Mittwoch, 23. September 2020
5 Stunden Autobahn
22.09.2020
Der Tag stand im Zeichen einer dienstlichen Fahrt über die A2. 2 Stunden hin, 3 Stunden zurück, danach ist der Tag für mich im Prinzip gelaufen. Ging aber nicht.
Wir musste früh los, aber letztlich musste ich dafür nicht früher aufstehen als sonst. Ich konnte Zuhause noch alles vorbereiten, das war mir in diesem Fall besonders wichtig, denn ich weiß, dass der Mann das alles allein hinkriegt, aber ich weiß eben auch, dass es allein stressig genug ist, zwei Kinder zu verschiedenen Zeiten aus der Kita abzuholen, die großen Kinder in Empfang zu nehmen, ihre Launen auszuhalten, Tisch zu decken, abzuräumen und zu spülen usw. Da muss man nicht noch zwischendurch kochen. Und das Auto hatte ja auch ich, also war er gezwungen immer das Fahrrad zu nehmen und glücklicherweise war das Wetter super.
Ich bereitete also alles vor, fuhr um kurz vor sieben los um noch einen Mitfahrer einzusammeln und war dann um kurz nach neun vor Ort. Eine Minikonferenz mit Abstand, quasi die abgespeckte Version der Konferenz/Fortbildungstage, die wir sonst um diese Zeit gemacht hätten. Ein paar Informationen, ein geistlicher Impuls, Gebetsgruppen - hätte man vielleicht auch online machen können, aber die Gespräche am Rande, die mir bei diesen Tagungen mit am wichtigsten sind, die persönliche Begegnung, wäre auf der Strecke geblieben.
Da es aber eine Hybride Tagung war, konnte der Mann Zuhause mit reingucken, während er den Wasserhahn reparierte (Das blieb leider bei dem Versuch, er tropft immer noch, nächster Versuch am Mittwoch).
Leider hatte ich keine Zeit, im Anschluss noch bei einem Essen zusammenzubleiben, weil ich eigentlich früh genug Zuhause sein wollte, um mit K4 zur U6 zu gehen, aber das passte nicht ganz. Also fuhr ich hungrig und mit Kopfschmerzen (das gute Wetter im Auto zu ertragen war nicht unbedingt zuträglich. Hut ab vor jedem, der täglich über die Autobahn pendelt. Ich könnte damit nicht gut umgehen) in die Stadt und holte K3 zumindest noch zwischendurch ab und konnte Mann und K4 den Rückweg mit dem Bus ersparen. Der fährt nämlich nur alle halbe Stunde und im Idealfall steht man dann da mit zwei Kindern 29 Minuten an einer vielbefahrenen Straße. Als K4 noch ganz klein war, habe ich das öfter gemacht, hatte ihn dann aber im Tuch und bin die Buslinie entlanggelaufen, dann hatte ich gleich ein bisschen Bewegung, das war gut.
Zuhause bekam ich dann endlich Essen, die Reste vom Mittagessen, dann ging es auch wieder mit den Kopfschmerzen. Viel Zeit war nicht, dann musste ich in die Gemeinde: Die Kita hatte gebeten, den Raum für die Elternversammlung nutzen zu dürfen. Das haben wir gern möglich gemacht.
Erst Elternversammlung, dann Vereinssitzung des Trägervereins der Kita. Ich bin jetzt Vorstand, wieder was schickes im Lebenslauf ;) Nein, im Ernst, ich bin sehr dankbar für die Kita, für die Gestaltungsmöglichkeiten, die ein Trägerverein bietet und ich bin durchaus interessiert daran, da auch mitzugestalten. Von daher war das für mich ein logischer Schritt, dass ich da, wenn nötig, auch Verantwortung übernehme. Ich komme in ein gutes Team rein, werde meine Kinder noch eine Weile in dieser Kita haben, das passt gerade gut. Hinterher noch ein bisschen Gespräch, dann war es neun und ich ging nach Hause. Unterwegs traf ich noch den Chor, der auf der Wiese übte. Der hatte eigentlich auch in den Raum gewollt, das hatte ich wohl falsch verstanden und deshalb nicht geguckt, dass alle rausgingen. Blöd, tat mir auch leid (man hätte auch mal fragen können, aber naja), aber nächste Woche klappt es dann...
Zuhause waren alle im Bett (außer dem Mann), ich begab mich der Form halber noch auf's Sofa, aber das brachte nichts mehr, ich musste ins Bett. Langer Tag - aber sehr erfolgreich.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Zwetschge
Sucuk Pfanne, Gnocchi Reste, Grillgemüse Reste
Reste vom Pitabrot mit Eiersalat
Ja, manchmal komme ich mir vor, wie die Resteesserin vom Dienst, aber da ich eigentlich alles mag, was ich gekocht habe, bin ich damit schon ganz zufrieden. Und wenn der Kühlschrank dann von allen Boxen befreit ist, freue ich mich auch.