Montag, 2. November 2020
Es fühlt sich an, als fährt alles langsam runter
01.11.2020
Dieser Shutdown (oder wie auch immer er nun heißen mag) fühlt sich für mich ganz anders an als im März. Es fühlt sich an wie ein langsames runterfahren. Während im März vielleicht nicht urplötzlich aber dann zumindest für mich doch überraschend schnell alles geschlossen wurde, geht es für mich diesmal ziemlich langsam voran. Das Wochenende, das zwischen den Beschlüssen zum Shutdown und der realen Umsetzung lag, nutzen wir, um einerseits geplante Dinge noch wahrzunehmen, aber es war für uns als Familie auch schon ein wieder-ankommen in der Shutdown Situation. Schon am Donnerstag und Freitag fielen die Nachmittagsaktivitäten flach. Wir gingen nicht noch ein letztes Mal Essen/Schwimmen/Party machen, sondern begonnen mit dem "üblichen" Shutdown-Programm: Längere Spaziergänge, Onlinesport, Basteln und Werken. In diesem Sinne lief auch der Sonntag.
Ich schlief für sonntägliche Verhältnisse nochmal recht lange, der Mann machte Frühstück. Die Kinder und ich wanderten zum Gottesdienst in die Gemeinde. Hier waren es schon merklich weniger Besucher, ab nächstem Sonntag haben wir nochmal deutlich begrenzt, die Onlineteilnahme lag wieder bei einem Drittel höher. Anders als beim letzten Mal, werden wir den Kindergottesdienst weiterlaufen lassen. Es werden selten mehr als vier Kinder sein, diese tragen Maske und halten Abstand - die anderen Kinder bekommen Material per Mail, Post, persönlicher Übergabe und bekommen eine Videoaufnahme des Präsenz KiGoDis bereitgestellt. So versuchen wir, dran zu bleiben, denn ich stelle jetzt die Gemeinde darauf ein, dass wir immer wieder so werden arbeiten müssen. Sollte im Dezember wieder geöffnet werden, wird der Januar genauso wie der November, vermute ich...
Naja, auch nach dem Gottesdienst war der Rückzug spürbar, ich war noch nie so schnell raus. Zuhause war noch nicht mal das Essen fertig, es war noch vor 12.
Nach dem Mittagessen noch eine Runde Schreibtischarbeit für mich, dann Gartenarbeit und Kaffee trinken für alle. Als Ernte kam noch einiges zusammen: Kartoffeln, Süßkartoffeln, Paprika und Kürbis.
Ich brauchte noch Bewegung, also machten der Mann und ich und mit K3 auf dem Laufrad und K4 auf dem Rücken auf zu einer kleinen Runde um den Block. Die Großen waren ja immerhin schon zur Gemeinde und zurück gelaufen, die hatten ihre Bewegung gehabt. K3 überraschte uns mal wieder, indem er überall Buchstaben vorlas - das war sehr niedlich und brachte ihn zuverlässig von Gully zu Gully.
Er war dann Zuhause auch platt und ging gleich ins Bett, K4 auch. Die großen Jungs machten sich noch Abendessen, dann gingen auch sie rauf und so saßen wir um viertel nach sieben allein auf dem Sofa und wunderten uns. Wurde dann auch gleich mit Feuerzangenbowle gefeiert, das war auch mal nett. Machte allerdings müde, ich hielt nur bis 22 Uhr durch, war auch besser so, dann war K4 wieder unruhig...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Heidelbeere
vegetarisches Burger
Reste Chinakohl Curry und Rotkohl, Schokolade