Freitag, 4. Dezember 2020
Auf ins Wochenende
04.12.2020
So, letzter Tag mit frühem Aufstehen, das macht es gleich leichter. Die Vorbereitungen gehen mir leicht von der Hand, es bleibt genug Zeit, um in Ruhe zu bloggen.
Die Kinder gehen fröhlich in die Kita, die großen Kinder kommen auch pünktlich los, alles super. K4 lässt sich perfekt an der Tür abgeben, das ist schon erleichternd.
Zuhause geht es entspannt weiter, auch hier komme ich gut voran, auch wenn die Predigt nicht ganz fertig wird am Vormittag.
Ich hole K4 aus der Kita ab, zum Abholen gehe ich für's erste noch rein, das ist auch schön. Ich fahre mit ihm zum Biohof um Milch und Brot zu kaufen, er knabbert wie ein Mäuschen schon am Brotlaib rum, dieses Kind hat einen großen Wachstumsschub vor sich.
Dann holen wir K3 und fahren nach Hause. Mittagessen mit K2, K1 kommt später. Ich entdecke spontan einen TrippTrapp bei Ebay KA und fahre schnell hin ihn zu holen - unserer ist ein billiges Modell das so komisch lackiert ist, dass man ihn kaum sauber machen kann, da sind wir froh, den mal ersetzen zu können.
Danach mache ich die Predigt fertig und arbeite noch ein bisschen was darüber hinaus.
Als ich fertig bin ist es schon Abend, aber ich habe K3 versprochen noch mit ihm Leergut wegzubringen. Wir machen uns also auf, bringen Leergut weg und kaufen Schokolade ein, K4 ist wie immer auf dem Rücken dabei. Der Mann ruht sich ein wenig aus, der hat in den letzten Tagen so viel gemacht, dass die Schmerzen jetzt doch recht stark werden...
Trotzdem ist das Abendessen fertig als wir nach Hause kommen uns es ist sehr lustig und gemütlich.
Dann kommt das Finale von Ninja Warrior, darauf wird seit Wochen hingefiebert, der Abend klingt also vor dem Fernseher aus.

Gegessen:
Joghurt, Mango, Birne
Spinatauflauf
Salat, Brot



Videokonferenz, Fahrradtour, Wocheneinkauf
03.12.2020
Laangweilig. Hier passiert immer das gleiche.
Aber das ist ja bei den meisten Leuten so - und natürlich unterscheiden sich die Tage schon ein bisschen. Und dafür ist dieses Tagebuch ja auch, immer wieder die kleinen Details zu sehen, die Unterschiede, die schönen Dinge, die das Leben so besonders machen.
Also, der Tag begann mit Aufstehen ohne Schmerzen und das ist bei mir zwar nichts besonderes, für meinen Mann wäre es das aber schon - also, große Dankbarkeit, dass es zumindest mir gut geht und wir die Hoffnung haben, dass unser Gesundheitssystem auch ihm wird helfen können.
Die üblichen Vorbereitungen, diesmal machte ich mir zwischendurch Adventsmusik an und das erfreute mich sehr. Die kleinen Dinge.
Die Kinder ließen sich bereitwillig in die Kita bringen, wir besprachen, dass ich ab morgen K4 nicht mehr selbst bis zur Gruppe bringe, sondern an der Tür abgebe. Das ist für mich in Ordnung, es geht natürlich viel schneller und ist praktisch, aber ich werde auch diese kurzen Minuten mit ihm allein vermissen. Er ist so unglaublich süß, wenn man ihn anzieht/auszieht, kommuniziert dabei so toll. Naja. Es sind eben diese Zeiten und ich werde dafür deutlich schneller wieder von der Kita zurück sein.
Dann Videokonferenz, parallel erledigte ich ein paar Kleinigkeiten online.
Kinder abholen, diesmal gab es als Zwischenprogramm "Glasmüll entsorgen". K4 war restlos begeistert, K3 nicht so sehr, als er beim Abholen die leere Kiste entdeckte. Ich hatte mir das schon gedacht, dass er gern mitgemacht hätte, aber ich hätte es schwierig mit beiden gefunden. Letztes Mal hat er im Lastenrad gestanden und konnte von da aus selbstständig einwerfen, das wäre aber diesmal nicht gegangen, weil das Verdeck drauf war... Ich versprach am Freitag Leergut wegbringen am Automaten, das versöhnte ihn. Wie gesagt, die kleinen Dinge...
Mittagessen, dann machte ich ein paar Minuten die Augen zu, nach den Hausaufgaben zu urteilen begibt sich der eine oder andere Lehrer gedanklich schon wieder in die Ferien. Vielleicht war's auch Zufall in den letzten Tagen. Egal, K1 freut's.
Dann zu Frisör. Das ist bei mir ja so ambivalent. Es war wirklich nötig, soviel steht fest. Ich hatte einige Jahre ein Frisörin, die ich sehr schätzte. Als die aber langzeitlich erkrankte, ging es bergab. Ich wollte im gleichen Salon bleiben. Erstmal war ein da, die schlecht schnitt. Dann kam ein Mann, da war's okay, der war aber gleich wieder weg. Dann wieder ein Frau, die war super, aber nach drei Terminen, auch wieder verschwunden und jetzt ein Mann, der zwar gut schneidet, aber so unglaublich überzeugt von sich ist, dass ich das nur schwer ertragen kann. Andrerseits wäre es dumm zu wechseln, wenn ich mit dem Haarschnitt eigentlich sehr zufrieden bin... Und die Kopfmassage beim Haarewaschen nervt mich auch - aber es sind ja auch nur ein paar Minuten. Und preislich ist es auch echt okay. Es ist kompliziert und wahrscheinlich werde ich einfach weiter hingehen, weil alles andere noch komplizierter wäre. Jetzt ist die Entscheidung jedenfalls wieder für zwei Monate vertagt.
Dann begleitete ich K1 zum Klavier, K2 kam mit um das neue Fahrrad auszuführen. Er kommt super klar, einmal die Schaltung erklärt und dann lief das.
Während K1 spielte machten wir den Wocheneinkauf (30% auf vegetarisches Hackfleisch, juhu). K2 wurde losgeschickt: Kümmer du dich um Brötchen für's Abendessen und um Süßigkeiten für Ninja Warrior morgen Abend. Er machte sich gewissenhaft auf den Weg und kam zurück mit einer Vanillestange und einem Ciabattabrot (das er für ein großes Brötchen hielt) für sein Abendessen, sowie vier Tüten Gummibärchen. Prioritäten, so wichtig. Als ich ihm erklärte, dass die anderen vielleicht auch noch was zum Abendbrot haben wollten, besorgte er aber noch bereitwillig mehr...
Wir holten K1 ab und K2 fragte, ob er wohl auch Klavierunterricht haben dürfe. Er klimpert den ganzen Tag, mir ist das sehr recht, wenn das mal in geordnete Bahnen kommt. Mal schauen, ob das klappt.
Rückfahrt im Nieselregen, Auspacken und Abendessen. Dann hatte der Mann noch einen Videotermin, ich brachte die Kinder ins Bett und las noch vor. Endlich sind die Großen groß genug für Jostein Gaarders Weihnachtsgeheimnis, darauf habe ich gewartet, seit ich von K1 wusste.
Früh ins Bett, das tut mir gut.

Gegessen:
Joghurt, Mango, Apfel
Bratkartoffeln mit Räuchermatjes und Spiegelei
Ciabatta, Salat



noch ein neues Fahrrad
02.12.2020
Ganz schön viel Konsum hier, zurzeit, aber was will man machen, it's the season :) Nein, im Ernst, das Fahrrad war absolut nötig. Ich habe mich auch immer geweigert, ein Fahrrad als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk zu verschenken, denn für die Kinder ist das ein Fortbewegungsmittel, dass sie brauchen. Mit einem BMX Rad sähe es anders aus, aber ein Fahrrad, mit dem man auf der Straße fährt, im Idealfall sogar zu Schule fährt, oder zum Musikunterricht etc. ist kein Luxus. Deswegen gab es das Fahrrad für K2 auch "einfach so".
So einfach war das allerdings gar nicht, denn es gibt im Moment bei den Kinderfahrrädern recht wenig Auswahl. Auch hier hat Corona zugeschlagen: Erst wurde mehr gekauft und gleichzeitig wurde weniger produziert, weil Material fehlte oder Mitarbeiter in Kurzarbeit waren oder so.
Nun bin ich ja grundsätzlich sehr dafür, Dinge gebraucht zu kaufen. Bei den Fahrrädern haben wir uns allerdings für neue Räder entschieden. Das hat verschiedene Gründe. Einerseits sind wir wirklich schlechte Fahrradbastler. Das, was den Durchschnittsbürger ein paar Minuten kostet, dauert bei uns Stunden: Kette wechseln, Lichter austauschen, Reifen flicken usw. Ich habe also irgendwann beschlossen, dass ich mich darüber nicht mehr ärgere, sondern fröhlich jemanden dafür bezahle, der das besser kann als wir. Allerdings werden die Fahrraddienstleister, die das machen, ohne dass das Fahrrad bei ihnen gekauft ist, immer seltener.
Dazu kommt auch, dass ich wirklich zu wenig Ahnung habe, um zu beurteilen, ob ein gebrauchtes Fahrrad in einem guten Zustand ist. Und die Kinder können das ohne Vergleich auch nicht gut beurteilen, aber das ist ja gerade das Kennzeichen beim Gebrauchtkauf - man kann nicht vergleichen. Also haben wir uns entschieden, für die Großen neue Fahrräder zu kaufen, das lohnt sich ja mit zwei kleinen Brüdern, die noch nachkommen, durchaus.
Trotzdem war es im ersten Geschäft gar nicht möglich ein Fahrrad zu bekommen, auch das bestellen war schwierig (ob das jetzt an der Motivation der Mitarbeiter*innen lag, oder an der Vergesslichkeit, oder an der tatsächlichen Situation - man konnte uns noch nicht mal ungefähr sagen, wann ein bestelltes Fahrrad da wäre) Also machte ich mich nach dem Cellounterricht mit K2 zu einem anderen Fahrradladen auf. Da passte sich alles sehr gut, wir waren mit dem Auto unterwegs, weil K1 einen Logopädietermin außer der Reihe gehabt hatte und ich ihn begleiten musste. Wir hätten danach ohnehin keine Zeit gehabt, Fahrrad zu fahren, dazu ist das alte Fahrrad inzwischen in wirklich schlechtem Zustand - also Auto. Im Fahrradgeschäft wurden wir gleich weitergeschickt ins Lager, das war drei Minuten weg, es gab schon ausgedruckte Karten und genaue Wegbeschreibung. Das war auch gut so, denn, auch wenn das Lager letztlich nicht schwer zu finden war, wäre ich von mir aus nie so weit ins Industriegebiet auf dunklen Firmenparkplätzen rumgekurvt...
Wir fanden dann aber alles, es gab noch eine ordentliche Auswahl und Beratung. K2 entschied sich für Kettenschaltung, im vergleich wohl deutlich leichtgängiger, das kann ich gar nicht so sagen, ich habe das nie verglichen (Also, mein aktuelles Fahrrad hat Kettenschaltung und mein Lastenrad Nabenschaltung, aber das kann man ja wirklich nicht vergleichen.)
Er entschied sich klug für das Fahrrad das besser fuhr, auch wenn er ein anderes optisch noch besser gefunden hätte und war hin und weg, als er hörte, dass er es auch gleich mitnehmen könne. Ein Tacho kam natürlich auch noch dazu, diesmal muss ich ihn wohl selbst anbauen, aber das werde ich wohl schaffen.
Während ich das Auto umbaute, drehte er die ersten Runden, Zuhause wurde das Fahrrad dann stolz präsentiert. Ein toller Kauf, er war sehr froh und ich freue mich, dass das Theater mit dem alten Fahrrad ein Ende hat und er jetzt gut beleuchtet und bebremst fahren kann.
Ansonsten hatte der Tag keine besonderen Höhen und Tiefen. Es ist ein langweiliger Dezember, finde ich, ruhiger, ja, aber langweilig, genau wie auch schon der November. Egal. Besser langweilig als krank. Die Routinen, die wir ohnehin haben werden eben nur seltener von Highlights unterbrochen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Mango
Zucchininudeln mit Thunfischsauce
Salat, Brot, Käse