Samstag, 21. November 2020
Sie haben ihr Ziel erreicht :) - Wochenende, heiß ersehnt
20.11.20
Glücklicherweise hatte ich noch in den Schulserver von K1 geguckt und gesehen, dass heute die letzten beiden Stunden ausfallen. Somit konnten wir ihn mit dieser guten Nachricht wecken und er kam zumindest ein bisschen besser aus dem Bett.
Ansonsten war der Morgen eher von der Sorte zum Vergessen: Bei der Vorbereitung des Mittagessens, das ohnehin schon eher von der komplizierten Sorte war, ließ ich eine Tüte Mehl fallen, die dann natürlich aufgefegt werden musste. Wirklich nervig war allerdings de zu fest abgestellte Salatschüssel, die dabei zersprang und an der ich mir den Daumen aufschlitzte. Um die Schüssel war es nicht so schade, die mochte ich eh nicht so gern und benutzte sie immer, damit, wenn dann, lieber diese kaputt geht, als die andere. Dass sie mir dann in der Hand kaputt gehen musste, war aber nicht so geplant. Ich verpflasterte mich als erstmal mit der linken Hand, das blutete aber so schnell durch, dass noch ein Verband drauf musste und kurz war ich in Sorge, ob es doch schlimmer ist, weil es wie verrückt blutete, aber nicht weh tat, sowas ist mir ja immer unheimlich. Aber mit Verband ging es dann und so wurde ich mit Zeitverzögerung dann doch irgendwann fertig.
Aber nach de Schreck startete ich zäh in den Tag, brauchte noch einen Kaffee extra nachdem ich die Kinder weggebracht hatte und war allgemein nicht so richtig leistungsfähig.
Aber es ging dann, die Predigt kriegte ihren Dreh auch noch, 80% sind fertig, der Rest wurde auf den Nachmittag geschoben.
Also erstmal Kinder abholen, im letzten Moment noch dran gedacht, ein Brötchen für die hungrigen Jungs aufzutauen, denn es gibt ja keine Brotdosenreste am Freitag. Das war auch gut so, K4 suchte schon fleißig nach seiner Tasche und auch sein Muffin vom Geburtstag hielt ihn nur kurz hin. Ich komme mir mehr und mehr vor wie eine Vogelmutter, die den ganzen Tag hin und herfliegt, um Essen ranzuschaffen und in die immer hungrigen Schnäbel zu schieben. Und das wird ja nicht besser werden, in den nächsten Jahren.
Passend dazu fuhren wir also noch zum Bioladen und holten Quark und Milch. Eben las ich eine Anzeige: Ich wäre genr bereit 1,50 für meine Milch zu bezahlen, wenn die Tiere dafür besser behandelt würden und die Bauern fairen Lohn bekommen würden. Tja, Freunde, lasst euch sagen: Ich zahle 1,59€ für meine Milch. Diesen Preis legen die Bauern selbst fest, ich kann die Kühe besuchen, die diese Milch geben, und theoretisch bei der Joghurtherstellung direkt zugucken.
Und ja, ich weiß, das geht nicht überall. Aber wir wohnen hier andersrum auch echt nicht auf dem Land. Das ist ein Hof, der hier die ganze Umgebung beliefert, entweder mit einer wöchentlichen Kiste, aber auch die größeren Supermärkte. Ich bin ziemlich sicher, dass das gar nicht sooo selten ist. Zumindest konnte ich bisher an jedem meiner Wohnorte einen entsprechenden Lieferdienst finden. Vielleicht wäre es hilfreicher, statt solch Bilder bei Facebook zu teilen, mal zu recherchieren, ob man nicht etwas ähnliches in der Nähe findet und dann tatsächlich 1,50€ für Milch auszugeben... Okay, genug Moral, natürlich mache ich auch Dinge falsch, Vegan zu leben wäre wahrscheinlich noch besser, aber das ist im Moment unser Weg.
Dann gemeinsames Mittagessen, alle waren Zuhause, das war schön. K1 hatte leider Hausaufgaben, die betreut werden musste, aber dann konnte ich an die Nähmaschine, die Geschenke für die Adventskalender müssen fertig werden. Meine Mutter und ich sind die Kalenderbeauftragten der Familien und wir tauschen immer drei Päckchen jeweils aus: Ich bekomme also jeweils drei Päckchen für K1-4, den Mann und mich und sie bekommt jeweils drei Päckchen für meine Schwestern, meinen Vater, sie und meinen Schwager in spe. Das musste fertig werden, wurde es auch, genau bevor die nächste Nadel abbrach. Das war das Zeichen für mich, dass ich jetzt unbedingt zum Baumarkt müsse, denn in der Schraube zum Austausch der Nähnadeln steckt noch ein abgebrochener Bit. Um den rauszuholen brauche ich eine Zange. Also machten K2 und K4 und ich uns auf den Weg zum Baumarkt, kauften unterwegs auch noch ein paar andere Sachen ein und waren perfekt zum Abendessen wieder zurück.
K2 hatte vorher im Supermarkt zugeschlagen, denn zum Halbfinale Ninja Warrior brauch man auf jeden Fall Süßigkeiten. Also gab es nach dem Abendessen eine Ninja Warrior-Süßigkeiten-Schlacht, ich verpackte und vollendet in der Zeit die Päckchen für den Adventskalender und dann war es irgendwie auch halb zwölf und alle, die es bis dahin geschafft hatte, gingen ins Bett. Der Mann und K3+4 hatten schon vorher aufgegeben. Morgen Ausschlafen!

Gegessen:
Joghurt, Apfel
cremiger Zucchiniauflauf (für die anderen Nudelauflauf)
rote Bete-Apfelsalat



Freitag, 20. November 2020
Die große Haustierfrage (für's erste nochmal abgebogen)
19.11.2020
Seit einigen Tagen kommt hier immer wieder die Frage nach einem Haustier auf. Irgendwann sind die Kinder ja alle in dieser Phase, K1 anscheinend jetzt gerade.
Nun ist es ja grundsätzlich so, dass wir gern lange in den Urlaub fahren, ich eine starke Allergie gegen alle möglichen Tiere habe, vor allem aber Stroh überhaupt nicht vertrage. In einen Pferdestall habe ich seit Jahren keinen Fuß mehr gesetzt.
Dazu kommt, dass ich einfach keine Tiere mag. So, jetzt ist es raus. Ich habe kein Herz für Tiere. Mein Herz schlägt nicht schneller wenn es Tiere sieht, ich quietsche nicht bei niedlichen Tierbildern, ich kuschle nicht gern mit Tieren. Ich finde manche Tiere ganz interessant und beobachte sie ganz gern. Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Tierquälerei, allerdings von einem intellektuellen Standpunkt aus. nicht, weil es mir das Herz zerreißt. Kurzum: Ich möchte kein Haustier. Andrerseits kann ich den Wunsch von K1 schon nachvollziehen, ich hatte als Jugendliche auch mal Hamster und fand das schon ganz cool, von daher würde ich ihm dieses Erlebnis gönnen. Es müssten allerdings die Bedingungen erfüllt werden, dass ein Leben bei uns sowohl für das Tier schön ist, als auch für mich keine Einschränkungen im Wohlbefinden passieren, oder jedenfalls nur minimal. Dazu passt eigentlich nur Tierhaltung im Garten. Hühner fände ich ja wieder cool, aber wir mögen unsere Nachbarn und sie uns und das will ich nicht überstrapazieren. Kaninchen wären für mich denkbar. Die kann man kuscheln, die leben nicht ewig, aber schon länger als so ein Hamster, die kann man auch mal woanders hinbringen und da füttern lassen, wenn man länger weg ist. Aber das geht natürlich jetzt nicht, die müssen sich ja an allmählich fallende Temperaturen gewöhnen, wenn sie draußen wohnen sollen. Also frühestens im Mai. Das stellte K1 nicht zufrieden und so kam ich auf die glorreiche Idee, statt Haustieren erstmal "Gartentiere" vorzuschlagen: Vögel, das Eichhörnchen, das ich am Vogelfutter gesehen hatte, Igel usw.
Das kam über die Maßen gut an, sofort wurde recherchiert, was es zu Essen geben sollte, ein Einkaufszettel geschrieben, eine neue Futterstation aufgehängt und bestückt.
Ich kaufte Nachmittags während K1 Klavier spielte Nüsse und Kerne und jetzt werden wir mal sehen, wie das klappt (und ob wir uns vielleicht auf diese Tiere beschränken können).
Ansonsten ein normaler Arbeitstag, abends spät noch eine Sitzung, zu der ich verspätet kam, weil manche Kinder nicht schlafen wollten. Wieder trocknet die Wäsche schlecht, ich weiß auch nicht, wie das weitergehen soll - doch ein Trockner?
Egal, keine Hirnkapazitäten dafür im Moment, es wird sich schon was ergeben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel. Johannisbeere
Kartoffelbrei, gemischtes Backofengemüse
Rohkost und Brot



Es ist ein bisschen wie durch Morast zu waten
18.11.2020
Die grundsätzliche Stimmung ist schon okay, aber irgendwie erscheint das Leben im Moment unnötig anstrengend. Das liegt an der allgemeinen Situation dieser Welt, natürlich, denn es strengt mich an, dass man nichts, weder familiär noch beruflich, vernünftig planen kann und man immer in der Abhängigkeit von Entscheidungen, Zahlen und Entwicklungen ist. Ich mag das nicht, wie ich ständig auf diese Zahlen gucke, mir die kleinen Veränderungen in den allgemeinen Regeln zu Gemüte führe und immer wieder schwanke zwischen: Natürlich muss man gucken und auf aktuelle Entwicklungen reagieren, aber könnte man jetzt nicht einfach mal Dinge festlegen, zumindest bis Ende des Jahres, denn dann könnten wir Pläne machen...
Dazu kommt die unbefriedigende gesundheitliche Situation des Mannes, auch da wissen wir nicht was los ist und müssen immer wieder gucken, ob der nächste Behandlungsversuch anschlägt. Und irgendwie ist eben auch November, das Wetter ist echt okay, aber viel Tageslicht gibt es eben nicht. Aber gut, wird schon. Ich freue mich auf's Wochenende.
Erfreulich war erstmal, dass der Mann das Auto in die Werkstatt brachte und ich ihn auf de Rückweg aus der Kita mit dem Lastenrad mitnehmen konnte. Das hatte alles gut hintereinander gepasst: K1 wegbringen, K3 und 4 wegbringen und dann den Mann an der Werkstatt treffen. Noch erfreulicher war, dass die Werkstatt doch nochmal anrief, bevor sie den Zahnriemen wechselte und der Mann anhand der Rechnungen des vergangenen Jahres feststellen konnte, dass das doch nicht nötig war, weil das schon 2019 gemacht wurde. Gibt wieder einen schönen Ausschlag auf der nach oben offenen Verpeiltheitsskala - aber spart und eine Menge Geld, so war es nämlich nur Ölwechsel und Inspektion.
Nachdem ich den Mann im Schweiße meines Angesichts nach Hause transportiert hatte (Spaß, ging echt ganz gut) fuhr ich noch schnell zum Markt und zum Laden, den Einkauf von gestern nachholen, damit das Mittagessen komplettiert werden konnte. K1 hatte sich Lahmacun gewünscht, das geht für ihn ja nur selbstgemacht. Den hatte ich schon vorbereitet, aber für die Füllung fehlte noch das eine oder andere.
Dann eine Arbeitsphase für mich, der Mann ging zu Arzt, neuer Therapieversuch, mal schauen, was das bringt.
Ich holte das kleine Kind ab und hatte nichts zu tun, also fuhren wir ein bisschen herum und entdecken einen tollen Verbindungsweg in den benachbarten Stadtteil. Mit einem Tunnel unter der Autobahn durch, der ein richtiges Echo hat. Die kleinen Freuden.
Dann ging es mit K3 nach Hause, der Mann hatte das Essen vorbereitet und wir aßen mit K2 zusammen. Gutes Essen, ein bisschen kann noch verbessert werden, aber das war schon ganz gut.
K1 wartete schon vor der Schule, als ich ihn abholen wollte, der Hornunterricht war entfallen, aber er hatte sein Handy nicht mitgehabt und konnte mich daher nicht erreichen. Ich machte ihn nochmal auf die Möglichkeit aufmerksam, mit einem fremden Handy zu telefonieren, aber mehr fiel mir dazu dann auch nicht mehr ein...
Waschen, Räumen, Hausaufgaben, wenn der Mann akut Schmerzen hat, kann ich eine Mittagspause vergessen, aber es ging dann ganz gut ohne.
K2 und ich fuhren zum Cello, er macht das so cool auf dem alten klapprigen Fahrrad von K1, aber er freut sich auch schon sehr auf das versprochene neue Fahrrad im Dezember. Das obligatorische Eis auf dem Rückweg, diesmal ohne Cellovergessen und schon waren wir wieder zurück.
Zuhause die übliche Abendroutine, ich machte mich auf den Weg in die Gemeinde und gestaltete die Bibelstunde, im Anschluss bloggte ich noch. Im Moment komme ich morgens einfach nicht dazu, aber noch will ich die Chronistinnenpflicht nicht aufgeben, indem ich mal einen Tag auslasse und wieder im Soll bin, sondern arbeite immer nach. Mal schauen, was das gibt, aber es hilft mir, den Überblick über die immer gleichen und immer unterschiedlichen Tage zu haben.
Früh ins Bett, vielleicht klappt das Aufstehen dann besser.

Gegessen:
Joghurt und Obst (nachdem ich dann vom Mark zurück war, vorher hatte das Dank gemeinsamen Wutanfällen von K3 und K1 nicht geklappt...)
Lahmacun
Salat



Mittwoch, 18. November 2020
kurze Dienstagsrunde mit Glück in der Bibliothek
17.11.2020
Ein ganz normaler Tag. Morgens ist alles ein bisschen kanpp und ich frage mich, was ich tun muss, um mich endlich mal nicht gehetzt zu fühlen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses "schnell noch dies, schnell noch das die Erkennungsmelodie meines Lebens ist und das gefällt mir nicht. Aber ich weiß auch noch nicht genau, wie ich das ändern will oder soll.
Aber jedenfalls schaffen wir alle Kinder in ihre jeweiligen Einrichtungen, alle sind satt und halbwegs zufrieden, das Mittagessen steht im Ofen bzw. auf dem Herd und ich sitze schließlich mit Kaffee am Schreibtisch. Der MAnn übernimmt die Videokonferenz und das ist gut, weil ich, nachdem ich das Nötigste vom Schreibtisch geschafft habe, ebenfalls in eine lange Konferenz verschwinde - es geht mal wieder um technische Dinge. Das Gnaze ist schon faszinierend und erleichtert die Arbeit wirklich, der Vorlauf ist aber auch immer wieder umfangreich.
Zu schnell vergeht der Vormittag, aber was will man machen, K4 muss abgeholt werden. Der hat es erstmals geschafft, nicht einzuschlafen, während er in der Kita ist und ist entsprechend müde, als ich ihn abhole. Weil es regnet habe ich das Dach auf dem Lastenrad und er kann sich an die Plane lehnen und schlafen, zumindest, nachdem ich mit ihm beim Hofladen war und Quark im Glas gekauft habe.
Dann kommt K3 dazu und kümmert sich rührend um seinen schlafenden Bruder. Das ist schon cool, wie die beiden zusammenhalten.
Zuhause dann Mittagessen, alle sitzen am Tisch und keiner hat was zu meckern, zumindest nicht am Essen, an den Tischmanieren habe ich schon zu meckern, aber wir breiten hier mal den Mantel des Schweigens aus.
Irgendwohin verschwindet der Nachmittag, ich kann es nicht mehr so richtig rekonstruieren, aber schon bald ist es vier und ich will mit den Jungs los auf ihre vorgezogene Dienstagsrunde. Leider fehlt eine CD Hülle, die Suche dauert relativ lange, es wird immer später, aber schließlich kommen wir doch los (ohne Hülle). Das ist dann aber nicht so schlimm, die Kinder kommen sogar um eine Strafzahlung rum und suchen sich noch ein paar neue CDs aus - aber ich glaube, sie werden besser auf die Hüllen achtgeben.
Dann eine Runde durch den Kramladen, Taschengeld loswerden - das Furzkissen erlaube ich, bei noch mehr Autos streike ich aber, wir haben wirklich genug. Auch Pistolen verbiete ich, nichts gegen Waffen, aber auch da haben wir reichlich, sie fliegen überall rum und keiner spielt damit.
Aber sie sind zufrieden und glücklich ihr Geld ausgegeben zu haben und ich finde tatsächlich auch noch ein paar Sachen für den Adventskalender.
Dramatisch wird es, weil wir nicht mehr genug Zeit haben Brötchen zu kaufen - aber schon vor dem Supermarkt steht eine Schlange, es geht einfach nicht.
Das ist natürlich erstmal enttäuschend, aber sie fangen sich ganz gut wieder und ich kann drei halbwegs entspannte Jungs Zuhause abliefern.
Ich gehe dann gleich weiter zur Gemeinde, letzter Termin des Tages, der auch bis 20 Uhr begrenzt ist, weil der Mann dann einen weiteren Termin hat.
Um kurz vor acht bin ich da, aber der Mann hat den Termin schon abgesagt - seine Gelenkschmerzen schränken ihn wieder so sehr ein, dass das nicht geht, so bleiben wir noch einen Moment auf dem Sofa sitzen und gehen dann früh ins Bett. Auf dass es morgen besser werde...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Birne
Semmelknödel, Rotkohl und the Wonder Burger
Salat



Einkaufstour ohne Frühstück
16.11.2020
Eine neue Woche, ein neuer freier Montag. Der begann natürlich trotzdem früh. In der ersten Lockdownzeit, als die Kinder eben keinen Unterricht in der Schule hatte, passten sie sich meinem Rhythmus an: Sie arbeiteten so, dass sie ihren Stoff in vier Tagen schafften und machten dann am Montag mit mir zusammen frei. Das war sehr schön, könnte ich gern mal wieder so haben. Aber wenn es dazu kommen sollte, dass der Unterricht doch nochmal von Zuhause aus läuft, wird das ja anders strukturiert, ich werde also damit leben, dass mein freier Tag eben früh beginnt - so hab ich ja auch mehr davon.
Jedenfalls stand ich früh auf, brachte alles auf den Weg und hatte Zeit zu bloggen. Die Kinder kamen auch alle mehr oder weniger willig aus dem Bett, K3 freute sich sehr, dass er wieder in die Kita darf.
Als dann alle weg waren nahmen der Mann und ich uns noch Zeit für einen Kaffee und dann brachen wir auf zu einer größeren Einkaufstour. Ich vermisste es schmerzlich, dass wir uns auf dieser Runde nicht vorher oder zwischendurch auf einen Kaffee oder ein Frühstück in ein Café setzen konnten. Aber nun gut.
Ich brauchte Stoffe, einerseits für weihnachtliche Masken, andrerseits für Tischläufer und dann auch Sweatstoffe für 5 Weihnachtpullover und ein Geburtstagsshirt. Für K1 habe ich schon ein sehr schönes Panel, aber das braucht ja auch noch anderen Stoff. Diesmal ist der Weihnachtsstoff tatsächlich einfarbig, mal schauen, ob ich da noch etwas draufsticke...
Dann mussten wir zu Ikea, es brauchte neue Kleiderhaken und vor allem Einsatzkästen für unser Spieleregal. Nachdem wir ein halbes Jahr hinter K4 hergeräumt hatten, reichte es mir und wir überlegten mal einen Moment, welche Lösung es geben könnte. Nach ein paar Minuten kamen wir drauf: Kästen, in die die ganzen Spiele reingestellt werden, dann kommt er zumindest nicht mehr so schnell dran. Der Nebeneffekt, der mir erst später aufging, ist, dass wir so relativ gut rauskriegen, welche Spiele davon überhaupt gespielt werden und den Rest dann entsorgen können.
Das war also alles sehr erfolgreich, dann noch schnell rote Linsen aus dem türkischen Supermarkt geholt und dann mussten wir auch schon zurück: Der Mann hatte einen Zahnarzttermin, ich musste K4 abholen. Es war überall fürchterlich voll, in den Läden, auf den Straßen - mir scheint, Menschen haben sich freigenommen um vor weiteren Einschränkungen nochmal einzukaufen? Ich verstehe es nicht, auf so vielen Ebenen.
Ich holte K4 ab, wir fuhren schnell einkaufen, ich wollte noch Brot für die Suppe am Mittag holen. Das war sehr sehr gut, denn als wir K3 abholten, bekam dieser zwei Weckmänner mit, im Nachgang zu St. Martin. Das Problem dabei ist: Solche süßen Hefeteige darf K3 in den meisten Fällen nicht, da ist immer entweder Milch oder Butter drin.
Das war hart. Ihm standen die Tränen in den Augen, er versuchte tapfer zu sein, aber es war schon schwierig. Aber er schaffte es, zu widerstehen und aß stattdessen eins der Brötchen für's Mittagessen. Ich war so stolz auf ihn - es gibt leider immer mal so Situationen, die ich nicht antizipieren kann und in denen sich die Kinder, die nicht alles essen dürfen, ausgeschlossen fühlen - meistens kann ich das vorher abbiegen, oder eine Alternative dabei haben, manchmal klappt das nicht. Großes kleines K3.
Zuhause dann Mittagessen und natürlich noch Weckmann-Backen, K1 profitierte auch gleich. Ich ging mit K2 zum Augenarzt und wir gratulierten mit großem Abstand einer Freundin, die über ihren Geburtstag in Quarantäne ist (vorsorglich). Dann ging's nach Hause und es gab Weckmänner für alle. K1 und 3 schlugen so zu, dass ich Abendessen als unnötig einstufte.
Dann allgemeines rödeln, Hausaufgaben machen, ich schlief noch einen kurzen Moment. Der Mann badete die kleinen Kinder und ich machte mich auf zur Joggingrunde. Große Runde, aber mit vielen Pausen, ich war nicht ganz zufrieden, vielleicht schaffe ich es im Laufe der Woche nochmal allein eine längere Strecke durchzulaufen.
Daheim erste Durchsicht der Adventskalendergeschenke - scheint auf einem guten Stand zu sein, das Einpacken wird die größte Herausforderung...
Dann war's spät, ich musste schlafen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Johannisbeere
Erbsensuppe
Hefegebäck