Dienstag, 29. September 2020
Was für ein Tag
28.09.2020
Die Überschrift sagt es ja schon. Puh. Dieser Tag war doch etwas mühsam.
Es begann damit, dass ich aufstehen wollte und der Mann verstanden hatte, dass ich eine unruhige Nacht hatte. Keine Ahnung, wer das gesagt hatte, hatte ich nämlich nicht, ich hatte geschlafen. Jedenfalls wollte er dann mit mir aufstehen, um mir zu helfen.
Das finde ich ja sehr löblich, aber, wie soll ich's sagen: Ich mag keine Helfer. Ich koche nicht gern, wenn jemand anders in der Küche steht, ich spreche mich nicht gern ab, ich mag es noch nicht mal, wenn jemand mit mir zusammen Wäsche aufhängt, weil er sie anders aufhängt als ich selbst. Es kostet mich sehr viel Kraft im Team zu arbeiten, deshalb hebe ich mir meine Energie für Teamarbeit lieber für wichtige Sachen auf: Familienzeit, Erziehung, auch für die Arbeit, da immer gerne, da lass ich mich drauf ein, aber nicht für das schneiden von Obst für die Brotboxen.
Ich finde ja auch, dass Haushaltsarbeit gut aufgeteilt werden sollte, im Sinne von: Jeder macht seine Aufgaben. Wann und wo ist mir egal, aber ich bin einfach nicht gut für "Jetzt putzen wir fröhlich gemeinsam die Küche."
Aber es fällt mir auch schwer, die gut gemeinte Hilfe abzulehnen und so standen wir dann gemeinsam in der Küche und gingen uns auf die Nerven und stritten und machten Pizza. Die war lecker, immerhin.
Letztlich wurden wir uns einig - wir müssen nochmal gucken, ob die Aufteilung so gut ist, wie sie ist und wenn sie gerecht ist, kann er damit leben, dass ich meinen Teil gern früh morgens allein! mache und ich akzeptiere, dass er seinen Teil eben auch mal abends macht, während ich auf de Sofa chille. So weit, so gut.
Dann kam der übliche morgendliche Ablauf, ich brachte K3 in die Kita, als ich zurück war, waren die Großen aus dem Haus und wir brachten K4 gemeinsam weg. Dann gingen wir zusammen spazieren und hatten Zeit zum Quatschen, kauften im kleinen Laden der Behindertenwerkstätten noch Mais (und runtergesetzte Schokolade) und kamen dann an einer Autowerkstatt vorbei.
Dazu muss man wissen, dass wir schon länger vorhaben den Zahnriemen zu wechseln (wechseln zu lassen trifft es natürlich eher), aber nicht so richtig vorankommen, weil wir unserer alten Werkstatt so sehr nachtrauern. Die ist nämlich in den Ruhestand gegangen und hat keinen Nachfolger. Die andere Markenwerkstatt für unser Auto kennen wir auch und... Naja. Wir gehen da nicht mehr hin. Und nun liefen wir an einer freien Werkstatt vorbei, auch von den Behindertenwerkstätten.
Wir waren erst nicht sicher, ob die überhaupt auch "normale" Autos machen, aber sie waren sehr nett und machen uns jetzt mal einen Kostenvoranschlag.
Ich bin gespannt, von der Lage wäre es perfekt, es wirkt vertrauenserweckend. Mal schauen, was draus wird.
Zuhause machten wir einen Arbeitsplan, der unter anderem vorsieht, dass ich in Zukunft über Mittag nicht so viel machen muss, also da auch mal ausruhen kann, das ist gut.
Habe ich dann auch gleich ausgenutzt und nach dem Essen ein bisschen geschlafen.
Nachmittags das übliche Montagsprogramm, die Kinder hatten Sport, wir machten den Wocheneinkauf - K3 war total gut dabei und half wo er konnte, er wusste, wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch ein Eis zu essen. Schafften wir dann natürlich auch.
K1 wollte dann nicht ins Auto, laufen lassen konnten wir ihn aber auch nicht, das war zu weit, also erstmal Abstand, Essen holen für die anderen Kinder, dann zurück, jetzt steig er ein. Sowas brauch ich ja auch nicht, aber es ging dann ja noch...
Abends joggen, ziemlich schnell unterwegs (es wurde dunkel) und trotzdem wenig Pausen, das war schön. Vielleicht wird das doch noch was mit dem Halbmarathon.
Viel mehr als Sofa am Abend war nicht drin - aber ich hatte das Gefühl, dass wir viel geschafft haben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Pfirsich
Pizza mit Birne, Radicchio und Gorgonzola
Eis (Delizia)
Pretzels und Stollenkonfekt