Donnerstag, 22. Oktober 2020
Ich liebe die Vielseitigkeit meines Berufes
21.10.2020
Es ist, genau, wie oben beschrieben. Eigentlich betrifft es nicht nur meinen Beruf, sondern mein ganzes Leben - es ist einfach vielseitig. Ich habe so viele verschiedene Aufgaben, bin so viel unterwegs, lerne Menschen und Sachverhalte kennen - das ist schon toll. Es ist natürlich auch manchmal ermüdend und zwischendurch gucke ich in den Kalender und denke: Wie konnte sich der denn schon wieder so sehr füllen - es sind doch Herbstferien, ich bin noch nicht mal mit der Predigt dran. Aber so ist es wohl.
Der Tag begann mit Kochen und Wäsche abnehmen und legen, alles wie immer. Es regnete, aber ich hatte geplant mit dem Fahrrad zur Kita zu fahren, also war es egal. Die Kinder sitzen trocken und da der Regen warm war, machte es mir tatsächlich nichts aus.
Das erste mal also mit beiden Kindern in die Kita gefahren, bisher kam K4 ja immer etwas später. Heute beide zusammen und es war absolut problemlos. K3 stapfte gleich rein, sowie die Tür geöffnet wurde und es irritierte ihn überhaupt nicht, dass ich noch mit K4 mitging. K4 weinte ein bisschen bei der Abgabe, aber ich habe den Eindruck, dass er das nur noch pro forma macht, um mitzuteilen, dass er es grundsätzlich nicht richtig findet, wenn ich nicht in der Nähe bin, weniger weil er wirklichen Kummer hat.
Dann Markteinkauf, das macht mir wirklich viel Freude, viel schöne als Supermarkt, so mit echten Menschen über ihre Produkte reden. Mein Standardmarktstand war nicht da, aber die Nachbarn sind auch nett und haben sogar Tee im Sortiment, den man probieren darf - das werde ich nächstes mal mal ausnutzen.
Zuhause eine kurze Runde am Schreibtisch, dann in die Gemeinde zum Seminar. Kam aber nur einer, also eine halbe Stunde Gespräch (bzw. Zuhören), war wohl auch mal gut.
Ich blieb trotzdem in der Gemeinde, räumte meinen Arbeitsplatz frei von Dingen, die da jemand abgelegt hatte, sprach mit Hausmeister und -verwalter, vor allem bzgl. Verschärfung der Corona Bestimmungen und machte misch schließlich auf den Weg zur Kita um K4 abzuholen. Der war gut drauf und wach, schlief im Fahrrad dann ein und ich eilte um Sportklamotten umzutauschen bzw. zurückzugeben. Ich war positiv überrascht, wie unproblematisch das war: Ich bekam mein Geld zurück, fertig. Da kenne ich das auch mit viel mehr Theater, nur Gutschein usw.
Dann wieder zur Kita, K3 abholen. Auch der war gut drauf, schnackte auf dem Weg nach Hause, ich verstand nicht alles, aber es machte genug Spaß, damit ich sogar auf seinen Wunsch nochmal zurück in den Minitunnel fuhr, um dort dann nicht Kuckuck zu rufen, sondern "Fuchs du hast die Gans gestohlen" anzustimmen - was man nicht alles so macht.
Mittagessen war etwas anstrengend, K1 war schlecht drauf, aber dafür war die Suppe lecker, man kann nicht alles haben.
K1 fing sich aber mit der Aussicht darauf ein neues Fahrrad zu kaufen.
Allerdings musste ich erst nochmal in die Gemeinde, er kam mit, um ein Schülervorspiel einer unserer Musiklehrerinnen zu planen. Ob das im Dezember gehen wird, wissen wir letztlich nicht, aber wir werden es versuchen: Mit einer kleinen Schüler*innengruppe und angemeldeten Zuhörer*innen sollte das vielleicht klappen und es wäre so toll für die Kinder.
Dann Fahrradkauf - ich musste etwas schlucken, Fahrrad im Fachhandel ist schon deutlich teuer als anderswo, aber nun gut, es soll jetzt ein paar Jahre halten, es kommen noch ein paar Kinder nach - passt schon.
Bleibt aber noch da und kriegt einen Gepäckträger, wir fuhren nach einer kurzen Einkaufsrunde nach Hause. Für mich gab's noch einen Krankenbesuch, das war wichtig und gut und dann das zweite mal Bibelseminar - diesmal mit 5 live und 8 PC Besuchern, das ist doch schonmal was.
Langer Tag, aber eben vielseitig und es kam viel dabei rum - so darf das gern bleiben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Pflaume
Linsensuppe
Salat
Eis (Cookie Dough)