Mittwoch, 16. September 2020
Ein neues Cello
15.09.2020
So, erster Tag der Arbeitswoche, ich bin gut reingestartet. Ich merke, dass es mir im Moment noch schwerer fällt als sonst eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen. Dadurch, dass ich montags eben auch früh aufstehe und der Alltag ganz normal weiterläuft, fühlt es sich schnell nach Arbeitstag an und ich mache doch immer einiges an Arbeit "so nebenbei". Andrerseits ist dann der Start am Dienstag sehr entspannt, weil nichts liegen geblieben ist ;)
Also, frühes Aufstehen, 4.30 Uhr sieht auf dem Wecker wie eine Unzeit auf, fühlt sich aber im Endeffekt nicht schlimm an. Der Mann bekam gestern mein Handy mit der Schlafanalyse der Uhr in die Hände (ich wollte ihm eigentlich zeigen, wie viel besser ich geschlafen hatte, weil er K4 nach dem Stillen zu sich genommen hat) und war ein bisschen erschrocken über meine geschlafenen Stunden. Aber es geht mir gut dabei und wenn man abends ins Bett geht und sofort einschläft, hat das ja auch etwas für sich.
Die halbe Stunde bringt ir echt ein gutes Zeitfenster, um in Ruhe Essen vorzubereiten, auch mal einen Salat zu machen und trotzdem in Ruhe zu bloggen. Diesmal kam K3 währenddessen rein - er war wohl aufgewacht, als der Mann aufgestanden und nach oben zu den großen Jungs gegangen war und suchte dann nach uns. Auf der Treppe nach unten erwischte ich ihn und er kam sehr begeistert mit an den PC um "Tipp tipp" zu machen.
Das war für ihn ein guter Start in den Morgen und dadurch war er sehr entspannt, das hat uns allen geholfen und ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.
Dadurch, dass er insgesamt zufriedener war, kamen wir schneller los und ich war zurück, bevor der Mann mit K4 in die Kita aufbrach, das war auch ganz schön. K2 hatte zur zweiten Stunde, also hatte ich noch ein bisschen Zeit mit ihm und wenn der nicht nochmal zurückgekommen wäre, weil er seine Maske vergessen hat, hätten wir davon sprechen können, dass alle entspannt und pünktlich in ihren Einrichtungen waren - naja, neuer Tag neues Glück.
Ich arbeitete zuhause eine Menge Sachen ab, einiges braucht Feedback, einen Teil davon habe ich schon, auf den anderen Teil warte ich gespannt und überlege, wann es angemessen ist, das erste mal nachzuhaken (ist nicht das Thema, für das man eine Deadline setzt, käme zumindest nicht gut an...)
Der Mann kam mit K4 nach Hause, Mittwoch findet der erste Trennungsversuch statt, ich bin gespannt. Dann könnte der Rest der Eingewöhnung schnell gehen. Ich holte K3, wieder mal zusammen mit K4, der nach einem Schläfchen wieder fit war und gern im Lastenrad mitkommen wollte, K1 kam gleichzeitig mit uns Zuhause an und dann waren wir für's Erste komplett. Gemeinsames Mittagessen, K1 rollte sich allerdings die meiste Zeit auf der Couch rum und war nur durch das Argument: Essen, Hausaufgaben, dein Freund kommt gleich, dazu zu bewegen, aufzustehen - im Moment braucht der nach der Schule irgendwie echt Ruhe. Wir müssen das aber besser kanalisieren, mir wäre es lieber, wenn er erst isst und dann ausruht oder so.
Nachmittags ein Spaziergang mit K3, Briefe wegbringen und ein kurzer Besuch bei einer der Empfängerinnen. K3 machte sich dabei hervorragend, er benahm sich toll, war charmant und sagte nach 20 Minuten: So, jetzt nach Hause gehen. Das ist bei solchen Besuchen ohne konkreten Anlass ideal.
Wir mussten uns dann auch beeilen, weil wir abends etwas weiter weg fahren mussten, um das 1/8 Cello gegen ein 1/4 Cello zu tauschen. Das ging schnell und gut, nur höchst ärgerlich, dass K2 den alten Bogen vergessen hatte. (ich hab ja nur 3 mal erinnert, aber nicht kontrolliert). Müssen wir also irgendwann nochmal hin...
Schnell nach Hause, auf dem Weg Brötcheneinkauf und ich suchte noch Essig für das Salatdressing für den Salat den ich dabeihatte - Essig war ausverkauft. Denkt man ja auch nicht, dass man dann gleich im Kopf hat: Zweite Well? Essig? Ernsthaft? Aber nachdem es letztes mal die Hefe war, die es nirgendwo gab, wundert mich nichts mehr. Aber vielleicht war es ja auch nur Zufall. Es ging dann auch ohne bzw. mit einem Fertigdressing als Backup und Essig, der noch in der Gemeinde stand.
Dann lieferten die Männer mich in der Gemeinde ab, wir waren mit unserer Frauengruppe verabredet, diesmal in kleiner Runde. Sehr schön war das (und sehr lecker).
Dann noch ein kurzes Autogespräch auf der Rückfahrt, das mir guten Input und Stoff zum Nachdenken gab und ein kurzer Ausklang mit dem Mann auf dem Sofa Dann war der Tag auch vorbei.