Freitag, 16. April 2021
Endlich!
16.04.2021
Halbwegs gute Nacht. Der Mann war mit K4 überwiegend im Kinderzimmer, schlief in K3s Bett, damit ich nicht ständig stillen musste, das ist nämlich sehr schmerzhaft.
Entsprechend fit bin ich morgens, ich schaffe alles gut und habe Geduld für die nicht ganz so entspannten Kinder. Die gehen dann auch ganz fröhlich in die Kita, um viertle vor acht fahre ich vom Hof, so früh hat noch nicht mal der Laden auf, in den ich will. Aber ein anderer geht auch, ich bekomme sogar die gewünschten Bälle, was für große Freude bei den Jungs sorgt.
Dann Arbeit, unterbrochen von vielen Telefonanrufen.Einer davon macht einen Termin bei einer Schmertherapeutin für den Mann fest. Super!
Ich versuche einiges umzusetzen, was gestern geplant wurde. Dann brechen wir auf, Kinder abholen, dann Physio für mich. Die gute Nachricht: Keine Blockade. Die schlechte: Wahrscheinlich ein eingeklemmter Nerv, das dauert. Aber der Hinweis erstmal ordentlich Ibuprofen zu nehmen, damit die Entzündung zurückgeht. Mache ich sofort - große Erleichterung. ich komme mir extrem blöd vor, dass ich nicht schon viel früher zu Schmerzmitteln gegriffen habe. Was für eine Erleichterung! Das Leben sieht gleich viel besser aus.
Zuhause dann spätes Mittagessen, dann will ich mich mit einem Kaffee auf die Terrasse setzen. K3 will es sich aber mit mir gemütlich machen, also räumen wir die Sitzkissen aus, holen Decken, machen ihm eine Milch, machen ihm noch eine Milch, trocknen die Sitzkissen, auf die die erste Milch gekippt war und stellen dann fest, dass uns zu kalt ist.
Also gehen wir Eis essen. Logik können wir. Ich gehe mit allen vieren, K1 und K2 gehen früher zurück und haben Chor via Zoom, ich bleibe mit den Kleinen noch eine Runde auf dem Spielplatz. K3 will nicht nach Hause und ist sehr dreijährig auf dem Rückweg. Gar nicht so einfach, wenn K4 auch dabei ist und jeden Blödsinn mitmacht - wenn sie sich wehren kriege ich sie nicht mehr gleichzeitig auf den Arm. Irgendwann endet es mit Tränen von K3, wir vertragen uns und gehen nach Hause.
Zuhause dann Abendessen, Freitagsparty, jetzt Let's Dance bzw Fifa.
Morgen Ausschlafen.

Gegessen:
Joghurt, Erdbeeren, Apfel
Nudeln mit Möhren-Champignon Sauce
Süßigkeiten



viel Arbeit, ein bisschen Bewegung
15.04.2021
Noch so eine furchtbare Nacht. Ich fand keine erträgliche Position. Selten so gern aufgestanden.
Wurde leider auch nicht besser im Laufe des Tages, immer mal wieder war es okay, aber vielfach eben auch nicht.
Vormittagsarbeit war bestimmt durch eine Konferenz, ein paar gute Impulse mitgenommen.
K4 schläft im Fahrrad ein, aber das gibt die Chance, dass er Zuhause noch einen Mittagsschlaf macht, wenn er in der Kita schläft, hat sich das erledigt, da schläft er sich richtig aus.
Mittagessen, dann muss ich nochmal liegen, Wärme bringt ein bisschen Erleichterung und ich zähle die Stunden bis zur Physio.
Trotzdem fahre ich mit K1 mit dem Fahrrad zum Klavier, Autofahren ist auch nicht angenehm und so kriege ich wenigstens Luft. Während K1 spielt, spaziere ich umher. Ich bewundere die beiden orthodoxen Kirchen im Viertel, aber als ich andere russisch orthodoxen Kirche die Regeln für den Religionsunterricht lese (das einzige auf Deutsch, die anderen drei Schukästen ausschließlich auf russisch), bin ich von jedem Neid auf die hübschen Gebäude kuriert: Wenn ich schon lese, dass die Jugendlichen lernen sollen, sich angemessen ehrerbietig zu kleiden muss ich gar nicht mehr weitergucken...
Rückfahrt, schnelles Abendessen, dann Arbeitskonferenz. Die ist zäh, ich würde ich so gern hinlegen, aber ausgeschaltete Kamera käme nicht gut an.
Um halb zehn ist es geschafft, ich gehe schlafen und finde wieder Erwarten eine halbwegs schmerzfreie Position.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Papaya
Gemüsepfanne mit Eiern und Käse
Salat



Schmerzen und so
14.04.2021
Fürchterliche Nacht. Mein Nacken wird immer schlimmer, manchmal weiß ich nicht wohin mit mir. Jammern kann man auch nicht wirklich in einem Haushalt mit einem chronischen Schmerzpatienten...
Trotzdem morgens alles geschafft, Kinder müssen in die Kita, die großen Jungs werden eingeschworen Ruhe zu halten, ich haben eine Konferenz mit den ökumenischen Kolleg:innen. Klappt auch ganz gut. K2 hat ViKo, diesmal ist es etwas ruhiger als gestern, als spontan sein Freund vorbeikam, der technische Probleme hatte.
Ich arbeite und konferenziere, manchmal auch beides gleichzeitig, bis zur Abholzeit.
Kinder abholen, dann Mittagessen. Mir tut mein NAcken so weh, dass ich mich hinlegen muss, allerdings ist es danach fast noch schlimmer. Ich bespreche mit K2, dass ich ihn nicht mit dem Fahrrad zum Cello begleiten kann, wir entscheiden uns für's Auto. Der Cellounterricht findet bei einer befreundeten Familie statt - er ist Physiotherapeut mit eigener Praxis. Ich überwinde meine Abneigung dagegen um HIlfe zu bitten und frage ihn, was ich machen soll mit meinem Nacken, er gibt mir einen Termin für Freitag. Ich bin so erleichtert.
Apropos - meine Eltern haben den Impftermin angenommen, so ein Glück.
Eine Fahrt noch, ich bringe Unterlagen des Mannes weg, die Hoffnung auf Hilfe in diesem Thema verstärkt sich. Zurück nach Hause, Abendessen, dann Bibelstunde. Um halb zehn bin ich fertig und total gerädert.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Papaya (jaha, ich kann auch Variation)
Kartoffelgratin mit Stielmus
Salat



Ehrenamt und Impfangebot
13.04.2021
Ein langer, voller Tag mit eng getakteten Terminen. Normaler morgendlicher Ablauf, die Kinder stehen etwas besser auf, trotzdem sind wir nicht gerade früh an der Kita. Aber es wird.
Viel Arbeit Zuhause, kurz unterbrochen vom Abholen von Unterrichtsmaterial für K2.
Dann weitere Arbeit, am Sonntag wurde eine Bibelstunde angekündigt, die ich jetzt also liefern musste.
Dann Abholzeit, wie gestern auch schon scheint die Sonne, ich setze mich zu K4 ins Lastenrad und wir hoffen auf Vitamin D.
Schnell nach Hause, Mittagessen, dann hab ich im zwei Stunden Takt Termine: Eine Vorstandssitzung im Ehrenamt. Das ist toll, hier können wir wirklich gestalten und gute Entscheidungen treffen - wie kann es sein das eine Praktikantin, die drei volle Tage in der Woche arbeitet, in den Schulzeiten sogar in Vollzeit, nur ein Taschengeld bekommt, dass von der Ausbildungsschule mit 100? empfohlen wird? Da können wir als Trägerverein was gegen machen.
Nächster Termin Kinderarzt, Allergiespritze für K1. Die Kinderarztpraxis ist Impfpraxis und bietet für Großeltern Impfungen mit AstraZeneca an. Ich frage nach, ob das auch für meine Eltern aus einem anderen Bundesland möglich wäre - Ja, kein Problem. Rücksprache mit meinen Eltern, auch sie sind durch die Medien verunsichert, ob sie nicht lieber auf anderen Impfstoff warten sollen, die Entscheidung wird vertagt, aber es wäre möglich, dass sie tatsächlich bald geimpft werden. Ich bin ganz aufgeregt, ich wäre so erleichtert.
Dann schnell nach Hause, Musikprobe als nächster Termin, der Mann hat Brötchen für die Großen geschmiert, wir gehen gleich weiter.
Die Probe schlaucht mich, ich habe immer noch Rückenschmerzen und bin langsam unsicher, ob hier meine Alltagsregel "Was von selbst kommt, wird auch von selbst gehen" greift.
Letzter Termin des Tages als Videokonferenz, gutes Gespräch, neue Perspektive für die Behandlung des Mannes, vielleicht kommt er zeitnah zu einer Schmerztherapie? Das wäre so großartig.

Schnell ins Bett, langer Tag ist um.

Gegessen:
Joghurt, Apfel uuuuuuuuuuuund Erdbeeren :)
Pizza mit Bärlauch und Broccoli
Salat



halber Alltag
12.04.2021
Ach, diese Tage mag ich nicht. Das ist nichts halbes und nichts ganzes und so fühlt es sich am Ende auch an - irgendwie noch letzter Urlaubstag, irgendwie schon wieder Alltag.
Der Wecker um 4.30 Uhr fühlte sich wirklich früh an. Keine Kunst, nachdem ich mich eine Woche ans Ausschlafen gewöhnt hatte. Aber was soll es, ich stand auf, wird ja vom Jammern auch nicht besser.
Der Mann hat sich angewöhnt, wenn er abends nicht schlafen kann schonmal den Frühstückstisch zu decken und das bringt mir fünf Minuten Zeitgewinn. Viel wichtiger ist aber das Gefühl, dass ich nicht für alles verantwortlich bin.
Die Kinder kommen natürlich auch nicht gut aus dem Bett. Die großen Jungs waren abends zu lange aufgeblieben, die kleinen Jungs hatten sich umgewöhnt - es war alles ziemlich zäh. Aber schließlich saßen wir alle auf dem Fahrrad, mit Decke war es auch erträglich und wir waren immerhin vor acht in der Kita, das ist das Minimalziel.
Zurück zu Hause dann einiges an Haushalt, schon ein erster Blick in die Arbeitsemails, nebenbei immer Begleitung von K2, der braucht ein bisschen, um sich in die Distanzbeschulung einzufinden, zumal er auch kein richtiges Material hat, sondern sich an den Wochenplan halten soll, der eigentlich für den Wechselunterricht vorgesehen war...
Als ich mittags die Kinder abhole, fühlt es sich so an, als hätte ich nichts geschafft, aber meinen freien Tag verpasst. Puh. Das Wetter ist so winterlich, sowas erfreut mich ja auch nicht. Ich will Sommer.
Der NAchmittag plätschert auch so dahin. Ich begleite K1 zur Logo, kaufe währenddessen ein. Beim zweiten Laden eine maximal unangenehme Begegnung mit einer Frau, die sich, als eine zweite Kasse öffnet, von hinten durchdrängelt, ihre Waren auf das Band wirft. Ich habe keine Lust auf Diskussion, lasse aber, als ich eine weiter Frau vorlasse, die vor mir angestanden hätte, dass ich das nicht machen würde, mich einfach so vorzudrängeln. Diese antwortet, dass andere (vielsagender Blick auf die Dränglerin) da ja kein Problem mit hätten. Das nimmt die dann zum Anlass zu erzählen, warum sie ja zum Drängeln berechtigt wäre, denn sie hätte es ja so schwer. Es entsteht fast ein Wettbewerb, wer von beiden es ja schwerer hätte und ich frage mich, wo ich hier eigentlich bin. Dass ich kurz vorher mitbekommen hatte, wie ein Mann in Handschellen aus dem Büro abgeführt wurde, tut sein übriges dazu -ich frage mich ernsthaft, ob ich hier noch einkaufen will. Schon klar, seltsame Leute gibt es überall, aber in diesem Laden haben sie erfahrungsgemäß eine besonders hohe Dichte... Immerhin gab es Erdbeeren.
K1 und ich laufen nach Hause, Zuhause Auspacken, ein bisschen Aufräumen, was halt so anfällt. Ich verziehe mich ins Nähzimmer, K4 braucht neue Jeans und da sind die selbst genähten besonders beliebt, weil sie oben Gummizug haben. Die Nähmaschine muss mal gewartet werden, alles nicht mehr gut eingestellt, ich breche ständig Nadeln ab.
Schließlich ist alles geschafft, ich komme nur einen Moment zu spät zum Joggen. Joggingrunde im Hellen, leider mehr Spaziergang als Joggen, danach ist mein ohnehin schon steifer Nacken ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, es ist aber auch kalt...
Abends Wer Wird Millionär, früh ins Bett, es wird ja auch nicht später morgen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Garnelen Curry
Salat