Mittwoch, 13. Mai 2020
Vorteil an den Kontaktbeschränkungen
… ist für mich ja tatsächlich, dass die vielen Abendveranstaltungen nun, wenn sie stattfinden, im Rahmen einer Videokonferenz stattfinden. Dann ist der PC eh schon an und ich blogge im Anschluss gleich rückenfreundlich am Schreibtisch, statt extra nochmal vom Sofa aufzustehen, den Laptop zu holen, ihn wacklig auf meinen Knien zu positionieren usw... Es sind die kleinen Dinge ;)
Heute fiel das Aufstehen echt schwer. Eigentlich fällt es mir nie schwer, aufzustehen, besonders im Sommer nicht, aber heute war's irgendwie so. Aber nach dem Duschen gings besser und der morgendliche Vierklang aus Wäsche, Frühstück vorbereiten, Andacht hochladen und Mittagessen vorbereiten ging mir gut von der Hand. Zu schnell, wie ich hinterher merkte, denn ich hatte vergessen das Brettchen zwischen Knoblauch und Obst schneiden richtig abzuwaschen und das gab dem Müsli dann eine eher besondere Note. Besser nicht nochmal.
Dann schnell auf den Markt und noch schnell in den Supermarkt, gucken, ob es glutenfreies Mehl gibt. Gab es. Und dann auch noch vegetarische Bratwurst, die gleichzeitig auch noch glutenfrei ist (das ist nicht sehr häufig, die meisten haben irgendwo Weizen mit drin) runtergesetzt. Schnäppchenfang am frühen morgen oder so.
Zuhause stand die Mannschaft grade auf, heut hatte keine Schule, daher etwas entspannteres Frühstück, ab neun Uhr Arbeit und Schulaufgaben.
Es fällt mir zunehmend schwer, dass ich vormittags so häufig unterbrochen werde. Die einzelnen "Mama"s sind schon gerechtfertigt, allein schon weil sie ja auch zeigen sollen und wollen, was sie geschafft haben. Der Vormittag ist aber nunmal auch meine beste Arbeitszeit und es schmeckt mir nicht so gut, dass ich die komplizierte Arbeit, auf die ich mich stark konzentrieren muss mehr du mehr in mein Mittagstief verlegen muss und morgens, wenn ich fit bin, meist die gestückelten Aufgaben erledige, für die ich eigentlich nur halbe Konzentration benötigen würde. Naja, was hilft das Jammern, wird auch wieder besser.
Mittagessen, schnell weiterarbeiten, denn heute hat K2 Cello mit echtem Treffen (also quasi normal) und wir haben beschlossen mit dem Rad hinzufahren. Sind nur knapp 10 km und K2 braucht die Bewegung und ich die frische Luft. Er ist ja die große Sportkanone bei uns, in normalen Zeiten macht er 4-5 mal in der Woche Sport, dazu noch Schulsport und die grundsätzliche Bewegung, die man mit 7 eben in der Pause und in anderen Gruppen kriegt - dem fehlt die Bewegung ungleich mehr, als allen anderen. Da tat die Radtour ganz gut. Während er Cello spielte, kaufte ich die letzten Geburtstagsgeschenke für K3 ein: Mama Muh in allen Varianten im Buchladen des Vertrauens.
Dann schnell wieder nach Hause, es sah so nach Regen aus und auch wenn ich es dem Garten gegönnt hätte, wollte ich es uns und dem Cello doch ersparen. Hat auch geklappt.
Abendessen, Telefonkonferenz, fertig. Während des Abensessens die Überlegung: K1 braucht doch für die neue Schule (5. Klasse) einen neuen Tornister, oder? Zumindest zu meiner Zeit war das so, aber da ich in den letzten Jahren nirgendwo mehr diese Lederranzen gesehen haben, die damals alle hatten, vermute ich, dass es was anderes sein muss. Also, wenn da jemand Tipps hat, was "man" jetzt so zur Schule trägt, immer her damit. Aussuchen gehen wird er dann mit meinen Eltern, aber die Richtung zu wissen wäre ja schon gut.
So, jetzt aber, das war's Sofa, Espresso!

Gegessen:
Obst und Joghurt (mit gar nicht mal so feiner Knoblauchnote)
Kichererbsen Spinat Curry (da sollte der Knoblauch hin...)
Salat