Dienstag, 29. Dezember 2020
allgemeine Chaosbeseitigung, Arbeit und Familienleben
29.12.2020
Wer hätte es gedacht, das mit der Garderobe war doch nicht so einfach, wie erhofft. Als der Mann nämlich heute nochmal dran rumbog, weil eine Stange rausgefallen war, kam das blöde Ding wieder unter. Damit war klar: Muss neu angebohrt werden und da alle Mäntel im Flur rumlagen auch noch vor dem Frühstück. Also Bohrmaschine ausleihen, neu anbohren, neu einschrauben, alles wieder aufhängen, dann konnte ich auch gleich saugen.
Das alles vor dem ersten Kaffee war so auch nicht nötig...
Egal, geschafft. Spätes Frühstück, dann Mittagessenvorbereitung. Die großen Kinder durften dann aufräumen, Betten wurden bezogen, ein Spiel wurde gespielt, dann war es schon Zeit für's Mittagessen.
Im Anschluss eskalierte K1 leider total, hatten wir auch schon länger nicht, gehört aber wohl zum groß werden dazu. Immerhin eskalierte ich nicht mit. Ich musste dringend arbeiten, kam damit dann aber auch gut voran und außer einem kleinen Einkauf ist jetzt nichts mehr, was heute unbedingt passieren muss.
Die Gottesdienstdichte zwischen Weihnachten und dem dritten Januar ist ja relativ hoch da ist es schon erleichternd, dass wir zu zweit sind. Letztes Jahr war ich ja in Elternzeit, das war für meinen Mann schon anstrengend alles allein zu machen. Vielleicht werden wir nächstes Jahr mal Urlaub nehmen, nach Weihnachten. Dann können wir ganz unbelastet zu meinen Eltern fahren, oder richtig weg, das wäre schön. Mal schauen. K2 guckt Skispringen, K4 spekuliert auf jede Möglichkeit raus zu kommen, ich denke, den muss ich gleich mitnehmen, wenn ich einkaufen gehe und hoffen, dass es nicht so voll ist.
Aber ansonsten wird hier nicht mehr allzu viel passieren und das ist ja auch schön.

Gegessen:
Grapefruit
Ofengemüse
Salat, wahrscheinlich



Vogelfutter und Spaziergänge
28.12.2020
Schon wieder frei. Man wundert sich. Das bin ich echt nicht gewöhnt, nehme es aber dankbar.
Nochmal etwas länger geschlafen, dann konnte sich jeder das Frühstück machen, das er wollte - wenn alle zu Hause sind und ich nicht ganz so früh aufstehe, will ich nicht drei Mahlzeiten für alle vorbereiten. Mittagessen mache ich, aber Frühstück kann sich jeder selbst machen. Der Effekt ist meist, dass die großen Kinder lieber Wii spielen statt zu frühstücken uns sich dann Mittags den Bauch vollschlagen - soll mir recht sein.
Ich bereitete Pizza vor und während die Im Ofen war, spazierten der Mann und ich mit den beiden Kleinen zur Gemeinde. Dort gibt es einen Haufen alte Kaffeetassen, von denen ich ein paar brauchte, um Vogelfutterglocken draus zu machen. Sehr schön in der Sonne herumgelaufen, das tat gut - die Tage sind so kurz im Moment, dass ich es manchmal nicht schaffe, bei Tageslicht rauszugehen...
Zuhause war dann die Pizza fertig, wir aßen zusammen, dann las ich in Ruhe in meinem Buch weiter (ich komme richtig voran) und räumte ein bisschen rum.
Wir probierten ein neues Spiel aus, guckten Sport, alles sehr geruhsam und entspannt. Nicht ganz so entspannt war, dass unsere Garderobe aus der Wand fiel, wir breiten den Mantel des Schweigens über die Ursache. Aber ich fand noch eine letzte Schraube, mit er repariert wurde - wir haben nämlich keine Bohrmaschine und überhaupt haben ja die Baumärkte geschlossen.
Als K1 und K2 nochmal raus wollten, kam mit K4 mit meinen Schuhen entgegen - er wollte auch. Er lief dann mit mir und K3 hervorragend noch eine Runde um den Block, mit Spielplatzbesuch natürlich, das war sehr schön und ich freue mich immer, wenn die Kinder mich motivieren, nochmal rauszugehen.
Der Mann machte Abends Schnittchen an Biathlon Team Challenge, ich ging laufen, das tat auch gut.
Gemütlicher Abend mit den großen Kindern, leider abends dann nochmal Eskalation - ist schwierig, mit diesen Privilegien, dem spät ins Bett gehen, umzugehen. Sie werden es lernen.

Gegessen:
Apfel, Joghurt
Pizza
Salat



Langsam geht's zurück in den normalen Rhythmus
27.12.2020
Heute war für uns quasi Alltag, denn es war eine normaler Sonntag. Der Mann hatte die Verantwortung für den Gottesdienst Das war schonmal luxuriös.
Trotzdem standen wir mal alle zu einer vertretbaren Zeit auf, frühstückten zusammen und dann gingen der Mann und K1 zum Gottesdienst und wir anderen machten die Küche fertig und stellten dann den Lifestream ein.
Das war dann sehr nett, die Kinder waren fasziniert davon, K1 beim Singen zu beobachten und verfolgten den Gottesdienst recht konzentriert. Ein Nebeneffekt des Lockdowns und des dadurch minimalen Gottesdienstbesuch ist, dass man hinterher nicht noch lange für Gespräche zur Verfügung steht und daher schnell wieder zu Hause ist. K1 und der Mann waren sogar so schnell, dass es sich noch nicht lohnte, das Essen anzumachen, als sie sich anmeldeten. Aber wir sind wieder im normalen Rhythmus mit Mahlzeiten zu den üblichen Zeiten und kriegen dadurch den Tag etwas besser strukturiert. Es ist ja schön, dieser Ausbruch aus dem Alltag mit spät ins Bett gehen und lange Schlafen, aber das können wir nicht noch zwei Wochen so weiter machen. Einerseits, weil der Mann und ich keinen Urlaub haben und eben zwischendurch arbeiten müssen, andrerseits, weil wir uns ohne jede Struktur doppelt so schnell auf die Nerven gehen.
Der Nachmittag wurde trotzdem sehr gemütlich, Fernsehen, Spielen, Bloggen, was eben so anfiel.
Dann brauchten wir aber noch Bewegung und so ging ich mit K2 und K3 zum Weihnachtsbären. In der Nähe steht in einem Geschäft ein großer Bär, mit dem K3 immer auf dem Weg zur Kita redet. Ich war nicht sicher, ob er schon wieder verpackt wäre, aber wir hatten Glück. K3 machte Abschiedsfotos, quatschte nochmal mit dem Bären - und bekam zwei Gläser Honig von ihm :) Es war ganz zauberhaft.
Abends spielen der Mann und ich im Moment ein PC Spiel, dass ich zu Weihnachten bekommen habe, das ist sehr schön, verleitet uns aber auch dazu, länger aufzubleiben als unbedingt sinnvoll. Aber egal, noch geht das ein paar Tage und ich genieße diese besondere Zeit zwischen den Jahren, in der ich eben nicht um vier, aber jetzt zumindest wieder um acht aufstehe.

Gegessen:
Brezel, Lachs
Gnocchi Spinatauflauf
Salat