Freitag, 28. August 2020
Kein Tag Langeweile
28.08.20
Und ich liebe es! Jeder Tag ist anders, auch wenn es hier vielleicht manchmal gleichförmig klingt. Aber jeden Tag passieren neue spannende Sachen, wie das eben so ist, wenn man mit Menschen arbeitet und ja, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber mir macht das Leben und Arbeiten im Moment einfach viel Spaß.
Der Tag ging los wie immer, das ist aber auch in Ordnung, weil ich heute, als mir das Aufstehen zugegebenermaßen eher schwerfiel, den Samstag und das Ausschlafen fest im Blick hatte. Allgemeines Vorbereiten, rumräumen und bloggen, dann Kinder wecken.
Im Moment räume ich, während die Kinder sich morgens anziehen, in ihrem Zimmer auf. Eigentlich schmeiße ich vor allem Dinge weg oder sortiere Kleinteile in entsprechende Kisten. Sollten sie eigentlich selbst machen, machen sie auch manchmal aber im Moment kostet es mich mehr Energie, sie dazu zu bringen, als es mich kostet nebenbei ein bisschen aufzuräumen. Ob sie deshalb als Messies enden – ich bezweifle es. Außerdem habe ich mir ein neues System für CDs ausgedacht, weil es mich nervte, dass die überall rumflogen und Hülle und CD nie zueinanderpassten. Also gibt es jetzt ein CD Case, in dem alle CDs sind und die Booklets kommen in Klarsichtfolien. Die Hüllen kommen weg. Ich hoffe, dass sie es eher schaffen, die CDs in das Case zu packen, die Booklets nehmen sie sowieso so gut wie nie in die Hand, vielleicht entsorge ich die auch noch irgendwann. Noch praktischer wäre es natürlich alles zu digitalisieren, aber dazu hatte ich bisher weder Zeit noch Lust und sie haben auch kein geeignetes Abspielgerät. Von daher gibt es das jetzt als Zwischenlösung. Habe ich mit den DVDs auch so gemacht und der Platzgewinn ist auch nicht zu verachten. Mal schauen, wie es sich bewährt.
Dann gab’s Frühstück und ich brachte K3 in die Kita. Danach konzentriertes Wegarbeiten: Was ich heute schaffe, muss ich morgen nicht mehr machen. Ich versuche den Samstag freizuschaufeln, wird nicht ganz gelingen, aber größtenteils schon. Dann wieder in die Kita, K3 abholen, K2 kam früh und wir konnten früh essen, weil ich dann zum Zug musste.
Ich halte, dieses Jahr im zweiten Durchgang, ein Seminar. Gemeinsam mit einer andere Frau haben wir ein Seminar entwickelt, dass ihren Schwerpunkt, systemische Beratung, mit meinem Schwerpunkt biblische Theologie verknüpft. Das ist sehr spannend und bringt mich auch persönlich weiter. Das haben wir heute gestartet, es kommen noch ein paar Termine, die uns als Familie zwar vor logistische Herausforderungen stellen (Der Mann musste jetzt alle Kinder mit zu den Teenies nehmen), aber es lohnt sich und ich mache das sehr gern.
Diesmal war es etwas spannend, weil die Location geändert wurde, die email mit dieser Information aber nicht bei mir ankam. So kam ich zu einer Taxifahrt und dann trotzdem pünktlich. Ich bin froh, dass ich inzwischen so sicher in dem Setting, aber auch in mir selbst bin, dass mich das nicht ehr aus der Bahn wirft, sondern dass das einfach okay war. Das wäre früher anders gewesen.
War dann auch ein toller Seminarauftakt, mit tollen Leuten, sogar überraschend jemand den ich kannte, voll cool!
Jetzt bin ich auf dem Rückweg, ich probiere also mal das Zugbloggen aus, geht auch ganz gut. Viel wird hier aber nicht mehr passieren: Mann und Kinder abholen, alle ins Bett verfrachten, noch ein bisschen arbeiten und dann ins Bett, um das Ausschlafen so richtig zu zelebrieren.
Gegessen:
Joghurt, Johannisbeeren, Apfel
Kaiserschmarrn und Apfelmus, Süßkartoffelsalat
Noch nichts, ich hoffe, da findet sich gleich noch was…



Laut, laut, laut
27.08.2020
Das war wirklich ein lauter Tag. Ich kann gar nicht so richtig festmachen, woran das lag, im Grunde war es eigentlich gar nicht so laut, aber ich musste so viel hören, zuhören, auf Dinge achten und am ende des Tages merkte ich, wie geräuschempfindlich ich war. Da muss ich dann immer sehr aufpassen, weil ich dann schneller genervt bin, als normal (und angemessen) und muss mich selbst zur Ordnung rufen und auch grundsätzlich dafür sorgen, dass ich etwas mehr Ruhe kriege.
Der Tag ging allerdings ziemlich ruhig los, nämlich wie immer mit Küchenarbeit und Bloggen. Das zog sich ein bisschen in die Länge, der Rest der Familie stand auch nicht so zeitig auf, wie sonst, schwupps, wurde es ein bisschen eilig. K3 durfte wieder in die Kita, das war im Ablauf auch noch nicht so integriert, K2 hatte zur zweiten Stunde und sollte dann allein losgehen - alles was keine Routine ist, kostet Zeit.
Dann hatte ich K1 nur einmal an die Maske erinnert und war, als er weg war, sehr unsicher, ob er eine mithatte - aber wenn er zurückkäme, wären wir schon los. Sein Handy ließ sich aus irgendeinem Grund nicht tracken und letztlich mussten der Mann und ich dann mit K3 und 4 los und hofften einfach, dass es irgendwie geklappt hat. Hat es auch, er hatte auf dem Rückweg, nachdem er an der Schule festgestellt hatte, dass er keine Maske hatte, einen Freund getroffen, der hatte zwei - alles geklärt.
Wir brachten K3 in die Kita, da auf dem Parkplatz gab es dann nochmal einen spannenden Dialog:
K3: Kita! Darf ich in die Kita?
Ich: Ja, du darfst wieder!
K3: Jippieh! (Wirklich! Er sagt das so, warum auch immer) Nicht mehr krankr?
Ich: Nein. Du hast ja keinen Husten mehr.
K3: Doch (künstliches Husten) Ich kann husten!

Ich habe ihn dann freundlich gebeten, das in Zukunft bitte sein zu lassen und nur ein bisschen mit den Augen gerollt - das würde wohl erklären, warum er Zuhause nicht hustet, die Erzieherinnen aber schon immer meinten, dass er hustet. Man könnte jetzt meinen, er will nicht in die Kita, aber er will sehr gern - aber er kann es einfach nicht so gut haben wenn er etwas nicht hat (oder kann) und sei es Husten.

Ja, dann war das erledigt und wir machten uns über die Autobahn auf zum Kollegentreffen. Da kamen wir etwas spät, verirrten uns dann im großen Haus, aber kamen schließlich an. Das war sehr sehr gut. Der Austausch, face-to-face, hat mir sehr gefehlt und ich habe es genossen, dass wir nur eine kleine Runde waren, weil bei der Einladung etwas schief gelaufen war und wir dann ein paar Absagen hatten.
Auf dem Rückweg holten wir dann K3 direkt wieder, der war sehr zufrieden, fast euphorisch über seinen Kitabesuch und ich hoffe so sehr für ihn, dass das jetzt mal ein paar Wochen klappt.
Zuhause machte ich schnell Mittagessen, ich musste nämlich pünktlich los, weil ich Vorschulturnen hatte. Schnell kochen stresst mich immer ein bisschen, wenn dann alle Kinder gleichzeitig kommen und erzählen, erst recht - da war es mir schon zu laut, gerade auch nach der Gesprächsrunde mit den Kollegen (das sind schon immer intensive 3 Stunden, auf der Hin- und Rückfahrt nutzen der Mann und ich die Gelegenheit mal miteinander zu sprechen, ohne unterbrochen zu werden, naja.
Eine Viertelstunde Ruhe bevor ich losmusste bat ich mir aus, das fiel K1 schon sehr schwer, der wollte nämlich seine Hausaufgaben permanent kommentieren.
Dann Vorschulturnen: Deutlich mehr Kinder als letzte Woche bedeutet auch mehr Schreibkram, wir kommen deutlich weniger zum Turnen als früher, aber immerhin.
Auf dem Rückweg traf ich K1 bei seiner Klavierlehrerin, mit der ich dann gleich Musikprobe für Sonntag machte. Er quatschte währenddessen mit ihrer großen Tochter, saß da mit am Küchentisch und fühlte sich ganz Zuhause. Ich finde das so schön - er geht seit Jahren zum Klavierunterricht dahin, am Anfang mehr zum Kiwiessen und ein bisschen Klimpern, inzwischen sehr ernsthaft und fühlt sich da einfach wohl. Wenn man keine Verwandtschaft vor Ort hat (und auch sonst) ist solche "Wahlverwandtschaft" Gold wert.
Dann schnell nach Hause, K1 fährt inzwischen schnell und zuverlässig Fahrrad, das ist sehr schön.
Schnelles Abendessen für mich, dann wieder los zur Gottesdienstplanung der nächsten Wochen: Erntedank, Advent, Weihnachten und das ganze "normale" noch dazu: War ein voller Termin, aber wir sind wirklich gut vorangekommen. Das war schön. Währenddessen merkte ich aber, dass mein Kopf echt voll war, ich musste schon das Fenster zur Straße schließen, weil mich der Autolärm draußen so störte - macht mir sonst nix.
Gut, dass ich zu Fuß nach Hause gehen konnte, um nochmal runterzukommen - und wirklich gut, dass Zuhause die U10 Fraktion geschlossen schlief.
Ich half dem Mann noch ein bisschen beim Weintrauben abschneiden (überreifer Wein und ein Wespennest am Haus sind keine gute Kombination. Also für uns. Für die Wespen schon), das geht am besten im Dunkeln.
Voller, toller Tag.

Gegessen:
Joghurt, Johannisbeeren, Apfel
ein Brötchen beim Kollegenfrühstück
Zoodles Carbonara
Salat, kalte Zoodles