Freitag, 12. Juni 2020
Ein Ende und ein Anfang
Heute geht etwas zu Ende, was mich die letzten Monate nicht wenig beschäftigt hat. Seit Beginn der Kontaktbeschränkungen haben erst der Mann und dann ich 5-Minuten-Andachten geschrieben, als Video aufgenommen und für unsere Gemeinde online gestellt. Das waren allein von mir über 50 Andachten, die mir viel Freude bereitet haben. Manchmal haben sie mich auch gut Nerven gekostet, aber im Wesentlichen waren sie ein große Freude für mich. Heute habe ich beschlossen, dass die Reihe zu Ende ist. Durch die Lockerungen gibt es wieder genug Möglichkeiten Veranstaltungen zu besuchen, miteinander in Kontakt zu kommen usw. Ich musste für mich noch den richtigen Zeitpunkt finden, aber jetzt fühlt es sich gut an. Das gibt mir mehr Kapazitäten für andere Aufgaben. Außerdem muss ich nicht jeden Abend dran denken, die Andacht hochzuladen, jeden Morgen wieder eine Andacht aufzunehmen usw. Es wird auch etwas neues geben, das besser in die nächsten Wochen passt, sowohl vom Arbeitsaufwand für mich, als auch in Bezug auf die Selbstständigkeit der Gemeinde. Aber das ist noch ein bisschen unausgegoren, das werde ich erst morgen richtig festmachen.
Ansonsten war das heute ein ganz routinierter Arbeits- und Familientag: Vormittags viel weggearbeitet, K2 beschult, K1 aus der Schule in Empfang genommen, der sehr glücklich und zufrieden war und mit einem guten Gefühl in die nächste Woche startet. K3 war wieder in der Kita und man merkt, dass ihn die Veränderung noch gut mitnimmt. Er ist nachmittags sehr unentschlossen und sucht Streit - kann ich ihm nicht Übel nehmen, nervt aber trotzdem.
Nachmittags war ich erst mit K2 Donuts einkaufen, die dann eingefroren wurden, damit er auch mit Bäckerwechsel nichts vermissen muss. Wir fanden sogar Donuts, die K3 essen darf, ohne Milch, damit haben wir zumindest ein kurzes Lächeln auf sein Gesicht gezaubert.
Dann nochmal einkaufen mit K1, alles was ich vergessen hatte und noch ein bisschen mehr. Lidl hat ziemlich coole Fairtrade Schokolade, da schlage ich immer zu.
Abends musste der Mann arbeiten - auch wenn er in Elternzeit ist, macht er eine Gruppe weiter, die schon eine Zeitlang mit ihm unterwegs ist. Wir fanden die Kontinuität da wichtig und es geht problemlos, dass er die zwei Stunden übernimmt.
Für uns fünf Zuhause habe ich Brote geschmiert, die auf dem Weg zum Eisladen gegessen wurden. Dann gab's Eis als Nachtisch. Wir wollten dann gern noch einen Moment am Wasser sitzen - K3 wollte nicht sitzen, sondern patschte durchs Wasser und lag dann natürlich auch drin. Praktischerweise war K2 mit Pullover und T-Shirt unterwegs (Warum? Bei dem Wetter?), und opferte sein T-Shirt als Kleid für den kleinen Bruder, der schwer begeistert mit dem schicken Hai-Oberteil nach Hause lief. Wie schön, dass es warm genug ist, das alles gelassen zu sehen.
Jetzt habe ich gerade noch ein bisschen gearbeitet und genieße den Rest des Abends auf dem Sofa.

Gegessen: Apfel und Joghurt (mehr Obst gab's nicht mehr, das ist in diesem Haus auch schon lange nicht mehr vorgekommen)
Kohlrabigemüse und Kartoffelspalten
Brot, Eis, Haribo Piratos