Samstag, 26. Dezember 2020
Weihnachtsspaziergang und Ausruhe 2.0
26.12.2020
Noch so ein entspannter Tag, wieder ausgeschlafen, wieder gemütlich gefrühstückt.
Dann gleich los zu einem Spaziergang mit Geocache Fotorallye, das war gut so, denn wenn die Sonne noch draußen ist, ist es nicht so kalt und das ist für K4 ja essentiell, weil er so gut wie gar nicht läuft und für K3 auch wichtig, weil er auf langen Touren auch viel getragen wird. Wurde trotzdem irgendwann zu lang und zu kalt für die Jungs, 10km sind ein bisschen viel bei dem Wetter, tat aber allen gut. Währenddessen übten wir die Lieder für morgen, K1 singt im Gottesdienst am Sonntag.
Ansonsten gibt es hier noch einige Spiele, die ausprobiert werden wollen (Spiele sind bei und nie falsch geschenkt, wir lieben das alle). Während ich hier die letzten Tage verbloggt habe, hüpfen die Jungs mit der Wii auf und ab.
Hier wird es so weitergehen, wie die letzten Tage: Gleich gibt es noch Fondue, dann wird das Spiel von gestern nochmal ausprobiert, wenn die kleinen Jungs schlafen. Das PC Spiel von gestern ruft auch schon laut nach mir. Schön ist das hier - und ich freue mich auf weitere solche Tage, auch wenn wir in den nächsten Tagen versuchen werden, wieder einen normalen Tagesrhythmus zu etablieren.

Gegessen:
nochmal großes Frühstück
Kekse
Fondue



Spielen, Ausruhen, Gemütlichkeit
25.12.2020
Vielleicht der Beste Tag im Jahr: Ausschlafen, keine Verpflichtungen, reichlich Spielzeug, neue Dinge zum Ausprobieren und der Weihnachtszauber, der für weniger Streit und mehr Gelassenheit sorgt.
Gemütliches Frühstück um zehn, Familientelefont per Skype, Spaziergang zu den Spielplätzen mit dem Mann und K3 und K4. Die großen Kinder probierten in der Zeit die neuen Wii Spiele aus. Das war alles sehr schön. Abendessen gab's vom Lieferdienst, das war auch sehr angenehm, war aber nicht der Übliche und dadurch qualitativ eher fragwürdig. Egal, wir waren beieinander und zufrieden und es ist alles gut. Zwei Glühwein halfen vielleicht auch bei dieser Haltung :)
Abends ein neues TipToi Spiel probiert, hui, das ist kompliziert und verspricht noch ein paar spannende Abende.
Das neue PC Spiel, dass der Mann mir geschenkt hatte, probierten wir auch aus. Das war super, zumindest war es plötzlich fast halb zwei...
Und das beste: Morgen nochmal so.

Gegessen:
Frühstück mit Lachs, Ei, Schokocreme
Pommes, Veggie Burger
Eis



O, du fröhliche!
24.12.2020
Ein langer Heiligabend. Als Pastorin ist das ja kein uneingeschränkter Familientag, sondern in erster Linie ein Arbeitstag. Erst wenn der Gottesdienst zu Ende ist, ist auch für mich Heiligabend und ich kann mich ganz auf die Familie konzentrieren. So ist das eben. Meistens fühlt sich das auch gut an.
Ich stand früh auf um noch zu nähen. Ich hoffte, die Weihnachtspullis für die großen Jungs noch zu schaffen, vielleicht auch noch den von dem Mann, aber ich schaffte darüber hinaus auch noch zwei weitere Pullis für die kleinen Jungs (deren Weihnachtspullis waren schon fertig) und Kuschelhosen für die beiden, eine Geschenkhülle und einen Tischläufer. Was für ein Marathon - aber der Tag begann toll.
Als ich aus meiner Nähhöhle herauskroch hatte der Mann schon mit dem Frühstückstisch begonnen, alle kamen früher oder später runter und es gab ein kleines Frühstück. Danach stellte ich noch ein paar Geschenke aus der Küche her, das war ein Bonus, denn ein paar der Kindergottesdienstmitarbeiterinnen machten auch beim Gottesdienst mit, dann konnten wir die gleich übergeben. Natürlich wurde dann trotzdem alles etwas knapp, aber egal. Wir liefen zur Gemeinde, dort wurde der Gottesdienst einmal geprobt, zumindest in Kürze und dann ging es los. Die Ausrichtung war in erster Linie auf den Stream, Besucher*innen waren tatsächlich nur 10 Leute, das war gut vertretbar mit den Abständen. Alles lief wunderbar, keine Ausfälle, ich war sehr zufrieden. Noch ein Foto vor dem Weihnachtsbaum, dann gingen wir nach Hause bzw. machten einen Zwischenstopp bei Freunden im Garten um gemeinsam O du fröhliche zu singen. Ich bereitete zwischendurch noch den Weihnachtsbaum bzw. die Geschenke darunter vor und als wir nach Hause kamen war alles sehr schön und gemütlich, die Lasagne duftete im Ofen, die Kerzen leuchteten - Weihnachten.
Dieses Jahr sind die Geschenke etwas eskaliert, hatte ich das Gefühl, ich hatte schon so früh einiges besorgt, dass es irgendwie in Summe ziemlich viel wurde, vieles war gebraucht und deshalb günstig gekauft, aber ja nicht weniger wertvoll für die Kinder. Aber sie freuten sich so sehr über jedes einzelne, dass ich es dann doch wieder passend fand.
Nach dem Auspacken musste ich eine halbe Stunde schlafen, die kurzen Nächte forderten ihren Tribut, aber das passte ganz gut, weil K4 einschlief und die anderen drei ein Spiel ausprobierten. Danach konnten wir noch eine Runde gemütlich zusammensitzen, sogar um mit dem Mann noch ein bisschen seine neuen Klaviernoten auszuprobieren war ich noch fit genug. Schöner Weihnachtsabend! Aber am meisten freue ich mich auf die nächsten Tage, auf die Ruhe und das gemeinsame Ausruhen und Zeit verbringen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Stollen
Lasagne



Sonntag, 1. November 2020
Einmal Ausschlafen, bitte.
31.10.2020
Wie schön, schon wieder ausschlafen! Luxusleben, hier.
Auch wenn Ausschlafen hier natürlich nicht mehr das ist, was es mal war, bin ich schon sehr zufrieden damit, länger im Bett liegen zu bleiben. Da kann ich auch zwischendurch mal eine Runde mit den Kindern kuscheln, spielen, stillen usw. Es gab sogar einen Kaffee im Bett, daran, dass mir der gebracht wird, arbeiten wird noch...
Spätes ausgiebiges Frühstück, dann eine Runde auf den Markt. Einkaufen musste ich leider auch noch. Danach eine Runde Arbeit und noch eine Fahrradtour mit der Mission wie am Freitag: Eine bestimmten Adventskalender zu finden. Der war aber wieder ausverkauft und es blieb bei Schokolade und Apfelpunsch als Ersatzkauf.
Aber K4 freute sich über die Fahrradfahrt. Er entdeckt jetzt auf dem Rücksitz ganz viele Sachen und freut sich sehr über Laster, Busse, Ampel usw. Dabei kann er richtig sauer werden, wenn ich vergesse, ihn an der Ampel drücken zu lassen.
Zuhause mit den großen Kindern einen schnelle Trainingseinheit, das war super und die Kinder waren echt gut dabei!
Dann ging es los zur Gemeinde, letzter Präsenztermin vor dem kleinen Shutdown (außer Gottesdienst, der bleibt offen, allerdings mit sehr reduzierter Zahl der Teilnehmenden und der Vorgabe, dass alle, die können, den Livestream gucken).
Aber diesen einen Termin wollten wir noch wahrnehmen, er war für die Kinder und die werden nächsten Monat noch genug zu leiden haben. Es ging um eine Feier zum Reformationstag. Ich wollte kein Gegenprogramm zu Halloween bieten, aber eine Ergänzung - ein Gegeneinander finde ich dabei kontraproduktiv, aber die Feier des Reformationstags liegt uns als Kirche natürlich näher, als Halloween. Für die Kidner war das gut so, im Grundschulalter verstehen sie ja den Mehrwert einer Reformation schon ganz gut und konnten klar benennen, warum das Thema wichtig ist.
Coronakonformität klappte auch gut, überwiegend waren wir draußen, drinnen sind die Kinder unproblematisch mit Maske und (mit ein bisschen Erinnern) Abstand unterwegs. Für alle war es eine tolle Veranstaltung und dann haben wir uns bis hoffentlich in den Dezember verabschiedet.
Aufräumen und Abwasch führten dazu, dass wir erst um kurz vor zehn wieder Zuhause waren, die Kinder waren entsprechend müde und blieben nur noch kurz auf dem Sofa sitzen.
Schöner Tag.

Gegessen:
Brötchen, Marmelade, Schokocreme
Käse-Lauchsuppe, Punsch vom Feuer



Sonntag, 4. Oktober 2020
Irgendwie ist es mir zu laut...
03.10.2020
Joah, Tag der Deutschen Einheit ist dieses Jahr irgendwie an mir vorbeigerauscht. Letztes Jahr die 30 Mauerfall habe ich stärker wahrgenommen, da waren wir kurz vorher in Berlin. Aber dieses Jahr ist das alles im Nebel der Betriebsamkeit vor Ort verschwunden. Ist jetzt so.
Jedenfalls habe ich den Feiertag damit begonnen K1 dabei zu beobachten, wie er die Treppe runter "schlich". Ich war schon einen Moment wach, aber immerhin ohne Wecker aufgewacht, was will man mehr am Wochenende.
K1 kam dann mit Kaffee und Keksen wieder und wir konnten alle noch im Bett kuscheln und Kaffee trinken. Das war toll.
Dann Samstagsfrühstück mit Ei und dann machte ich mich mit den Kindern auf zur Gemeinde. 13 Kinder, viel Action: Geschichte erzählen, Müllzangen designen, Kuchen im Weckglas backen, Müll sammeln (Thema war: Für andere da sein und ihnen helfen). Es war toll, es war wild, aber es war auch sehr laut.
Im Normalfall macht mir Lautstärke nicht viel aus - aber wenn es anfängt mich zu stören, ist das für mich ein Alarmzeichen. Ich weiß, es gehört dazu - aber es fiel mir dieses Mal sehr schwer. Längeres Aufräumen, Gottesdienstvorbereitung, wir waren erst um halb zwei wieder Zuhause.
Mittagessen, kurze Pause, dann Kaffee und aufgetaute Daimtorte. K1 ging zu einem Freund und ich schnitt zwei Stunden erst Schnittmuster, dann Stoffe zu. Drei Kinder brauchen neue Schlafanzüge, zwei Kinder Hosen - puh! Zum Nähen kam ich nicht mehr und eigentlich bräuchten auch alle Kinder je zwei Schlafanzüge, aber dafür reichte der Stoff nicht mehr - die großen Jungs sind eben wirklich groß.
Genäht wird Sonntag. Oder so.
Dann war auch schon Zeit für's Abendessen, wieder war es so laut - ich muss ein bisschen Ruhe kriegen. Noch eine Woche bis zum Urlaub.
Abends eine Runde mit K2 spaziert, es tröpfelte so vor sich hin, aber er wollte im Wald gehen, da war es trocken und schön dunkel, sodass sich die mitgenommene Taschenlampe lohnte.
Dann Sofa und früh ins Bett, das tat gut.
Taj, war nicht viel mit Feiertag, eigentlich sind die politischen Feiertage die besten für mich, weil ich da dienstlich nichts machen muss, aber das hat diesmal nicht so geklappt. Mal schauen, vielleicht klappt es noch mit einem Feiertagsausgleich in der nächsten Woche.

Gegessen:
Laugenstange, Ei
Reste, in meinem Fall Enchilada und Pizza
Daimtorte



Donnerstag, 11. Juni 2020
Letzter Feiertag vor den Sommerferien
So, nun ist er auch fast rum, unser letzter Feiertag im Feiertagsreigen vor den Sommerferien. Dieses Jahr, mit einem späten Osterfest und frühen Sommerferienbeginn bleiben uns jetzt nur noch zwei Wochen, bis die Kinder wieder frei haben und mir noch vier Wochen bis zum Urlaub.
Fronleichnam ist aus meiner Sicht auch insofern ein super Feiertag, weil ich beruflich nicht eingebunden bin. Dabei dann über Glockengeläut am frühen (naja, Ansichtssache, 9.00 Uhr fühlte sich aber früh an) Morgen mit bestimmt 15 Minuten Dauer zu klagen ist schon Jammern auf hohem Niveau.
Ich habe den Feiertag jedenfalls richtig ausgenutzt und habe bis fast 11.00 Uhr im Bett gelegen. Das war aber auch mal nötig. Zwischenzeitlich sprang immer mal das eine oder andere Kind auf mir rum, aber ich hatte Kaffee, alles gut.
Brötchen wurden mir auch gebracht (der Mann ist echt drei Bäcker abgefahren, weil er keine Lust hatte die Läden zu unterstützen, bei denen die Mitarbeiter keinen Mundschutz trugen, anstehende Leute einfach rein gewunken wurden, obwohl schon alles voll war usw. Im letzten war's dann ganz super. Da gingen wir eigentlich nicht mehr hin, weil die Mitarbeiterinnen sonst immer so unfreundlich waren, aber heute waren sie wohl freundlich und wir sind ja bereit auch mal eine neue Chance zu geben...)
Leckeres Frühstück. Die Twix Creme ist maßlos überschätzt, finde ich - ich hatte sie nur gekauft, weil sie glutenfrei ist und K1 die Chance haben sollte, mal Twix zu probieren, dass darf er ja sonst nicht. Schmeckt zwar nicht wie Twix, aber das weiß er ja nicht. Naja, wird bestimmt leer, aber nicht wieder gekauft.
Dann haben wir ein bisschen rumgerödelt, Rezepte rausgesucht (habe eine Sack Kohlrabi gekauft, der nicht mehr so schön aussah und deshalb runtergesetzt war), einen Schrank abgerückt und Sachen drunter rausgeholt, sowas eben.
Dann waren wir mit den Jungs eine Runde auf dem Bolzplatz - ich freue mich schon, wenn wir drei gegen drei spielen können. Von da aus bin ich gleich Laufen gegangen - sehr schön, lief gut.
Abendessen dann mit Gegrilltem - leider fiel nach der Hälfte die Gasflasche aus, aber Ofen und Pfanne taten es auch. Eis zum Nachtisch für die Kinder - K2 hatte sich vor ein paar Tagen BummBumm ausgesucht. Ich erinnerte mich sofort, dass es das bei uns zu Hause nie gab (das schmeckt euch doch eh nicht) und so widerstand ich dem Reflex zu sagen: Das Klebezeug, damit schmiert ihr euch nur ein und habe es einfach gekauft. K2 war sehr glücklich und hat sich tatsächlich nicht eingeschmiert...
Mehr wird hier nicht passieren, aber so darf das am Feiertag ja auch sein.

Gegessen:
Laugenstange und Laugenbrötchen und anderes Brötchen (muss ja alles getestet werden)
Gegrillte Süßkartoffel und Aubergine, Salat, veg. Würstchen



Montag, 1. Juni 2020
Pfingstaktion und Sommergrillen
Traditionell wird der Pfingstmontag häufig ökumenisch gefeiert. Wir haben das in den letzten Jahren zumindest immer getan. Für dieses Jahr hatten wir sogar ein großes Pfingstfest mit einem anschließenden gemeinsamen Picknick geplant. Die Plakate waren schon seit Monaten fertig und wir hatten gehofft mit einer großen ökumenischen Gemeinde erst zusammen Gottesdienst zu feiern und dann zusammen zu Essen und gemeinschaftlich zusammen zu sein. Tja, schade schade, war wohl nix. Wir hätten wohl den Gottesdienst in reduzierter Form stattfinden lassen können, aber mit der Gefahr, dass wir BesucherInnen abweisen müssen, dass wir nicht singen dürfen usw. haben wir uns schon vor einiger Zeit dagegen entschieden. Aber etwas wollten wir trotzdem machen, also gab es eine gemeinsame Aktion: Innerhalb eines Zeitfensters konnten alle, die wollten, zur zentralen Kirche kommen und da eine kleine Kunstaktion zu einem Pfingst-Thema machen. War nicht so gut besucht wie ein Gottesdienst, aber trotzdem nett und in der Zwischenzeit konnte ich ein bisschen mit meiner Kollegin quatschen, das war sehr nett und sehr spannend.
Damit war der Vormittag dann auch rum. Zum Schluss holten meine Männer mich ab und Zuhause war K4 ziemlich hungrig und musste erstmal gestillt werden.
Der Nachmittag verging irgendwie, ich weiß gar nicht mehr, was wir eigentlich gemacht haben. Wäsche war dabei, Kaffee auch. Kuchen gebacken und gegessen haben wir auch. K3 kam irgendwann vorbei, knallte Lotti Karotti auf den Tisch und sagte: Ich packe aus, wir spielen. Ich sagte daraufhin: Du musst mich zumindest erst fragen, ob ich mitspielen will. Er meinte daraufhin nur verständnisvoll: Ja. K3 pink, Mama blau? Wäre das also auch geklärt. Immerhin spielt er Lotti Karotti nach den Regeln.
Abends haben wir gegrillt, das war fein und jetzt freue ich mich noch am Wer wird Millionär Prominentenspecial, bevor morgen dann zumindest für einen Teil von uns der Alltag wieder startet, K3 hat nämlich erstmals wieder Kita.

Gegessen:
Laugenstange
Kladkakka
Vegetarische Bratwurst, gegrillte Zucchini, Grillkäse und Salat



Sonntag, 31. Mai 2020
Frohe Pfingsten
Das Pfingstfest ist ein Fest, das für mich in den meisten Jahren im Zeichen von Freizeiten, Lagern, Camps usw. stand. Als Jugendliche war ich viele Jahre bei einem Zeltlager als Begleiterin dabei (seit dem weiß ich, dass die Nächte um Pfingsten herum noch sehr kalt sein können), in den letzten Jahren war ich dann häufig mit den Teenies auf einem Camp. Demzufolge bin ich mit Pfingstgottesdiensten gar nicht so versiert. Das hat zu solchen Festen aber auch seine Vorteile, man hat eben noch nicht alles gesehen - Weihnachten ist in der Hinsicht komplizierter.
Heute morgen lief es dann jedenfalls nach dem üblichen Sonntagsablauf ab: Mittelfrüh aufstehen, Kleiderfrage klären, Mittagessen vorbereiten, Frühstück vorbereiten. Dann weckte ich K1, der wieder Technikdienst hatte, wir frühstückten zusammen und dann gings los. Gottesdienst mit nur wenigen BesucherInnen, dabei immer im Hinterkopf, dass via Livestream noch etliche zuschauten und ich die auch nicht aus dem Blick verlieren durfte... Es ist anstrengend. Aber es ist auch wirklich toll. heute gab's für die BesucherInnen Orffsche Instrumente, damit man während der Lieder zumindest ein bisschen mitmachen konnte und das war auch schon was. Und es predigt sich schon deutlich besser, wenn man Reaktionen bekommt.
Im Anschluss eine kurze Auswertungsrunde, ein paar Gespräche auf Abstand und dann ab nach Hause.
Zuhause wartete der Rest der Familie mit Mittagessen. Danach habe ich lauter Kleinigkeiten erledigt: Unkraut jäten, Überweisungskram, Briefe eintüten und abschicken, mit K3 um die Wette zum Briefkasten rennen, Sportprogramm - all diese Kleinigkeiten, mit denen ein Nachmittag dann auch schnell vergeht. Das Elterntelefonat habe ich sogar noch nicht geschafft, unsere Essens/Ausflugszeiten sind einfach zu gegenläufig. Aber gleich werde ich es nochmal versuchen. Aber ein Kaffee auf der Terrasse war auch mit drin.
Jedenfalls war das ein sehr entspannter Nachmittag, und ich bin sehr froh, dass mein Sportprogramm so langsam wieder läuft. Das hat mich doch sehr geärgert, die letzten Wochen, dass ich das einfach nicht geschafft habe... Aber jetzt bin ich wieder im Flow und die Idee das Programm im neu aufgeräumten Keller zu machen, war super: Kein Kind, dass sich zwischendurch auf meine Matte schmiss um "mitzumachen", keins, dass mein Handy schnappt um mal zu gucken, ob man vorspulen kann... Wunderbar. Ich saß sogar zum Schluss noch fünf Minuten unten und genoss die Ruhe.
Bisher bin ich sehr zufrieden mit meinem Pfingstfest.

Gegessen:
Obstsalat und Joghurt (und ich muss endlich lernen, dass Bananen und Milchprodukte bei mir zu Bauchweh führen)
Pfannkuchen aus dem Ofen (auf jeden Fall praktisch, geschmacklich gut, nur das Ablösen vom Blech müssen wir noch üben)
Salat und Laugenstange mit veganer "Leberwurst"



Donnerstag, 21. Mai 2020
Himmelfahrts-Vatertag
Erstmal vorweg: Natürlich ist mir klar, dass heute eigentlich Christi Himmelfahrt ist und ich weiß berufsbedingt natürlich auch warum und wozu. Gegen Sauftouren bin ich auch, vor allem wenn die saufende Gruppe in irgendeiner Form Menschen stört oder Natur zerstört. Darüber hinaus dürfen sich gern alle Männer die wollen(Vater oder nicht) mal versammeln und einen netten Tag miteinander verbringen und wenn sie dabei Bier trinken geht mich das ja letztlich auch nichts an. Wenn mein Mann das gerne wollte? Von mir aus? Wir würden sicherlich darüber sprechen, inwiefern das den Familienalltag beeinflusst und was wir stattdessen machen könnten oder wollten. Aber wenn er mal einen Tag unterwegs sein möchte? Warum denn nicht. Ich habe ja auch mal meine Termine, die in anderer Leute Augen unnötig sind. Kam übrigens tatsächlich in 10 Jahren Ehe einmal vor, dass mein Mann unterwegs mit Freunden war, dann allerdings über ein ganzes Wochenende und ich habe mit meinen Eltern und den Kindern einen mehrtägigen Ausflug gemacht.
Viel häufiger kam es vor, dass er oder ich beruflich unterwegs sein mussten (letztes Jahr beispielsweise war ich mit drei Kindern und schwanger über Himmelfahrt einige Tage allein - und das war auch in Ordnung).
Durch Corona war aber dieses Jahr beruflich nichts notwendig und wir hatten einen feinen freien Tag. Der einzige Bezug zu Christi Himmelfahrt war dabei, dass ich nach 10 Minuten dauerhaftem Glockengeläut der katholischen Kirche nebenan mitteilte (wem auch immer), dass es jetzt ja mal reichen würde. Daraufhin hörten die Glocken auf zu läuten und ich frage mich, nun, ob ich nicht lieber eine Öffnung des Priesteramts für Frauen hätte fordern sollen, wenn das doch so gut klappt.
Ansonsten haben wir hier ausgeschlafen (nur der Vater nicht, der hat Brötchen geholt). Aber das war okay, ich hatten den Schlaf nötiger.
Dann kam die große Vatertagsaktion: Es gar Karten von allen Kindern und eine Quiz-Schatzsuche von den Großen. Dabei war der Schatz (passend zum Vatertag ;)) immer ein Bier aus einem Land, dass die Kinder vorher im Quiz beschrieben hatten und dessen Fahne dann an der Zimmertür hing, in dem gesucht werden sollte. Ob es nun pädagogisch sinnvoll ist, die Kinder Bier schenken zu lassen? ich bin zumindest zwischendurch ein paar Sätze losgeworden bzgl. Besaufen vs. kontrolliert mal ein besonderes Bier genießen. Jedenfalls hatten alle viel Spaß und der Mann hat sich sehr gefreut.
Danach wurde noch ein bisschen rumgearbeitet, Briefe eingetütet und dann haben wir im Rahmen einer Fahrradtour besagte Briefe verteilt. Diesmal war K4 in seiner Autoschale fest im Anhänger verstaut (ja, ein Kinderanhänger mit Überrollbügel) und das gefiel im viel besser, als direkt drin zu sitzen. Er sitzt zwar schon ganz gut im Stuhl, aber so ein ruckeliger Anhänger ist eben was anderes und das fand er beim letzten mal überhaupt nicht gut.
Bis zur Pause war die Tour super, danach habe ich kurz in Googlemaps nach der Route geschaut - und prompt sind wir falsch gefahren. Ich muss endlich lernen, dass ich mich hier in der Gegend gut auskennen und mein Gefühl stimmt, auch wenn Maps was anderes sagt. Aber mit 2km Umweg waren wir dann wieder auf dem richtigen Weg und Dank des Picknicks in der Pause auch nicht zu hangry.
War dann aber auch gut Zuhause zu sein. Nach einem kalten Latte Macchiato war ich auch fit genug das Grillen vorzubereiten und das war dann auch sehr lecker.
Nach einer größeren Wischaktion (es waren ein Kind, eine dumme Aktion und fast 2 Liter Eistee beteiligt) habe ich aber entschieden dass das jetzt genug Familienzeit war und nun liegen alle in ihren Betten und schlafen oder hören CD und ich warte darauf, dass der Mann wiederkommt und wir gemeinsam darüber jammern können, dass das Fernsehprogramm eine Zumutung ist :)

Gegessen:
Laugenstange und Ei, Obst
Apfel, Bergpfirsich und keinen Keks, den hatte K3 sich nämlich schon unter den Nagel gerissen...
Grillkäse, vegetarische Bratwurst und Burger, Kartoffel und Salat



Sonntag, 10. Mai 2020
Muttertag in der Arbeitsedition
Wahrscheinlich wurde schon genug zu Muttertag gesagt und geschrieben, aber ganz komme ich an dem Thema auch nicht vorbei. Für mich ist der Muttertag immer ein Arbeitstag. Manchmal mit weniger Arbeit, manchmal mit mehr, vor einigen Jahren war der Muttertag sogar immer der Abschlusstag unseres Leitungswochenendes, also mit besonders viel Arbeit verbunden. Jedenfalls habe ich seit Ende des Studiums am Muttertag gearbeitet. Vielleicht kommt daher mein "Muttertag-ist-mir-ziemlich-egal" Gefühl. Für mich ist der Muttertag in erster Linie der Tag, an de ich meine Mutter bedenke, allerdings auch das auf einem sehr entspannten Niveau: Meine Schwestern und ich besprechen, wer da sein kann, diejenige kümmert sich dann meist um Blumen und Kuchen, vielleicht besorgt eine von uns noch ein Geschenk und das Telefonat, das wir ohnehin so einmal die Woche führen liegt auf jeden Fall auf Sonntag. Mehr ist es nicht, aber ich glaube, so sind alle Beteiligten zufrieden.
Hier zu Hause ist es sehr unterschiedlich. Dieses Jahr habe ich gebeten, dass wir kein gemeinsames Frühstück machen. Ich habe morgens einen straffen Zeitplan, ein gemeinsames Frühstück führt hier nur zu Stress. Ein gemeinsames Mittagessen haben wir eh, aber da habe ich mich drauf gefreut. Geschenke, gerade selbstgebastelte Geschenke, sind ja immer ein zweischneidiges Schwert. Natürlich freue ich mich, gerade, wenn ich sehe, dass die Kinder sich Mühe gemacht haben. Ästhetik? Naja... Dieses Jahr fand ich sehr schön, dass die Kinder, je nach Alter, sehr konkret aufgeschrieben haben, warum sie mich lieb haben, was sie an mir mögen. Das war schön. Gebasteltes, mit dem mein Mann, eine Erzieherin oder Lehrerin Stress hat, brauche ich eher nicht (auch wenn ich das den Schenkern so natürlich nicht sagen würde :))
Sonst so: Früh aufgestanden, in Ruhe losgekommen, bevor die Jungs aufstanden, gute Gottesdienstvorbereitung im größeren Team. Es gab ein paar klare Ansagen von mir zum Abstand: "Macht, was ihr meint, wenn ihr hier wieder raus seid, aber solange ihr hier seid, ggf. gefilmt werden wir wegen der größtmöglichen Sicherheit Abstand halten. Hier soll sich jeder sicher fühlen, egal wie hoch das persönliche Sicherheitsbedürfnis ist." Das kam auch gut an, da können auch diejenigen gut mit leben, die die Schutzregeln für überzogen halten. Wär das auch geklärt.
Dann einen wirklich schönen Gottesdienst gefeiert - ich bin wirklich dankbar, dass wir wieder mit einem größeren Team arbeiten können. Ich bin keine Einzelkämpferin und auch wenn ich die Nachteile von Teamarbeit sehe und in hohem Maße durchgespielt habe, ist die höhere Kreativität, aber auch die konkrete Umverteilung von Arbeit sehr hilfreich.
Zu Hause gab's dann das Muttertagsmittagessen, aber meine Muttertags-Egalhaltung reichte soweit, dass es mich nicht ernsthaft störte, dass die Kinder recht schnell nicht mehr am Tisch sitzen wollten, sondern im Garten rumliefen.
Der Nachmittag verging mit Ausruhen (bin noch nicht so richtig fit) und dem erwähnten Muttertagtelefonat, diesmal in der Skypedition. Jetzt reichts auch nur noch für puzzlen und Fernsehen (ich bin ja ungefähr der letzte Mensch auf dieser Welt, der keine Streamingdienste nutzt, sondern das guckt, was das Fernsehprogramm hergibt - oder eben nichts) - aber ich lebe damit ganz gut.

Gegessen:
Obst und Joghurt (das Alltagsfrühstück)
Spargel, Kartoffeln, Hollandaise (hat der Mann gemacht, hat er gut gemacht, aber ich bin mir nicht sicher, ob es den Stress Wert ist - ich gebe zu, ich mag die Tetrapackvariante auch gern)
Kuchen (den hatten Mann und K3 auch noch gebacken, das war toll!)

Morgen frei mit ausschlafen, das wird fein!