Jahresendfragebogen
30.11.2020
Hier passiert nicht viel Neues. Wir ruhen aus, schlafen länger, essen lecker, schieben immer zwischendurch Spazierrunden ein und arbeiten natürlich auch.
Heute ging ich mit K2 tatsächlich nochmal in einen Laden, weil die Weihnachtsschokolade schon um 50% reduziert war und da mussten wir uns noch schnell mit Lindt Schokolade eindecken. Aber ansonsten bleiben wir unter uns und treffen maximal draußen zufällig ein paar Leute. Heute beispielsweise eine Freundin, die im Seniorenheim arbeitet. Sie erzählte, dass das Heim schon Impfstoff bestellt hat, aber a) wahrscheinlich alle auf einmal geimpft werden sollen und das dauert dann ein bisschen, bis gerade bei Menschen mit rechtlichen Betreuer*innen die Einwilligung eingeholt ist und b )sich gar nicht alle Pflegekräfte impfen lassen wollen. Ach man, bei sowas krieg ich echt zu viel.
Jedenfalls passiert hier darüber hinaus nicht viel und deshalb kommt heute der Jahresendfragebogen. Der geistert schon ewig durch die verschiedenen Blogs, ich habe ihn das erste mal beim finnischen Tagebuch gelesen.
Jedenfalls geht's jetzt los:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Tja, was soll man sagen. Für mich persönlich? 7. Gab schon deutlich bessere Jahre. Andrerseits weiß ich nicht, ob man sich bei dem Lebensstandard auf dem wir leben und mit allen Familienmitgliedern (halbwegs) gesund an niedrigere Zahlen überhaupt ran wagen darf.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Nicht schwierig, nachdem ich September des Vorjahres entbunden hatte.

3. Haare länger oder kürzer?
Das bewegt sich bei mir immer im Rahmen von plusminus 3 cm. Kurz eben.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie immer, würde ich mal sagen. Ich hätte gern eine neue Brille, die alte ist jetzt sieben Jahre alt und reichlich verkratzt, aber es lohnt sich nicht die Augen vermessen zu lassen, solange ich noch stille. Sagt der Optiker. K4 sagt: Dann kann das noch ein paar Jahre dauern.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Insgesamt mehr: Elterngeld plus Vollzeit der anderen Person ergibt bei uns ein bisschen mehr, seit Oktober dann wieder normal.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Guter Job. Anders, dieses Jahr, aber ein guter Job.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Im Alltag vielleicht etwas weniger, wer weniger einkauft, der gibt eben es gab einige größere Anschaffungen.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Leider nichts. Also außer Weisheit und Erkenntnis.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ich ja größtenteils schwanger war, sowieso. Aber auch ansonsten: Viele lange Spaziergänge und sehr regelmäßige Joggingrunden. Und sehr viel Fahrrad. Gutes Sportjahr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Einmal schlimmer Erkältung am Anfang der Coronazeit, das war unheimlich.
Ansonsten hatten die Kinder gefühlt ständig irgendwelche Infekte, die dann immer in zwei Tagen Beobachtung zu Hause resultierten. Das war nervig.
Der Mann mit seinen Gliederschmerzen.
K3 mit seiner Verbrühung.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
In dem Moment die Verbrennung von K3.
Auf der langen Sicht die Erkrankung meines Mannes für die es immer noch keine Diagnose gibt.

12. Der hirnrissigste Plan?
Puh. Utopisch war wohl die Fahrt nach Borkum im April, aber das konnte ja erstmal keiner ahnen.


13. Die gefährlichste Unternehmung?
Im Rückblick: Eine Kanne Tee auf den Tisch zu stellen.

14. Die teuerste Anschaffung?
Ein Lastenrad. So großartig!

15. Das leckerste Essen?
Ich koche sehr lecker. Ich genieße das sehr. Aber wir waren auch einmal im Sommer sehr lecker beim indischen Restaurant, zu meinem Geburtstag.

16. Das beeindruckendste Buch?
So langsam komme ich wieder in Schwung mit dem Lesen. Am meisten beeindruckt hat mich (jaja, late to the party) Becoming.

17. Der ergreifendste Film?
Ich gucke keine Filme. Wenn sie gut sind, ergreifen sie mich so sehr dass ich zerbrösle, also lasse ich es.

18. Die beste CD?
Revolverheld - Zimmer mit Blick.

19. Das schönste Konzert?
Ich war tatsächlich diese Jahr auf zwei Konzerten. Im Februar bei Randale, beim Kinderkarneval. Das war schon cool.
Im Oktober dann noch bei einem Schüler-Cello-Konzert. Das war schon auch nett.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern und dem Mann, natürlich.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Glücklicherweise die gleiche Antwort wie eben.

22. 2020 zum ersten Mal getan?
In eine Kamera gepredigt.
Ein Onlineseminar gehalten.
Maske getragen. Schutzverordnungen studiert. Naja, dieser ganze Scheiß.
Einen Halbmarathon gelaufen.
Mit einem Lastenrad gefahren.

23. 2020 nach langer Zeit wieder getan?
Bei jedem Wetter Fahrrad gefahren.
Den Weihnachtsbären begrüßt.
Kraxe getragen.
Neue Joggingschuhe bekommen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Oben genannte Erkrankungen bzw. Unfälle.
Und natürlich die ganze Pandemiegeschichte, aber das ist ja klar.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Mann davon, sich zu schonen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Einige Weihnachtsgeschenke kamen hier sehr gut an. Die Kinder würden wohl sagen: Die neuen Wii Spiele.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe viele tolle Geschenke bekommen. Die In Ears, die mir zur Verfügung gestellt wurden und die damit verbundene Musik, die ich machen darf, waren jedenfalls ein Highlight.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Geschrieben, per WhatsApp: Wir kommen heute schon nach Hause.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Er schläft jetzt.

30. Dein Wort des Jahres?
Familie

31. Dein Unwort des Jahres?
Na, was wohl.

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich lese schon so lange Blogs, viele mag ich sehr. Mein erster und liebster, den ich wirklich von vorn bis hinten gelesen habe, ist oben verlinktes finnisches Tagebuch.

33. 2020 war mit einem Wort?
Anstrengend