Dienstag, 24. November 2020
Schon wieder allgemeines Rumgehetze
23.11.2020
Ich will das nicht. Ich mag mich nicht hetzen, ich mag nicht unpünktlich sein. Aber irgendwie kommt es doch immer wieder so...
Der Tag begann eigentlich halbwegs entspannt, nachdem ich festgestellt hatte, dass ich es eh nicht mehr schaffe zu bloggen konnte ich in Ruhe zu Ende kochen und das fühlte sich auf jeden Fall besser an, als immer der Uhr hinterher zu rennen.
Die Kinder gingen so halbwegs gut los, ich rannte noch ein paar mal hin und her um alle Sachen am richtigen Kind zu haben, aber es ging so halbwegs. Ich darf einfach nicht zu sehr darauf gucken, dass die kleinen Kinder ja auch eine Dreiviertelstunde früher in der Kita sein könnten. An einem freien Tag ist es ja auch nicht entscheidend, ob ich zwei Stunden zur Verfügung habe, oder ein bisschen mehr. Ich nehme mir ohnehin zu viel vor und werde nicht fertig - aber immerhin ein paar Weihnachtsgeschenke auf den Weg gebracht.
Abholen war entspannend, ich fuhr mit K4 zu den Rehen in der Nähe und diesmal hatten wir Glück: Es lagen ganz viele am Zaun und ließen sich begucken, K4 rastete aus vor Glück.
Dann holten wir K3 (mal gut, dass K4 noch nicht so viel spricht, dass er immer erzählen könnte, was wir in der Zwischenzeit machen...) und fuhren nach Hause. Dort gab es Mittagessen, Gemüse von vornherein getrennt vom Rest, so waren alle zufrieden. Dann sollte K4 schlafen, das dauert im Moment immer lange. Er wälzt sich gut und gern eine halbe Stunde auf meinem Schoß rum, ich glaube er braucht diese bewusste Nähe, bevor er dann einschläft.
Dann warteten wir auf K1, der hatte Schulsport und sollte dann schnell zur Logopädie, das ist knapp getaktet, reicht aber, wenn er pünktlich ist, sogar mir Essen.
Aber er war nicht pünktlich, wollte im Sportunterricht die Strafrunden, die die ganze Klasse laufen sollte, nicht laufen, sondern ist sie lieber gegangen. Auf dem Weg zur Logo klärten wird: Kann man machen, aber nicht so. Zur Lehrerin zu sagen: "Ich hab keine Lust" finde ich nicht okay. Zu sagen, dass man nicht laufen will, weil man die Strafe ungerecht findet (einige hatten Quatsch gemacht, die ganze Klasse sollte laufen), hätte ich okay gefunden. Sah er ein, immerhin.
Jedenfalls hatte er keine Zeit zum Essen, bekam also ein Gebäckstück auf den Weg mit. Ich begleitete ihn zur Logo, weil ich nicht sicher war, ob er den Eingang finden würde (ist erst das zweite Mal gewesen und etwas tricky). Unterwegs stellten wir fest: Die Verordnung war noch nicht geändert worden, da fehlte ein Kreuz und seine Mappe mit verschiedenen Unterschriften hatte er auch vergessen.
Ich hetzte also nachdem ich ihn abgegeben hatte, wieder zurück, rannte zum Zahnarzt, um die Verordnung zu ändern, schrieb unterwegs den Mann an, dass er die Mappe suchen und mein Fahrrad rausholen sollte und fuhr dann mit dem Fahrrad wieder zur Loge. Ich war tatsächlich eine Minute vor Ende der Stunde da und musste dann 10 Minuten vor der Tür warten...
Entsprechend hatte ich es allerdings nicht geschafft zwischendurch einen Einkauf zu machen, da musste das hungrige K1 dann mit - aber als er an der Käsetheke gefragt wurde, ob er eine Scheibe Wurst wolle, war er sehr klar: Nein, danke, ich bin Vegetarier. Cooles Kind!
Zuhause bekam er dann Mittagessen und war froh. Aber der Nachmittag war auch im Wesentlichen durch: Hausaugaben, die noch einen Moment dauerten, Horn und Cello üben, ich filmte für die Großeltern mit, dann gab's auch schon Abendessen und ich machte mich auf den Weg zur Laufrunde. Es fiel mir schwerer als auch schonmal, aber da meine Partnerin fit war, kamen wir gut voran.
Aber auch abends waren die Pläne, die ich noch so hatte, zu viel, so lasen und spielten wir noch auf dem Sofa und ich ging früh ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Mango
gebratener Eierreis mit Gemüse
Salat



Montag, 23. November 2020
Kinder und Matsch, eine unendliche Geschichte
22.11.2020
Ein ganz normaler Sonntag im Pastorenhaus: Mittelgemütliches Frühstück, weil ich auf Abmarsch drängte, die großen Kinder kommen mit, die kleinen Kinder bleiben mit dem Mann Zuhause. Wenn wir nicht unbedingt müssen, versuchen wir die kleinen Jungs nicht mitzunehmen. Die kriegen das mit dem Abstand einfach nicht hin und sind wandelnde Virenschleudern, nicht nur für Corona, und dabei so unendlich süß, dass auch noch jeder mit ihnen kuscheln will. Wir halten also die Versuchung von allen fern...
Der Gottesdienst lief gut, wir waren allerdings schon bei der Maximalanzahl an Gästen, das ist sicherlich dem Ewigkeitssonntag geschuldet, aber wird im Advent nicht besser werden. Wir werden sehen, wie das dann funktioniert, ich möchte auf gar keinen Fall jemanden abweisen - aber noch weniger etwas riskieren und wenn wir Regeln aufstellen, dann müssen wir sie eben auch durchsetzen und das wird alles nicht schön.
Auf dem Rückweg planten wir das Mittagessen um, sollte der Mann noch nicht mit Vorbereitungen angefangen haben - wir hatten Glück, hatte er noch nicht, das erfreute die Kinder.
Mittagessen, dann gammeln auf dem Sofa, ich kam nicht in Schwung. Der Mann ging mit den kleinen Kindern raus, ich machte zwei Minuten die Augen zu, bis K4 wieder reinkam, er war hingefallen. Dann war's auch egal, Mittagsschlaf nicht so nötig und ich sammelte mich und die Kinder zusammen: Die Großen sollten noch bewegt werden, ich brauchte auch noch Schritte.
Also de Jungs auf die Fahrräder, K4 auf den Rücken, K3 blieb mit dem Mann Zuhause und genoss die Exklusivzeit. Die großen Jungs meckerten wie immer, bis sie die Ausgangstür passierten, dann ging es. Ich wollte schauen, wie weit die Baustelle um die Ecke ist und öffnete damit die Tür zum Paradies: Eine mehr als 1km lange Baustelle, alles Sand und Matsch, die Fahrbahndecke ist eben noch nicht erneuert, aber fest genug, um Fahrrad darauf zu fahren. Die Jungs waren restlos begeistert, ich hörte so Sätze wie: Das ist das schönste, was ich in meinem Leben gemacht habe! Ich ließ sie durch Pfützen fahren, ging in der Zeit weiter, sodass ich nicht stehen und warten musste, sie fuhren die Strecke locker dreimal ab und am Ende kamen wir gemeinsam am Friedhof an. Über den liefen wir dann gemeinsam, nicht ohne versprochen zu haben, dass wir den Rückweg wieder über die Baustelle nehmen.
Tiefe Gespräche über Sterben, Gräber, Trauer und den Sinn des Lebens, das ist schön und ich bin froh, dass ich das Gottvertrauen raushöre, das die Jungs haben.
Dann wieder zurück, nochmal Matsch und Zuhause gleich der Wechsel in den Schlafanzug.
Der Mann hatte das Abendessen vorbereitet, es ist so angenehm, sich an den gedeckten Tisch zu setzen.
Dann gingen müde Kinder unter die Dusche und ins Bett, müde Eltern auf's Sofa Elterntelefonat, K4 in den Schlaf stillen, Fernsehen, schlafen.

Gegessen:
Laugenbrezel
Crêpes mit Käse und Schokocreme (nacheinander)
Brötchenreste, rote Bete-Apfelsalat



Sonntag, 22. November 2020
Vorbereitungen...
21.11.2020
Erstmal ausgeschlafen. Das tat so gut. Als ich um halb acht wach wurde, fühlte ich mich wunderbar frisch, aber der Mann bestand darauf, dass er auch mit K4 aufstehen könnte. Also schlief ich noch eine Runde weiter, irgendwann wunderte ich mich, dass es immer noch nicht hell sein sollte und stellte fest, dass es einerseits halb zehn und andrerseits gar nicht mehr dunkel war. Der Mann hatte abends die Außenrollos runtergelassen, da kam natürlich kein Licht durch.
Nachdem ich dann endlich aufgestanden war, gab es ein ausgiebiges Frühstück. Dann ging ich eine Runde mit K2 und K3 über den Markt und zum Schreibwarenladen. Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Zwischenfall mit einem Roller, nassem Laub und einem Hundehaufen. Genau so, wie man es sich vorstellt... Schön, dass ich von unterwegs den Mann vorwarnen konnte: Mach die Waschmaschine leer, wir kommen...
Auf den Schreck gab es erstmal Punsch und Kekse und dann machte ich mich an die Arbeit. Die Predigt war nämlich noch nicht fertig und ein bisschen anderes war auch noch liegen geblieben, das musste ich noch abarbeiten.
Im Anschluss wollte ich gleich ins Nähzimmer, wo ich enttäuscht feststellen musste, dass die Zange, die ich gekauft hatte, den abgebrochenen Bit auch nicht entfernen konnte. Letztlich konnte ich aber das Teil ausbauen und bestelle jetzt ein Ersatzteil, ehe ich mich noch weiter ärgere. Für die Tischsets, die ich machen wollte, brauchte ich ohnehin nur die normale Maschine und ein paar Tage kann ich wohl auf die Overlock verzichten.
Dann musste ich schnell Essen vorbereiten, der Hunger war groß, und so verschob ich die Tour zur Packstation auf den späteren Abend. Eine Runde Wäsche und dann gab es schon Abendessen.
Dann wollte ich mit den großen Jungs nochmal los, das Paket zur Post bringen, aber K3 bestand darauf, dass er auch groß genug wäre und mitkommen dürfe. Durfte er dann auch, mit Schlafanzug und Schneeanzug drüber und er war so stolz. Da mussten wir unbedingt noch eine kurze Runde über den Spielplatz anschließen.
Dementsprechend platt fiel er Zuhause ins Bett und wir spielten mit den Großen noch eine Runde Zug um Zug.
Schöner Familienabend, ich bin froh, dass wir im Moment weniger Fernsehen durchsetzen, das tut allen gut.

Gegessen:
Brötchen, Ei
Lachs auf Spitzkohl