draußen eben auch kein Problem, aber je älter die werden, umso schwieriger ist es, sie bei einer Schatzsuche bei der Sache zu halten. Aber vielleicht werde ich genau das doch nochmal vorschlagen - am Ende müssen die Ausflüge ja nur spannend genug gestaltet sein, dann passt das sicherlich.
Dann wanderten wir wieder zurück, war auf jeden Fall ein schöner Spaziergang! K3 fuhr den größten Teil der Zeit Laufrad und das war schon sehr erleichternd. Er kann das jetzt richtig gut und das hilft, wenn wir größere Strecken machen wollen. Den letzten Teil ließ er sich dann tragen.
Zuhause gab es Abendessen, alle Kinder mussten irgendwie ins Bett kommen, K1 hatte eine fiese Schürfwunde vom Vormittag, bei der noch der Verband abgezogen werden musste - was halt so zusammenkommt. Aber um halb neun saßen wir Großen auf dem Sofa und hatten Zeit zu klönen, das war sehr schön. Um elf sagte mein Handy: Zeit für's Bett und das war auch besser so, denn sonst wird das morgendliche Aufstehen doch eher zäh... Aber ich fühlte mich noch so wach, nach zwei Tagen lange schlafen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Pfirsich
Nudelpfanne vegetarisch
Bananenbrot
Salat und Piementos (die waren schon vor Tagen in der Biokiste, endlich gebraten!)



Samstag, 23. Mai 2020
Ausflugstag
Gestern Abend hatten der Mann und ich beschlossen, dass wir heute nicht den ganzen Tag zuhause bleiben können und sollten. Die Kinder sind da nämlich irgendwann gelangweilt, fangen an zu streiten, nerven sich gegenseitig und uns auch, es wird irgendwann alles sehr unschön. Also war der Plan klar: Ausflug muss sein.
Aber erstmal ausschlafen, ich habe vom Bett aus schonmal ein bisschen was weggearbeitet, aber dann gab es erstmal gemütliches Frühstück. Das Wetter sah zwar nicht so toll aus, aber Wandern geht ja immer. Ich musste noch ein bisschen was klären, bei uns gibt's morgen das erste mal Gottesdienst mit Besuchern und die Anmeldung musste noch betreut werden, aber dann konnten wir los. An solchen Tagen bin ich immer besonders dankbar, dass ich dank Handy immer erreichbar, bin. Wenn was wichtiges ist, kann ich schnell reagieren und das ist eben manchmal wichtig, gerade wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, die in ihrer Freizeit ihr Ehrenamt managen. Denn das heißt, dass der Samstag für viele ein guter Zeitpunkt ist, um letzte Absprachen für den Gottesdienst zu machen - und da muss ich dann manchmal schon schnell reagieren. Deswegen könnte ich auch nie am Samstag meinen freien Tag haben, sondern eben am Montag.
Jedenfalls ging's noch einmal schnell zum Markt, Erdbeeren und Spargel kaufen, leider gab's kein Gummiband, den Kurzwarenstand gibt's nur Mittwochs. Wieder was gelernt.
Dann also los. Ziel war ein beliebtes Ausflugsbachtal in der Nähe - aber leider war es zu beliebt. Am Wanderparkplatz war alles voll, es kamen uns schon große Gruppen entgegen, mir verging die Lust. Also sind wir auf gut Glück noch 10 Minuten weiter gefahren und fanden dort einen wunderbar leeren Parkplatz und gingen auf gut Glück los. Und wir haben es wirklich wunderbar getroffen: "Abenteuerwege" mit umgekippten Bäumen und reichlich Wurzeln, Sanddünen, Wassertümpel, Schluchten, kleine Hügel zum rauf und runterlaufen - ein Traum für alle Kinder und wir hatten auch viel Spaß. Zwischendurch gab's Picknick und Stillpause. Sogar K3 lief große Strecken selbstständig und die großen Jungs rutschten von einem Phantasiespiel ins nächste. Es war einfach wunderbar erholsam. Es waren reichlich Reiter unterwegs, das ist ja immer ein Highlight für unsere Kinder, die sonst so gar nichts mit Pferden zu tun haben. Einziger Wermutstropfen waren die zwei Hunde, die frei liefen und auf unsere Kinder zu rannten und dann -natürlich- hinterherrannten, als diese wegliefen. Völlig unbeeindruckt von den rufenden Besitzern. Mit ist klar, dass so ein Golden Retriever höchstwahrscheinlich nur Spielen will. Den Kindern nicht. Und am Ende gilt: Wenn ein Hund nicht hört, wenn er zurückgerufen wird, gehört er an die Leine. Gerade in einem Wald, der gern zum Spazieren genutzt wird, gerade in der Zeit in der Kitze geboren werden. Fairerweise muss man sagen, dass die Besitzer ehrlich zerknirscht waren und der Mann (der netter ist als ich) sagte dann auch: Alles okay. Ich habe zumindest nicht gemeckert, aber ich glaube die Botschaft ist körpersprachlich auch so angekommen.
Am Auto gab's dann noch die Erdbeeren vom Markt, mehr Milch für K4 und dann konnten wir entspannt nach Hause fahren.
Zu Hause dann schon fast traditionell die Bestellung beim Imbiss, Duschen, Zecken suchen und jetzt gucken die Interessierten die aufgenommene Konferenz und ich arbeite noch die restlichen Sachen nach.
Schön war's! Und zumindest ich bin jetzt auch müde ;)

Gegessen:
Laugenstange, Obst und Ei
Apfel
vegetarischer Lahmacun, ein paar Pommes von meinen Sitznachbarn und Pizzabrötchen



Montag, 27. April 2020
Urlaubsabschluss
Heute war mein letzter Urlaubstag. Der Urlaub war nun insgesamt nicht perfekt - meine Vorstellung vom perfekten Urlaub umfasst auf jeden Fall wegzufahren. Das klappt nun im Moment nicht, also haben wir versucht es uns zu Hause so gemütlich wie möglich zu machen. Aber natürlich kam dann doch das eine oder andere Meeting dazwischen, auch weil ich eigentlich eine Woche vorher Urlaub gehabt hätte und das verschieben musste, weil ich in der großen Umstellungsphase zu den Remote Gottesdiensten nicht gut Urlaub nehmen konnte. Aber man nimmt, was man kriegt und insgesamt war es schon sehr schön und entspannt.
Heute also der letzte Urlaubstag. Der begann um halb sechs, als ich aufwachte (zum Glück!), denn ich hatte einen Alptraum von K1, das im Sterben lag. Da musste ich dann erstmal nach oben gehen und mich ein bisschen mit zu ihm ins Bett legen. Hat mein Unterbewusstsein mir einen Streich gespielt, weil wir gestern noch gestritten haben? Egal, nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, machte ich den Wecker aus und schlief noch ein bisschen weiter.
Dann gab es Frühstück, der Mann fuhr mit K3 zum Verbandwechsel und ich bereitete schonmal das Mittagessen vor: Chili con und sin Carne. Ich bin seit einigen Wochen nicht mehr die einzige Vegetarierin in der Familie, K1 hat sich entschlossen, auch ein Leben ohne Fleisch zu probieren. Nun ist das bei ihm doppelt schwierig, weil er Zöliakie hat, also in der Essensauswahl ohnehin schon eingeschränkt ist. Aber bisher schafft er es ganz gut und ist zurecht stolz auf seinen Beitrag zum Tier- und Klimaschutz.
Vor dem Mittagessen lief ich noch schnell zur Schule, neue Aufgaben abholen. Die Kinder sind zufrieden: Viel Lob für ihren Fleiß, die Aufgaben für nächste Woche sind im Rahmen. So beschlossen wir, dass es reicht, morgen damit anzufangen und heute noch ein bisschen zu entspannen. Die Infos wie es dann mit den Viertklässlern weitergeht gibt es am Donnerstag, die Kids werden wohl per Brief informiert, worauf sie dann am Montag achten müssen.
Der Nachmittag verging mit ein bisschen Rumgammeln. K4 rollte durch die Gegend und kaute die Spiele an, die K3 vorher rumliegen lassen hatten. Sehr niedlich, aber man muss sehr gut aufpassen. K1 und 2 setzten ein Computerspiel szenisch um. Das liebe ich ja total, wenn sie Computerspiele nachspielen und so originell umsetzen. Diesmal verwandelten sie sich in Fantasy-Tiere und diskutierten darüber, wie weit sie bei den jeweiligen Angriffen laufen durften. Ich trank Kaffee und las im Internet rum. Dann gab's noch eine Laufrunde für mich und als ich zurückkam machten wir uns auf, um das Abendessen als Picknick auf der Wiese zu essen.
In meiner Kindheit war das traditionelle Urlaubsabschlussessen immer Pizza vom Lieferdienst. Das klappt mit einmal Zöliakie und einmal Milcheiweißallergie nicht so toll, also gab's ein Picknick. Das war toll. Ich liebe es ja, draußen zu essen und finde es so schön, wenn die Kinder genug Platz und Sicherheit haben, auch ein bisschen weiter rumzurennen, ohne jemanden zu stören.
Leider mussten wir um Acht dann doch einsehen, dass morgen Arbeit und "Schule" warten und machten uns auf den Heimweg. Dafür waren alle müde und gingen gut ins Bett (nach allgemeiner Zeckenentfernung, meine Güte sind das viele dieses Jahr!) Ich durfte dem Herrn Jauch beim Quizmastern zusehen (mein Montagabendritual) und freue mich jetzt auf eine neue Arbeitswoche. Mit Feiertag! Einer der guten Feiertage, die ich auch feiern kann - die Kirchlichen bringen mir immer mehr Arbeit statt Freizeit, aber der erste Mai ist in der Hinsicht super.
Tschüss Urlaub, war schön mit dir!



Sonntag, 26. April 2020
Kommt, lasst uns 'ne Hütte bauen
Der heutige Sonntag begann mit erneutem Ausschlafen und einem schnellen Spaziergang zum Bäcker. Die Maskenquote ist immer noch nicht deutlich höher und die Botschaft "Ich versteh Sie so schlecht wegen der Maske" auch nicht gerade neu, aber immerhin waren wirklich nur drei Kunden im Laden und alle anderen warteten vor der Tür.
Zu Hause musste dann noch der Verband von K3 gewechselt werden, was immer einiges an Tränen mit sich bringt und danach fiel das arme Kind doch tatsächlich noch auf den Arm drauf und die neue Haut ging ab und wir mussten nochmal ran. Das ist echt so fies, für alle Beteiligten und das einzig Gute was ich daraus ziehen kann, ist die Tatsache dass der Mann und ich auch beim Verbinden von Wunden ein gutes Team sind. Und natürlich auch, dass es alle gut heilt und bisher auch wirklich wenig Narben sehen sind.
Naja, danach waren wir jedenfalls alle etwas fertig und hungrig und es gab Frühstück. Währenddessen wurde schon geplant, was wir alles einpacken wollten, denn der Plan war seit gestern klar: Wir gehen in den Wald und bauen eine Hütte.
Den Gottesdienst gab es heute wieder via Livestream und Dank Urlaub war ich nicht beteiligt. Die Kinder stiegen nach der Hälfte der Predigt aus und machten sich schonmal ans Kuchenbacken für die Verpflegung im Wald. Tante Mathildas Kirschkuchen, ??? Kids lassen grüßen. K1 macht das inzwischen schon ziemlich selbstständig, wenn man vom Aufräumen hinterher absieht... Nach dem Gottesdienst wurde alles zusammengepackt und dann ging's los.
K3 fährt inzwischen zuverlässig Laufrad, also kamen wir gut voran und waren schnell im Wald. Dort gab es erstmal ein Basislager mit Picknickdecke, damit K4 aus dem Ergo raus konnte und die Großen machten sich auf den Weg, um den perfekten Hüttenplatz zu finden. Der war gar nicht weit weg und wir zogen dahin um und dann holte K2 ganze Bäume aus der Umgebung heran, aus denen ich dann bauen sollte. Vor diesem Moment hatte ich ja ehrlicherweise ein bisschen Bammel - ich habe nie Hütten gebaut und war nicht sicher, wie gut ich das hinkriegen würde. Aber es ging wunderbar, wir hatten auch sehr gutes Ausgangsmaterial. Der Wald ist voller Windbruch, gut abgetrocknete große Äste, die sich wunderbar zwischen Bäume spannen ließen und die ersten zwei Wände waren im Handumdrehen aufgestellt.
Dann kam erstmal der Mann, der sich vorher etwas ausgeruht hatte und K3 bestand auf "Jetzt Kuchen". Ich hatte ja nach unserer Ankunft angekündigt, dass es den Kuchen erst gibt, wenn Papa da ist - dann musste das jetzt wohl sein.
Nach dem Kuchen wurde weitergebaut und wir kamen gut voran. Die eine Hälfte räuberte weiter den Wald leer, die andere Hälfte befreite den Boden von Dornen und Brennnesseln. Aber nach einigen Stunden reichte es allen und ich gab die Parole: "Es muss nicht alles fertig werden" aus, die durchaus auf Gegenliebe stieß.
Also ging es ab nach Hause, Salat machen, Grillen, Essen. Alles ganz wunderbar, Essen auf der Terrasse ist so schön! Jetzt noch ein bisschen Gefragt, Gejagt gucken und dann geht es morgen so langsam wieder in den Alltag.
Montag ist zwar mein Sonntag, also frei, aber man geht dann schon wieder in den Alltag über, es müssen Aufgaben für die Großen abgeholt werden und K3 geht mal wieder zum Verbandswechsel ins Krankenhaus. Aber den letzten richtigen Urlaubstag haben wir nochmal so richtig ausgekostet.