Dienstag, 8. Dezember 2020
Fahrrad und Laufen und Fahrrad und Laufen...
07.12.2020
Ich war den ganzen Tag in Bewegung, nicht verwunderlich, dass die Uhr abends 22000 Schritte anzeigte.
Morgens ging es erstmal gut los, indem der Mann mit aufstand und wir uns in der Küche gegenseitig im Weg rumstanden. Gut gemeint, insgesamt aber eher unerquicklich. Ich bin keine gute Küchenteilerin...
Aber die Kinder standen fröhlich auf, seit ich darauf achte, K3 nicht zu wecken, sondern ihn einfach wach werden zu lassen, indem ich im Zimmer rumlaufe, Wäsche weglege, vor mich hinrede usw. klappt es besser. Er darf einfach nicht merken, dass er wach werden soll, sondern will sich selbst entscheiden wach zu werden - dann ist er deutlich entspannter.
Alle Kinder flogen aus bzw. wurden ausgeflogen und ich verbloggte Zuhause erstmal bei Kaffee und Keksen die letzten Tage. Dann war der PC ohnehin an, also beendete ich die Fotokalender für meine Familie und bestellte sie, ist das auch erledigt.
Gleich im Anschluss hatte ich eine Besprechung für mein Seminar am Wochenende, das jetzt ausschließlich online stattfinden wird. Dazu nutze ich eine Plattform, die ich sonst nicht als Host nutze und ließ mir deswegen ein paar Tricks zeigen - die Plattformen unterscheiden sich ja alle ein bisschen im Detail.
Und schon war es Zeit K4 abzuholen, diesmal mit dem Auto, weil es regnete. Das gab mir die Gelegenheit in der Zwischenzeit zum Drogeriemarkt zu fahren und die Schneekugeln zu besorgen, die zu bringen vom Nikolaus so vertrauensvoll erwartet wurde. Das schaffe ich mit dem Fahrrad immer nur sehr knapp, mit dem Auto ist es entspannter. Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn an der Kita warteten wir dann noch 20 Minuten auf K3, denn der Nikolaus war gerade da.
K3 war schwer begeistert und hocherfreut, dass der Nikolaus für den Gesang der Kinder "dans doll detlatscht" hat. Ich umschreibe ja eigentlich die sprachlichen Eigenheiten der Kinder nicht, weil es so furchtbar schlecht lesbar ist, aber dies hier soll mir doch im Ohr bleiben.
Zuhause wurden dann schnell die Nudeln gekocht, K2 kam mit uns zusammen und dann aßen wir zu fünft. Im Anschluss telefonierte ich mit meiner Schwester, die Weihnachtsplanung ist nach wie vor nicht abgeschlossen - wir können beide nicht gut zwischen den Jahren, weil wir Gottesdienste bzw. Beerdigungen haben, allerdings ist das im System nicht vorgesehen und wenn wir meine Eltern treffen wollen, dann müssten wir das vor dem ersten Januar tun. Es ist schwierig, dann sicherer wäre für meine Eltern ein Treffen im Januar, weil dann die Kinder wirklich lange aus Schule und Kita raus sind. Dazu dann die Regelungen verschiedener Bundesländer und die damit verbundene Frage: Wo treffen wir uns am besten? Und natürlich wollen wir nichts riskieren, auch nicht die Regelungen ausreizen, aber würden unsere Eltern schon gern sehen, gerade weil wir in diesem Fall das Risiko sehr gering einschätzen. Puh.
Kaum aufgelegt, mache ich mich auf um K1 entgegen zu gehen. Der ist spät dran und soll doch zur Logopädie. Als ich gerade losgehen will, biegt er um die Ecke - für's Essen reicht die Zeit nicht, aber einen Müsliriegel habe ich für ihn dabei. Wir eilen zur Logopädie, er bleibt da und ich mache den Einkauf, den ich noch nicht richtig geplant habe, es ist etwas anstrengend. Beim Abholen warte ich 15 Minuten vor der Tür, das war schon oft so und das nervt mich langsam, die Zeit hätte ich beim Einkaufen brauchen können... Glücklicherweise äußere ich meinen Unmut nicht der Logopädin gegenüber, denn als ich K1 frage, warum sie immer so überzögen kommt raus, dass er 45 Minuten hat, nicht 30 Minuten, wie ich immer dachte. Das erklärt einiges.
Wir laufen nach Hause, kaufen unterwegs noch eine Blume für jemanden, die kein Nikolausgeschenk bekommen hat und dann kommt K1 schließlich zu seinem Mittagessen.
Während er isst und Hausaufgaben (und Strafarbeiten) machen soll, fahre ich mit K2 und K3 los, um das Nikolausgeschenk wegzubringen, bzw. eine Fahrradtour an erleuchteten Häusern vorbei zu machen. K2 fährt super, K3 ist sehr süß in seinem Fahrradsitz und guckt sich alles genau an. Schön!
Nicht so schön ist, dass, als wir zurückkommen, K1 nicht ansatzweise mit seinen Hausaufgaben fertig ist. Dieses Kind ist wirklich der Profi im Prokrastinieren. Ich spreche mit ihm, er verspricht zu arbeiten und ich schmiere ihm Brote zum nebenbei essen. Dann verabschiede ich mich zum Joggen.
Das läuft so okay, nur die kleine Runde, zu viele Gehpausen. Ich bin nicht zufrieden, vielleicht kann ich da im Laufe der Woche nochmal nacharbeiten.
Als ich zurückkomme schläft leider keiner und die Hausaufgaben sind auch noch nicht fertig das kläre ich zuerst, er kann ja, wenn er will, dann schläft K4 auf meinem Arm ein und die anderen lassen sich ins Bett verfrachten. Um halb zehn sitzen der Mann und ich mit Ofenkäse auf dem Sofa. So hat man sich früher einen freien Tag auch nicht vorgestellt...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Heidelbeeren
Nudeln mit Möhrensauce
Ofenkäse