Sonntag, 6. September 2020
WmdedgT 09/2020 in der Geburtstags-Lego-Edition
05.09.2020
Kein Alltag hier heute, sondern gleich mehrere Besonderheiten. Da lohnt sich das Tagebuchbloggen gleich besonders. Alle anderen Tagebuchblogger versammeln sich bei Frau Brüllen.
Mein Tag ging um halb sieben los, das ist für mich nicht früh, fühlt sich an einem Samstag trotzdem so an. Aber ich wollte noch ein paar Dinge schaffen, bevor der Rest des Hauses wach wurde.
Also erstmal Pancaketeig für's Frühstück vorbereiten. Den Geburtstagstisch hatte der Mann dankenswerter Weise schon am Abend vorbereitet, als ich schon im Bett war mit dem Plan dann eben früher aufzustehen. So blieb Zeit für's Bloggen, Emailschecken und die letzten Vorbereitungen für den Rest des Tages.
Dann stand der Rest des Hauses auf und K4 wurde erstmal ausgiebig gedrückt und bekuschelt und das machte ihm zum Glück auch Spaß. So ein erster Geburtstag beim vierten Kind ist ja ein bisschen ambivalent: Einerseits kennt man das Ganze schon. Man weiß, dass das Kind selbst nicht viel davon versteht - aber es ist eben der einzige erste Geburtstag, den das Kind hat und in unserem Fall auch der letzte erste Geburtstag, den wir hier feiern werden.
Von daher war ich innerlich etwas zerrissen: Durch die Legotage war einfach nicht viel Zeit für Geburtstagsfeier - andrerseits wäre es an einem Wochentag auch nicht ganz anders gewesen und manche beruflichen Termine kann man sich eben nicht aussuchen. Wir haben es so gut gemacht, wie wir konnten und K4 hatte Spaß, denke ich.
Es wurden also erstmal ein paar Geschenke ausgepackt, K3 war da natürlich mehr als bereit zu helfen. Dann gab es Pancakes-Frühstück, das war quasi die Form von Kuchen, die zum Tagesablauf passte. Und sie passte auch hervorragend zu K4, man wundert sich, wieviel Pancake in so einen kleinen Menschen reingeht.
Dann machten wir uns auf zur Gemeinde, letzte Vorbereitungen für den Kinderansturm. Der Raum, in dem gebaut wurde, war mittelmäßig chaotisch, aber das ist immer so. Grundsätzlich denke ich immer irgendwann: Na, ob das was wird? Und dann wird es alles ganz prima.
Um viertel vor Zehn kamen die ersten Kinder, wären am liebsten gleich wieder an ihre Projekte gegangen, aber zumindest ein gemeinsamer Anfang und eine kurze Andacht sollte vorher drin sein. Tatsächlich finde ich es immer wieder begeisternd, wie ruhig diese wilde und laute Truppe zuhört, gerade wenn ich zur Andacht Legobilder nutze.
Dann ging es los mit bauen und ich war vorwiegend in der Steinausgabe beschäftigt. Das mache ich jedes Jahr, ich kenne die Kisten inzwischen sehr sehr gut und finde die Kleinteile schnell. Daher bin ich da schon am richtigen Ort, auch weil ich da immer schnell ansprechbar bin, wenn Fragen oder Probleme auftauchen und auch gut zwischendurch weg kann um Dinge zu klären. Trotzdem würde ich in den nächsten Jahren wirklich gern auch mal beim Aufbau von einem der großen Häuser helfen. Ich merk mir das mal vor.
Also: Steine raussuchen, beim Hausbau beraten, Fahrzeugteile zusammensuchen und zwischendurch auch schonmal nicht benötigtes wieder zurück sortieren.
Das ging bis mittags, dann gab es Mittagessen. Wir wollten eigentlich draußen Essen, aber es war so nieselig, dass dann doch ein paar in der gut gelüfteten Vorhalle saßen - der Rest saß aber draußen auf der Treppe (überdacht) und so sollte das Risiko im Rahmen geblieben sein.
Die Kinder waren ohnehin sehr diszipliniert und trugen ihre Masken unterwegs sehr zuverlässig, an den Bautischen innerhalb ihrer Gruppe mussten sie nicht, aber das klappte auch ganz hervorragend.
Dann ging es weiter mit Bauzeiten, einer Andacht mit einer Videoaufnahme des Lego-Lieds draußen auf der Treppe und dann einer weiteren Bauzeit.
Zwischendurch musste ich ein bisschen drängeln, dass nicht nur Traumhäuser und Autos gebaut wurden, sondern auch an den Großbauprojekten gearbeitet wurde, aber das klappte dann ganz gut.
Pädagogischer Glücksgriff: Die beiden Jungs die sich langweilten und nur Blödsinn machten nicht gemaßregelt, sondern gebeten an einem letzten Turm mitzuarbeiten, damit der fertig wurde. Das weckte ihren Kampfgeist und sie haben so gut geholfen, dass nicht nur alles fertig wurde, sondern die Mutter sogar darum bat, dass ich ihr ein Foto von genau diesem Turm schicke, weil der Junge das als Erinnerung haben wollte.
Ohnehin gab es wenig Ärger, die Pastorenkinder benahmen sich während der Andacht daneben, aber damit kann ich umgehen. Der Beamer fiel zwischendurch aus, das war für die Andacht herausfordernd für mich, aber wenn ich im Flow bin, geht das dann auch noch.
Ein Kind meinte es wäre witzig, die Maske runterzuziehen und so zu tun, als spuckte er seinen Kumpel an. Ja. Hat er dann sehr deutlich verstanden, dass ich das nicht witzig finde.
Um 18 Uhr dann gemeinsamer Abschluss, die Kinder zeigten den Eltern noch ein bisschen was und fast alle meldeten sich für den Gottesdienst zur Stadteröffnung am Sonntag an.
Dann allgemeines Aufräumen, Stühle stellen, Saalplan zeichnen, letzte Vorbereitungen.
Bis wir fertig waren, war es acht Uhr und selbst die Aussicht darauf ein kaltes Abendbrot vorzubereiten war mir zu anstrengend, also gab es Pommes vom benachbarten Imbiss. Da beschwert sich ja auch keiner.
Die kleinen Kinder waren todmüde, verständlicherweise, die großen Kinder hockten im Anschluss noch auf dem Sofa, aber bei mir war dann auch Schluss und so ging ich vor den Kinder ins Bett - nicht ohne nochmal bei K4 vorbeizuschauen. Ich bin so dankbar für diesen kleinen Kerl, der so pflegeleicht ist, dass solche Aktionen eben mit ihm auf dem Arm/im Ergo/ auf einem schnell zusammengeschobenen Stuhllager als Mittagsschlafplatz gehen. Und ich freue mich, dass wir jetzt kein Kind unter 1 mehr im Haus haben...

Gegessen:
Pancakes
Nudelpfanne
Eis
Pommes
Kekse für die Nerven