Donnerstag, 24. September 2020
Vermurkster Tag
23.09.2020
Was für ein Tag. Den kann man echt streichen. Auch wenn es natürlich schöne Momente gab, aber alles in allem war das zu viel, zu blöd, zu anstrengend.
Im Grunde begann alles wie immer, allerdings wollte ich zusätzlich zu allem anderen, morgens noch schnell einen Kuchen backen, aufgeteilt auf zwei kleine Formen, für zwei Geburtstagskinder. So weit, so gut, klappte auch alles ganz ordentlich, aber nach dem Bloggen war es schon viertel vor sieben und da der Mann nicht so richtig aus dem Bett gekommen war, wurden die Kinder zu spät geweckt. Wenn K1 aber in von außen unter Druck gesetzt wird, wird er immer langsamer. K2 war schnell fertig, K1 musste noch Sachen packen, Sportsachen raussuchen, überhaupt, sich anzuziehen war eine Herausforderung usw. Also schon vor dem Frühstück geschimpft, erklärt, mir kamen auch die Tränen, weil ich mich überfordert fühlte.
Dann ging es aber erstmal ganz gut, ich lieferte K1 mit Horn und Sportsachen und der Auflage alle Jacken wieder mitzubringen um 7.58 Uhr an der Schule ab, das sollte geklappt haben.
K3 ging sehr bereitwillig in die Kita, auf dem Rückweg machte ich den Markteinkauf und kam dann fast gleichzeitig mit dem Mann wieder an, der K4 weggebracht hatte. Auch das geht sehr gut inzwischen.
Dann Erwerbsarbeit für mich, die Arbeit am leidigen Wasserhahn für den Mann, mit dem Ergebnis: Wir brauchen einen Innensechskantschlüssel in einer Größe, die wir nicht haben. Zwischendurch musste K4 abgeholt werden, den hätten wir fast vergessen, war aber unproblematisch, er spielte im Garten.
Mittagessen mit den Großen, dann musste ich K1 wieder abholen und brachte unterwegs gleich die Zeitungen zur Bibliothek, die schon einen Tag über das Limit waren, da ist die Bibliothek aber immer einen Tag kulant, was ich in diesem Fall fest einkalkuliert hatte...
K1 zu Hause abgeliefert, dann in den Baumarkt, Innensechskant besorgen, Holzleim fehlte auch und dann gleich Geld geholt um den grandiosen Sponsorenläufer auszuzahlen. Knapp 5 km, 4 Runden mehr als sein Ziel, das war schon super!
Briefmarken kriegte ich auch noch, für die Briefe, die ich dann bei der nächsten Tour zur Post brachte, auf der ich auch einen der Kuchen schnell an die Frau brachte.
Keine Zeit zum Plaudern, denn wir mussten los, K2 hatte Cello, die kleinen Brüder mussten mit, denn der Mann übernahm meinen Gemeindetermin, weil sich dieser Termin besser mit seinen Gelenkschmerzen vereinbaren ließ, als die Fahrerei und Schlepperei mit den Kindern.
K2 war leider ausnahmsweise an einem anderen Ort als sonst und ich wusste schon, dass es da nie Parkplätze gibt. Ich hasse es, dahin zu fahren und schimpfte die ganze Zeit vor mich hin. Ich konnte ihn auch nicht absetzen, weil er sich allein zu unsicher war, er war noch nicht da während die neuen Coronaregelungen greifen. Also weit oberhalb geparkt, auf dem halben Weg runter gemerkt, dass man wahrscheinlich ein Parkticket braucht, aber dafür war keine Zeit mehr. Also der Plan: Wenn K2 beim Cello ist, gehe ich wieder rauf und hole ein Ticket. K3 war eingeschlafen, ich musste ihn tragen, K4 ohnehin auf meinem Rücken, K2 mit Cello und dem zweiten Kuchen mehr als belastet - im Endeffekt waren wir zehn Minuten zu spät, aber hatten Glück: Der Schüler danach hatte abgesagt, also konnte K2 länger spielen. Die Lehrerin freute sich sehr über den Kuchen, das war schön. Ich ging dann mit den beiden Kleinen wieder hoch, holte ein Ticket und stellte fest, dass unterdessen schon kontrolliert wurde. Argh. 10 Euro direkt per Handy bezahlt, immerhin, das geht ganz einfach, dem Mann mein Leid geklagt, mit K3 überlegt, ob wir ein Eis finden, aber dann entschieden, dass das zu knapp wird und wieder runtergelaufen und K2 abgeholt. Kleines Cellokonzert nur für uns, sehr schön :) Dann schnell wieder rauf, bevor das Parkticket abläuft.
Meine Güte, ich hatte Sport machen wollen, den bekam ich jetzt gratis dazu.
Dann auf den Weg zum Sport gemacht, immer Streit, ums Einsteigen, ums Tür aufmachen (K3 will immer alleine, hat aber neulich schon die Tür in ein anderes Auto gestoßen, da hatten wir aber nach längerer Aktion mit den Besitzern die Info, dass es auspoliert werden kann und nichts kostet. Brauch ich aber nicht nochmal. ) Es war sehr anstrengend.
K4 pinkelte mich an, ich musste wickeln, sowas kommt dann ja auch dazu.
Aber dann wurde es besser, wir kamen zur Sporthalle, aßen ein großes Eis, K3 liebte Mango, obwohl Himbeer nicht da war und wir kamen pünktlich zurück zur Sporthalle.
K2 zog los, ich zog mit den Kleinen zum Spielplatz um und kaufte noch kurz ein.
Abendessen auf dem Rückweg, unterwegs nochmal anhalten: K3 war nicht angeschnallt. Zuhause waren alle, die hätten helfen können, mal wieder verschwunden (also der Mann dienstlich, der Rest... eher nicht) da musste ich nochmal sehr deutlich werden, dass ich hier mehr Zusammenhalt erwarte.
K1 hatte aber gegessen, Hausaufgaben waren fertig, alle machten sich bettfertig, ging sehr gut.
Abends wieder am Wasserhahn rumgebaut, die Kartusche muss getauscht werden, aber dann hoffen wir, dass alles erledigt ist. Also morgen Kartuschenkauf.
Puh. Was für ein Tag. Auf dem Sofa schlief ich ein, aber man konnte noch nicht mal davon reden, dass ich früh im Bett war, es war einfach schon spät.
Neuer Tag, neues Glück...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Pfirsich
Romanesco-Möhren Gratin (Milchreis für die Kinder)
Eis (Kaffee/salted caramel)
Brotreste, Schokolade

Als wir zurückkamen war K2 schon fertig, hatte aber nicht lange warten müssen