Dienstag, 11. August 2020
K1 ist wieder da (und es ist doppelt so laut)
10.08.2020
Es ist ein Phänomen: Kaum ist ein Kind länger nicht da habe ich das Gefühl, dass nur halb so viele Kinder im Haus sind. Es ist einfach deutlich ruhiger, weniger Streitpotenzial usw. Zu dieser Beobachtung passt: Wenn alle vier da sind, ist es plötzlich doppelt so laut. Irgendwas scheint sich da zu potenzieren. Ob man daraus jetzt schließen sollte, dass drei Kinder die ideale Anzahl wäre? Egal, zurückgeben will ich ja auch keins :)
Also, der Montag. Um den anderen Kindern auch eine Chance auf Oma und Opa zu geben, weil es einfach viel schöne ist, sich zu sehen und auch weil ich wirklich gern noch Heidelbeeren pflücken wollte, hatten wir einen Plan gefasst: Am Montag treffen wir bei meiner Schwester auf meine Eltern und K1, pflücken da gemeinsam Heidelbeeren, Essen Kuchen im Heidelbeercafé, schwimmen noch ein bisschen und freuen uns, dass wir uns sehen können (und nehmen dann K1 wieder mit nach Hause). Genauso haben wir es gemacht.
Erstmal Frühstück Zuhause, jetzt sind alle eingefrorenen Brötchen alle und wir müssen uns mal überlegen, wo wir ohne "Maske ist egal, komm rein, wir ignorieren alles" zu leckeren Brötchen kommen. Aber das sehen wir dann Samstag.
Dann auf ins Auto, tanken, nochmal zurück, Masken holen, wie das so ist, und auf die Autobahn zu meiner Schwester. Da gab's dann große Hausbewunderung durch K3 (sie wohnt da seid knapp 3 Jahren, aber wenn man drei ist und nur einmal im Jahr da ist, kann man das dann jedes mal neu bewundern...). Meine Eltern und K1 (der erstmal an mir vorbeilief, um die wichtigen Leute aka Papa zu begrüßen, nein, ich bin nicht nachtragend) trafen auch ein und dann machten wir uns auf zur Blaubeerplantage.
Da gab es dann wirklich noch ein gutes Pflücken, ganz anders als vor einer Woche auf dem gemischten Beerenhof. Das war super, viel Blaubeeren dran, nebenbei Zeit zum Quatschen und viele Erwachsenen zur Kinderbetreuung. 14kg waren es zum Schluss und auch wenn wir den anderen Pflückern etwas abgegeben haben, ist das ein guter Vorrat für uns für Marmelade und vor allem für Obst im Winter. Das ist ja bei uns nicht nur luxuriöse Spielerei, der Mann kann wegen einer Fruktose-Malabsorption nicht viele Obstsorten essen und wenn er dann im Winter nicht nur Kiwis im Joghurt essen will, ist es ideal regionale Beeren im TK zu haben.
So, dann meldeten aber alle an, dass sie jetzt genug gepflückt hätten und wir gingen Kuchen essen. Ich liebe Kuchen, gönne uns einen Cafébesuch aber sehr selten, weil es eben eine klassische Situation ist, an der K1 (Gluten) und K3 (Milcheiweiß) nur schlecht teilnehmen können. Kuchen ohne Milchprodukte und Getreideanteil ist doch eher selten... Aber meine Schwester hatte von diesem Café geschwärmt, es passte sich so gut. Naja. Für die beiden Allergikerkinder hatte ich Heidelbeermuffins dabei, die waren auch sehr lecker. Natürlich nichts im Vergleich zu den ganzen Torten, aber -und das ist das schöne mit Familie, die Bescheid weiß- alle suchten sich drinnen ihre Torten aus, jeder aß seine Torte, aber es gab kein großen "Geschwärme", Tauschen über den Tisch usw. Es aß halt jeder Torte, manche aßen Muffins, es war lecker, aber K1 und 3 mussten sich so wenig wie möglich zurückgesetzt fühlen. Trotzdem machen wir das nicht oft, es tut mir für die Jungs einfach Leid. Aber lecker war's.
Dann ging's zum Umziehen zu meiner Schwester nach Hause und weiter an die Badestelle neben ihrem Haus. Da bin ich ja echt neidisch drauf, ich hatte mir nicht klargemacht, wie dicht das bei ihr ist und wie schön man da schwimmt - ich will das auch :)
Danach entschieden wir, dass wir nicht mehr gemeinsam essen, die Hälfte war eh noch satt vom Kuchen, dafür in Ruhe noch ihre Äpfel einsammelten bzw. von K1 und 2 pflücken ließen, Sachen sortierten, die meine Mutter aussortiert hatten usw. Wir hatten die Wiege dabei, in der nicht nur K1-4 sondern auch meine Schwestern und ich schon geschlafen haben und die jetzt endgültig zu meinen Eltern zurückkommt. Wir sind damit durch, mal schauen, welches Kind als nächstes darf. War aber erstaunlich unemotional sie wieder abzugeben. Sie nimmt bei uns Platz weg und es ist gut, dass die Babyzeit vorbeigeht.
Dann fuhren wir mit Kiloweisen Heidelbeeren, Äpfeln, drei getauschten Puzzeln und allen vier Kindern in die Nacht nach Hause und natürlich meldeten alle Kinder nach 10km Hunger an... Egal.
Zuhause gab es also noch eine Kleinigkeit zu essen, wir versorgten zumindest einen Teil der Heidelbeeren und Äpfel und feierten dann noch kurz in meinen Geburtstag rein.

Gegessen:
Laugenstange mit Honig
viele viele Heidelbeeren
Joghurt Heidelbeer Torte
Spiegelei