Montag, 15. März 2021
Die Aufregung steigt
14.03.2021
Noch 48 Stunden, dann werden hier das erste Mal seit (ich musste nachrechnen) knapp drei Monaten keine Kinder mehr im Haus sein. Drei Stunden nur wir Erwachsenen. Ich rechne fest damit, dass bis dahin eins der Kinder krank wird...
Natürlich waren wir zwischendurch auch mal alle aus dem Haus und relativ häufig war ich ja auch mit den Kindern weg und der Mann hatte das Haus für sich. Es gab sogar die eine oder andere Situation, in der ich ohne Kinder unterwegs war, meist für einen Termin mit anderen Menschen, manchmal auch nur zum Einkaufen. Ich war also ab und an ohne Kinder unterwegs. Aber ich war tatsächlich in diesen letzten drei Monaten nicht einmal allein Zuhause. Ich habe es auch nicht so sehr vermisst, aber jetzt, wo es mal für ein paar Stunden realistisch wird, freue ich mich.
Ich habe übrigens in der Zeit ein berufliches Meeting, kann die Zeit also noch nicht mal nutzen, um in Ruhe zu baden oä. Wobei - naja, mal gucken.
Ansonsten war das hier ein ganz normaler Sonntag. Nach dem großen Putzen und Aufräumen hatte ich mir vorgenommen, möglichst wenig zu tun. Also nach dem Gottesdienst. Der war erstmal schön, K2 war mit und klickte Lieder, dann kamen wir auch halbwegs schnell nach Hause und dann gab es zur Krönung auch noch bestelltes Essen, ich musste also nicht kochen oder aufwärmen. Das hatte mir morgens schon etwas längeren Schlaf beschert, für einen Kuchen hatte es trotzdem gereicht.
Gemeinsames Mittagessen, Fresskoma, Mittagsschlaf, geweckt wurde ich von K3, der gern Kuchen essen wollte.
Danach aber noch eine Runde raus, erst mit K1, der selbst merkte, dass er frische Luft brauchte, dann mit K3 und K4 und auch dem Mann, der seine neuen Gummistiefel ausführen wollte. Pfützen spritzen mit anschließender Badewanne, besser geht es an einem Sonntagnachmittag eigentlich nicht.
Die kleinen Kinder waren dann auch entsprechend müde, Abendessen fiel aus, alle waren noch voll, aber eine Runde kämpfen war noch drin.
Dann waren alle im wahrsten Sinne des Wortes abgekämpft :)

Gegessen
Joghurt, Apfel (meine Güte, das Obst ist schon wieder alle, ich musste rationieren, damit es noch für die Brotdosen morgen reicht...)
Pommes, gebackener Rotkohl



Putz- und Aufräumtag
13.03.2021
Wie bei so einer Musterhausfamilie hier :)
Aber erstmal wurde zumindest ein bisschen ausgeschlafen, soweit die Kinder das eben zuließen. Für Kaffee im Bett war leider keine Zeit, wenn ich noch vernünftig frühstücken wollte, man muss halt Prioritäten setzen. Dann machte ich mich durch schlechtes Wetter auf den Weg zur Probe. Das ging dann recht schnell, sodass ich noch für K2 Lieder vorbereiten konnte, die er dann am Sonntag weiterklicken muss. Im Anschluss noch schnell auf den Markt. Die Bankfiliale war ohne Schlange zu betreten, das musste ich ausnutzen und holte schnell Bargeld. Der Geldautomat überraschte mich: Ich wunderte mich, warum, die Klappe nicht geschlossen war, aus der das Geld normalerweise rauskommt. Fand ich aber nicht so schlimm, würde wahrscheinlich zugehen, wenn ich meine Karte reinschob. War aber nicht so, stattdessen die Mitteilung: Hier kann man aufgrund einer technischen Störung nur Geld einzahlen, aber nichts bekommen. Das kannte ich so auch noch nicht, aber ist ja irgendwie cool, dass er nicht gleich vom Netz genommen wird, weil eine Funktion nicht geht, sondern die andere Funktion noch genutzt wird. Geld gab es dann am anderen Automaten.
Gemüseeinkauf, inklusive Kartoffeln, ich hatte also ganz gut z schleppen auf dem Rückweg.
Zuhause war dann Highlive, der Mann hatte die Betten abgezogen und war gerade dabei zu wischen. Bevor ich einen Kaffee hatte war schon klar: Oben muss noch gesaugt werden, die Betten frisch bezogen, Kinderzimmer muss aufgeräumt und gesaugt werden. Puh. Aber gut, was muss, das muss.
Also Betten beziehen, die Jungs anhalten, dass aufgeräumt werden muss, obere Etage saugen.
Die Jungs sind verdächtig schnell fertig, als ich kontrolliere kommt aus allen Ecken das Chaos. ich muss unterstützen, am Ende sind es 1,5 Stunden Räumarbeit, aber jetzt ist es ziemlich ordentlich. Nebenbei sammeln wir 21 von 22 Bibliotheksbücher zusammen, die jetzt irgendwann wieder abgegeben werden müssen.
Jetzt muss am Nachmittag aber noch was nettes passieren, sonst ist der Samstag nur Arbeit, finde ich. Wettertechnisch bietet sich ein Spaziergang nicht an, aber ein bisschen raus muss noch sein.
Dann gibt's Abendessen und im Anschluss hole ich eine Klappmatratze und biete an, dass wir kämpfen können - auspowern auf die andere Art. Nachdem die Ausgangslage klar ist (K3: Kriege ich ein Schwert?) kämpfen wir wie die verrückten mit dem krönenden Abschluss "alle gegen Mama". Das war schön, die KLeinen sind hinterher platt, die großen gucken mit uns noch The Voice, aber dann geht es für alle früh ins BEtt.

Gegessen:
Samstagsfrühstück mit Ei und Laugenbrezel
Brot, Salat, Ofenkäse



Endlich Freitag
So, endlich Freitag, das wurde früher ja auch mehr gefeiert. Oder ich höre nicht mehr genug Radio oder das falsche Radio, was weiß ich. Aber da war früher in der Morningshow oder wie auch immer das dann hieß jede Woche der Freitag ein Thema.
Ist nicht mehr so viel, ist mein Eindruck. Ob das daran liegt, dass für viele Wochentag und Woche weniger unterschiedlich verläuft, durch Homeoffice etc.? Oder daran, dass es eben keine Veranstaltungen mehr gibt, auf die dann hingewiesen werden kann und auf die man sich vorfreut. Wie auch immer, hier unterscheidet sich Wochenende schon noch von Woche und Freitag wird bei den Jungs schon ziemlich erwartet.
Wir sind in der glücklichen Lage, dass die großen Jungs tatsächlich am Wochenende nichts für die Schule machen müssen.
Aber erstmal noch ein normaler Vormittag, K3 und K4 gehen wieder zur Kita, ging sogar mit dem Lastenrad, soweit, so gut.
Am Vormittag läuft bei mir die Predigtvorbereitung, ich werde immerhin fast fertig mit realistischem Ausblick, dass der Rest am Nachmittag noch eine Stunde dauern wird, aber dann fertig ist.
DIe Jungs werden auch mit ihren Aufgaben fertig, ich sehe eine Pandemiemüdigkeit auch bei mir - ich gucke kaum noch auf die Aufgaben drauf. Früher habe ich schon bei den Hausaufgaben geguckt, ob auch alles erledigt wurde und auch mal auf Flüchtigkeitsfehler hingewiesen - oder, wenn ich gemerkt habe, dass ein Thema grundsätzlich nicht verstanden wurde, versucht rauszufinden, woran es liegt und ob Handlungsbedarf besteht. Inzwischen hake ich nur nach: Alles gemacht? Okay. Ich helfe natürlich bei Fragen. Aber sonst - keine Kapazität bei mir. Im Prinzip finde ich das so auch okay, Schule sollte auch ohne Einmischung der Eltern funktionieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass zumindest bei uns an der Schule deutlich mehr Einmischung der Eltern erwartet wurde und ich schon so manches mal schief angeguckt wurde, weil ich nicht jeden Tag genau wusste, was im Unterricht gelaufen war. Am Gymnasium ist das jetzt anders, aber an der Grundschule wird schon noch viel Elterninitiative erwartet...
Tja, müssen sie jetzt mit leben, am Ende ist es mir auch relativ egal, ob ich von der Schule für eine gute Mutter gehalten werde, solange meinem Kind daraus kein Nachteil entsteht. Mehr schaffe ich jedenfalls nicht, wenn es nicht noch weiter zu Lasten meiner Arbeit gehen soll.
Kinder abholen, K4 war sehr begeistert von mitgebrachten Keksen und sehr enttäuscht, dass es dann nicht die richtigen waren. Guten Geschmack hat das Kind, zum Glück hatte ich auch noch zwei von den "guten" dabei. Hätte ich nicht gedacht, dass er da so differenziert.
Einkauf auf dem Bauernhof, K3 abholen - auch der hätte die anderen Kekse besser gefunden und erkannte an K4s Lippen, dass es was besseres gegeben hätte. Aber er aß auch ungerührt die anderen Kekse, man nimmt, was man kriegt.
Mittagessen, dann einen Moment Ruhe für mich. Dann musste ich allerdings noch an die Predigt ran. Als ich damit fertig war, war es dringend nötig ein paar Kinder zu lüften. Wir liefen zu fünft los, holten uns ein Eis, dann liefen die Großen wieder nach Hause, sie hatten online Chorprobe. Ic ging mit K3 und K4 noch ein bisschen weiter, wir wollten die Pferde besuchen. Der Weg durch den Wald wurde allerdings zunehmend ungemütlich, es stürmte doch ziemlich und ich war froh, als wir wieder auf offener Straße waren.
Der Mann kam uns ein paar Schritte entgegen, er wollte sich auch mal die Füße vertreten.
Zuhause wurde dann der Laptop in die Küche gestellt - gemeinsames Kochen mit verschiedenen Kulturen, zwischendurch ein kurzer Vortrag über Uganda. Währenddessen stellte der Mann fest, dass das Spülmaschinenpulver alle ist und anscheinend auch keins mehr im Keller ist. Also rannte ich in Rekordzeit noch los und kaufte ausnahmsweise Tabs, bis zum Drogeriemarkt wollte ich nicht mehr.
Dann gab's das gekochte Essen, sehr lecker, und hinterher noch Let's Dance für alle über 4. Für mich allerdings nur bis zehn, dann war mein Akku leer...

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Pellkartoffeln mit Lauch-Frischkäsesauce
Paprikaauflauf