Mittwoch, 20. Mai 2020
Jetzt ist es aber geschafft
Der Garten ist fertig, alle Blumen sind eingebuddelt und sogar angegossen. Für morgen ist bestes Wetter angesagt, da werden wir den Garten nach besten Möglichkeiten genießen. Gut, der Rindenmulch hat doch nicht ganz gereicht, aber da werden wir irgendwann noch nacharbeiten, das sind jetzt wirklich Kleinigkeiten.
Ansonsten war der Tag so mittelmäßig. Er begann damit, dass ich vergessen hatte meinen Wecker zu stellen und erst um viertel vor sieben aufgewacht bin. Glücklicherweise ist mir das nicht an einem Tag passiert, an dem eins der Kinder in die Schule muss... Also das Programm zu Hause im Schnelldurchgang, dann fix ins Auto und zum Markt und doch noch schnell einkaufen. Meine Güte, war das voll. Aber ich brauchte ein paar geheime Vatertagsdinge und Schokolade und einen Babypool, von dem ich hoffe, dass K4 diesen Sommer Spaß dran haben wird. Der große Pool, den wir schon haben ist zu groß, als dass er da ansatzweise allein rein könnte, daher fand ich die Alternative gut (und den Pool niedlich) und wenn ich auf die Wettervorhersage schaue, könnte der morgen schon in Gebrauch kommen.
Zuhause reichte es dann zwar noch für's Stillen, aber nicht mehr für mein Frühstück, denn um 9 Uhr war die erste Telefonkonferenz. Das war aber wirklich gut dagewesen, war nämlich mit Kollegen und ich konnte mal aussprechen, was mich am Abend vorher kalt erwischt und verärgert hatte und danach war's nicht mehr so schlimm. Kollegen sind schon was feines, vor allem diese, denn bei denen geht's echt immer um gegenseitige Hilfe und nicht darum, sich zu profilieren. Solche gibt's auch, aber hier hatte ich es gut getroffen.
Dann hatte ich kurz Zeit kam immerhin zu Kaffee und plante mit den großen Jungs den Vatertag. Die hatten sich vorher sehr eigenständig mit ihrem Lernmaterial beschäftigt, das war echt gut. Natürlich ist uns hier im Haushalt völlig klar, dass eigentlich Christi Himmelfahrt ist und nicht Vatertag und von Vatertagstouren halten wir natürlich auch nichts. Ich habe da allerdings eine hohe Toleranz. Es wird bei uns keinen Himmelfahrtsgottesdienst geben, normalerweise wären wir als Familie halb dienstlich-halb privat unterwegs gewesen. Also ist der Tag frei und warum nicht die Chance nutzen, dem Mann bzw. natürlich in erster Linie dem Vater eine Freude zu machen. Ich habe die Idee geliefert, die Jungs haben dann aber eigenständig umgesetzt und ich bin mal gespannt, wer sich morgen am meisten freut.
Dann noch eine zweite TelKo, noch ein bisschen arbeiten, Mittagessen, noch mehr Arbeit und dann mit K2 zum Cello. Erst hatte ich während ich warte ein Eis essen wollen, dann habe ich mich doch entschlossen, ein paar Besorgungen zu machen und das Eis hinterher mit K2 zu essen. Fand er natürlich großartig und wir hatten ein bisschen Exklusivzeit. Und ich hatte unterwegs zwei schicke Softshelljacken im Ausverkauf gefunden und habe mir innerlich sehr auf die Schultern geklopft, dass ich im Handy eine Liste habe mit allen Jacken die wir besitzen. So wusste ich, dass in den beiden Größen keine Softshelljacke da ist und die braucht man als Übergangsjacke ja eigentlich immer.
Auf dem Rückweg hab ich noch schnell Obst und Gemüse abgeholt, dass wir immer über eine Freundin bestellen können und dann nach Hause, um den Garten zu machen.
Dadurch wurde das Abendessen spät, aber es reichte gerade noch pünktlich für die letzte TelKo auf de Sofa zu sitzen. Die war eigentlich abgesagt, aber aus einem Gefühl heraus guckte ich nochmal nach: Oha, die Leiterin hatte zwar abgesagt, den Verteiler aber nicht überarbeitet, etliche Leute wussten nicht Bescheid. Dann habe ich also direkt noch ein paar Fragen geklärt, den Rest auf nächste Woche verschoben und jetzt ist hier Feierabend angesagt. Heute bleibt der Wecker aus und das ist auch gut so.

Gegessen:
kein Frühstück (Intervallfasten wäre ja keine Option für mich, ich brauche Frühstück, ein Wunder, dass ich niemanden gebissen habe)
Fischstäbchen, Kartoffelbrei und Stangenbohnen
Eis (salziges Karamell)
Salat



Dienstag, 19. Mai 2020
Und nochmal Garten
Wird etwas monothematisch hier. Ich habe den Eindruck, wir holen nach, was ganz Deutschland scheinbar schon vor vier Wochen erledigt hat, kümmern uns nämlich jetzt mal wirklich gründlich um den Garten. Damals wollte ich ja auf keinen Fall in den Baumarkt, weil ich es als total unnötig empfand, das die Baumärkte schon so früh wieder geöffnet wurden und dann auch noch Schlangen von Menschen davor standen, um Blumen zu besorgen. Nunja, unser Leidensdruck war in den letzten Wochen ein bisschen gewachsen, und daher machten wir uns nun wirklich auf den Weg. War ja auch alles kein Thema und ich habe wirklich schöne Blumen ausgesucht. Eingepflanzt wird dann morgen.
Ansonsten war der Tag wie üblich strukturiert: Frühes Aufstehen (als heute um halb sechs der Wecker klingelte wäre ich tatsächlich fast liegengeblieben...), Wäsche, Andacht aufnehmen, Frühstück vorbereiten, Mittag vorkochen, frühstücken. Heute mit dem Special Feature: K2 geht in die Schule. Dann Arbeit, Begleitung von K1 beim Lernen, noch mehr Arbeit, Mittagessen. Nachmittags war dann der Mann mit K1 bei der Allergiespritze, also hatte ich tatsächlich auch mal Zeit mit den anderen, das war überwiegend nett.
Dann eben der Baumarkt (mit Eis im Auto im Anschluss) und als Zuhause alles ausgepackt war, war schon Zeit für's Abendessen.
Jetzt noch Sofa, dann frühes Schlafen, denn morgen wird's nochmal ein anstrengender Arbeitstag.

Gegessen:
Obst und Joghurt
Shakshuka
Eis
Salat



Montag, 18. Mai 2020
Wenn man einmal anfängt
Ich bin in Bezug auf die Ästhetik unseres Vorgartens nicht besonders empfindlich. Glücklicherweise leben wir in einer Nachbarschaft, in der ich zumindest noch nicht gehört habe, dass andere sich daran stören. Ich glaube immer, dass viele wissen, dass wir viel zu tun haben und es uns nachsehen, dass bei uns doch recht viel Unkraut und recht wenig Blumen zu sehen sind. Doch seit einigen Tagen (oder sind es schon Wochen) bin ich selbst sehr unzufrieden mit unserem Vorgarten. Was ich im Winter noch tolerieren konnte (wächst halt eh nichts richtig schön), wurde im März dann zunehmend schwierig. Seit einigen Wochen wächst da nämlich leider ziemlich viel. Genauer gesagt ziemlich viel Girsch. Nun hatten wir ja gestern Nachmittag hinten im Garten das ganze Gemüse angepflanzt und dabei hatte ich mit dem Mann schonmal vorsichtig über die Vorgarten gesprochen:
- Der sieht ja ziemlich schlimm aus.
- Ja, müssen wir was machen.
- Aber wann bloß?
- Irgendwann, aber bald.
- Man kann ja in kleinen Etappen anfangen, immer mal ein Quadratmeter.
- Ja, und auf jeden Fall vormittags, da scheint die Sonne da schön drauf.
- Und danach müssen wir es uns irgendwie einfacher machen.
- Rindenmulch
- Nicht grad der Hit für die Umwelt...
- Aber irgendeine Lösung brauchen wir und betonieren wäre schlechter.
- Ja. Mal gucken.

So ungefähr waren wir verblieben. Als ich nun heute morgen nach Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück von der Schule zurückkam (Materialien holen), kam ich wieder durch den Vorgarten. Ich muss zu meiner Ehrenrettung noch sagen: Ich gehe locker 70% der Zeit durch den Hinterausgang, sehe das Drama also gar nicht, weil ich das Fahrrad nehme. Und da schlug ich also glatt vor: Wie wäre es, wenn du dich mit K4 auf die Stufen setzt, mir was erzählst und ich fange mal mit Jäten an. Und wenn ich keine Lust mehr habe, tauschen wir. Und wenn wir dann beide keine Lust mehr haben hören wir auf. Klang machbar und definitiv besser als nichts.
Und dann kam es, wie es kommen musste: Wir kamen in den Flow. Zwischendurch halfen sogar alle Kinder mit, wir schnitten sogar Büsche zurück, harkten alte Blätter raus und waren nach etwa drei Stunden tatsächlich soweit, dass man jetzt Mulch streuen könnte.
Aber für den Baumarkt war es mir dann zu spät, zumal wir auch dafür einen guten Plan brauche: Ich möchte selbst in den Baumarkt, weil ich nach Blumen schauen möchte. Ich kann nicht sagen, welche ich möchte, aber ich bin ganz sicher, dass ich erst zufrieden bin, wenn ich selbst gucken konnte. Den Rindenmulch möchte ich aber nicht selbst aufladen und ins Auto laden. Außerdem freue ich mich, wenn der Mann auch Blumen aussucht, die ihm gefallen. Wir müssen also beide nacheinander in den Baumarkt, im Idealfall aber gemeinsam, dann können wir uns ggf. zwischendurch noch abstimmen und haben am Ende alles (es braucht noch ein paar andere Kleinigkeiten) Zu zweit gehen geht nicht, weil ich K3 nicht zwingen will die ganze Zeit im Wagen zu sitzen, er aber anders nicht zu bändigen ist und K4 mit seinem Windpockengesicht nicht so richtig sozialkompatibel ist.
Also müssen wir schauen, dass wir das morgen oder übermorgen irgendwie hinkriegen, vielleicht mit einer Eispause für die im Auto verbleibenden oder so. Und dann ist der Vorgarten so schick, wie er werden wird und ich werde für den Rest der Saison außer ein paarmal Fegen nichts weiter tun. Hinten ist noch genug Arbeit.
Ansonsten war hier gepflegtes Ausruhen angesagt, bevor wir morgen in die verkürzte Woche starten und das war sehr schön. K3 war morgens schon beim Kinderarzt und ist jetzt verbandfrei. Großartig! Einen Tag haben wir jetzt auch geschafft, an dem er noch nicht draufgefallen ist und kein Dreck reingekommen ist. Jeden Tag den wir schaffen, wird die Haut dicker und die Chance, dass es jetzt wirklich geschafft ist größer. Demnächst gehen wir nochmal zur Wundspezialistin im Krankenhaus und dann wird entschieden, ob es noch eine Kompressionstherapie gibt. Aber für's erste ist die Wundheilung abgeschlossen. Es waren jetzt exakt 60 Tage seit der Verbrühung. Wahnsinn!

Gegessen:
Laugenstange, Reste von K3s Apfeltasche
Maiskolben, Kartoffelspalten, Salat
Geburtstagskuchenreste