Mittwoch, 19. August 2020
Einmal klatschnass, bitte!
Nicht ich, aber die Kinder wurden auf dem Rückweg von der Schule beide klatschnass, weil sie durch einen Wolkenbruch fahren bzw. gehen mussten. Das wird noch spannend, in den nächsten Wochen, denn jetzt, wo K1 mit dem Fahrrad unterwegs ist, können wir ihn bei Regen nicht einfach so abholen. Das Fahrrad würde wohl theoretisch ins Auto passen, aber dann stünde man ja beim Einladen im Regen. Also müsste er es, wenn dann, im Fahrradkeller stehen lassen, braucht es aber evtl. später noch - also wird er wohl nass werden. Bei so einem Schauer ist das ja auch absehbar und deswegen hatte ich ihm gleich geschrieben: Bleib noch in der Schule, warte ein paar Minuten ab und fahr dann los, dann wird es besser. Stimmte auch. Aber da müsste man halt auf sein Handy gucken. Nun ja, genug trockene Klamotten gab es ja Zuhause.
Ansonsten war der Tag ziemlich alltäglich und das ist ja auch richtig so.
Diesmal war ich pünktlich auf den Beinen, was den morgendlichen Ablauf sehr entspannt, so sehr, dass K2 mittags wiederkam und sagte: Ich hab übrigens um 8 Uhr Schule. Er war jetzt immer eine Viertelstunde zu früh da, was ich eigentlich ganz okay finde, allerdings hatte ich mir vorgestellt, dass er schonmal eine Runde Fußball spielt. Früher ist er gern besonders früh gegangen, um vor der Schule noch ein bisschen zu spielen. Dabei hatte ich allerdings nicht bedacht, dass er sich mit seiner Klasse an einem Sammelpunkt außerhalb der Schule trifft, damit keine Durchmischung der Klassen stattfindet - und das ist dann wohl doch eher langweilig und jetzt will er etwas später los.
Den Vormittag über habe ich viel weggearbeitet, einige Konzentrationsaufgaben gemacht, denn im Haus war absolute Ruhe, weil der Mann mit den Kindern einkaufen war.
Mittags kamen dann eben die tropfnassen Kinder (K2 war ich noch mit Schirm entgegen gegangen, aber da kam er mir schon an der Straßenecke entgegen, lief allerdings fröhlich durch den Rinnstein mit 15cm Wassertiefe, mein schlechtes Gewissen hielt sich also in Grenzen.
Dann Mittagessen, nochmal Arbeit, K1 kriegte Freundebesuch und damit die beiden ein bisschen allein Spielen konnten, ging ich mit K2 und K4 noch ein paar Sachen einkaufen und K3 leerte mit dem Mann den Pool. K2 ging erst etwas widerwillig, dann mit wachsender Begeisterung mit, weil er selbst einkaufen konnte. Im Moment gibt er mit Begeisterung sein Taschengeld aus und ich freue mich, dass es nicht nur auf dem Konto liegt und schalte alle moralisch-pädagogischen Bedenken gegenüber Plastikspielzeug aus Fernost einfach aus - es ist sein Taschengeld.
Dann gab es in der Bibliothek auch noch eine ??? kids CD die er noch nicht kannte und der nette Kassierer bei Rewe schenkte ihm nicht nur noch Fußballkarten, obwohl die Aktion schon zu Ende ist, sondern auch noch ein zweites Sammelheft für die Doppelten. Große Freude. Mit dieser Beute zogen wir dann nach Hause und ich schwang mich auf's Rad, um eine Vorschulturngruppe zu unterstützen. Die Leiterin brauchte noch eine Helferin. Da stellte sich allerdings heraus, dass eine Siebtklässlerin sich auch als Helferin ausprobieren würde und sie machte das so schön, dass ich ab nächster Woche nur noch als Springerin bereitstehe. Es ist viel besser, wenn neue Helferinnen anfangen, als wenn ich noch mehr mache - meine Donnerstagsgruppe habe ich ja auch noch.
Zuhause gab es Abendbrot, dann gingen die Großen ins Bett, K4 schlief auf meinem Arm ein (und wurde von K3 wieder aufgeweckt) und der Mann versuchte K3 schlafen zu legen. Ich räumte dass Wohnzimmer auf, denn um 8 Uhr stand der nächste Termin an, K3 schlief dann um halb neun und K4 blieb auf meinem Arm dabei. Also da brauchen wir noch mehr Alltag, aber es geht eben nicht alles von heute auf morgen.
Arbeit lief gut, ich denke, wir haben einen Plan und um 22 Uhr war der Tag für mich dann durch.

Gegessen:
Joghurt, Blaubeeren, Nektarine, Apfel
Lasagne Bolognese mit Zucchini als Lasagneplatten
Salat, Brotreste