Endlich Freitag
So, endlich Freitag, das wurde früher ja auch mehr gefeiert. Oder ich höre nicht mehr genug Radio oder das falsche Radio, was weiß ich. Aber da war früher in der Morningshow oder wie auch immer das dann hieß jede Woche der Freitag ein Thema.
Ist nicht mehr so viel, ist mein Eindruck. Ob das daran liegt, dass für viele Wochentag und Woche weniger unterschiedlich verläuft, durch Homeoffice etc.? Oder daran, dass es eben keine Veranstaltungen mehr gibt, auf die dann hingewiesen werden kann und auf die man sich vorfreut. Wie auch immer, hier unterscheidet sich Wochenende schon noch von Woche und Freitag wird bei den Jungs schon ziemlich erwartet.
Wir sind in der glücklichen Lage, dass die großen Jungs tatsächlich am Wochenende nichts für die Schule machen müssen.
Aber erstmal noch ein normaler Vormittag, K3 und K4 gehen wieder zur Kita, ging sogar mit dem Lastenrad, soweit, so gut.
Am Vormittag läuft bei mir die Predigtvorbereitung, ich werde immerhin fast fertig mit realistischem Ausblick, dass der Rest am Nachmittag noch eine Stunde dauern wird, aber dann fertig ist.
DIe Jungs werden auch mit ihren Aufgaben fertig, ich sehe eine Pandemiemüdigkeit auch bei mir - ich gucke kaum noch auf die Aufgaben drauf. Früher habe ich schon bei den Hausaufgaben geguckt, ob auch alles erledigt wurde und auch mal auf Flüchtigkeitsfehler hingewiesen - oder, wenn ich gemerkt habe, dass ein Thema grundsätzlich nicht verstanden wurde, versucht rauszufinden, woran es liegt und ob Handlungsbedarf besteht. Inzwischen hake ich nur nach: Alles gemacht? Okay. Ich helfe natürlich bei Fragen. Aber sonst - keine Kapazität bei mir. Im Prinzip finde ich das so auch okay, Schule sollte auch ohne Einmischung der Eltern funktionieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass zumindest bei uns an der Schule deutlich mehr Einmischung der Eltern erwartet wurde und ich schon so manches mal schief angeguckt wurde, weil ich nicht jeden Tag genau wusste, was im Unterricht gelaufen war. Am Gymnasium ist das jetzt anders, aber an der Grundschule wird schon noch viel Elterninitiative erwartet...
Tja, müssen sie jetzt mit leben, am Ende ist es mir auch relativ egal, ob ich von der Schule für eine gute Mutter gehalten werde, solange meinem Kind daraus kein Nachteil entsteht. Mehr schaffe ich jedenfalls nicht, wenn es nicht noch weiter zu Lasten meiner Arbeit gehen soll.
Kinder abholen, K4 war sehr begeistert von mitgebrachten Keksen und sehr enttäuscht, dass es dann nicht die richtigen waren. Guten Geschmack hat das Kind, zum Glück hatte ich auch noch zwei von den "guten" dabei. Hätte ich nicht gedacht, dass er da so differenziert.
Einkauf auf dem Bauernhof, K3 abholen - auch der hätte die anderen Kekse besser gefunden und erkannte an K4s Lippen, dass es was besseres gegeben hätte. Aber er aß auch ungerührt die anderen Kekse, man nimmt, was man kriegt.
Mittagessen, dann einen Moment Ruhe für mich. Dann musste ich allerdings noch an die Predigt ran. Als ich damit fertig war, war es dringend nötig ein paar Kinder zu lüften. Wir liefen zu fünft los, holten uns ein Eis, dann liefen die Großen wieder nach Hause, sie hatten online Chorprobe. Ic ging mit K3 und K4 noch ein bisschen weiter, wir wollten die Pferde besuchen. Der Weg durch den Wald wurde allerdings zunehmend ungemütlich, es stürmte doch ziemlich und ich war froh, als wir wieder auf offener Straße waren.
Der Mann kam uns ein paar Schritte entgegen, er wollte sich auch mal die Füße vertreten.
Zuhause wurde dann der Laptop in die Küche gestellt - gemeinsames Kochen mit verschiedenen Kulturen, zwischendurch ein kurzer Vortrag über Uganda. Währenddessen stellte der Mann fest, dass das Spülmaschinenpulver alle ist und anscheinend auch keins mehr im Keller ist. Also rannte ich in Rekordzeit noch los und kaufte ausnahmsweise Tabs, bis zum Drogeriemarkt wollte ich nicht mehr.
Dann gab's das gekochte Essen, sehr lecker, und hinterher noch Let's Dance für alle über 4. Für mich allerdings nur bis zehn, dann war mein Akku leer...

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Pellkartoffeln mit Lauch-Frischkäsesauce
Paprikaauflauf