Donnerstag, 5. November 2020
Fahrradtour im Dunkeln
04.11.2020
Letzter Tag der Elternzeit für den Mann. Ab morgen ist er wieder im Dienst, was umgekehrt für mich heißt, dass ich wieder weniger arbeiten kann/darf/soll (wie realistisch das ist, werden wir dann sehen) und dafür auch wieder mehr Anteile an Kinderbetreuung und Haushalt übernehme (das ist sehr realistisch, fürchte ich, aber hey, 7 Monate lang nicht einmal Bäder geputzt, das wird mir wahrscheinlich für den Rest meines Lebens nicht mehr passieren. Außer wir finden eine zuverlässige, bezahlbare, Steuern zahlende Putzhilfe.)
Okay, trotzdem startet der Tag ganz normal, außer das nebenher der Fernseher läuft, damit ich erstmal feststellen kann, dass es richtig war, zu schlafen und nicht zu gucken, denn außer das klar wurde, das Trump Florida gewinnt, passierte ja nichts. Also Frühstücksvorbereitungen mit immer einem halben Auge auf dem Fernseher und das wurde ja auch im Lauf des Tages nicht besser.
Dann brachte ich, Mittwoch eben, K1 und sein Horn zur Schule (natürlich musste er, immerhin kurz nach dem Losfahren, nochal umdrehen, weil er seinen Helm vergessen hatte. Spricht ja für uns, dass K3 das bemerkte und nicht einer von uns...). Konnte er dann wenigstens sein Handy auch noch holen, das fiel mir noch ein und wurde per Anruf in den Garten geliefert...
Ich war jedenfalls eigentlich schon fertig mit dem Tag, nachdem ich alle Kinder abgeliefert hatte. Musste dann aber auf den Markt, das ist ja immer eher entschleunigend und dann Zuhause an den Schreibtisch. Fröhliches arbeiten und Ergebnisse checken im Wechsel, mal gut, dass ich um 20 Uhr ein Seminar machen musste, das ich vorbereiten musste, sonst wäre das auch nichts geworden.
Dann Kinder abholen, ich hatte Glück und konnte mit K4 in der Sonne ein bisschen Fahrradfahren. Eigentlich wollten wir an einer Baustelle Bagger angucken (da wurde eine Turnhalle abgerissen, wir hatten letzte Woche schon Mal geschaut), aber das war erledigt: Alles platt, keine Bagger weit und breit. So schnell geht das.
K3 abholen, dann nach Hause. K2 kommt ja jetzt immer früh, was eine nette Mittagessenrunde ergibt. Als ich fertig war musste ich auch los um K1 abzuholen, der tatsächlich mal fertig mit Fahrrad durch die Tür kam ("Ich dachte, du würdest dich freuen, wenn ich fertig bin") und dann wieder nach Hause. Letzt Runde Schreibtischarbeit, dann musste ich mit K2 los zum Cello, nicht ohne anzukündigen, dass K1 sich überlegen kann, welchen Sport er macht, aber dass wir auf jeden Fall noch Sport zusammen machen würden.
Mit K2 fuhr ich Fahrrad, das hatte er sich gewünscht. Er fährt jetzt auf dem alten Klapperfahrrad von K1, bei nächster Gelegenheit wird das ersetzt, ich denke im Dezember sollte es soweit sein, diesen Monat kriegt erstmal das Auto einen neuen Zahnriemen, das ist noch wichtiger (auch wenn ich kaum Auto fahre, zur Zeit).
Cello lief wohl gut, ich konnte in der Zeit Einkäufe für die Adventskalender machen, sehr schön. Cello funktioniert, weil das privater Unterricht ist, nicht über die Musikschule. Die Lehrerin trägt durchgehend Maske, K2 auch so gut wie, es wird gelüftet - ich habe keine Bedenken und bin froh, dass das noch läuft.
Auf der Fahrt nach Hause entdeckten wir, dass der eine Eisladen doch noch auf hat, das mussten wir natürlich ausnutzen (und froren sehr, aber Eis ist Eis). Leider wurde es dann auf dem Rückweg dunkel und kalt, ohne Handschuhe echt unangenehm, besonders für K2, der ohnehin immer leicht friert. Da müssen wir uns nächste Woche was überlegen, auch bzgl. Beleuchtung. Ich will nicht mehr viel Geld in das Fahrrad stecken, aber Stecklichter sollten noch sein.
Zuhause hatte K1 sich für einen Onlinekurs entschieden, 20 Minuten Schulter, Beine und Bauch, das war okay.
Dann Abendessen und ich ging für mein Seminar in der Gemeinde - da habe ich mehr Ruhe und die Internetverbindung ist stabil. Alle Teilnehmer*innen online, mehr Vortrag als Gespräch, das schien aber für alle okay.
Im Dunkeln nach Hause gelaufen, Zuhause wieder auf die Wahlkarte geschaut, nicht zufriedenstellend, aber okay, ich konnte beruhigt schlafen gehen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Tomatenrisotto
Eis (salted caramel)
Salat (Zuckerhutsalat, erst dachte ich, wir haben einfach Pech gehabt und einen bitteren erwischt, aber dann nachgelesen, dass der eben so muss, wie Radicchio auch. War okay, aber auch nicht schlimm, dass er jetzt alle ist)
aufgetautes Walnussbrot (das war sehr gut, muss ich mir merken)