Donnerstag, 25. Juni 2020
Schreib, schreib, schreib
Heute kam ich mir tatsächlich wie eine Schreibmaschine vor. Ich bin ein bisschen unter Zeitdruck, bzw. muss einfach eine Menge schriftliche Sachen bis Donnerstagabend fertig haben und da hilft es ja einfach nichts - muss geschrieben werden. Glücklicherweise ging es wirklich gut, keine Schreibblockade oder ähnliches, sodass ich auch immer etwas sinnvolles aufschreiben konnte.
Der Morgen verlief durchweg sehr angenehm, schon das Essen vorbereiten ging gut. Ich hatte, um K1 eine Freude zu machen, Bohnen mit Tofu (statt Speck) vorbereitet und ärgerte mich mal wieder über die vielen Dosen, die ich dafür verwendet habe. Eigentlich würde ich von mir behaupte, dass ich relativ gesund und ressourcenschonend koche, aber dann stoße ich immer wieder auf so Gerichte, bei denen ich einfach das übernommen habe, wie ich es kochen gelernt habe und nicht hinterfragt habe, ob das nicht eigentlich sehr dumm ist. Jetzt ist mir klar geworden, dass ich eine einfach Tomatensauce um weiße Bohnen natürlich sehr leicht selbst machen kann und dass ich dann auch getrocknete Bohnen nehmen kann, anstatt der Dosen und damit eine Menge Müll einspare. Dann habe ich am Nachmittag bei DM auch noch passierte Tomaten im Glas entdeckt und wenn die Reste verbraucht sind, werden Bohnen in Dosen und passierte Tomaten im Tetrapack auch aus dem Haus verbannt. Hinterher kam ich mir etwas doof vor, dass ich da nicht schon eher drauf gekommen war, aber immerhin ändere ich es jetzt.
Ob ich soweit komme, dass ich Tomatensauce selbst einkoche? Ich hätte ja Lust dazu, aber ob ich dafür meine Zeit opfere? Mal schauen.
Soviel also zu den Häuslichkeiten.
Vormittags habe ich dann die erste Beerdigung geschrieben. Ich habe dafür ein Muster, nach dem ich vorgehe. Allerdings formuliere ich Gebete und natürlich auch die Predigt immer neu. Die Texte dazwischen übernehme ich aus Textbausteinen bzw. suche passende Bibeltexte aus, aber auch das individuell angepasst. Es ist eine kreative Arbeit, auch eine schöne Arbeit, aber sie braucht Zeit.
Nach dem Mittagessen die zweite Beerdigung und als die zumindest im ersten Durchgang stand, machte ich mich mit K2 auf zum Cello. K1 hatte eine Freundin zu Besuch und K2 konnte sich nur schwer vom Trubel Zuhause lösen, dann war es auch noch so heiß - er kam nur schlecht in Gang. Dann fing er sich aber super, obwohl ich nochmal umdrehen musste um die ständig vergessenen Masken zu holen, und als ich dann auch noch ein Eis mit zwei Kugeln wegen besonderer Anstrengung beim Fahrradfahren versprach, fuhr er wunderbar.
Er spielte, ich kaufte ein, dann holten wir unser Eis. Der Rückweg ging bergab und es war kühler, der Pool Zuhause lockte - außer, dass ich mir anscheinend etwas so ins Auge fliegen ließ und dann rieb, dass das Auge immer noch nicht in Ordnung ist, ging alles wunderbar.
Zuhause dann Pool für K1-3 (K1 sind wahrscheinlich Schwimmhäute gewachsen), Milch für K4, Abendessen und dann Sofa. Mehr ging für mich heute nicht. Der Mann hätte eigentlich noch einen Termin gehabt, der aber Coronabedingt ausfiel und da ich beim Ins-Bett-Bringen von K3 schon beinahe eingeschlafen wäre, war das auch ganz gut so. Meine Kraft reicht im Moment für das Notwendige, aber alles darüber hinaus ist zu viel - ich brauch Urlaub. Noch knapp drei Wochen.

Gegessen:
Quark, Erdbeeren, Heidelbeeren, Pflaumen
Bohnen mit Tofu, Spitzkohl
Eis (Joghurt und Zitrone, erinnert mich immer an einen wunderbaren Urlaub am Gardasee in Limone)
Salat, Krautsalat, Kartoffelsalat, Brot, Schokolade