Montag, 17. Mai 2021
Feiertag
13.05.2021
Wie schön, ein Feiertag ohne Arbeit, meine Schwestern und mein Schwager in spe kommen zu Besuch, wir starten in der Geburtstagswochenende von K3.
Da ja nicht alle Familienmitglieder gleichzeitig kommen dürfen, haben wir uns ausgedacht, dass meine Schwestern zuerst kommen und wir "vorfeiern", meine Eltern danach. Das lässt sich über Tests auch ganz gut absichern und tut den Kindern grundsätzlich auch ganz gut, wenn alles etwas entzerrt ist.
Wir schlafen aus, keine wird vor 12 Uhr hier sein und so reicht es zum gemütlichen Frühstücken, durchputzen und Kuchen backen, bevor die ersten Gäste kommen.
K3 ist maximal aufgeregt, alle freuen sich sehr, wir haben uns teilweise sehr lange nicht gesehen.
Dann wird es ein ziemlich "normaler" quasi-Geburtstag: Kaffee und Kuchen, ich bereite eine Schatzsuche vor, die wir auch in einer Regenpause laufen können, es wird gespielt und gegessen, ein Geschenk gibt es auch - K3 ist begeistert, auch ob des Wissens, dass das jetzt erst der Anfang war.
Abends fährt der Freund meiner Schwester wieder nach Hause, der muss noch arbeiten, meine Schwestern bleiben noch ein bisschen länger.

Gegessen:
ausführliches Frühstück mit Croissants und Brezeln
Erdbeertorte
Gnocchis mit Gorgonzolasauce



Dienstag, 6. April 2021
WmdedgT 04/2021 Ostermontagsedition
Frau Brüllen fragt auch am Ostermontag, was wir so machen. Ich bin Fan von Tagebuchbloggen und mache gern mit, auch wenn hier nicht so richtig viel passiert.
Wir schlafen aus, ich stehe auf, als das Liegen unbequem wird, so gegen neun. K4 stillt im Moment in der Nacht deutlich mehr als noch vor einigen Wochen und auch deutlich mehr als ich gut finde. Aber so richtig kann ich mich nicht aufraffen, was dagegen zu tun, auf den Mann kann ich mich in diesem Zusammenhang nicht stützen, für den ist Schlaf wegen der Medikation ein schwieriges Thema. Allein habe ich wenig Argumente - warum sollte ich nicht stillen, wenn doch alles da ist? Egal, bisher hat es sich immer wieder von selbst eingerenkt, also durchhalten.
Es gibt gemütliches Frühstück, wir versuchen den Kühlschrank leerer zu Essen, denn wir werden ein paar Tage weg sein.
Ursprünglich war der Plan, zu meinen Eltern zu fahren. Das ist wegen Überschreitung der Haushalte nicht erlaubt, denn meine Schwestern wären auch dabei. Meine Schwester ist aber alleinstehend und hat ein großes Haus - das ist die ideale Lösung. Wenn wir Zuhause bleiben, wird das nichts mit Urlaub, so haben wir einen Tapetenwechsel. Die Kinder waren Donnerstag zuletzt in der Kita, die Großen durften seitdem auch nicht mehr mit anderen spielen, trotzdem machen wir natürlich Selbsttest und sind (wenig erstaunlich) alle negativ. So sollte es klappen. Die Kinder machen mehr oder weniger tapfer mit, aber ich sehe nicht, dass diese Tests regelmäßig in der Kita angewandt werden sollten - wer will das machen? Für die Kinder ist das schon sehr unangenehm.
Danach packen wir, fahren noch kurz an der Gemeinde vorbei um etwas abzugeben und fahren dann los. Die Autobahn ist voll, wir fahren lieber über Land und das ist schön und erholsam.
Die Kinder sind unglaublich aufgeregt, immerhin K4 schläft im Auto. Große Wiedersehensfreude, auch K4 ist sofort angekommen. Ich bin froh, dass wir das gemacht haben. Bisher haben wir aus Rücksicht auf unsere Eltern immer eher verzichtet, wenn wir uns nicht alle treffen durften eben lieber gar nicht getroffen. Aber so ist das jetzt eine gute Lösung, ich bin so Urlaubsreif, die Kinder haben eine Abwechslung mehr als verdient und mit den Tests haben wir eine relativ hohe Sicherheit. Ist natürlich trotzdem blöd, dass meine Eltern nicht dabei sein können.
Als wir ankommen ist das Wetter gerade gut, wir essen ein paar Äpfel und ziehen uns dann an um die Störche zu besuchen. Wir kommen ganze 100m weit, dann schneit und hagelt es. Also wieder zurück. Was soll das mit den Schrittzielen, es ist Urlaub. Wir bleiben im Haus.
Abendessen bestellen wir beim Griechen, das ist einfach, es gibt Pommes, alle zufrieden.
Die Kinder sind zu aufgedreht um ins Bett zu gehen, aber das war absehbar und hier ist wirklich Platz und die Nachbarn sind weit weg, wir lassen sie sich austoben bis sie bettschwer sind.
Die Großen gehen erst gleichzeitig mit uns ist Bett - so muss das wohl, im Urlaub.

Gegessen:
Brötchen, Aufbackcroissants, Eier
Ofenkartoffel, Pizzabrot



Ostersonntag
04.04.2021
Seit Wochen fiebert K3 auf Ostern hin - wie oft noch Schlafen? - noch fünfmal, viermal, dreimal schlafen... Seit gestern ist er nicht mehr interessiert. Er will nur noch wissen, wann Montag ist - denn dann fahren wir in den "Urlaub", wir besuchen meine Schwester.
Egal, Ostern ist Ostern und wider Erwarten war der Osterhase schon in der Nacht da. Das ist bei uns gar nicht üblich, früher kam er immer erst nach dem Gottesdienst, aber in Zeiten, in denen der Großteil der Familie den Gottesdienst von Zuhause aus verfolgt, hat der Osterhase seinen Zeitplan wohl umgestellt. Also gibt es vor dem Frühstück schon Ostereier, nebenbei essen manche Brötchen, manche Eier, manche Joghurt, aber hauptsächlich wird gesucht und Schokolade gegessen. So muss das.
Wir gucken den Gottesdienst über Livestream, leiden mit dem Mann mit, als die Technik versagt - drei Stunden Arbeit in der Nacht für die Katz. War eine schöne Idee gewesen, wurde auch so schön, aber gerade, wenn man weiß wie viel Arbeit es gewesen ist...
Als er nach Hause kommt ist er aber nur minimal gefrustet, der Rest wird durch Schokolade bekämpft. Wir bereiten ausführliches Grillen vor, machen Feuer, aber auch damit müssen wir drinnen Essen, das Wetter ist umgeschlagen.
Sehr schönes Ostergrillen, geht auch ohne Lamm :)
Hinterher verstecken wir die Ostergeschenke, die der Osterhase bei uns abgegeben hat - das war eine gute Idee. Ich fand es in den letzten Jahren immer anstrengend, genau zu markieren, für wen welches Geschenk ist, alles so zu verstecken, dass es an die richtige Person geht, die großen Kinder davon abzuhalten, dass sie die Geschenke der Kleinen auspacken usw. Dieses Jahr also die einfache Variante: Alle suchen gemeinsam, alle Geschenke sind für alle, alle neun Sachen müssen gefunden werden, dann erst wird ausgepackt. Das ging super. Es waren auch wirklich Sachen, die für alle brauchbar sind, oder Bücher, die später eben auch noch von anderen gelesen werden. Das Highlight ist ein Football, der die Jungs die nächste Stunde erstmal beschäftigt, bis K4 wieder wach ist. Generell gab es mehr, als in den letzten Jahren. Das ist wohl überall so, irgendwie muss man die Pandemie ja kompensieren.
Nachmittags noch ein Spaziergang, unterwegs weitere Eier suchen. Ziel ist der Fensterkindergottesdienst in der Gemeinde, mittleres Drama als bei K1 das Kerzenbasteln nicht so funktioniert wie geplant... Aber ansonsten sehr schön, erst gegen sieben sind wir wieder Zuhause. K3 will ins Bett, damit bald morgen ist. Die anderen Kinder essen noch die Reste vom Grillen, dann muss Ninja Warrior geguckt werden.
Schöner Ostersonntag!

Gegessen:
hartgekochtes Ei, Apfel
Grillkäse, Grillgemüse, Lachs,
verschiedene Salatreste



Karfreitag
02.04.2021
Erstmal länger schlafen, ich muss erst um neun in der Gemeinde sein, da reicht es, um halb sieben aufzustehen.
Frühstück und mittagessen vorbereiten, nur die Nudeln schaffe ich nicht mehr zu machen, aber das kann ja auch später passieren. Wäsche natürlich, es hört ja nie auf. Manchmal würde ich gern einen Pausentag machen, einmal keine Wäsche - aber Sonntag ist bei mir Arbeitstag, da kann ich also auch waschen, Montag habe ich frei, aber es ist Alltag, da kann ich also auch waschen. In der Theorie halte ich einen freien Tag in der Woche für gut und richtig. Aber irgendwie komme ich nicht dahin.
Egal, Frühstück in Ruhe, allein. Leider wird es dabei so spät, dass ich das Fahrrad nehmen muss, aber das ist wiederum gut, weil ich schon lange überflüssigen Sand aus der Gemeinde nach Hause transportieren will. Also heute. Mit Kleid und Strumpfhose.
In der Gemeinde erstmal Musikprobe, wir hatten ja keine Zeit zu üben und ich habe ein neues Lied ausgesucht. Klappt aber trotzdem gut.
Dann Gottesdienst, erstmals habe ich an Karfreitag einen Liturgen, das ist sehr hilfreich, denn so habe ich ein bisschen Pause zwischendurch. Sehr schön, wenn man das so nennen kann, zumindest stimmungsvoll.
Im Anschluss sitzen wir zu dritt und quatschen. Besser geht es im Grunde ja nicht - drinnen im Kirchraum, hohe Decken, viel Abstand, natürlich Masken. Nur draußen wäre besser, aber das ist bei dem Wetter ja auch nicht attraktiv. Tat jedenfalls gut...
Zuhause hat der Mann schon Nudeln gemacht, wir essen.
Mir geht's hinterher schlecht - ist es der Druck, der abfällt? Ich bin mir Ostern durch, Ostersonntag macht der Mann. Oder ich vertrage die Zucchini nicht so gut, gerade in Kombination mit den Tomaten oder der veganen Sauce? Wer weiß das schon, jedenfalls lag ich zwei Stunden auf dem Sofa. Dann bin ich wieder fit, wir gehen noch eine Runde zum Eisladen. In wechselnder Besetzung sind wir meist dreimal in der Woche da. Ich habe irgendwann die Devise ausgegeben: Es kann immer Eis geben, aber immer nur eine Kugel. Sonst wird mir das zu teuer. Bisher fahren wir gut damit, auch wenn manchmal neidische Blicke zu den anderen Besucher:innen gehen, die mehrere Kugeln essen.
Der Abend wird entspannt, die Kinder haben ihre "Party", K1 beschließt, dass für ihn die Fastenzeit zu Ende ist und er jetzt wieder Süßigkeiten isst: Schließlich ist Jesus jetzt auch tot, was soll ich sein Leiden weiter nachvollziehen, der leidet nicht mehr. Recht hat er, der Gute :) Ich bin eh stolz auf ihn, dass er das durchgezogen hat (und dass die Fastenzeit noch über das "Nachvollziehen des Leidens" hinausgeht hatte er am Anfang auch ganz gut kapiert).
Pastorenhaushalt hier - am Abend von Karfreitag wird Wii gespielt. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halte, aber Besinnung und Nachdenklichkeit kann man auf jeden Fall nicht erzwingen und von daher ist es schon okay so. Vielleicht sind wir ein bisschen wie die Jünger - nach Jesu Tod gehen wir erstmal wieder zur Normalität über.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Zoodles mit Tomatensauce
Salat



Sonntag, 21. März 2021
Hochzeitstag
20.03.2021
K3 fieberte diesem Tag entgegen, weil wir ihn als einen großen Feiertag ausgerufen hatten. Denn irgendwie hat es sich so ergeben, dass der Hochzeitstag ein Familientag bei uns geworden ist. Das hat mehrere Gründe. Einerseits war in den letzten Jahren immer irgendein Kind so klein, dass wir uns unwohl dabei fühlten, zu zweit Essen zu gehen, also haben wir schon ab und zu gemeinsam zu Hause gefeiert, oder waren mit der ganzen Familie essen. Dazu kommt, dass ich vor einigen Jahren, genauer gesagt in der Schwangerschaft mit K2, einen Blinddarmdurchbruch hatte. Das war sowohl für mich als auch für das Kind ziemlich gefährlich, um nicht zu sagen lebensgefährlich und wir feiern seitdem an unserem Hochzeitstag auch eine Art zweiten Geburtstag, auch wenn K2 gerade nicht geboren wurde, sondern sorgfältig wieder im Bauch verpackt wurde, nachdem der Blinddarm dann raus war. Und dann kommt dazu, dass letztes Jahr unser Hochzeitstag im Krankenhaus endete, weil K3 sich schlimm verbrüht hatte - also noch ein Jahrestag. Von daher: Keine Abendessen zu zweit (wo auch?) sondern Familienfeier.
Erstmal war allerdings ausschlafen und gemütliches Frühstück angesagt, dann musste ich zur Gemeinde, einen Kindergottesdienst am Fenster vorbereiten.
Aber als wir damit fertig waren, ging ich einkaufen. Ich hatte mir überlegt, dass ich ja auch Hochzeitstag habe, als o nicht kochen wollte. Da Bestellen mit unserer Vegetarier-Zöliakie-Milcheiweißunverträglichkeit Kombination letztlich meist auf Pommes hinausläuft, wollte ich das auch nicht so gern und kaufte daher ausnahmsweise ohne Rücksicht auf die Plastikverpackungen italienische Vorspeisen, Salate und verschiedene Brötchen ein. Damit fuhren wir dann ein Stück weit zu einem See, den ich mir ausgeguckt hatte und der laut Internet schön zum Spielen und Spazieren ist.
Wir hatten Glück, das war da wirklich super. Im Sommer ist da ein Strandbad, aber man konnte auch jetzt durchgehen und den Hauseigenen Spielplatz nutzen - und der Strand und der See waren ja auch da. Es gab sogar was zu sehen, zwei Leute gingen Eisbaden, ich musste K2 ein paar mal erinnern, dass das kein Fernsehen ist :)
Jedenfalls spielten die Kinder eine Runde, wir spazierten ein bisschen am See entlang und es tat einfach gut, etwas anderes zu sehen als sonst.
Dann gab es ein Picknick, ich hatte schon vermutet, dass es draußen zu kalt ist und mir daher überlegt, dass es eigentlich gut gehen müsste, wenn wir die hintere Sitzbank rausnehmen und die zweite Reihe umklappen, im Auto zu picknicken. Ging auch wirklich gut und war nicht kalt und auf jeden Fall denkwürdig. K2 hätte das am liebsten sofort wiederholt, aber für morgen gibt es schon andere Pläne - wir hatten Stahlhochzeit und es gab passend eine Feuerschale, die muss ja eingeweiht werden.
Wir fuhren im Halbdunkel zurück, K3 schlief unterwegs ein und ließ sich direkt in sein Bett umlegen, K4 schlief schnell Zuhause ein. Ein schöner Tag!

Gegessen:
Ei, Laugenstange, Hummus, Sirup
Antipasti, Nudelsalat, Sushi, Kartoffelsalat, Bulgursalat, Milchreis



Sonntag, 3. Januar 2021
... und "Hallo" an 2021
01.01.2021
So, nun sind wir drin im Jahr 2021, das wir natürlich auch mit Ausschlafen begonnen haben. Dann gab's ein Spätstück, ansonsten drehte sich mal wieder alles um die Waschmaschine, die immer noch nicht so will, wie wir wollen. Abends ging ich zu einer Freundin, Probe für Sonntag mit Abstand - unter Erwachsenen geht das ja wirklich ganz gut, bei 1:1 Treffen finde ich das mit dem Abstand sowieso gut machbar, auch in einem privaten Haus, aber sowie es mehr Leute werden, wird es schwierig. Aber gut mal rauszukommen.
Zumal besagte Freundin nebenbei auch Nageldesign macht und mir daher das erste mal in meinem Leben professionell die Nägel machte. Das ging natürlich nicht mit Abstand, aber eben mit Maske - und tatsächlich weiß ich bei ihr, dass sie die letzten Tage maximal zum EInkaufen draußen war, ich fühlte mich sicher.
Dafür schaffte ich dann mein Schrittziel für den ersten Tag im Jahr gleich nicht, aber irgendwie ist es grad noch egal.

Ein Ausblick auf 2021 ist natürlich schwierig. Ich hoffe sehr, dass das geplante Familientreffen im Sommer stattfinden wird, wir haben ein Häuschen (eigentlich ein Schloss) in Frankreich gemietet und hoffen sehr, dass das klappen wird.
Drei Hochzeiten, teilweise verschoben aus 2020 stehen auf meinem Plan, da wünsche ich den Paaren sehr, dass die klappen - aber das ist nicht mein persönliches Ziel.
Die Kinder wünschen sich einen Ausflug zum Centerparc, vielleicht geht das ja im Herbst. Karten für eine Indoorveranstaltung im November lagen auf dem Geschenketisch, ich hoffe sehr dass das klappt.
Und dann würde ich ja noch sehr sehr gern einen Halbmarathon mit anderen Menschen zusammen laufen - eigentlich ein Zeil für 2020, dass dann zu einem Sololauf wurde.
Mehr Pläne mache ich für's erste nicht, da bin ich inzwischen zu abgeklärt für.
Im Januar habe ich ein paar Vorhaben, aber alle pandemiekompatibel:
ich habe ein paar Arzttermine (Zahnreinigung und Krebsvorsorge)
wir werden den Weihnachtsbaum abschmücken
ein Onlineseminar, der Anschlusstermin an das Seminar im Dezember, das ich halten werde
ein paar mal Lagerfeuer machen, auch um die alte Schaukel zu verbrennen, aber vor allem, weil es so nett ist
mit den Jungs ihr Bücherregal umsortieren
meine Weihnachtsbücher lesen
und generell versuchen langsam zu machen um allem, was noch so kommt gewachsen zu sein und zu bleiben.

Der Tag war schnell um, ich kam erst um neun nach Hause und wollte dann noch ein bisschen mit den Jungs Safranito spielen.

Gegessen:
Donuts aus dem Donutmaker, Rührei
Brot



Donnerstag, 31. Dezember 2020
Tschüss, 2020
31.12.2020
Beinahe hätte ich Auf Wiedersehen geschrieben, aber das sagt man ja nicht nur im Gefängnis und im Krankenhaus besser nicht, sondern auch nicht zu diesem vergangenen Jahr.
Ich habe in diesem Jahr unglaublich viele gute Dinge erlebt. Ich bin dankbar für viele Erfahrungen, für vieles, was geht, was wir gelernt haben. Aber nichtsdestotrotz war es auch häufig sehr sehr ätzend - allerdings sind die hauptsächlichen Punkte nicht unbedingt mit dem Jahreswechsel vom Tisch. Nun gut. Wir werden es schon schaffen, wir haben es ja bisher auch ganz gut geschafft.
Und wenn ich meine Kinder betrachte, die hier gerade Wii spielen (eins schläft, aber der Rest hält tapfer durch, was mich bei K3 schon ein bisschen überrascht), wir alle mit vollen Bäuchen, in unserem gemütlichen Wohnzimmer, dann ist eben doch alles sehr in Ordnung.
Wir haben bis eben gespielt, vorher Raclette gegessen und davor habe ich die Jahresabschlussandacht gemacht. Einen kurzen Geburtstagsbesuch an der Tür habe ich auch noch gemacht.
Heute Vormittag haben der Mann und ich sogar noch an der Waschmaschine rumgewerkelt, jetzt scheint sie erstmal wieder gut zu laufen. Guter Tag, ziemlich produktiv.
So, jetzt werde ich mich der Familie (und der Spülmaschine) widmen - ich wünsche allen einen guten Jahreswechsel und ein gutes (gesegnetes, wenn sie das nehmen wollen) neues Jahr.



Jahresendfragebogen
30.11.2020
Hier passiert nicht viel Neues. Wir ruhen aus, schlafen länger, essen lecker, schieben immer zwischendurch Spazierrunden ein und arbeiten natürlich auch.
Heute ging ich mit K2 tatsächlich nochmal in einen Laden, weil die Weihnachtsschokolade schon um 50% reduziert war und da mussten wir uns noch schnell mit Lindt Schokolade eindecken. Aber ansonsten bleiben wir unter uns und treffen maximal draußen zufällig ein paar Leute. Heute beispielsweise eine Freundin, die im Seniorenheim arbeitet. Sie erzählte, dass das Heim schon Impfstoff bestellt hat, aber a) wahrscheinlich alle auf einmal geimpft werden sollen und das dauert dann ein bisschen, bis gerade bei Menschen mit rechtlichen Betreuer*innen die Einwilligung eingeholt ist und b )sich gar nicht alle Pflegekräfte impfen lassen wollen. Ach man, bei sowas krieg ich echt zu viel.
Jedenfalls passiert hier darüber hinaus nicht viel und deshalb kommt heute der Jahresendfragebogen. Der geistert schon ewig durch die verschiedenen Blogs, ich habe ihn das erste mal beim finnischen Tagebuch gelesen.
Jedenfalls geht's jetzt los:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Tja, was soll man sagen. Für mich persönlich? 7. Gab schon deutlich bessere Jahre. Andrerseits weiß ich nicht, ob man sich bei dem Lebensstandard auf dem wir leben und mit allen Familienmitgliedern (halbwegs) gesund an niedrigere Zahlen überhaupt ran wagen darf.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Nicht schwierig, nachdem ich September des Vorjahres entbunden hatte.

3. Haare länger oder kürzer?
Das bewegt sich bei mir immer im Rahmen von plusminus 3 cm. Kurz eben.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie immer, würde ich mal sagen. Ich hätte gern eine neue Brille, die alte ist jetzt sieben Jahre alt und reichlich verkratzt, aber es lohnt sich nicht die Augen vermessen zu lassen, solange ich noch stille. Sagt der Optiker. K4 sagt: Dann kann das noch ein paar Jahre dauern.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Insgesamt mehr: Elterngeld plus Vollzeit der anderen Person ergibt bei uns ein bisschen mehr, seit Oktober dann wieder normal.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Guter Job. Anders, dieses Jahr, aber ein guter Job.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Im Alltag vielleicht etwas weniger, wer weniger einkauft, der gibt eben es gab einige größere Anschaffungen.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Leider nichts. Also außer Weisheit und Erkenntnis.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ich ja größtenteils schwanger war, sowieso. Aber auch ansonsten: Viele lange Spaziergänge und sehr regelmäßige Joggingrunden. Und sehr viel Fahrrad. Gutes Sportjahr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Einmal schlimmer Erkältung am Anfang der Coronazeit, das war unheimlich.
Ansonsten hatten die Kinder gefühlt ständig irgendwelche Infekte, die dann immer in zwei Tagen Beobachtung zu Hause resultierten. Das war nervig.
Der Mann mit seinen Gliederschmerzen.
K3 mit seiner Verbrühung.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
In dem Moment die Verbrennung von K3.
Auf der langen Sicht die Erkrankung meines Mannes für die es immer noch keine Diagnose gibt.

12. Der hirnrissigste Plan?
Puh. Utopisch war wohl die Fahrt nach Borkum im April, aber das konnte ja erstmal keiner ahnen.


13. Die gefährlichste Unternehmung?
Im Rückblick: Eine Kanne Tee auf den Tisch zu stellen.

14. Die teuerste Anschaffung?
Ein Lastenrad. So großartig!

15. Das leckerste Essen?
Ich koche sehr lecker. Ich genieße das sehr. Aber wir waren auch einmal im Sommer sehr lecker beim indischen Restaurant, zu meinem Geburtstag.

16. Das beeindruckendste Buch?
So langsam komme ich wieder in Schwung mit dem Lesen. Am meisten beeindruckt hat mich (jaja, late to the party) Becoming.

17. Der ergreifendste Film?
Ich gucke keine Filme. Wenn sie gut sind, ergreifen sie mich so sehr dass ich zerbrösle, also lasse ich es.

18. Die beste CD?
Revolverheld - Zimmer mit Blick.

19. Das schönste Konzert?
Ich war tatsächlich diese Jahr auf zwei Konzerten. Im Februar bei Randale, beim Kinderkarneval. Das war schon cool.
Im Oktober dann noch bei einem Schüler-Cello-Konzert. Das war schon auch nett.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern und dem Mann, natürlich.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Glücklicherweise die gleiche Antwort wie eben.

22. 2020 zum ersten Mal getan?
In eine Kamera gepredigt.
Ein Onlineseminar gehalten.
Maske getragen. Schutzverordnungen studiert. Naja, dieser ganze Scheiß.
Einen Halbmarathon gelaufen.
Mit einem Lastenrad gefahren.

23. 2020 nach langer Zeit wieder getan?
Bei jedem Wetter Fahrrad gefahren.
Den Weihnachtsbären begrüßt.
Kraxe getragen.
Neue Joggingschuhe bekommen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Oben genannte Erkrankungen bzw. Unfälle.
Und natürlich die ganze Pandemiegeschichte, aber das ist ja klar.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Mann davon, sich zu schonen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Einige Weihnachtsgeschenke kamen hier sehr gut an. Die Kinder würden wohl sagen: Die neuen Wii Spiele.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe viele tolle Geschenke bekommen. Die In Ears, die mir zur Verfügung gestellt wurden und die damit verbundene Musik, die ich machen darf, waren jedenfalls ein Highlight.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Geschrieben, per WhatsApp: Wir kommen heute schon nach Hause.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Er schläft jetzt.

30. Dein Wort des Jahres?
Familie

31. Dein Unwort des Jahres?
Na, was wohl.

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich lese schon so lange Blogs, viele mag ich sehr. Mein erster und liebster, den ich wirklich von vorn bis hinten gelesen habe, ist oben verlinktes finnisches Tagebuch.

33. 2020 war mit einem Wort?
Anstrengend



Samstag, 26. Dezember 2020
Weihnachtsspaziergang und Ausruhe 2.0
26.12.2020
Noch so ein entspannter Tag, wieder ausgeschlafen, wieder gemütlich gefrühstückt.
Dann gleich los zu einem Spaziergang mit Geocache Fotorallye, das war gut so, denn wenn die Sonne noch draußen ist, ist es nicht so kalt und das ist für K4 ja essentiell, weil er so gut wie gar nicht läuft und für K3 auch wichtig, weil er auf langen Touren auch viel getragen wird. Wurde trotzdem irgendwann zu lang und zu kalt für die Jungs, 10km sind ein bisschen viel bei dem Wetter, tat aber allen gut. Währenddessen übten wir die Lieder für morgen, K1 singt im Gottesdienst am Sonntag.
Ansonsten gibt es hier noch einige Spiele, die ausprobiert werden wollen (Spiele sind bei und nie falsch geschenkt, wir lieben das alle). Während ich hier die letzten Tage verbloggt habe, hüpfen die Jungs mit der Wii auf und ab.
Hier wird es so weitergehen, wie die letzten Tage: Gleich gibt es noch Fondue, dann wird das Spiel von gestern nochmal ausprobiert, wenn die kleinen Jungs schlafen. Das PC Spiel von gestern ruft auch schon laut nach mir. Schön ist das hier - und ich freue mich auf weitere solche Tage, auch wenn wir in den nächsten Tagen versuchen werden, wieder einen normalen Tagesrhythmus zu etablieren.

Gegessen:
nochmal großes Frühstück
Kekse
Fondue



Spielen, Ausruhen, Gemütlichkeit
25.12.2020
Vielleicht der Beste Tag im Jahr: Ausschlafen, keine Verpflichtungen, reichlich Spielzeug, neue Dinge zum Ausprobieren und der Weihnachtszauber, der für weniger Streit und mehr Gelassenheit sorgt.
Gemütliches Frühstück um zehn, Familientelefont per Skype, Spaziergang zu den Spielplätzen mit dem Mann und K3 und K4. Die großen Kinder probierten in der Zeit die neuen Wii Spiele aus. Das war alles sehr schön. Abendessen gab's vom Lieferdienst, das war auch sehr angenehm, war aber nicht der Übliche und dadurch qualitativ eher fragwürdig. Egal, wir waren beieinander und zufrieden und es ist alles gut. Zwei Glühwein halfen vielleicht auch bei dieser Haltung :)
Abends ein neues TipToi Spiel probiert, hui, das ist kompliziert und verspricht noch ein paar spannende Abende.
Das neue PC Spiel, dass der Mann mir geschenkt hatte, probierten wir auch aus. Das war super, zumindest war es plötzlich fast halb zwei...
Und das beste: Morgen nochmal so.

Gegessen:
Frühstück mit Lachs, Ei, Schokocreme
Pommes, Veggie Burger
Eis