Mittwoch, 21. Oktober 2020
Ein entspannter Start
20.10.2020
Wenn der Urlaub nicht so lang war, ist natürlich positiv zu erwähnen, dass sich nicht so viel Zeug ansammelt, was dann am ersten Arbeitstag abgearbeitet werden muss. Und wenn man dann noch zwischendurch ein bisschen in die Emails geguckt hat, weil man sich den Gottesdienst etwas ungeschickt an das Ende des Urlaubs gelegt hat, dann ist der Start nach dem Urlaub wirklich entspannt.
Das frühe Aufstehen war trotzdem zäh, aber das Wissen, dass es nur vier Tage am Stück sind und dann schon wieder ein Samstag kommt, tut ganz gut. Außerdem zähle ich in meinem Kopf mit, dass ich noch einen Feiertagsaugleich und einen Urlaubstag offen habe - den ich mir recht frei irgendwo hinlegen kann. Das ist ja das schöne an meinem Beruf: Keiner zweifelt daran, dass ich zu wenig arbeite. Wenn es vom Pensum her geht, kann ich einfach mal einen Tag lang gar nichts machen und das ist für alle in Ordnung. Ein bisschen, wie Selbstständigkeit. Im Grunde zähle ich diese beiden freien Tage, die mir noch zustehen, nur für mich selbst und mein Gewissen - ich könnte auch unabhängig davon einfach mal einen Tag frei machen, das wäre durch Überstunden auch mehr als abgegolten, aber sowas fällt mir dann doch sehr schwer. Mal schauen, wie sich die Woche entwickelt, bisher sieht der Samstag noch sehr entspannt aus.
Auf jeden Fall war das ein guter Start, mit frühe Aufstehen, Duschen, Wäsche, Spülmaschine, Frühstück vorbereiten, Brotbox für K4 (K3 blieb noch einen Tag Zuhause, wäre gar nicht nötig gewesen, die Erkältung ist so gut wie weg, aber das weiß man am Abend vorher ja manchmal nicht so genau...), Mittagessen und Bloggen.
Dann wollte ich K4 wecken, aber da sich der Tagesablauf ja deutlich entspannt, wenn nur ein Kind aus dem Haus muss, war noch genug Zeit um ein bisschen zu lesen und zu kuscheln. Im Moment lese ich "Becoming", hat ja wahrscheinlich jede außer mir shcon gelesen, aber es liest sich auch jetzt noch gut. Jedesmal wenn ich ein Buch lese, nehme ich mir vor, wieder mehr und regelmäßiger zu lesen, aber häufig braucht es dann wieder drei Anläufe, bis ich wirklich damit anfange. Abends fallen mir die Augen zu, ich müsste das Buch mit auf's Sofa nehmen, oder früher ins Bett gehen und beides klappt irgendwie nicht. Im Tagesablauf ist für Lesen keine Zeit, ich könnte höchstens mal Hörbücher auf dem Fahrrad probieren, aber meine Mama hat mir beigebracht, dass man auf dem Fahrrad keine Kopfhörer tragen darf und deshalb hätte ich dabei ein lächerlich schlechtes Gewissen - und bei den meisten Fahrten lohnt es sich auch nicht, zumal die Hälfte der Zeit ja ein Kind mit mir redet. Vielleicht könnte die Wartezeit zwischen Abholen K4 und Abholen K3 meine Lesezeit werden. Das muss ich mal ausprobieren.
K4 lies sich recht gut in der Kita abgeben, das Hinbringen genoss er schon sehr, das Abgeben war so mittel, mit ein bisschen Weinen, aber was will man nach einer Woche Urlaub erwarten.
Zuhause dann fröhliches Arbeiten und Vorbereiten, das ging wirklich gut von der Hand, ein paar Telefonate und eine kurze Onlinebestellung zwischendurch - bisher sind am Samstag noch zwei Geburtstagseinladungen offen, mal schauen was das gibt. Die eine ist schon verkleinert worden, bei der anderen habe ich noch nichts gehört. Also auf jeden Fall mal ein Geschenk besorgt. So weit bin ich schon: Ehe ich im Einzelhandel jetzt lange suche, bestelle ich online, auch wenn das gegen meine Prinzipien ist, aber ich fühle mich inzwischen wieder so unwohl in den Läden. Dafür habe ich gleich einiges von der Merkliste mitbestellt, Geschenke für eine Schwester und meine Mutter, dann lohnt es sich zumindest.
K4 abholen, der war gerade eingeschlafen, freute sich aber, mich zu sehen und war dann für die Rückfahrt wach genug. Noch eine kurze Arbeitsrunde, dann Mittagessen.
K4 stillt sich nach dem Mittagessen noch in den Schlaf, aber es wird jetzt gerade wieder weniger mit dem Stillen, ich bin sehr dankbar. Routine tut ihm da auch gut.
Dann nochmal Arbeit, währenddessen bauen die Jungs die Carrerabahn auf, was allerdings zu Enttäuschung führt, weil irgendwas nicht funktioniert. Aber den Schuh ziehe ich mir nicht an - nicht meine Baustelle. Ich nähe lieber noch einen Schlafanzug für K4, der braucht den dringend und es steht noch einiges auf meiner Liste, was genäht werden muss, teilweise schon zugeschnitten, teilweise noch nicht, da muss ich ran, für einiges ist der Samstag die Deadline, weil es ein Geburtstagsgeschenkt ist. Wird schon.
Dann die obligatorische Dienstagsrunde, obwohl K2 gar nicht da ist, aber ich brauche die Bewegung, außerdem wollen alle ein Eis essen, da macht der Regen gar nichts gegen. K3 stampft nach 10 Minuten durch eine Pfütze, also gehe ich nochmal zurück und hole trockene Sachen, in der Bibliothek kann ich ihn umziehen. Ärgerliche 3 Euro Mahngebühren, diese CDs brechen mir immer mal wieder das Genick - aber es lohnt sich nicht, sich darüber zu ärgern. Dann Eis und Brötchen, K1 macht sich eine Selfmade Hot Dog mit glutenfreien Brötchen und gekauftem vegetarischen Würstchen (den Ketchup hatten wir auch dabei) und freut sich über diese Besonderheit. Dann stapfen alle nach Hause, es ist dunkel und nass, aber das schadet der Laune nicht.
Zuhause dann schnelles ins-Bett-gehen für die kleinen Jungs, K1 freut sich nochmal auf Sofazeit mit uns Großen, ich freue mich auch, könnte allerdings hinterher nochmal Sofazeit allein mit dem Mann brauchen, aber man kann eben nicht alles haben und nächste Woche ist dann ja alles wieder normal.
Den Rest der Woche habe ich abends Termine, von daher freut es mich, dass das nochmal so geklappt hat. Große Kinder sind schon toll (und bleiben am liebsten länger auf als ich).

Gegessen:
Joghurt, Kaki, Apfel
Wirsing-Möhren-Lasagne
Eis (Rocher) (Wir müssen mehr Eis essen. Denn so langsam macht sich unsere Eisdealerin Sorgen, wie es weitergehen soll. Noch geht es, sagt sie, aber wenn sie im Februar nicht wieder vernünftig starten können, wird es eng.)
Lahmacun ohne alles, den gibt's bei uns im Laden bei den Broten.