Sonntag, 16. August 2020
Ein Lastenrad, ein Lastenrad
15.08.2020
Wir haben ein Lastenrad gekauft - und ich freue mich so sehr! Ich habe lange gesucht, weil die Dinger ja auch gebraucht wirklich teuer sind und wir außerdem gucken mussten, wie weit weg es steht, denn man kriegt die nicht in unser Auto. Aber vor einigen Wochen hatte ich das perfekte Rad gefunden: Zweirad (mit einem Dreirad komme ich nicht zurecht), ohne Motor, alles Zubehör dabei, was wir brauchen, Preis dafür sehr gut und nur 80km weit weg. Ich schrieb also hin, dann zog es sich ein bisschen weil die Verkäuferfamilie noch unterwegs war und dann hatten wir uns auf Samstag verabredet und ich muss zugeben: Ich war ganz schön aufgeregt. Ich durfte natürlich Probe fahren und dann war sofort klar: Das ist es. Ich war bisher im Laden nur ein Lastenrad einer anderen Firma Probe gefahren und dies hier fuhr noch viel besser. Ich kam auf Anhieb gut zurecht, völlig klar, nehmen wir. Also haben wir einen kleinen Vertrag gemacht, alle Rechnungen etc. bekommen und dann konnte ich losfahren, um das Rad zu uns nach Hause zu überführen. Google rechnete mit optimistischen 4 Stunden für die 78km, ich brauchte mit Pausen dann knapp 6 Stunden, aber das war absolut im Rahmen. Und es machte so viel Spaß! Gut, dass Google Maps schmale Fußwege, die sich als Wanderwege gut eignen, als Fahrradwege ausweisen würde, hatte ich nicht erwartet, aber auch das war machbar. Aber natürlich ist so ein Rad für Asphalt und vernünftig breite Wege ausgelegt, wo es von uns ja auch überwiegend gefahren werden wird.
Aber ansonsten war es echt angenehm, anstrengend natürlich auch, aber keine Kinder dabei zu haben ist schon echt mal nett. Zwischendurch anzuhalten und nur für sich etwas zu Essen zu kaufen, auch noch ohne irgendwelche Allergien zu berücksichtigen, ist auch sehr fein.
Ich kam dann verschwitzt und fertig an der Gemeinde an, in der der Mann einen Termin wahrnahm und holte die jüngeren drei Kinder ab - K1 war auf einem Geburtstag. Die beiden Kleinen durften dann im Rad mit nach Hause fahren, K2 fuhr mit seinem Rad. Da musste ich dann schnell Kartoffelsuppe aufsetzen, bevor wir in gleicher Konstellation nochmal los mussten, um K1 abzuholen (Geburtstag bis 20 Uhr, das ist dieses Großwerden, vermute ich). Dann gab es sehr spät Essen und es war alles sehr anstrengend - ich war müde, die Kinder hungrig und müde und zu allem Überfluss steckte K2 an meinem Handy das Ladegerät mit so viel Kraft in die Ladebuchse, dass die Kontakte verbogen bzw. abbrachen. Merke: Sage niemals einem Achtjährigen: Da musst du ein bisschen doller drücken. Der hat einfach zu viel Kraft.
Naja, da lohnt sich wahrscheinlich die Reparatur nicht, das Handy ist schon 1,5 Jahre alt, wie ich bei der Gelegenheit feststellte und dann gibt es wohl Montag ein Neues. Wegwerfgesellschaft! Ich schäme mich auch, aber das Handy ist ein günstiges Modell und wenn die Reparatur 60€ kosten soll und ich dann auch nicht weiß wie schnell das geht, dann rechnet sich das leider nicht. Ich brauche vor allem schnell Ersatz.
So, in all dem Chaos hatte ich dann den Mann gebeten, so schnell wie möglich zu kommen und er hatte sich dann etwas früher abgesetzt und konnte die Kinder ins Bett bringen, denn ich musste noch Salat vorbereiten und die morgens auf dem Markt gekauften Tomaten verarbeiten.
Er schlief dann im Bett der Kinder ein (er hatte ja die ganze Fahrerei, inklusive noch Wertstoffhof und Geburtstagsgeschenk-Kauf gemacht und war auch entsprechend müde) und ich beinahe auf dem Sofa...
Aber alles egal: Wir haben ein Lastenrad und es ist super. Nun geht's dann weiter mit der weniger spannenden Frage nach dem Unterstellen, aber das werden wir auch noch lösen.

Gegessen
Laugenbrezel und Kartoffelbrötchen
Franzbrötchen und Cookie
Salat und Kartoffelsuppe