Arbeit, Vorbereitungen, Dienstagsrunde
08.12.2020
Ein ganz normaler Dienstag, mit den üblichen Höhen und Tiefen. Das Wetter spielte mit und ich konnte die Kinder mit dem Fahrrad bringen und abholen. Sonst hätten wir ja auch nicht vernünftig mit dem Weihnachtsbären reden können und das ist wichtig :)
Vormittags arbeitete ich verschiedene Kleinigkeiten ab, kümmerte mich um mein Seminar am Freitag und konferierte nochmal wegen technischer Kleinigkeiten, an denen wir in der Gemeinde arbeiten müssen. Es ist schon spannend: Ich arbeite mit einer Menge sehr fähiger, auch technisch tätiger Menschen zusammen. Ich rede hier von einer Generation 45plus, noch voll im Arbeitsleben integriert, aber auch eindeutig nicht digital native.
Ab einem gewissen Alter fällt es vielen unheimlich schwer, digitalkompetent zu bleiben - außer sie entscheiden sich sehr bewusst dafür. Wenn sie sich dafür entscheiden, sind sie häufig fitter als andere. Wenn sie aber nur halbherzig mit allem Digitalen umgehen, kommen sie schnell an Grenzen, machen Fehler, zeigen durch ihre Anwenderprobleme grundlegende Lücken (zB in einem Forum immer einen neuen Thread aufzumachen, statt eine Antwort zu verfassen, oder eine Musterdatei nicht umzubenennen, sondern sie immer mit dem Musternamen weiterzubearbeiten). Ist irgendwie Kleinkram, wird auch so akzeptiert, aber in meiner Generation wäre das eben nicht akzeptiert, das wäre eine fehlende grundlegende Fertigkeit - und ich kenne es auch nicht. Schon spannend.
Der Nachmittag ist bestimmt vom Begleiten von Hausaufgaben bzw. Strafarbeiten von K1. Der hat jetzt ein Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin gewonnen, mal schauen, ob die etwas bewirkt. Dieses wunderbare, intelligente Kind schafft es einfach nicht, sich auf Aufgaben so zu fokussieren, dass er sie zügig bearbeitet und dann seine Ruhe hat.
Eine frühe Dienstagsrunde mit allen Kindern gibt dem Mann die Chance, sich hinzulegen, heute ist ein schlechter Schmerztag. Bibliothek, Kramladen, Supermarkt für Brötchen - ich sollte nicht mit allen einkaufen. Aber ich kann ihnen nicht auch das noch nehmen, sie freuen sich so sehr darauf. Vor der Tür stehen lassen ist auch keine Alternative. Der Bäcker ist abstandtechnisch noch schlimmer als der Supermarkt, das Bäckerauto ist nur vormittags auf dem Markt. Es ist doof. Nächste Woche backe ich vorher leckeres herzhaftes Gebäck, das wir mitnehmen können, dann müssen wir zumindest nicht in den Supermarkt - die Bibliothek ist leer genug.
Abends noch einen Termin, aber ein schöner. Als ich zurück bin, schläft mal wieder keiner, ich lese mit K4 auf dem Schoß den großen Kindern ihr Adventskalenderbuch vor.
Auf dem Sofa bleibt nicht mehr viel Energie übrig, ich müsste doch endlich die Nähmaschine reparieren, Weihnachtspullover zuschneiden, ich müsste so viel... Geschenke muss ich auch noch sortieren - mir fehlt im Moment die Energie. Noch acht Schultage.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Heidelbeeren
Wirsing Quiche
Salat