Montag, 1. März 2021
... und werden nicht enttäuscht
28.02.2021
oder zumindest nur so ein bisschen. Erstes Eis auf die Hand des Jahres am 28.2. ist eine ganz gute Quote.
Erstmal steht allerdings frühes Aufstehen, ich bin beauftragt Kuchen zu backen und will zumindest einen Teil des Mittagessens vorbereiten, weil das etwas aufwändiger ist.
Als ich die Kinder wecken muss bin ich fast fertig. Wir essen zügig, weil wir alle pünktlich im Gottesdienst sein müssen, ich zum Einsingen, die Kinder für die Technik. Der Gottesdienst ist schön, ich bin allerdings von K2 abgelenkt, der einerseits gelangweilt ist, weil er bei der Predigt nicht folgen kann und will und das sehr deutlich macht, andrerseits aber auf dem Tablet rumtippt und es nicht leise gestellt hat. Ach ja. Nicht so einfach, wenn man Verantwortung übernehmen will, das aber manchmal so langweilig ist.
Hinterher wieder mal die Anfrage: Wann werden wir lockern? Können wir nicht mehr Leute zulassen? Andere Gemeinden machen Kindergottesdienst. Ich erkläre wieder, ich begründe wieder, aber vieles wird vom Tisch gewischt mit der Aussage: Aber ich habe keine Lust mehr. Ja. Ich auch nicht. Ich hatte noch nie Lust zu Pandemiebedingten Einschränkungen. Aber ich (und ich glaube die meisten Eltern in meiner Umgebung) priorisieren einfach anders. Da ist nicht der Kindergottesdienst das erste, was wieder besucht werden will und soll. Vorher wollen wir alle unsere Eltern wieder sehen. Und auch die Schule erscheint uns wichtiger als Kindergottesdienst. Aber vielleicht liege ich ja falsch. Diese Debatten sind so anstrengend und wieder einmal wünschte ich, dass unsere Landesregierung nicht immer alles auf die Kirchen selbst abwälzen würde sondern klar sagen würde: Gottesdienste zu oder Gottesdienst auf.
Ich hoffe so sehr auf Schnelltests.
Meine Laune ist mäßig, als wir nach Hause gehen, aber ich versuche sie wegzuatmen, die Kinder können nichts dafür. Wir machen einen Schwenk zum Eisladen - leider immer noch nicht offen. Aber auf dem Rückweg sehen und hören wir einen EIchelhäher.
Zuhause erwarten und der Mann mit K3 und K4 mit Mittagessen, so schön.
Wir essen, dann muss ich mich hinlegen. Die Spannungskopfschmerzen lassen zuverlässig nach mit einer Runde Schlaf und Wärme, aber die muss ich dann eben haben.
K2 verabredet sich mit einem Schulfruend für Fußball draußen, aber plötzlich stehen beide vor dem Sofa und wecken mich. Ich bin ziemlich angefressen, so war das nicht gedacht. Der Mann hat eine ViKo, ich schicke beide wieder raus. K2 kommt zwei Minuten später wieder rein, er hat seinen Freund nach Hause geschickt, sie wussten nichts mehr miteinander anzufangen. Ich ahne, dass es daran lag, dass die Herren lieber PC gespielt hätten - aber ich wollte das absolut nicht. Dann eben nicht miteinander.
Ich stehe auf, der Mann ist jetzt auch fertig. K1 ist bereit mit seinem Freund draußen zu spielen, wir anderen machen noch einen Spaziergang, verbunden mit Geburtstagsbesuchen an der Tür. Auf dem Weg noch ein trauriger Blick auf den Eisladen, aber, so ein Glück, der andere Eisladen hat geöffnet. Was für ein Glück, dass ich Geld dabei habe... Ich mag das Eis da nicht, aber das ist der U9 Fraktion egal. Also Eis für drei Kinder, während sie essen macht der Mann den Geburtstagsbesuch. K3 folgt ihm, als er sein Eis aufgegessen hat. Er will den Hund sehen. Danach ist ihm kalt, ich trage ihn nach Hause. Auf dem Weg sammeln wir K1 ein.
Da ich den Ärger vorprogrammiert sehe, der sich ergibt, wenn K1 vom Eis hört, nehme ich ihn mit für den zweiten Geburtstagsbesuch und erzähle ihm auf dem Weg davon. Er ist enttäuscht, aber mit der Alternative "Eis zu Hause" zufrieden und ich freue mich, dass er eben nicht ausgerastet ist, sondern sich Alternativen hat zeigen lassen. Das Geburtskind freut sich sehr, wir quatschen kurz an der Tür und sind dann rechtzeitig zum Abendessen zurück.
Abendessen, Kinder ins Bett bringen, dann Kitchen Impossible, rechtzeitig vor dem vierten Ort ins Bett. Besser wäre noch einen Wettbewerb früher, nächstes Mal.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Spitzkohlpizza
Brot, Gemüse



Wir warten auf den Eisladen...
27.02.2021
Der Tag begann um zehn vor vier, als ich aufstand um mit K1 zusammen eine Stunde zu beten, als Teil einer Gebetkette unserer Gemeinde. Er hatte sich das gewünscht, ich wollte es ihm nicht abschlagen und es war ein toller, besonderer Moment zu zweit. Hinterher war ich aber auch froh, wieder ins Bett kriechen zu können.
Nächstes Aufstehen dann mit Kaffee am Bett und ein bisschen lesen, der Mann machte schon Frühstück. Das war dann etwas eiliger als es ideal gewesen wäre, da ich um 10 Probe hatte, aber auf jeden Fall noch schön. K1 kam mit und bereitete seinen Technikdienst vor. Hinterher gingen wir noch gemeinsam zum Markt und entdeckten, dass im Eisladen unserer Wahl noch kein Eis, aber zumindest Leben war. Morgen vielleicht?
Am Käsestand gab es ein Stück Käse für K1, am Obststand eine Mandarine - endlich räumt auch ein Vegetarier mal ab ;)
Zuhause dann eine kurze Pause mit Müsli für die Hungrigen, dann gehen wir in den Garten - das Lagerfeuer muss noch aufgeräumt werden und die Holzstücke, die noch auf der Terrasse gelagert haben, verräumen wir hinter den Schuppen. So schnell wie gedacht haben wir die doch nicht verfeuert und wir brauchen den Platz auf der Terrasse. So langsam sieht der Garten ganz gut aus, also wenn man vom Rasen absieht, aber das wird nicht mehr besser, so lange die Kinder noch so klein sind. Egal.
Ich könnte ja schon wieder Feuer machen, abends wird es schnell kühl...
Dann spielen wir noch eine Runde gemeinsam, K1 hat sich Gefragt gejagt ausgesucht, das aber nicht allen so richtig viel Spaß macht. Wie das so ist bei Quizspielen...
Wir machen ein frühes Abendessen, alle sind müde und hungrig und irgendwie hängen wir durch - aber der Mann war draußen und kann sich wieder halbwegs bewegen, langsam, aber immerhin. Das ist so schön (und voll die Erleichterung).

Gegessen:
Samstagsfrühstück mit Ei und Brezeln
Brot, Ofenkäse, Salat



Freitag on fire
26.02.2021
Üblicher Ablauf am Morgen, ich bin etwas angespannt, weil die Predigt zwar gedanklich ein paar Punkte hat, aber noch kein Satz geschrieben ist. Aber es wird schon werden, ich denke während des Kochens und Frühstück machen etwas darüber nach, dann bin ich recht entspannt, dass das alles fertig werden wird.
Frühstück mit den Kindern, die großen Kinder lesen wie immer ihre Tagesabreißkalender vor und das ist schon sehr cool - ich hoffe ich merke mir alles, falls ich diese Fragen mal bei Wer wird Millionär gestellt bekommen :)
Die kleinen Jungs gehen in die Kita, es ist sehr entspannt, weil ich dank des gemeinsamen Frühstücks keine Brotdosen vorbereiten muss, außerdem finden sie das eh cooler als die mitgebrachten Brote.
Als ich zurück bin ist K2 schon wieder hab fertig, K1 sitzt in seiner Konferenz. Ich beginne gleich mit der Predigt und kann mit wenig Unterbrechung arbeiten, eigentlich muss ich zwischendurch nur ein paar Sachen für den Gottesdienst klären.
Mein Emailprogramm geht wieder, das war Dank Serverwechsels ein 40 Stunden down, das ist ja immer schon ein bisschen kribblig, man weiß nie, was zwischendurch passiert. Die Bestatterin ruft an, Termin für Beerdigung ausmachen, gleich im Anschluss Termin für's Vorgespräch ausgemacht, dann wieder an die Predigt.
Ich werde so gerade rechtzeitig zum Abholen fertig, eigentlich schon fünf Minuten zu spät, aber das ist dann eben so. K4 freut sich, dass ich komme, wir fahren zum Bauernhof, Milch für's Wochenende holen und mal gucken, ob der Lieblingsquark vom Mann zu kriegen ist. Ist er, gleich mal drei Gläser mitgenommen, hamstern Deluxe. K4 war schon beim Abholen kritisch, weil er keine Brotdose mit Resten entdecken konnte - wie auch, wenn er keine hatte... Also noch Kekse gekauft, um den großen Hunger bis zum Mittagessen zu überbrücken. Erstaunlicher weise treffe ich das erste Mal auf einen wirklich freundliche Mitarbeiter im Hofladen. So gern ich die Produkte da kaufe, so sehr scheue ich den Laden, weil die Mitarbeiterinnen immer minimal schmallippig, maximal auch wirklich unfreundlich sind. Ich kann mir nicht erklären, warum - ich habe den Eindruck, dass sie sich an K4 stören, der aber immer nur lieb im Einkaufswagen sitzt, also nicht Regale ausräumt oder so. Oder es nervt sie, dass ich immer nur ein oder zwei Liter Milch und ein bisschen Joghurt kaufe. Steht natürlich nicht dran, dass ich ohnehin schon eine gemischte Obst und Gemüsekiste pro Woche von ihnen bekomme und damit sicherlich mehr Geld da lasse, als andere. Wäre aber mMn auch egal, auch mit zwei Liter Milch pro Woche darf man freundliche Behandlung erwarten. Ich weiß es nicht. Vielleicht sind die Mitarbeiterinnen auch in einem Integrationsprogramm und noch nicht so geschult im Umgang mit Kunden, anders kann ich mir das da nicht so richtig erklären. Heut aber ein Mitarbeiter, der superfreundlich war und auch noch Smalltalk machte. Geht doch. Hebt gleich die Laune.

Das ist auch besser so, K3 hat schlechte Laune als ich ihn abhole. Auch die Aussicht auf Kekse entlockt ihm nur ein müdes Lächeln. Erst als ich die Kekse raushole lebt er auf: Wirklich? Kekse? Für mich? Danke Mama! - Anscheinend hatte er mir erstmal nicht geglaubt, warum auch immer. Fröhliche Kinder auf dem Rückweg, die gar nicht mal so viele Kekse aßen.
Zuhause schnelles Auspacken, dann gibt es Mittagessen.

Nachmittags bin ich eingetragen um eine Stunde die 24-Stunden Gebetskette der Gemeinde zu übernehmen, ich sitze also im Arbeitszimmer und bete und das ist sehr entspannt. Dann gehe ich mit K2, K3 und K4 auf dem Rücken noch zu einem Geburtstagsbesuch. K1 besucht einen Freund, nachdem K2 jetzt wieder in der Schule ist, will ich ihm zumindest einen Freund erlauben.
Da das Geburtstagskind in der Nähe der Gemeinde wohnt, lasse ich K2 und K3 zusammen zum Fensterkindergottesdienst, mit dem Wissen, wo sie klingeln können, wenn sie Probleme haben. Klappt aber alles super und der Besuch ist nur kurz, weil dann das Telefon klingelt.
Als wir zurücklaufen wird es merklich kühler, die Sonne geht unter und wir freuen uns auf's Feuer, das wir Zuhause geplant haben, als Wochenabschluss.
Der Mann hat schon alles vorbereitet, wir machen es uns gemütlich, grillen Würstchen am Stock und machen Stockbrot. Das ist sehr cool und wir sollten das wirklich öfter machen, man muss nur darüber hinwegsehen, dass hinterher alles stinkt... Ich dusche gleich im Anschluss, das ist aber nur mittelmäßig hilfreich, denn K3 schläft ungeduscht in unserem Bett. Egal.
Als alles weggebrannt ist, sitzen wir noch eine Weile auf dem Sofa, dann gehen wir früh ins Bett, K1 und ich haben nämlich noch eine Gebetszeit mitten in der Nacht.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Tomatenrisotto, Salat
Stockbrot, vegetarische Würstchen



ein ganz normaler Donnerstag
25.02.2021
Tja, so richtig viel passiert hier nicht. Das Essen wechselt, die Besetzung wr zur Shcule geht und wer nicht wechselt zumindest ein bisschen und das war's dann auch. Ich frage mich manchmal, wie wir einen Alltag geschafft haben, in dem die Kinder noch nachmittags Termine hatten - ich bin ja auch so den ganzen Tag unterwegs, renne herum. Aber eigentlich ist es schon klar, die Beschäftigung der Kinder kostet ja auch Zeit und K ist im Moment immer wieder sehr ausführlich mit Blödsinn machen beschäftigt. Dazu kommt, dass die ungestörten Konzentrationsphasen zu kurz sind. Puh. Naja, genug gejammert.
Frühes Aufstehen, kochen, vorbereiten. Zum Ende der Woche hin fällt mir das frühe Aufstehen zunehmend schwer, ich weiß nicht, wie ich das früher geschafft habe, aber da war auch Sommer, vielleicht lag es daran. Aber es wird ja.
Die großen Kinder haben sich sehr gut mit der Situation arrangiert und helfen mir so gut es geht mit den Kleinen.
Wir schaffen es jedenfalls jeden Tag um zwanzig vor acht auf dem Fahrrad zu sitzen, sodass die Kinder um kurz vor acht in der Kita sind. Das ist im Moment die frühest mögliche Zeit, wen wir wieder im Regelbetrieb sind, wäre eine Stunde früher erstrebenswert. Kommt Zeit, kommt Rat.
Auf dem Rückweg erste Nachrichten beantwortet, zu Hause schnell an die Arbeit. K2 hat für die Distanztage so wenig Material, dass er nach einer guten Stunde fertig ist - wenn ich dann aber nachkontrolliere finde ich etliche Aufgaben, die er "vergessen" hat. Nach einer weiteren halben Stunde ist er dann fertig, beschäftigt sich mit der Anton App, später liest er mit meiner Mutter. So geht der Vormittag ganz gut rum, ich verbringe einige Zeit in einer ViKo deren Thema mich nur die Hälfte der Zeit betrifft, aber jedenfalls kann ich nebenbei Wäsche legen...
Dann fahre ich abholen, K4 kommt glücklich ins Fahrrad, wir fahren eine kleine Tour durch die Gegend, dann ist K3 auch fertig.
Mittagessen, aufräumen, was halt so anfällt.
Nochmal Arbeitszeit, es kommen verschiedene Pakete an, Schuhe und Hosen für die Kinder, ebay KA ist meine Rettung, sowohl finanziell als auch in Bezug auf die Zeit, die ich für's Aussuchen und Kaufen brauche. Das geht alles so viel schneller und besser nebenbei als wenn ich extra einkaufen ginge. Trotzdem vermisse ich Flohmärkte.
Dann wird getauscht, ich übernehme K4 und gehe mit ihm und K2 einkaufen, K2 ist mit Inlinern unterwegs, das klappt immer besser.
Zuhause einmal Kindertausch, ich nehme K3 mit zum Obst abholen, jedem Kind seine Bewegung, jedem Kind seine Exklusivzeit.
Abendessen, dann schnell in eine letzte ViKo, anstrengend, ich habe Kopfschmerzen, aber recht ergiebig.
Danach nur noch schnell ins Bett.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Deutsch-türkische Linsensuppe
Salat, frischgebackenes Brot