Dienstag, 10. November 2020
Schon wieder frei
09.11.2020
Huch, schon wieder ein freier Tag. Dadurch, dass das Wochenende terminfrei war und ich auch insgesamt recht wenig arbeiten musste, war mein Bedürfnis nach einem echten freien Tag gar nicht so groß - aber nimmt man ja trotzdem gern...
Die Nacht war löchrig das Aufstehen dann auch zäh, aber es ging. Ich merke nur: Ich schaffe das morgens nicht mehr alles, das Bloggen fällt als erstes hinten runter, aber auch mit dem Kochen werde ich nicht so richtig fertig. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das handeln will - früher aufstehen? Weniger vorbereiten? Eins weiß ich sicher, ich will nicht schneller machen. Das ist ungefähr die einzige Zeit am Tag, in der ich mich nicht selbst antreibe und nicht schnell mache, das tut mir gut. Da stehe ich lieber etwas früher auf - oder bereite das Essen nicht komplett vor, oder so.
Jedenfalls war dann alles irgendwann fertig, K2 kam runter, bevor ich zum Wecken mit raufkommen konnte (Der Mann weckt, aber ich versuche so fertig zu sein, dass ich mit dabei sein kann. Klappt halt nicht immer.)
Die Tatsache, dass die Tornister abends gepackt wurden erleichtert den Start.
K1 geht richtig früh aus dem Haus und ich bringe die Kinder auch zufriedenstellend früh in die Kita.
Zuhause dann erstmal mehr Kaffee, ein bisschen räumen, Zeitschriften durchblättern (wie gut, dass ich nie Zeitschriften kaufe, sondern immer nur aus der Bibliothek hole, mich interessiert maximal 30%)
Dann packe ich ein neues Puzzle aus, das es vor ein paar Tagen beim Discounter gab, mit leckerem asiatischen Essen drauf - macht hungrig, aber ist genau die Art von Puzzle, die ich mag.
Wir puzzeln, quatschen, trinken Kaffee, bis es Zeit ist die Kinder abzuholen. Ich nehme das Altglas mit, das soll der Pausenfüller werden.
K4 freut sich, wie immer, sehr, dass ich da bin, er freut sich auch dass wir das bestellte Obst mitnehmen und entdeckt schon eine Banane, für die er seine Brotreste aus der Dose sofort liegen lässt. Aber, oh weh, die Banane ist noch grün, kaum zu pellen und so unreif, dass er sie wieder ausspuckt. Das ist schon ziemlich dramatisch für ihn.
Ich will mit Glasmüll ablenken, finde aber keinen Container - es gibt kein Verzeichnis für solche Container, zumindest nicht bei uns. Man muss wissen, wo sie sind, ich weiß das auch bei uns in der Umgebung, bei der Kita allerdings nicht. Also kehren wir unverrichteter Dinge zurück, warten auf K3 und machen uns auf den Rückweg. Auf dem Rückweg weiß ich, wo Container sind. Allerdings stellen wir fest, dass keine 100m von der Kita entfernt, aber in der anderen Richtung als die, in die ich gefahren bin, Container stehen. K3 freut's, er darf aus dem Lastenrad raus alleine reinschmeißen, K4 darf zum ersten mal überhaupt mitmachen und freut sich wie ein Schneekönig. Hätte, wie immer, natürlich noch mehr Glas sein dürfen...
Dann ab nach Hause, K2 kommt auch gerade, wir essen gemütlich zusammen.
Nach dem Mittag habe ich Pause, der Mann kümmert sich um die Hausaufgaben, ich lese und gucke Rezepte an. K1 kommt nach Hause, mal wieder Ärger in der Schule, die Mappenbewertung war auch nicht so toll - er war auch schonmal glücklicher. Ach ja, 9 sein ist nicht leicht, ich erinnere mich.
Dann gehe ich mit ihm zur Logopädie, er, der Sprechtechnisch immer auf der Überholspur war, hat eine Zungenfehlstellung (wie ich auch) und soll trainieren, damit die Zahnspange besser greifen kann. Die Logopädin ist nett, er ist sehr zufrieden, ich kann nach zehn Minuten schon gehen und gehe Einkaufen. Dann hole ich ihn ab und er bekommt Hausaufgaben mit. Mir ist schon klar, dass das Üben Zuhause viel entscheidender ist, als die Stunde in der Praxis - trotzdem sehe ich großartige Zeiten auf uns zukommen: Hausaufgaben, Klavier üben, Horn üben, Logopädie-Übungen - und das alles bei dem Kind, dass immer eher unwillig ist, zu machen, was es muss. Naja, wir werden sehen.
Die Hausaufgaben, die er dann machen muss werden jedenfalls zum mittleren Drama, ich setze mich dazu und bastle mit K3, aber irgendwann geht gar nichts mehr. Ich gehe noch eine Runde mit ihm vor die Tür, das hilft uns beiden - danach geht es ganz gut voran.
Der Mann hat derweil den Abendbrottisch vorbereitet, ich verabschiede mich zu einer Laufrunde. Als ich wiederkomme sind die großen Kinder auf dem Weg ins Bett und lassen sich noch kuscheln - auch sehr schön, sonst bin ich dafür meist zu spät, aber wir sind eine kürzere Runde gelaufen.
Abendprogramm ist puzzeln und nebenbei WDR gucken, das ist so langsam, das entschleunigt mich.

So, bereit für eine Arbeitswoche.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Heidelbeeren
Flammkuchen mit Kürbis, Birne und Gorgonzola
Salat, Grapefruit