von Schokocroissants und Matchboxautos
18.03.2021
Ein Schulkind, zwei Kitakinder, K2 macht Distanzunterricht. Es ist noch kälter als gestern, die Kinder bekommen eine Decke mit in Lastenrad und ich überlege kurz, ob nicht auch das Auto denkbar wäre, aber ich rufe mich zur Ordnung: Es regnet nicht, also Fahrrad.
Auch heute wieder schnelles, konzentriertes Arbeiten, denn ich will auch mit K2 eine Frühstückpause im Gehen machen. Ich schätze ihn richtig ein: Für ihn ist es ein Highlight, dass wir zusammen zum Bäcker gehen und er sich ein Schokocroissant aussuchen darf und einen Kakao To Go bekommt. Für ihn ist solcher "Luxus" enorm wichtig, ich ignoriere mein schlechtes Gewissen bzgl. der Einwegbecher. Er ist überglücklich, redet ohne Ende, schwärmt von dem Croissant. Man könnte sagen: Liebe geht durch den Magen. Aber eigentlich ist es so: Wenn ich ihm sagen will: Ich hab dich lieb!, versteht er das über solche Gesten: DU darfst dir etwas besonderes aussuchen, was es sonst vielleicht nicht gibt. Ich habe eine Weile gebraucht, das zu verstehen, K1 ist da ganz anders, und es nicht als konsumorientiert zu werten, jetzt habe ich es ganz gut raus. Es wurde eine tolle halbe Stunde.
Dann Kinder abholen, ich fahre mit K4 zu den Rehen, die sind aber nicht da, aber in der Nähe gibt es Pferde, die sind mindestens genauso gut. Während er guckt bestelle ich das Hochzeitstaggeschenk für den Mann, click und collect ist super, wenn's nach mir geht, könnte ich das für 80% der Käufe im Baumarkt beibehalten.
Dann nach Hause, Mittagessen, diesmal nur kurzes Ausruhen auf dem Sofa, es ist noch viel zu tun. Arbeit, Haushalt, K2 fragt, ob er in den Euroshop darf. So richtig viel spricht für mich nicht dagegen, wir besprechen, dass wir nur kurz bleiben, aber ich wil ihm auch nicht alles verbieten, wir wagen es also. K3 kommt auch mit. Der Laden ist so gut wie leer, die Korbzahl verrät, das wieder deutlich weniger Leute reindürfen als früher noch. Wir sind schnell durch, es gibt Luftballons und Autos für K3, Dinos für K2, alle sind glücklich und wir laufen wieder nach Hause.
Dort brechen K1 und ich sofort zu Klavier auf, diesmal wieder in Präsenz, aber mit Maske. Ich kaufe in der Zeit ein, Osterschokolade ist damit definitiv genug im Haus.
Rückfahrt, ich schreibe dem Mann schonmal, dass der mit den kleinen Jungs anfangen soll Abendbrot zu essen. Wir haben nämlich abends noch eine Sitzung, bei der wir beide sein sollten.
Als K1 und ich zuhause sind, sind die anderen fertig, wir essen schnell nach, dann gehen alle ins Bett und ich komme gar nicht so sehr zu spät zu meiner Sitzung. Ende ist um zehn, gute Zeit für's Bett...

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Eier in Senfsauce, Kartoffelbrei, gebackener Blumenkohl
Gemüse, frisches Brot (die Brotbackmischungen bewähren sich bei uns und ich habe auch nur ein minimal schlechtes Gewissen, dass ich den Teig nicht selbst anmische...)