O, du fröhliche!
24.12.2020
Ein langer Heiligabend. Als Pastorin ist das ja kein uneingeschränkter Familientag, sondern in erster Linie ein Arbeitstag. Erst wenn der Gottesdienst zu Ende ist, ist auch für mich Heiligabend und ich kann mich ganz auf die Familie konzentrieren. So ist das eben. Meistens fühlt sich das auch gut an.
Ich stand früh auf um noch zu nähen. Ich hoffte, die Weihnachtspullis für die großen Jungs noch zu schaffen, vielleicht auch noch den von dem Mann, aber ich schaffte darüber hinaus auch noch zwei weitere Pullis für die kleinen Jungs (deren Weihnachtspullis waren schon fertig) und Kuschelhosen für die beiden, eine Geschenkhülle und einen Tischläufer. Was für ein Marathon - aber der Tag begann toll.
Als ich aus meiner Nähhöhle herauskroch hatte der Mann schon mit dem Frühstückstisch begonnen, alle kamen früher oder später runter und es gab ein kleines Frühstück. Danach stellte ich noch ein paar Geschenke aus der Küche her, das war ein Bonus, denn ein paar der Kindergottesdienstmitarbeiterinnen machten auch beim Gottesdienst mit, dann konnten wir die gleich übergeben. Natürlich wurde dann trotzdem alles etwas knapp, aber egal. Wir liefen zur Gemeinde, dort wurde der Gottesdienst einmal geprobt, zumindest in Kürze und dann ging es los. Die Ausrichtung war in erster Linie auf den Stream, Besucher*innen waren tatsächlich nur 10 Leute, das war gut vertretbar mit den Abständen. Alles lief wunderbar, keine Ausfälle, ich war sehr zufrieden. Noch ein Foto vor dem Weihnachtsbaum, dann gingen wir nach Hause bzw. machten einen Zwischenstopp bei Freunden im Garten um gemeinsam O du fröhliche zu singen. Ich bereitete zwischendurch noch den Weihnachtsbaum bzw. die Geschenke darunter vor und als wir nach Hause kamen war alles sehr schön und gemütlich, die Lasagne duftete im Ofen, die Kerzen leuchteten - Weihnachten.
Dieses Jahr sind die Geschenke etwas eskaliert, hatte ich das Gefühl, ich hatte schon so früh einiges besorgt, dass es irgendwie in Summe ziemlich viel wurde, vieles war gebraucht und deshalb günstig gekauft, aber ja nicht weniger wertvoll für die Kinder. Aber sie freuten sich so sehr über jedes einzelne, dass ich es dann doch wieder passend fand.
Nach dem Auspacken musste ich eine halbe Stunde schlafen, die kurzen Nächte forderten ihren Tribut, aber das passte ganz gut, weil K4 einschlief und die anderen drei ein Spiel ausprobierten. Danach konnten wir noch eine Runde gemütlich zusammensitzen, sogar um mit dem Mann noch ein bisschen seine neuen Klaviernoten auszuprobieren war ich noch fit genug. Schöner Weihnachtsabend! Aber am meisten freue ich mich auf die nächsten Tage, auf die Ruhe und das gemeinsame Ausruhen und Zeit verbringen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Stollen
Lasagne