Sonntag, 20. September 2020
Wilder Samstag
19.09.2020
Ausschlafen, zumindest so halbwegs. Ich hatte einen Wecker, aber nicht so früh und ich konnte im Bett noch einen Kaffee trinken. Für's Bloggen reichte es dann nicht mehr, aber das war es wert. Die Kinder hatten abends schon von Frühstück im Bett gesprochen, ich hatte noch als Maßgabe ausgegeben: Nicht vor sieben, aber sie waren dann später wach als wir und so blieb es bei einem Kaffee und einem Keks, was mit bedeutend lieber ist.
Dann gab es Frühstück, sogar mit Ei, ich musste mich allerdings etwas beeilen, um pünktlich in der Gemeinde zu sein. K2 kam mit, K1 kam nach, weitere 13 Kinder kamen nach und nach dazu. Zwei Stunden zum Thema Freundschaft, mit Armbänder basteln, dann aber auch noch wildem Toben im Keller.
Alle waren zufrieden, ich räumte noch auf, das war gut. Schnell runter zum Markt, der hat nur bis eins auf, aber das meiste bekam ich noch. K2 kam mit, ich hätte mich ja gern mit einem Eis bedankt, aber der Mann schrieb mir unterwegs, er hätte Kuchen im Ofen. Noch besser. Also nur kurz Obst und Gemüse geholt, sogar noch Paprika und Gurken als B-Ware im Angebot gekriegt und dann schnell wieder rauf. Dort sollte es gleich Kaffee geben, das habe ich zur Hälfte verpasst, weil ich erst noch ein paar Sachen für die Arbeit regeln musste, das muss ich nächstes Mal besser abstimmen.
Aber der Kuchen war sehr lecker.
Im Anschluss allgemeines Rödeln im Haus, K2 hatte Spielbesuch, ich pflanzte Blumen ein, der Mann machte Wäsche, Gequatsche mit den Nachbarn, sowas halt. Um fünf wollte ich mit K1 Joggen, damit er seine neuen Schuhe einlaufen wollte, vorher pokerten wir eine Runde zusammen. Da klingelte es allerdings and er Tür, seine Freunde fragten nach ihm. Also Laufschuhe mit seinen Freunden einlaufen, er bot sogar an um fünf zurück zu sein, aber das fand ich nicht nötig und er freute sich, dass er länger mitkonnte. Hauptsache, die Schuhe sind eingelaufen, wenn er Mittwoch läuft - und ich hatte Glück und erreichte meine Laufpartnerin, die auch Zeit hatte, sodass wir zu zweit eine Runde liefen.
Abends wurde gegrillt, auch sehr schön, irgendwie hielt es die Kinder aber kaum auf ihren Plätzen, das war etwas anstrengend.
Ins Bett bringen war etwas zäh, auch hier wieder laut und wild, ich war abends auf dem Sofa echt platt. K4 ist im Moment nachts so unruhig, ich stille immerzu, das kommt so dazu. Naja, nur eine Phase.

Gegessen:
Laugenstange mit Frischkäse und Honig, Ei
Kirschkuchen (nicht ganz durch, also genau richtig)
vegetarische Bratwurst, Grillkäse, Lachs und Gemüse



Tag des Cheeseburgers und ein bisschen Klettern
18.09.2020
Der Tag begann wie immer, allerdings war K3 besonders früh wach, also kamen wir insgesamt sehr früh zur Kita los. Das ist gut. Noch ist ja alles ein bisschen anders als sonst, aber langfristig sollen K3 und 4 ja beide gleichzeitig in die Kita gebracht werden. Und eigentlich sollen sie dann, spätestens, wenn wir wieder beide arbeiten, auch zur Frühgruppe in die Kita gebracht werden, also um 7.15 Uhr da sein. Wenn es etwas später wird, ist das erstmal nicht schlimm, aber es klaut uns dann natürlich Arbeitszeit und da K4 schon um halb zwölf wieder abgeholt wird, brauchen wir diese Arbeitszeit. Naja, mal schauen wann das wie umgesetzt werden kann.
Jedenfalls war K3 vor acht in der Kita, das war schonmal gut, so konnte ich K4 noch stillen, als ich zurück war und dann fuhr er auch mit dem Mann los.
Dann viel Arbeit für mich, ein paar Sachen hatte ich geschoben, ein paar Sachen tauchten erst Freitag auf - der Vormittag wurde voll und ich war froh, dass K3 sich gewünscht hatte, vom Mann abgeholt zu werden und er K4 mitnahm, sodass ich noch eine extra halbe Stunde hatte. Das Mittagessen brauchte meine Aufmerksamkeit auch nicht, denn die Pommes machten sich im Ofen allein.
Dann gab's Mittagessen, eine kurze Pause für mich und dann ein bisschen Lesen und dann kam K1. Der ist ja manchmal wie ein Wirbelsturm. Riesentheater als wir losmussten zum Chor, mit dem Ende, dass er zwar mitkam, aber vor der Kirche weglief und wir ihn erstmal nicht wiederfanden. Nach einem Einkauf saß er dann vor der Kirche, in der K2 sang. Dann ging es wieder. Diese knappe Zeit zwischen Schule und Nachmittagsveranstaltung ist schwierig für ihn - aber das ist tatsächlich nichts, woran ich etwas ändern kann. Die Konsequenz wäre, ihn von sämtlichen Nachmittagsveranstaltungen abzumelden, aber das würde ihn am Ende auch ärgern und er macht im Moment tatsächlich nicht viel, wir sind in erster Linie für K2 unterwegs. Und er braucht den Sport zur Auslastung auf jeden Fall. Schwierig.
Naja, dann machten wir uns zusammen auf zu einem Steinbruch, den wir auschecken wollten, ob er als Location für den noch nachzufeiernden Geburtstag von K2 geeignet wäre. Erst mussten wir suchen, dann ziemlich steil laufen (ohne Ergo trage ich K4 echt ungern) und als wir endlich da waren, war es ziemlich beeindruckend. Richtige Felswand, auch ordentlich hoch. Leider für einen Kindergeburtstag ungeeignet. Der Weg ist für einige zu steil, das Klettern zu gefährlich für eine Horde Kinder, die sich altersgerecht gegenseitig überbieten wollen. Da braucht es richtige Schutzausrüstung, das ist nicht nur ein bisschen Klettern, sondern richtiges Felsklettern. Schade, aber der Plan ist, dass wir das mal als Familie nutzen wollen. Aber erstmal in der Halle üben, so über den Winter. Wenn's Spaß macht, gibt es zu Weihnachten Ausrüstung und dann kommen wir nächstes Jahr wieder.
Also wieder zurück zur Sporthalle, unterwegs noch ein bisschen Einkaufen für meine Kindergruppe am Samstag. Dabei fand ich die ersten Adventskalendergeschenke - diese Zeit im Jahr ist es schon. Und K2 fand einen Schneemann. mit leuchtender Kugel. Manchmal kann ich einfach nicht Nein sagen.
K2 machte seinen Sport, wir kauften und noch ein Eis und dann cruiste K3 noch mit seinem Roller auf dem Schulhof rum bis K2 fertig war.
Abends gingen dann die Kleinen sehr bereitwillig ins Bett, die Großen guckten noch Lego Masters und ich schlief mal wieder auf dem Sofa ein...

Gegessen:
Joghurt, Blaubeeren, Apfel
Cheeseburger, Süßkartoffelpommes
Salate von gestern



Freitag, 18. September 2020
Spätsommerliebe
17.09.2020
Ich genieße diese letzten warmen Tage so sehr. Also eigentlich ist der September ja fast noch ein Sommermonat, aber da wir hier sehr früh Ferien hatten, also der Sommerurlaub schon lange her ist und außerdem zwischendurch schon zwei ziemlich kühle Wochen waren, erscheint es jetzt wie ein besonderes Geschenk, dass es nochmal richtig warm geworden ist. Ich beobachte die Wettervorhersage und hoffe sehr, dass wir K2s Kindergeburtstag noch innerhalb dieser warmen Tage nachfeiern können. Danach - naja, ist es mir nicht egal, aber das wäre mir auf jeden Fall noch wichtig.
Nun gut, das wird sich in den nächsten Tagen klären und bis dahin genieße ich es, dass wir mit dünnen Sachen, viel Fahrradfahren, draußen sitzen usw uns noch so viel Sonne holen, wie es geht.
Der Tag beginnt trotzdem im Dunkeln, das ist eben so, bei meiner Aufstehzeit nicht ganz so verwunderlich, aber auch die Kinder stehen noch im Dunkeln auf. Aber für Schul- und Kitawege ist es schon hell und das ist ja auch schon viel wert. Ich bin froh, wenn K1 noch ein bisschen Routine mit dem Radweg bekommt, bevor er im Dunkeln fährt. Es gibt im Prinzip nur zwei kritische Stelle, einmal direkt bei uns am Haus und dann ausgerechnet an der Grundschule. Das Vorfahren direkt bis zur Schultür in einer engen Kurve durch teilweise sehr gestresste Eltern birgt einfach ein enormes Gefahrenpotenzial. Schwierig. Ich wünschte, die Schule hätte den Mut dieses direkte Vorfahren zu verbieten und dort abzusperren. Es gibt in der Nähe einen geeigneten Parkplatz, von dem aus die Kinder 300m laufen müssten. Aber das traut sich wohl keiner zu fordern...
K3 in die Kita gebracht, so früh, dass ich K4 im Anschluss noch stillen konnte, bevor der Mann mit ihm aufbrach. Morgens das Video von Joko&Klaas über Moria gesehen, weil ich das Gefühl hatte, ich muss mir das jetzt antun. Ich vermeide solche Videos, es greift mich zu sehr an, ich bin gerade bei Bildern sehr empfindlich, aber andrerseits kann das ja nicht immer die Lösung sein. Wir müssen diese Ungerechtigkeit an uns heranlassen, denn hier geht es nicht mehr um politische Lösungen, sondern um humanitäre Fragen - diese lassen sich aber erstmal durch das Mitleiden beantworten und nicht rational. Eine Lösung habe ich natürlich auch nicht parat und es ist so schwer etwas zu tun, außer ein paar Windeln zu schicken, zu Spenden und seinen Wählerwillen bei den zugehörigen Politikern kund zu tun. Aber hinschauen, nicht vergessen, immer wieder thematisieren, dass will ich schon. Es erscheint mir auch als meine Verantwortung, besonders als Pastorin, informiert zu sein und zu informieren, ich habe schon Einfluss, wenn auch nicht viel.
Naja, danach mehr Arbeit, eine lange Email, Recherche für Weihnachten, sowas halt.
Mittagessen mit drei Kindern, dann Hausaufgabendrama mit K1, immer Drama aber auch immer die besonderen, die herzlichsten Momente. Dieses Kind ist einfach so unglaublich stürmisch, in allem.
Ich fuhr zum Vorschulsport, das war schön. Alles spielt sich ein, die Gruppe festigt sich wieder. Als ich fertig war tauschten der Mann und ich Fahrräder und Kinder, ich begleitete K1 zum Klavier, fuhr selbst einkaufen und Geld holen mit K4. Dann holte ich K1 ab, wir wollten noch schnell Laufschuhe für ihn kaufen. Nachdem er schon fast vors Auto gefahren war (er wusste natürlich besser, wo man fahren kann, hat sich aber leider verschätzt), verlor er mich auf dem weiteren Weg und fuhr nach Hause, weil er den Schuhkauf schon wieder vergessen hatte. Es wurde also alles sehr eilig, aber letztlich bekamen wir Schuhe und K4 räumte nur ungefähr 10 Paar Schuhe aus dem Regal.
Schnelles Abendessen, Folgetermin um acht, den der Mann dann nur teilweise wahrnehmen konnte... Ging nicht anders, die Kinder mussten ins Bett.
Puh, anstrengender Abend, auch wenn der Termin im Kern gut war, aber diese Forderungen an meine Person persönliche Präferenzen zu befriedigen finde ich immer noch anstrengend und hinterlassen einen schalen Beigeschmack. Es ist meist nicht so gemeint, aber die Erwartung der für mich optimalen Dienstleistung an mancher Stelle ist schon ziemlich hoch - sogar in der Kirche.
Nun gut, dann nur noch Sofa und Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Kiwi
Broccoli-Zucchini Curry
Salat, Linsensalat, Bulgursalat (waren grad runtergesetzt und ich hatte Zeit beim Einkaufen)



Donnerstag, 17. September 2020
Ein ganz normaler Tag
16.09.2020
Eingewöhnung geht voran, der Alltag läuft, alles wie immer. Langweilig wird mir trotzdem nicht, aber ich bin zumindest in der Lage gewesen, ein paar Minuten in einem Buch zu lesen! Auf der Terrasse! Mit den Kindern im Haus! Wahnsinn.
Der Tag begann ruhig, die übliche Routine tut mir gut. Ich merke deutlich mehr Ruhe und Gelassenheit beim Wecken der Kinder, wenn ich vorher eben in Ruhe meinen Tag anfangen konnte. Trotzdem bin ich heute schon beim Wecken laut geworden, was ich bedauere, aber in dem Moment wusste ich mir nicht zu helfen: K1 hat so ein Ding mit Socken: Er liebt es, Socken zu tragen, auch bei 30 Grad. Allerdings zieht er sie nicht gern an, braucht dafür auch gern mal fünf Minuten. Deshalb habe ich letzte Woche nochmal mit ihm durchgeguckt, welche Socken er mag und leicht und gern anziehen kann und alle anderen aussortiert. Heute morgen dann schon wieder das gleiche Theater, denn: Ich habe gar keine Socken die mir passen, niemand kann Socken schneller anziehen als ich und überhaupt bist du voll Scheiße. Da bin ich doch kurz recht deutlich geworden, bzgl Art und Inhalt der Ansprache. Puh. Sowas brauch ich echt nicht am frühen morgen. Das Ende vom Lied war dann, dass er bis au drei paar Socken alle aussortierte, ich die alten Socken nachsortierte nach kaputt/nehm ich/nimmt K2. Als wir fertig waren kam er wieder und nahm sich alle wieder mit. Joah. Man kann nur froh sein, dass wir so früh starten, dass er es trotzdem noch pünktlich zur Schule schaffte.
Ich brachte ihn hin (Horn-Tag), brachte K3 zur Kita und ging dann auf den Markt. Da das mit der Heide so gut geklappt hatte und ich mich immer daran freue, nahm ich nochmal Blumen mit, mal schauen vielleicht wird unser Vorgarten doch noch richtig schön ;) Als ich zurückkam waren der Mann und K4 schon weg, also kam ich schnell an den Schreibtisch.
Arbeit, kurz unterbrochen von Wäsche und Kaffee holen. Einmal musste ich auch beim Mann checken, ob und wie die Trennung von K4 gelaufen war. Es lief wohl super, K4 weinte gar nicht und er konnte zwischendurch einkaufen.
Als sie zurückkamen schlief K4 natürlich, so schaffte der Mann es die Betten frisch zu beziehen (ich freue mich über jeden Tag, an dem die Wäsche noch draußen trocknen kann... Mir graut es diesbezüglich ein bisschen vor dem Winter) und ich war noch produktiv. Zurzeit plane ich die Weihnachtszeit in der Gemeinde, Andachten, lebendiger Adventskalender, wie geht das mit den Gottesdiensten usw. Spannende Zeiten.
Mittagessen mit den Kleinen, die beiden Großen kamen spät. Ich holte K1 ab, der es als Verpeiler der Nation tatsächlich mit dem Mann aufnimmt:
Meine Sporttasche habe ich in der Umkleide vergessen, kann ich ja nächste Woche holen.
So weit, so gut, liebes K1, aber du hast nicht nur die Sporttasche vergessen, sondern du hast auch vergessen dich umzuziehen. Da du in Sportsachen hier stehst, gehe ich davon aus, dass du deine Alltagssachen inkl. Schuhen auch in der Umkleide vergessen hast?
Oh ja. Hupsi.
Also doch nochmal rein, Sporttasche holen...
Zuhause war es dann sehr ruhig. Ich las, wie gesagt, ein Buch, noch nichts zum Vergnügen sondern fachlich, aber immerhin. Dann machten sich K2-4 und der Mann auf um Cello und Sport zu begleiten bzw. zu machen. Ich ging nochmal an der Schreibtisch, machte aber um 17 Uhr Schluss um noch Sport zu machen. Das tat gut. Danach schnelle Dusche und dann zur Gemeinde, mit einem Umweg über ein paar Häuser zum Briefe einschmeißen. K1 wollte gern mit, ihm steckt so ein Streit ja auch immer länger in den Knochen und er brauchte die gemeinsame Zeit. Er ging dann sogar mit zur Bibelstunde, langweilte sich sehr, hielt aber durch.
Als wir nach Hause kamen, war es schon recht spät, er aß noch, ich aß noch Reste der Kinder, die unterwegs gegessen hatten und stillte K4 in den Schlaf.
Einmal beten bei den großen Jungs, K3 gute Nacht sagen und dann war Ruhe - ich war allerdings so ruhig, dass ich auf dem Sofa fast einschlief und dann, sehr vernünftig, vor 23 Uhr ins Bett ging.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Pflaume
Spitzkohl-Gnocchi Pfanne mit veg. Bratwürsten, Radieschen-Apfel Salat
Brotreste