Freitag, 19. März 2021
von Schokocroissants und Matchboxautos
18.03.2021
Ein Schulkind, zwei Kitakinder, K2 macht Distanzunterricht. Es ist noch kälter als gestern, die Kinder bekommen eine Decke mit in Lastenrad und ich überlege kurz, ob nicht auch das Auto denkbar wäre, aber ich rufe mich zur Ordnung: Es regnet nicht, also Fahrrad.
Auch heute wieder schnelles, konzentriertes Arbeiten, denn ich will auch mit K2 eine Frühstückpause im Gehen machen. Ich schätze ihn richtig ein: Für ihn ist es ein Highlight, dass wir zusammen zum Bäcker gehen und er sich ein Schokocroissant aussuchen darf und einen Kakao To Go bekommt. Für ihn ist solcher "Luxus" enorm wichtig, ich ignoriere mein schlechtes Gewissen bzgl. der Einwegbecher. Er ist überglücklich, redet ohne Ende, schwärmt von dem Croissant. Man könnte sagen: Liebe geht durch den Magen. Aber eigentlich ist es so: Wenn ich ihm sagen will: Ich hab dich lieb!, versteht er das über solche Gesten: DU darfst dir etwas besonderes aussuchen, was es sonst vielleicht nicht gibt. Ich habe eine Weile gebraucht, das zu verstehen, K1 ist da ganz anders, und es nicht als konsumorientiert zu werten, jetzt habe ich es ganz gut raus. Es wurde eine tolle halbe Stunde.
Dann Kinder abholen, ich fahre mit K4 zu den Rehen, die sind aber nicht da, aber in der Nähe gibt es Pferde, die sind mindestens genauso gut. Während er guckt bestelle ich das Hochzeitstaggeschenk für den Mann, click und collect ist super, wenn's nach mir geht, könnte ich das für 80% der Käufe im Baumarkt beibehalten.
Dann nach Hause, Mittagessen, diesmal nur kurzes Ausruhen auf dem Sofa, es ist noch viel zu tun. Arbeit, Haushalt, K2 fragt, ob er in den Euroshop darf. So richtig viel spricht für mich nicht dagegen, wir besprechen, dass wir nur kurz bleiben, aber ich wil ihm auch nicht alles verbieten, wir wagen es also. K3 kommt auch mit. Der Laden ist so gut wie leer, die Korbzahl verrät, das wieder deutlich weniger Leute reindürfen als früher noch. Wir sind schnell durch, es gibt Luftballons und Autos für K3, Dinos für K2, alle sind glücklich und wir laufen wieder nach Hause.
Dort brechen K1 und ich sofort zu Klavier auf, diesmal wieder in Präsenz, aber mit Maske. Ich kaufe in der Zeit ein, Osterschokolade ist damit definitiv genug im Haus.
Rückfahrt, ich schreibe dem Mann schonmal, dass der mit den kleinen Jungs anfangen soll Abendbrot zu essen. Wir haben nämlich abends noch eine Sitzung, bei der wir beide sein sollten.
Als K1 und ich zuhause sind, sind die anderen fertig, wir essen schnell nach, dann gehen alle ins Bett und ich komme gar nicht so sehr zu spät zu meiner Sitzung. Ende ist um zehn, gute Zeit für's Bett...

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Eier in Senfsauce, Kartoffelbrei, gebackener Blumenkohl
Gemüse, frisches Brot (die Brotbackmischungen bewähren sich bei uns und ich habe auch nur ein minimal schlechtes Gewissen, dass ich den Teig nicht selbst anmische...)



Immer noch nicht Freitag?
17.03.2021
Es zieht sich witzigerweise durch so einige Blogs durch, die ich lese und auch bei mir herrscht dieses Gefühl vor: Kann es denn ernsthaft erst Mittwoch sein? Es fühlt sich so sehr nach Freitag an. Auch K3 fragt die ganze Zeit: Wie oft noch schlafen? Dabei passiert hier am Freitag nichts großes, aber in diesen Zeiten ist gemeinsames Frühstück in der Kita schon ein Highlight.
Naja, aufgestanden, es ist neblig, nachzählen, wie viele Brotdosen gemacht werden müssen (3) und ob die Anzahl der Wäschestücke in der Wann es plausibel machen, dass die großen Kinder gestern ihre Wäsche runtergebracht haben (nein). Also noch schnell Wäsche runterholen, Maschine an, Frühstück, Brotdosen und Mittagessen vorbereiten.
Dann K3 wecken, diesmal will er sich selbst anziehen, K4 hinterher holen, gemeinsam wecken wir dann die Großen.
Frühstück, ab auf's Fahrrad. Die Großen sind so hilfreich, ziehen Schuhe an, machen Zahnputzsachen fertig, schieben mit mir zusammen das Fahrrad über die hohe Schwelle - so habe ich mir Großfamilie immer vorgestellt.
Kinder in die Kita, ich kaufe schnell beim Drogeriemarkt ein und arbeite mich dann durch eine große Menge an Kleinigkeiten. Dann schlage ich K1 vor, dass wir, statt einer Pause um 10, einen Spaziergang mit Kaffee bzw. Kakao to Go machen und dabei die Vogelstimmen suchen, die er für sein Musikprojekt braucht. Das klappt sehr schön und macht Spaß (1:1 rockt), leider fehlt mir dadurch Arbeitszeit aber einen Tod muss man sterben und ich kann auch noch abends arbeiten.
Kinder abholen, ich fahre mit K4 eine kurze RUnde zur Gärtnerei, ich brauche mehr Frühblüher. Auf dem Markt war es mir morgens zu primellastig gewesen, ach, ich weiß es auch nicht. Wann ich das einpflanzen soll, weiß ich auch nicht, aber ich freue mich erstmal, sie da zu haben.
Mittagessen, danach wieder kurz hinlegen. Ich weiß schon, dass das eine doofe Idee ist, weil mir nachher Zeit fehlen wird, aber ich bin so müde...
Ich komme über den Nachmittag nur schlecht in Gang, aber zumindest ein bisschen Aufräumen und Putzen ist drin. Irgendwann waren wir nochmal draußen, ich weiß schon gar nicht mehr warum und wohin, wahrscheinlich gab es Eis, aber es verschwimmt alles. K2 hat Cellounterricht, ab nächster Woche in Präsenz? Wir werden sehen.

Frühes Abendessen, der Mann macht Bibelstunde, ich bringe die Kinder ins Bett, arbeite noch und dann schauen wir tatsächlich noch ein bisschen fern.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Überbackenes Mangold-Linsengericht
Feldsalat, vom Marktmann geschenkt, weil er ein bisschen verlesen werden musste.



Der große Tag
16.03.2021
So, das war er, der große Tag: Alle Kinder aus dem Haus, tatsächlich keiner krank gewesen.
Dafür musste ich morgens alle Brotdosen vorbereiten, aber das mache ich ja mit links. Die Kinder ging alle lieb und fröhlich los. Der Nebeneffekt davon, dass ich die kleinen Jungs früher wecke ist, dass auch die großen Jungs schneller voran kommen und wir alle u halb acht aus dem Haus kommen - damit muss K1 sich nicht so hetzen und hat sogar vor dem Unterricht noch Zeit zu Quatschen. Vielleicht muss er dann sogar nicht so viel im Unterricht quatschen, das wäre ja ein großartiger Nebeneffekt. Sowieso habe ich den Eindruck, dass er die Schule mittlerweile viel ernster nimmt als noch vor ein paar Monaten. Ob das wirklich mit dem Distanzunterricht zu tun hat weiß ich nicht. Vielleicht hat er dabei gelernt, dass zügiges konzentriertes Arbeiten schneller zum Ergebnis führt - vielleicht ist er auch einfach nur ein bisschen älter geworden...
Der Vormittag war dann genau so unspektakulär wie erwartet, ich war in einer großen Videokonferenz, der Mann arbeitete etwas aus. Innerhalb der Konferenz wurde gesprochen, gechattet und in einem Dokument gearbeitet - das viel einigen schon schwer zu verfolgen. Ich dachte tatsächlich: Voll entspannt. Erst wenn drei Leute gleichzeitig auf mich einreden werde ich unkonzentriert, schreiben, lesen und zuhören sind doch unterschiedliche Kanäle. Immerhin etwas geübt in diesem Homeoffice-Distanzlern Jahr.
Dann war es auch schon Zeit für's Kinder holen. Der Nachmittag begann trotz allem mit Mittagsschlaf für mich, das war auch mal nett - fehlt einem aber dann ein Stück vom Nachmittag. Trotzdem alles geschafft, was gemacht werden musste, gegen Abend mit den großen Kindern die Bücher in die Bibliothek gebracht und viele neue geholt. Dann hatte ich Probe, die Jungs spielten ein bisschen Fußball und viel Billard, irgendwie waren sie wohl auch platt.
Zuhause dann noch ein Meeting, um 22 Uhr war mein Arbeitstag zu Ende und ich war klug und ging direkt ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Käsespätzle, Salat
Salat