... und werden nicht enttäuscht
28.02.2021
oder zumindest nur so ein bisschen. Erstes Eis auf die Hand des Jahres am 28.2. ist eine ganz gute Quote.
Erstmal steht allerdings frühes Aufstehen, ich bin beauftragt Kuchen zu backen und will zumindest einen Teil des Mittagessens vorbereiten, weil das etwas aufwändiger ist.
Als ich die Kinder wecken muss bin ich fast fertig. Wir essen zügig, weil wir alle pünktlich im Gottesdienst sein müssen, ich zum Einsingen, die Kinder für die Technik. Der Gottesdienst ist schön, ich bin allerdings von K2 abgelenkt, der einerseits gelangweilt ist, weil er bei der Predigt nicht folgen kann und will und das sehr deutlich macht, andrerseits aber auf dem Tablet rumtippt und es nicht leise gestellt hat. Ach ja. Nicht so einfach, wenn man Verantwortung übernehmen will, das aber manchmal so langweilig ist.
Hinterher wieder mal die Anfrage: Wann werden wir lockern? Können wir nicht mehr Leute zulassen? Andere Gemeinden machen Kindergottesdienst. Ich erkläre wieder, ich begründe wieder, aber vieles wird vom Tisch gewischt mit der Aussage: Aber ich habe keine Lust mehr. Ja. Ich auch nicht. Ich hatte noch nie Lust zu Pandemiebedingten Einschränkungen. Aber ich (und ich glaube die meisten Eltern in meiner Umgebung) priorisieren einfach anders. Da ist nicht der Kindergottesdienst das erste, was wieder besucht werden will und soll. Vorher wollen wir alle unsere Eltern wieder sehen. Und auch die Schule erscheint uns wichtiger als Kindergottesdienst. Aber vielleicht liege ich ja falsch. Diese Debatten sind so anstrengend und wieder einmal wünschte ich, dass unsere Landesregierung nicht immer alles auf die Kirchen selbst abwälzen würde sondern klar sagen würde: Gottesdienste zu oder Gottesdienst auf.
Ich hoffe so sehr auf Schnelltests.
Meine Laune ist mäßig, als wir nach Hause gehen, aber ich versuche sie wegzuatmen, die Kinder können nichts dafür. Wir machen einen Schwenk zum Eisladen - leider immer noch nicht offen. Aber auf dem Rückweg sehen und hören wir einen EIchelhäher.
Zuhause erwarten und der Mann mit K3 und K4 mit Mittagessen, so schön.
Wir essen, dann muss ich mich hinlegen. Die Spannungskopfschmerzen lassen zuverlässig nach mit einer Runde Schlaf und Wärme, aber die muss ich dann eben haben.
K2 verabredet sich mit einem Schulfruend für Fußball draußen, aber plötzlich stehen beide vor dem Sofa und wecken mich. Ich bin ziemlich angefressen, so war das nicht gedacht. Der Mann hat eine ViKo, ich schicke beide wieder raus. K2 kommt zwei Minuten später wieder rein, er hat seinen Freund nach Hause geschickt, sie wussten nichts mehr miteinander anzufangen. Ich ahne, dass es daran lag, dass die Herren lieber PC gespielt hätten - aber ich wollte das absolut nicht. Dann eben nicht miteinander.
Ich stehe auf, der Mann ist jetzt auch fertig. K1 ist bereit mit seinem Freund draußen zu spielen, wir anderen machen noch einen Spaziergang, verbunden mit Geburtstagsbesuchen an der Tür. Auf dem Weg noch ein trauriger Blick auf den Eisladen, aber, so ein Glück, der andere Eisladen hat geöffnet. Was für ein Glück, dass ich Geld dabei habe... Ich mag das Eis da nicht, aber das ist der U9 Fraktion egal. Also Eis für drei Kinder, während sie essen macht der Mann den Geburtstagsbesuch. K3 folgt ihm, als er sein Eis aufgegessen hat. Er will den Hund sehen. Danach ist ihm kalt, ich trage ihn nach Hause. Auf dem Weg sammeln wir K1 ein.
Da ich den Ärger vorprogrammiert sehe, der sich ergibt, wenn K1 vom Eis hört, nehme ich ihn mit für den zweiten Geburtstagsbesuch und erzähle ihm auf dem Weg davon. Er ist enttäuscht, aber mit der Alternative "Eis zu Hause" zufrieden und ich freue mich, dass er eben nicht ausgerastet ist, sondern sich Alternativen hat zeigen lassen. Das Geburtskind freut sich sehr, wir quatschen kurz an der Tür und sind dann rechtzeitig zum Abendessen zurück.
Abendessen, Kinder ins Bett bringen, dann Kitchen Impossible, rechtzeitig vor dem vierten Ort ins Bett. Besser wäre noch einen Wettbewerb früher, nächstes Mal.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Spitzkohlpizza
Brot, Gemüse