Sonntag, 12. Juli 2020
Ein Samstag voller Kleinkram
Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell ein Tag vergeht, an dem man eigentlich nur lauter Kleinigkeiten vorhat, die in sich nur so ein bis zwei Stunden dauern - und plötzlich ist der Tag schon wieder um.
Erstmal ausschlafen, das war der Plan. Unser Ausschlafen ist im Moment ziemlich unterbrochen von Stillpausen und grundsätzlichem Trösten. K3 schläft seit der Schnullerentwöhnung wieder komplett in unserm Bett. Früher konnte man ihn abends immer ein sein Bett legen und dann rief er entweder nachts, oder schlief auch bis morgens da durch. Das hatte der Mann vor ein paar Tagen auch vor, aber als er dabei halbwach wurde und seinen Schnuller vermisste, weinte er lange und so sehr, dass wir ihm das für's erste nicht mehr antun wollten. Jetzt im Urlaub wir eh alles anders, da machen wir keine Experimente vorher, aber danach muss das auch wieder besser werden. Mir reicht es mein Bett mit K4 zu teilen und K3 mal zum Kuscheln da zu haben, aber nicht beide für die ganze Nacht.
Aber: Ausschlafen. Um acht nahm der Mann K4 mit, sodass ich noch etwas länger schlafen konnte.
Dann gemütliches Frühstück, drei Tassen Kaffee, das zog sich so hin.
Dann erstes Projekt: K1 in die Gemeinde begleiten, er machte Technikvorbereitung, ich guckte ihm über die Schulter. Vieles kann er schon allein, manches weiß er besser als ich und in manchen Bereichen kann ich gut helfen, weil ich schneller erschließen kann, wie etwas gehen könnte, wenn er es nicht weiß. Es kam aber auch noch ein Profi dazu und gemeinsam waren wir dann nach zwei Stunden fertig.
Zuhause gab es dann Erdbeertorte und noch mehr Kaffee: Die Torte war insofern spektakulär, als dass sie eigentlich ein normaler Tortenboden mit Pudding und Erdbeeren drauf war, der Mann aber vergessen hatte, dass man so einen Tortenboden stürzen muss und ihn einfach in der Form ließ und belegte. Wir stellen fest: Geht auch, schmeckt sowieso gleich.
Dann gingen die Kinder schonmal zu Freunden (Projekt 2), um da bei einem praktischen Teil einer Masterarbeit zu unterstützen: Es wurde ein Boot anhand eines Tutorials gebaut und der Prozess wurde dann im Rahmen von einem Interview (und im Rahmen der Arbeit an sich, vermute ich), ausgewertet.
Wir anderen blieben noch Zuhause, weil der Mann noch weitere Wäsche machte und für den Urlaub packte und ich mich nochmal an die Nähmaschine setzen wollte: Wir brauchen noch mehr Masken, gerade, wenn wir nicht so regelmäßig waschen wie Zuhause. Außerdem lag da noch Zeug zum Ausbessern, ein Longshirt, das verlängert werden sollte und eines, was zugeschnitten aber noch nicht genäht war: Zack, wieder zwei Stunden um.
Ein bisschen Arbeit, um das ich mich noch kümmern musste und dann gingen wir los, mal zu schauen, was K1 und 2 gearbeitet hatten. Das zog sich dann natürlich, sie waren auch noch nicht fertig, wir quatschten noch und beschlossen schon auf dem Nachhauseweg, das wir heute nicht weiter den Kühlschrank leer essen wollten, sondern zu bestellen und morgen mit dem Projekt Kühlschrankleerung weitermachen. Das war dann wie immer sehr lecker, aber zu viel, jetzt haben wir noch mehr Reste, mal schauen, ob wir das Sonntag alles schaffen.
Dann Einschlafbegleitung, keiner will ins Bett, alle müssen Sonntag aber halbwegs früh aufstehen, mit den großen Kindern gucke ich noch eine Dokumentation über Washington State und ihre Sehnsucht nach Urlaub "weit weg" wächst - dieses Jahr nicht, ist klar, aber vielleicht 2021? Mal schauen.
Dann endlich Ruhe, wir machen am Puzzle weiter.

Gegessen:
Laugenstange, Schokocreme- und Marmeladenreste
Erdbeerkuchen
veg. Lahmacun, Pommes
Eis