Sonntag, 22. November 2020
Vorbereitungen...
21.11.2020
Erstmal ausgeschlafen. Das tat so gut. Als ich um halb acht wach wurde, fühlte ich mich wunderbar frisch, aber der Mann bestand darauf, dass er auch mit K4 aufstehen könnte. Also schlief ich noch eine Runde weiter, irgendwann wunderte ich mich, dass es immer noch nicht hell sein sollte und stellte fest, dass es einerseits halb zehn und andrerseits gar nicht mehr dunkel war. Der Mann hatte abends die Außenrollos runtergelassen, da kam natürlich kein Licht durch.
Nachdem ich dann endlich aufgestanden war, gab es ein ausgiebiges Frühstück. Dann ging ich eine Runde mit K2 und K3 über den Markt und zum Schreibwarenladen. Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Zwischenfall mit einem Roller, nassem Laub und einem Hundehaufen. Genau so, wie man es sich vorstellt... Schön, dass ich von unterwegs den Mann vorwarnen konnte: Mach die Waschmaschine leer, wir kommen...
Auf den Schreck gab es erstmal Punsch und Kekse und dann machte ich mich an die Arbeit. Die Predigt war nämlich noch nicht fertig und ein bisschen anderes war auch noch liegen geblieben, das musste ich noch abarbeiten.
Im Anschluss wollte ich gleich ins Nähzimmer, wo ich enttäuscht feststellen musste, dass die Zange, die ich gekauft hatte, den abgebrochenen Bit auch nicht entfernen konnte. Letztlich konnte ich aber das Teil ausbauen und bestelle jetzt ein Ersatzteil, ehe ich mich noch weiter ärgere. Für die Tischsets, die ich machen wollte, brauchte ich ohnehin nur die normale Maschine und ein paar Tage kann ich wohl auf die Overlock verzichten.
Dann musste ich schnell Essen vorbereiten, der Hunger war groß, und so verschob ich die Tour zur Packstation auf den späteren Abend. Eine Runde Wäsche und dann gab es schon Abendessen.
Dann wollte ich mit den großen Jungs nochmal los, das Paket zur Post bringen, aber K3 bestand darauf, dass er auch groß genug wäre und mitkommen dürfe. Durfte er dann auch, mit Schlafanzug und Schneeanzug drüber und er war so stolz. Da mussten wir unbedingt noch eine kurze Runde über den Spielplatz anschließen.
Dementsprechend platt fiel er Zuhause ins Bett und wir spielten mit den Großen noch eine Runde Zug um Zug.
Schöner Familienabend, ich bin froh, dass wir im Moment weniger Fernsehen durchsetzen, das tut allen gut.

Gegessen:
Brötchen, Ei
Lachs auf Spitzkohl



Samstag, 21. November 2020
Sie haben ihr Ziel erreicht :) - Wochenende, heiß ersehnt
20.11.20
Glücklicherweise hatte ich noch in den Schulserver von K1 geguckt und gesehen, dass heute die letzten beiden Stunden ausfallen. Somit konnten wir ihn mit dieser guten Nachricht wecken und er kam zumindest ein bisschen besser aus dem Bett.
Ansonsten war der Morgen eher von der Sorte zum Vergessen: Bei der Vorbereitung des Mittagessens, das ohnehin schon eher von der komplizierten Sorte war, ließ ich eine Tüte Mehl fallen, die dann natürlich aufgefegt werden musste. Wirklich nervig war allerdings de zu fest abgestellte Salatschüssel, die dabei zersprang und an der ich mir den Daumen aufschlitzte. Um die Schüssel war es nicht so schade, die mochte ich eh nicht so gern und benutzte sie immer, damit, wenn dann, lieber diese kaputt geht, als die andere. Dass sie mir dann in der Hand kaputt gehen musste, war aber nicht so geplant. Ich verpflasterte mich als erstmal mit der linken Hand, das blutete aber so schnell durch, dass noch ein Verband drauf musste und kurz war ich in Sorge, ob es doch schlimmer ist, weil es wie verrückt blutete, aber nicht weh tat, sowas ist mir ja immer unheimlich. Aber mit Verband ging es dann und so wurde ich mit Zeitverzögerung dann doch irgendwann fertig.
Aber nach de Schreck startete ich zäh in den Tag, brauchte noch einen Kaffee extra nachdem ich die Kinder weggebracht hatte und war allgemein nicht so richtig leistungsfähig.
Aber es ging dann, die Predigt kriegte ihren Dreh auch noch, 80% sind fertig, der Rest wurde auf den Nachmittag geschoben.
Also erstmal Kinder abholen, im letzten Moment noch dran gedacht, ein Brötchen für die hungrigen Jungs aufzutauen, denn es gibt ja keine Brotdosenreste am Freitag. Das war auch gut so, K4 suchte schon fleißig nach seiner Tasche und auch sein Muffin vom Geburtstag hielt ihn nur kurz hin. Ich komme mir mehr und mehr vor wie eine Vogelmutter, die den ganzen Tag hin und herfliegt, um Essen ranzuschaffen und in die immer hungrigen Schnäbel zu schieben. Und das wird ja nicht besser werden, in den nächsten Jahren.
Passend dazu fuhren wir also noch zum Bioladen und holten Quark und Milch. Eben las ich eine Anzeige: Ich wäre genr bereit 1,50 für meine Milch zu bezahlen, wenn die Tiere dafür besser behandelt würden und die Bauern fairen Lohn bekommen würden. Tja, Freunde, lasst euch sagen: Ich zahle 1,59€ für meine Milch. Diesen Preis legen die Bauern selbst fest, ich kann die Kühe besuchen, die diese Milch geben, und theoretisch bei der Joghurtherstellung direkt zugucken.
Und ja, ich weiß, das geht nicht überall. Aber wir wohnen hier andersrum auch echt nicht auf dem Land. Das ist ein Hof, der hier die ganze Umgebung beliefert, entweder mit einer wöchentlichen Kiste, aber auch die größeren Supermärkte. Ich bin ziemlich sicher, dass das gar nicht sooo selten ist. Zumindest konnte ich bisher an jedem meiner Wohnorte einen entsprechenden Lieferdienst finden. Vielleicht wäre es hilfreicher, statt solch Bilder bei Facebook zu teilen, mal zu recherchieren, ob man nicht etwas ähnliches in der Nähe findet und dann tatsächlich 1,50€ für Milch auszugeben... Okay, genug Moral, natürlich mache ich auch Dinge falsch, Vegan zu leben wäre wahrscheinlich noch besser, aber das ist im Moment unser Weg.
Dann gemeinsames Mittagessen, alle waren Zuhause, das war schön. K1 hatte leider Hausaufgaben, die betreut werden musste, aber dann konnte ich an die Nähmaschine, die Geschenke für die Adventskalender müssen fertig werden. Meine Mutter und ich sind die Kalenderbeauftragten der Familien und wir tauschen immer drei Päckchen jeweils aus: Ich bekomme also jeweils drei Päckchen für K1-4, den Mann und mich und sie bekommt jeweils drei Päckchen für meine Schwestern, meinen Vater, sie und meinen Schwager in spe. Das musste fertig werden, wurde es auch, genau bevor die nächste Nadel abbrach. Das war das Zeichen für mich, dass ich jetzt unbedingt zum Baumarkt müsse, denn in der Schraube zum Austausch der Nähnadeln steckt noch ein abgebrochener Bit. Um den rauszuholen brauche ich eine Zange. Also machten K2 und K4 und ich uns auf den Weg zum Baumarkt, kauften unterwegs auch noch ein paar andere Sachen ein und waren perfekt zum Abendessen wieder zurück.
K2 hatte vorher im Supermarkt zugeschlagen, denn zum Halbfinale Ninja Warrior brauch man auf jeden Fall Süßigkeiten. Also gab es nach dem Abendessen eine Ninja Warrior-Süßigkeiten-Schlacht, ich verpackte und vollendet in der Zeit die Päckchen für den Adventskalender und dann war es irgendwie auch halb zwölf und alle, die es bis dahin geschafft hatte, gingen ins Bett. Der Mann und K3+4 hatten schon vorher aufgegeben. Morgen Ausschlafen!

Gegessen:
Joghurt, Apfel
cremiger Zucchiniauflauf (für die anderen Nudelauflauf)
rote Bete-Apfelsalat



Freitag, 20. November 2020
Die große Haustierfrage (für's erste nochmal abgebogen)
19.11.2020
Seit einigen Tagen kommt hier immer wieder die Frage nach einem Haustier auf. Irgendwann sind die Kinder ja alle in dieser Phase, K1 anscheinend jetzt gerade.
Nun ist es ja grundsätzlich so, dass wir gern lange in den Urlaub fahren, ich eine starke Allergie gegen alle möglichen Tiere habe, vor allem aber Stroh überhaupt nicht vertrage. In einen Pferdestall habe ich seit Jahren keinen Fuß mehr gesetzt.
Dazu kommt, dass ich einfach keine Tiere mag. So, jetzt ist es raus. Ich habe kein Herz für Tiere. Mein Herz schlägt nicht schneller wenn es Tiere sieht, ich quietsche nicht bei niedlichen Tierbildern, ich kuschle nicht gern mit Tieren. Ich finde manche Tiere ganz interessant und beobachte sie ganz gern. Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Tierquälerei, allerdings von einem intellektuellen Standpunkt aus. nicht, weil es mir das Herz zerreißt. Kurzum: Ich möchte kein Haustier. Andrerseits kann ich den Wunsch von K1 schon nachvollziehen, ich hatte als Jugendliche auch mal Hamster und fand das schon ganz cool, von daher würde ich ihm dieses Erlebnis gönnen. Es müssten allerdings die Bedingungen erfüllt werden, dass ein Leben bei uns sowohl für das Tier schön ist, als auch für mich keine Einschränkungen im Wohlbefinden passieren, oder jedenfalls nur minimal. Dazu passt eigentlich nur Tierhaltung im Garten. Hühner fände ich ja wieder cool, aber wir mögen unsere Nachbarn und sie uns und das will ich nicht überstrapazieren. Kaninchen wären für mich denkbar. Die kann man kuscheln, die leben nicht ewig, aber schon länger als so ein Hamster, die kann man auch mal woanders hinbringen und da füttern lassen, wenn man länger weg ist. Aber das geht natürlich jetzt nicht, die müssen sich ja an allmählich fallende Temperaturen gewöhnen, wenn sie draußen wohnen sollen. Also frühestens im Mai. Das stellte K1 nicht zufrieden und so kam ich auf die glorreiche Idee, statt Haustieren erstmal "Gartentiere" vorzuschlagen: Vögel, das Eichhörnchen, das ich am Vogelfutter gesehen hatte, Igel usw.
Das kam über die Maßen gut an, sofort wurde recherchiert, was es zu Essen geben sollte, ein Einkaufszettel geschrieben, eine neue Futterstation aufgehängt und bestückt.
Ich kaufte Nachmittags während K1 Klavier spielte Nüsse und Kerne und jetzt werden wir mal sehen, wie das klappt (und ob wir uns vielleicht auf diese Tiere beschränken können).
Ansonsten ein normaler Arbeitstag, abends spät noch eine Sitzung, zu der ich verspätet kam, weil manche Kinder nicht schlafen wollten. Wieder trocknet die Wäsche schlecht, ich weiß auch nicht, wie das weitergehen soll - doch ein Trockner?
Egal, keine Hirnkapazitäten dafür im Moment, es wird sich schon was ergeben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel. Johannisbeere
Kartoffelbrei, gemischtes Backofengemüse
Rohkost und Brot



Es ist ein bisschen wie durch Morast zu waten
18.11.2020
Die grundsätzliche Stimmung ist schon okay, aber irgendwie erscheint das Leben im Moment unnötig anstrengend. Das liegt an der allgemeinen Situation dieser Welt, natürlich, denn es strengt mich an, dass man nichts, weder familiär noch beruflich, vernünftig planen kann und man immer in der Abhängigkeit von Entscheidungen, Zahlen und Entwicklungen ist. Ich mag das nicht, wie ich ständig auf diese Zahlen gucke, mir die kleinen Veränderungen in den allgemeinen Regeln zu Gemüte führe und immer wieder schwanke zwischen: Natürlich muss man gucken und auf aktuelle Entwicklungen reagieren, aber könnte man jetzt nicht einfach mal Dinge festlegen, zumindest bis Ende des Jahres, denn dann könnten wir Pläne machen...
Dazu kommt die unbefriedigende gesundheitliche Situation des Mannes, auch da wissen wir nicht was los ist und müssen immer wieder gucken, ob der nächste Behandlungsversuch anschlägt. Und irgendwie ist eben auch November, das Wetter ist echt okay, aber viel Tageslicht gibt es eben nicht. Aber gut, wird schon. Ich freue mich auf's Wochenende.
Erfreulich war erstmal, dass der Mann das Auto in die Werkstatt brachte und ich ihn auf de Rückweg aus der Kita mit dem Lastenrad mitnehmen konnte. Das hatte alles gut hintereinander gepasst: K1 wegbringen, K3 und 4 wegbringen und dann den Mann an der Werkstatt treffen. Noch erfreulicher war, dass die Werkstatt doch nochmal anrief, bevor sie den Zahnriemen wechselte und der Mann anhand der Rechnungen des vergangenen Jahres feststellen konnte, dass das doch nicht nötig war, weil das schon 2019 gemacht wurde. Gibt wieder einen schönen Ausschlag auf der nach oben offenen Verpeiltheitsskala - aber spart und eine Menge Geld, so war es nämlich nur Ölwechsel und Inspektion.
Nachdem ich den Mann im Schweiße meines Angesichts nach Hause transportiert hatte (Spaß, ging echt ganz gut) fuhr ich noch schnell zum Markt und zum Laden, den Einkauf von gestern nachholen, damit das Mittagessen komplettiert werden konnte. K1 hatte sich Lahmacun gewünscht, das geht für ihn ja nur selbstgemacht. Den hatte ich schon vorbereitet, aber für die Füllung fehlte noch das eine oder andere.
Dann eine Arbeitsphase für mich, der Mann ging zu Arzt, neuer Therapieversuch, mal schauen, was das bringt.
Ich holte das kleine Kind ab und hatte nichts zu tun, also fuhren wir ein bisschen herum und entdecken einen tollen Verbindungsweg in den benachbarten Stadtteil. Mit einem Tunnel unter der Autobahn durch, der ein richtiges Echo hat. Die kleinen Freuden.
Dann ging es mit K3 nach Hause, der Mann hatte das Essen vorbereitet und wir aßen mit K2 zusammen. Gutes Essen, ein bisschen kann noch verbessert werden, aber das war schon ganz gut.
K1 wartete schon vor der Schule, als ich ihn abholen wollte, der Hornunterricht war entfallen, aber er hatte sein Handy nicht mitgehabt und konnte mich daher nicht erreichen. Ich machte ihn nochmal auf die Möglichkeit aufmerksam, mit einem fremden Handy zu telefonieren, aber mehr fiel mir dazu dann auch nicht mehr ein...
Waschen, Räumen, Hausaufgaben, wenn der Mann akut Schmerzen hat, kann ich eine Mittagspause vergessen, aber es ging dann ganz gut ohne.
K2 und ich fuhren zum Cello, er macht das so cool auf dem alten klapprigen Fahrrad von K1, aber er freut sich auch schon sehr auf das versprochene neue Fahrrad im Dezember. Das obligatorische Eis auf dem Rückweg, diesmal ohne Cellovergessen und schon waren wir wieder zurück.
Zuhause die übliche Abendroutine, ich machte mich auf den Weg in die Gemeinde und gestaltete die Bibelstunde, im Anschluss bloggte ich noch. Im Moment komme ich morgens einfach nicht dazu, aber noch will ich die Chronistinnenpflicht nicht aufgeben, indem ich mal einen Tag auslasse und wieder im Soll bin, sondern arbeite immer nach. Mal schauen, was das gibt, aber es hilft mir, den Überblick über die immer gleichen und immer unterschiedlichen Tage zu haben.
Früh ins Bett, vielleicht klappt das Aufstehen dann besser.

Gegessen:
Joghurt und Obst (nachdem ich dann vom Mark zurück war, vorher hatte das Dank gemeinsamen Wutanfällen von K3 und K1 nicht geklappt...)
Lahmacun
Salat