Montag, 17. Mai 2021
Quasi Freitag
12.05.2021
Fühlt sich an wie Freitag, ich fühle mich auch wie Freitag. Nun gut.
Ein letztes mal früh aufstehen, alle Vorbereitungen so wie immer.
Die Kinder fallen maximal unmotiviert aus dem Bett, die Aussicht auf ein langes Wochenende motiviert aber doch.
Alle werden fertig, K1s Freund kommt, die Kinder ziehen ab zum lernen und der Mann steht auf, weil wir um neun eine ViKo haben. Geht aber wohl ganz gut.
Dann die ViKo, K2 kümmert sich freundlicherweise um die kleinen Jungs, das führt dazu, dass er nicht so viel zum arbeiten kommt, aber das stört ihn nicht - und ehrlicherweise muss ich sagen, dass da auch nicht viel zu tun ist. Es scheint alles auf Minimum gemacht zu werden, immer in der Hoffnung, dass nächste Woche zumindest Wechselunterricht beginnt. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass sich in der Grundschule einfach damit abgefunden wurde, dass das Lernziel nicht erreicht wird.
Ich weiß nicht, wie ich das so finden soll eine gewissen Entspanntheit mit Blick auf Noten und Lernziele finde ich richtig, einfach aufzugeben, weil eben alles anders ist als sonst, finde ich schwierig. Nun gut, K2 hat das Glück, dass ihm daraus langfristig keine Nachteile entstehen werden, der wird im Zweifel aufholen was fehlt, aber ich denke an andere Kinder.
Der Vormittag vergeht, wie arbeiten uns so durch, nach der ViKo noch schnell über den Markt, dann ist Zeit für Mittagessen. Die großen Jungs erklären die Arbeitswoche für beendet, nachdem K1 Horn gespielt hat und gehen in den Garten. Passt schon. Wir müssen bald los, um uns testen zu lassen - morgen kommen meine Schwestern, außerdem versuchen wir es ohnehin regelmäßig mit einzubauen. K2 kriegt das erste mal einen "offiziellen" Test und zieht das so entspannt durch, dass ich nie wieder mit ihm zu Hause testen werde, wenn das vermeidbar ist. Das Theater brauche ich echt nicht, wenn es auch so geht.
Es gibt ein Eis im Anschluss, dann ziehen der Mann und die großen Kinder vorweg, weil K2 noch Cello hat. Ich bummel mit dne kleinen Kindern hinterher. Kaum sind wir Zuhause brechen der Mann und die großen Kinder wieder auf, die müssen einen Gottesdienst aufzeichnen. Ich verbummel Zuhause den Abend mit den Kindern, es tritt sowas wie Entspannung ein. Um halb acht sind die andern zurück, ich esse schnell und starte in die Bibelstunde, um halb zehn bin ich auch da fertig.
Geschafft! Morgen wird ausgeschlafen.

Gegessen:
Joghurt, Erdbeeren
Moussakka
Salat



Mittwoch, 12. Mai 2021
Einer dieser Tage
11.05.2021
Schon beim Aufstehen wusste ich, dass dieser Tag voll werde würde. Beim Anziehen merkte ich, dass ein Finger am Nagelbett entzündet war, das also auch noch. Daran operierte ich also erstmal rum. ließ sich auch recht leicht beheben, aber es war irgendwie symptomatisch für meine derzeitige Gemütsverfassung: Irgendwas kommt im vollen Alltag immer noch obendrauf.
Egal, dann ging es jedenfalls los. Ich beeilte mich mit dem Frühstück machen, damit ich es schaffen würde zu bloggen und dann noch bei Öffnung vor dem Discounter zu stehen. Ich möchte eigentlich in dieser Feiertagswoche nicht mehr einkaufen gehen, einerseits weil es zunehmend voller werden wird, andrerseits weil ich wenn wir Besuch haben keine Lust habe einzukaufen. Das heißt aber auch, dass ich mehrere Läden an einem Tag ansteuern muss.
Jedenfalls stand ich um sieben vor dem Laden, begrüßte meine Bekannten vom Zoll, die da auch immer auftauchen (das erste mal habe ich mich ziemlich erschreckt, als vier Uniformierte zielstrebig im laden auf mich zumarschierten - um dann am Gebäckregal anzuhalten) kaufte ein und war um zwanzig nach sieben wieder da um die Kinder zu wecken.
Die kamen nicht in die Gänge, um acht ließ ich sie am Frühstückstisch sitzen und fuhr mit dem Rad weiter einkaufen.
Als ich zurück war, konnte ich gerade auspacken um dann zur Zahnreinigung zu gehen.
Die ging so schnell, dass ich völlig verwundert über den plötzlichen Zeitpuffer war. Den nutzte ich gleich, packte mir die kleinen Jungs für den anschließenden Termin ins Auto und kaufte auf dem Weg nochmal ein.
Dann Autofahrt, Besuch bei Gemeindemitgliedern (so langsam wird's einfacher, ich vermute, den Seniorenkreis können wir als erstes wieder aufmachen, die sind ja alle geimpft), lange autofahrt zurück. Meine Hochachtung vor diesen beiden Besuchten, die diesen Weg immer auf sich nehmen. Ich wäre ja nicht gut für's pendeln geeignet, es stresst mich zu sehr.
Zum Mittagessen waren wir etwas spät, aber die anderen hatten gewartet.
Kurze Pause, dann musste ich mit K1 zur Allergiespritze. Schon auf dem Rückweg merkte ich, wie dringend ich eine Pause brauchen würde, aber als ich nach Hause kam, sagte der Mann, wie schlecht es ihm ginge. Also nahm ich die Kleinen und K2 und wir gingen gemeinsam zum Optiker. K2 hat schon wieder bedenkliche Wackelkontakte in der Brille, der Optiker meine auch, so Leid es ihm tue, müsste bald eine neue Brille her, weil diese zu klein wird. Ach ja.
Schnell nach Hause, glücklicherweise entfiel die Probe, dafür machte ich Essen für alle, die Kinder guckten einen Film und aßen vor dem Fernseher, der Mann war in einer Konferenz.
Dann Kinder ins Bett bringen, um acht der letzte Termin.
Völlig erledigt um halb elf ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Erdbeeren, Pfirsich, Heidelbeeren
Rhabarberkuchen
Risotto mit grünem Spargel
Salat



Freitag, 23. April 2021
Parallelarbeit
22.04.2021
Heute habe ich es tatsächlich geschafft eine Predigt zu schreiben, während K1 und K2 Distanzunterricht machten und die Kitakinder Zuhause war. Gut, das Wohnzimmer war hinterher verwüstet, K2 wird noch nacharbeiten müssen, denn ich habe nicht kontrollieren können, was er macht und ich habe deutlich mehr geschimpft, als ich will und war fürchterlich angestrengt - aber es ging. Das geht aber auch nur einmal in der Woche und es hat seinen Preis.
Ansonsten war alles wie immer, mein persönliches Lowlight war die feststellung, dass SPielfiguren von dem neu zu Ostern geschenkten Spiel hinter der Heizung liegen. Sie da wieder rauszukriegen dauerte insgesamt eine Stunde und erforderte rohe Gewalt und es war alles sehr unerfreulich, weil ich es nicht besonders gut abkann, wenn Sachen durch die Gegend geschettert werden. Dazu kommt, dass ich vorher schon der Spielekeller aufgeräumt hatte und feststellen musste, dass das auch schon wieder kaputtes SPielzeug auftauchte, zu de Einzelteile fehlten. Alles so Zeichen von Gleichgültigkeit gegenüber von Sachen die ich nur schwer ertragen kann. Ich will nicht immer sagen: Aber das ist doch teuer - denn darum geht es mir nicht. Ich finde es einfach ätzend, wenn Sachen aus Gedankenlosigkeit kaputt gemacht werden, egal, was sie gekostet haben. Habe meine Standpunkt aber wohl deutlich gemacht...
Nachmittags Klavier, Hausputz, noch ein bisschen Arbeit.
Abends ein Abendspaziergang mit K2, der am leeren Spielplatz ein bisschen trainieren wollte. Ich ging zwischendurch nochmal schnell Obst für's Frühstück einkaufen und fand: Glutenfreie vegetarische Salami. Mein persönliches Highlight, denn ich wusste, wie sehr K1 sich freuen würde. Die kleinen Dinge...

Gegessen:
Joghurt, Erdbeeren, Apfel
Blumenkohlauflauf mit Vegi Hackbällchen
Salat, Walnuss Quark Brot



Freitag, 16. April 2021
viel Arbeit, ein bisschen Bewegung
15.04.2021
Noch so eine furchtbare Nacht. Ich fand keine erträgliche Position. Selten so gern aufgestanden.
Wurde leider auch nicht besser im Laufe des Tages, immer mal wieder war es okay, aber vielfach eben auch nicht.
Vormittagsarbeit war bestimmt durch eine Konferenz, ein paar gute Impulse mitgenommen.
K4 schläft im Fahrrad ein, aber das gibt die Chance, dass er Zuhause noch einen Mittagsschlaf macht, wenn er in der Kita schläft, hat sich das erledigt, da schläft er sich richtig aus.
Mittagessen, dann muss ich nochmal liegen, Wärme bringt ein bisschen Erleichterung und ich zähle die Stunden bis zur Physio.
Trotzdem fahre ich mit K1 mit dem Fahrrad zum Klavier, Autofahren ist auch nicht angenehm und so kriege ich wenigstens Luft. Während K1 spielt, spaziere ich umher. Ich bewundere die beiden orthodoxen Kirchen im Viertel, aber als ich andere russisch orthodoxen Kirche die Regeln für den Religionsunterricht lese (das einzige auf Deutsch, die anderen drei Schukästen ausschließlich auf russisch), bin ich von jedem Neid auf die hübschen Gebäude kuriert: Wenn ich schon lese, dass die Jugendlichen lernen sollen, sich angemessen ehrerbietig zu kleiden muss ich gar nicht mehr weitergucken...
Rückfahrt, schnelles Abendessen, dann Arbeitskonferenz. Die ist zäh, ich würde ich so gern hinlegen, aber ausgeschaltete Kamera käme nicht gut an.
Um halb zehn ist es geschafft, ich gehe schlafen und finde wieder Erwarten eine halbwegs schmerzfreie Position.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Papaya
Gemüsepfanne mit Eiern und Käse
Salat



Montag, 29. März 2021
Aprilwetter
27.03.2021
Na, das war ja ein Wechselwetter. Als ich morgens aufstand (8 Uhr, gilt auf jeden Fall als Ausschlafen), sah es eigentlich ganz gut aus. Ich machte mich erstmal auf den Weg zum Markt, wunderte mich da etwas, dass die Stände so "eingepackt" waren, dachte mir aber nicht so viel dabei. Als regelmäßige Marktgängerin bemerke ich inzwischen die kleinen Unterschiede und wie flexibel die Stände sind: Dann wird bei Wind mal ein bisschen zugemacht, bei Kälte werden die Bananen in einer besonders geschützten Ecke geparkt, die Tische werden je nach Wetter weiter raus- oder reingerückt - spannend. Wenn ich je einen Nebenjob brauche, suche ich mir was auf dem Wochenmarkt.
Ich kaufte schnell ein, um die Zeit war es echt voll, da gehe ich eigentlich lieber später, auch auf die Gefahr hin, dass dann meine Sachen ausverkauft sind. Aber diesmal ging es nicht anders, ich musste um halb zehn bei der Probe sein und hatte versprochen danach schnell zurück zu kommen.
Kaum war ich angekommen schlug das Wetter um, es schneite, hagelte, regnete, der Mann fragte beunruhigt nach, ob ich trocken angekommen war und ich versprach, mich mit dem Auto zurückbringen zu lassen.
Das war dann aber gar nicht nötig, als wir fertig waren schien die Sonne.
Zuhause gab es dann endlich Frühstück, mit aufgebackenen Croissants aus Fertigteig, der, man höre und staune, keine Butter enthält, daher milchfrei war. Spricht wahrscheinlich nicht für die Echtheit der Rezeptur, aber K3 hat es sehr gefreut.
Dann musste ich arbeiten, Lieder und Predigt mussten fertig werden. Das zog sich, ich war unkonzentriert. Als ich endlich fertig waren, rief ich zum Spaziergang, mit Eis holen. Es war zwar nicht das Wetter dafür, aber die Kinder bzw. der Bewegungsmangel der Kinder machten es nötig.
Wir wurden ganz schön kalt, aber am Ende waren alle besser ausgelastet.
frühes Abendessen, dann gingen die Kleinen früh ins Bett, ist bei der Zeitumstellung besser, die großen Kinder setzten sich durch und schauten "The Voice Kids", ich gammelte eigentlich nur auf dem Sofa rum und pflegte meine wehe Schulter - seit einigen Tagen verrenkt, langsam sehe selbst ich es als nötig an, da mal einen Profi draufschauen zu lassen...

Gegessen:
Croissants, Laugenbrezel, Ei
Salat, Ofenkäse



Samstag, 27. März 2021
Jetzt schwimme ich doch ein bisschen...
26.03.2021
Puh, so viel zu tun... Der Tag ist zu kurz und wenn dann immer noch so Nebenschauplätze reinkommen, gehe ich am Ende des Tages am Stock.
So war es am Morgen, als ich, während ich Frühstück und Mittagessen vorbereitete, noch Nachrichten bzgl Werbung für einen Lobpreisabend am Abend beantworten musste. War der Laune nicht so zuträglich, ich liebe es nicht so sehr, wenn man sich in meine Arbeit einmischt.
Trotzdem gingen die Kinder pünktlich los, K1 hatte seinen letzten Schultag, sogar mit Deutscharbeit.
Ich raste nach der Kitarunde noch zum Discounter, ich hatte morgens festgestellt, dass wir keine Tellerlinsen mehr im Haus hatten und das ist bei Linsensuppe eher unglücklich. Der Discounter hatte allerdings auch keine. Man bot mir Linsensuppe aus der Dose an... Immerhin gab es Croissants - die tatsächlich ohne Milch sind, was nicht unbedingt für die Rezeptur spricht, aber dafür, dass K3 sie essen kann. Die kleinen Freuden...
Ich lud zu Hause schnell die Einkäufe aus, fuhr dann weiter zu meinem Termin. Ein Kollegengespräch, unter anderen Umständen noch angenehmer, jetzt saß mir die Zeit im Nacken, aber auch so nett.
Dann fuhr ich zum türkischen Laden in der Nähe, hier hatten sie die erhofften Linsen, überhaupt ein netter Laden. Da gehe ich jetzt öfter hin- ging natürlich auch viel schneller als Supermarkt, allein weil ich mein Fahrrad einfach vor der Tür stehen lassen konnte.
ZUhause dann eine Runde Arbeit, dann K4 abholen. Gemeinsam kauften wir Milch und Quark für's Wochenende ein, holten K3 und fuhren dann nach Hause. Da war die Linsensuppe fertig, aber K3 hatte gerade einen Wutanfall, also verzögerte sich alles. Brauchte ich heute so richtig. Nach dem Essen noch mehr Arbeit, Predigt weiter schreiben, dann zur Gemeinde: Probe, Soundcheck, Technikcheck. Der anschließende Lobpreisabend (ausschließlich online, versteht sich) war trotz allem schön, entspannt war ich nicht, aber immerhin fokussiert, die Teams waren toll dabei und ich bin so unendlich froh über diese überwiegend jungen Leute, die nicht eine Minute diskutieren, gar nicht drüber nachdenken, ob sie jetzt eine Maske tragen müssen oder nicht. Das ist gar kein Thema - bei mittelalten Männern auch bei uns nach wie vor, bei dieser Gruppe war klar: Die Masken werden ausschließlich zum Singen auf der Bühne abgenommen und die Abstände werden routiniert eingehalten. Es beschwert sich auch keiner über mangelnden Tragekomfort. Es gehört einfach dazu. Wie gern hätte wir uns im Anschluss bei einer Pizza zusammengesetzt. Aber keiner meckert. Vielleicht beim nächsten Mal.
War ein schöner Abend, trotzdem bin ich abgespannt, als ich nach Hause komme. Morgen früh Probe motiviert mich nicht unbedingt.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Linsensuppe, Salat
Salatreste



Freitag, 19. März 2021
Der große Tag
16.03.2021
So, das war er, der große Tag: Alle Kinder aus dem Haus, tatsächlich keiner krank gewesen.
Dafür musste ich morgens alle Brotdosen vorbereiten, aber das mache ich ja mit links. Die Kinder ging alle lieb und fröhlich los. Der Nebeneffekt davon, dass ich die kleinen Jungs früher wecke ist, dass auch die großen Jungs schneller voran kommen und wir alle u halb acht aus dem Haus kommen - damit muss K1 sich nicht so hetzen und hat sogar vor dem Unterricht noch Zeit zu Quatschen. Vielleicht muss er dann sogar nicht so viel im Unterricht quatschen, das wäre ja ein großartiger Nebeneffekt. Sowieso habe ich den Eindruck, dass er die Schule mittlerweile viel ernster nimmt als noch vor ein paar Monaten. Ob das wirklich mit dem Distanzunterricht zu tun hat weiß ich nicht. Vielleicht hat er dabei gelernt, dass zügiges konzentriertes Arbeiten schneller zum Ergebnis führt - vielleicht ist er auch einfach nur ein bisschen älter geworden...
Der Vormittag war dann genau so unspektakulär wie erwartet, ich war in einer großen Videokonferenz, der Mann arbeitete etwas aus. Innerhalb der Konferenz wurde gesprochen, gechattet und in einem Dokument gearbeitet - das viel einigen schon schwer zu verfolgen. Ich dachte tatsächlich: Voll entspannt. Erst wenn drei Leute gleichzeitig auf mich einreden werde ich unkonzentriert, schreiben, lesen und zuhören sind doch unterschiedliche Kanäle. Immerhin etwas geübt in diesem Homeoffice-Distanzlern Jahr.
Dann war es auch schon Zeit für's Kinder holen. Der Nachmittag begann trotz allem mit Mittagsschlaf für mich, das war auch mal nett - fehlt einem aber dann ein Stück vom Nachmittag. Trotzdem alles geschafft, was gemacht werden musste, gegen Abend mit den großen Kindern die Bücher in die Bibliothek gebracht und viele neue geholt. Dann hatte ich Probe, die Jungs spielten ein bisschen Fußball und viel Billard, irgendwie waren sie wohl auch platt.
Zuhause dann noch ein Meeting, um 22 Uhr war mein Arbeitstag zu Ende und ich war klug und ging direkt ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Käsespätzle, Salat
Salat



Freitag, 12. März 2021
SchlaDo
11.03.2021
So hat meine Mutter immer gesagt. Scheiß langer Donnerstag. Das kommt wohl noch aus den Zeiten, als die normalen Läden um 18 Uhr schlossen (oder noch früher?) und dann der lange Donnerstag eingeführt wurde, an dem man dann länger einkaufen konnte - was die Verkäufer:innen im Einzelhandel wohl eher mittelmäßig fanden.
Wie auch immer, das war ein langer Donnerstag, ansonsten war er aber ganz gut. Der Wecker klingelt um halb fünf, ich kam ganz gut aus dem Bett und entschied auch direkt, dass ich heute die gewünschten Maultaschen mache, dann hatte ich das weg. Ich hatte nämlich keine Lust. Aber was soll man machen, K1 isst so gern Maultaschen, lange Zeit hatten wir die regelmäßig, weil es echt glutenfreie Maultaschen als Fertigprodukt bei uns gab. Dann wurden die aus dem Programm genommen, dann wurde K1 Vegetarier, damit waren sie eh nicht relevant.
Aber neulich sagte er wieder, dass er die so gern äße, also versprach ich selbst welche zu machen - mit der Nudelmaschine sollte das schon gehen. Ging auch. War halt nur langwierig, viel Gefummel, optisch eher gewöhnungsbedürftig. Aber er war dann sehr dankbar und begeistert.
Angesichts des zu dünnen Teiges bestellte ich nachmittags neue Aufsätze für die Nudelmaschine, mit denen ich dickere Platten machen kann. Sehr fein, so kann man sein Geld auch loswerden. Aber er war so begeistert...
K4 blieb noch einen Tag Zuhause und gewann einen Besuch beim Kinderarzt, weil er Ausschlag hatte. Ich vermutete, dass es mit dem Infekt zusammenhing, aber nach 48 Stunden wollte ich doch nochmal jemanden draufgucken lassen. War aber genau so, kommt vom Infekt, damit ist er nicht mehr ansteckend, kann am Freitag wieder in die Kita.
Arbeit, Arbeit, Arbeit, unterbrochen von einem K1 das heute irgendwie ein Brett vor dem Kopf hatte: Ich finde mein Blatt nicht - drucks nochmal aus - oh, okay. So ging das in einer Tour.
Ein fröhliches K3 abgeholt, Mittagessen, danach tatsächlich eine kleine Pause. Die großen Kidner mussten noch gelüftet werden und durften mit mir los, noch ein Minion kaufen. K3 und ich blieben draußen, er sprang von einer sehr hohen Mauer und erlebte seinen ersten Adrenalinkick, mit Kichern und wild rumrennen und außer Atem sein usw. Mussten wir dann natürlich noch 10 mal machen.
Dann gab's ein Eis für die Jungs, wir gingen wieder nach Hause und K4 bekam seine Lüftung beim nächsten Weg mit mir, allerdings in der Kraxe, weil es schon so spät war. mit ihm wurde ich dann auch ordentlich nass, er riss sich die Kapuze immer wieder runter - so kann man auch Haare waschen.
Zuhause dann erste ViKo für mich, schnell K4 ins Bett bringen, zweite ViKo für den Mann und mich zusammen und als die um zehn zu Ende war fiel ich ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Maultaschen, gebackener Weißkohl
irgendwas zwischendurch, Brezelreste, Salatreste, Käse



Schon besser
09.03.2021
Kein freier Tag, aber davon ab lief alles deutlich besser. Aufstehen fällt nicht mehr schwer und die Jungs haben sich an den Ablauf gut gewöhnt. Sie wissen inzwischen durchaus zu schätzen, dass sie schon morgens eruieren können, was es zum Mittagessen gibt - dass auch die Gerichte, die sie nicht so sehr lieben Arbeit bedeutet haben, wissen sie nur in der Theorie. In der Praxis wird doch viel zu oft gejammert, oder zumindest werden Grimassen geschnitten. Das ist ja mein Endgegner, Gemecker über Essen und ich muss mich sehr zusammenreißen, um das einerseits nicht persönlich zu nehmen und andrerseits nicht mit irrationalem: "Wer übers Essen meckert wird gezwungen aufzuessen" zu reagieren. SO haben wir alle was zu lernen und zu üben.
K4 blieb erstmal zu Hause, nach einer Woche Kita hatte er sich einen Infekt eingefangen - nur Schnupfen, ein bisschen Husten, kein Fieber - war eigentlich klar, dass das so kommt, ist ja auch sein erstes Kitajahr.
Dadurch hatte ich morgens viel Zeit für K3, was er sichtlich genoss und deutlich besser fertig wurde.
Es regnete morgens, also Auto in die Kita, dann konnte ich auf dem Rückweg gleich ein Klavier verladen, dass ich auf der Beerdigung brauchte.
Zuhause normale Arbeit, letzte Vorbereitungen, natürlich zickte der Drucker - sowas soll doch nur funktionieren... ABholen wieder mit dem Auto, ich war schon in Beerdigungsklamotten, da fahre selbst ich nicht Fahrrad im Regen. Wobei, ich bin auch schon zu Beerdigungen Fahrrad gefahren und einmal auf dem Rückweg fürchterlich nass geworden, aber das war im Sommer und so nicht geplant und es ist keine Wiederholung nötig.
Als ich zum Abholen losfuhr und nach unserem Beerdigungsschirm (groß, schwarz) greifen wollte, war der weg - hatte K2 mit in die Schule genommen. Na großartig. Als ich K3 Zuhause ablieferte, war er aber wieder da, K2 war früher nach Hause gekommen, er hatte Kopfschmerzen.
Beerdigung lief, wie Beerdigungen eben laufen, nettes Gespräch mit der Bestatterin, Gottesdienst lief, wie er laufen sollte, es wurde alles deutlich persönlicher und familiärer als ich erwartet hatte, das hat mich gefreut.
Bis ich dann das Klavier wieder zurückgebracht hatte, war es halb drei, zwischendurch noch der Stadt erlaubt, über unser Grundstück Bäume zurückzuschneiden und wenn es nicht so spät und das Wetter so ätzend gewesen wäre, hätte ich mir die Kinder geschnappt um zu gucken - Hebebühne, großes Gerät, das erfreut ja immer.
So blieb ich Zuhause, aß Mittag, schmierte Brote und machte mich dann mit K1 und K2 wieder auf den Weg, erst noch einkaufen, dann Probe.
Das war schön, abends war ich trotzdem platt, es schlaucht alles und das Wetter dazu - ich will Sommer. Oder zumindest Frühling ohne Regen. Naja, wird schon noch.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Blumenkohlauflauf Melusine
Salat



Montag, 1. März 2021
ein ganz normaler Donnerstag
25.02.2021
Tja, so richtig viel passiert hier nicht. Das Essen wechselt, die Besetzung wr zur Shcule geht und wer nicht wechselt zumindest ein bisschen und das war's dann auch. Ich frage mich manchmal, wie wir einen Alltag geschafft haben, in dem die Kinder noch nachmittags Termine hatten - ich bin ja auch so den ganzen Tag unterwegs, renne herum. Aber eigentlich ist es schon klar, die Beschäftigung der Kinder kostet ja auch Zeit und K ist im Moment immer wieder sehr ausführlich mit Blödsinn machen beschäftigt. Dazu kommt, dass die ungestörten Konzentrationsphasen zu kurz sind. Puh. Naja, genug gejammert.
Frühes Aufstehen, kochen, vorbereiten. Zum Ende der Woche hin fällt mir das frühe Aufstehen zunehmend schwer, ich weiß nicht, wie ich das früher geschafft habe, aber da war auch Sommer, vielleicht lag es daran. Aber es wird ja.
Die großen Kinder haben sich sehr gut mit der Situation arrangiert und helfen mir so gut es geht mit den Kleinen.
Wir schaffen es jedenfalls jeden Tag um zwanzig vor acht auf dem Fahrrad zu sitzen, sodass die Kinder um kurz vor acht in der Kita sind. Das ist im Moment die frühest mögliche Zeit, wen wir wieder im Regelbetrieb sind, wäre eine Stunde früher erstrebenswert. Kommt Zeit, kommt Rat.
Auf dem Rückweg erste Nachrichten beantwortet, zu Hause schnell an die Arbeit. K2 hat für die Distanztage so wenig Material, dass er nach einer guten Stunde fertig ist - wenn ich dann aber nachkontrolliere finde ich etliche Aufgaben, die er "vergessen" hat. Nach einer weiteren halben Stunde ist er dann fertig, beschäftigt sich mit der Anton App, später liest er mit meiner Mutter. So geht der Vormittag ganz gut rum, ich verbringe einige Zeit in einer ViKo deren Thema mich nur die Hälfte der Zeit betrifft, aber jedenfalls kann ich nebenbei Wäsche legen...
Dann fahre ich abholen, K4 kommt glücklich ins Fahrrad, wir fahren eine kleine Tour durch die Gegend, dann ist K3 auch fertig.
Mittagessen, aufräumen, was halt so anfällt.
Nochmal Arbeitszeit, es kommen verschiedene Pakete an, Schuhe und Hosen für die Kinder, ebay KA ist meine Rettung, sowohl finanziell als auch in Bezug auf die Zeit, die ich für's Aussuchen und Kaufen brauche. Das geht alles so viel schneller und besser nebenbei als wenn ich extra einkaufen ginge. Trotzdem vermisse ich Flohmärkte.
Dann wird getauscht, ich übernehme K4 und gehe mit ihm und K2 einkaufen, K2 ist mit Inlinern unterwegs, das klappt immer besser.
Zuhause einmal Kindertausch, ich nehme K3 mit zum Obst abholen, jedem Kind seine Bewegung, jedem Kind seine Exklusivzeit.
Abendessen, dann schnell in eine letzte ViKo, anstrengend, ich habe Kopfschmerzen, aber recht ergiebig.
Danach nur noch schnell ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Deutsch-türkische Linsensuppe
Salat, frischgebackenes Brot