Freitag on fire
26.02.2021
Üblicher Ablauf am Morgen, ich bin etwas angespannt, weil die Predigt zwar gedanklich ein paar Punkte hat, aber noch kein Satz geschrieben ist. Aber es wird schon werden, ich denke während des Kochens und Frühstück machen etwas darüber nach, dann bin ich recht entspannt, dass das alles fertig werden wird.
Frühstück mit den Kindern, die großen Kinder lesen wie immer ihre Tagesabreißkalender vor und das ist schon sehr cool - ich hoffe ich merke mir alles, falls ich diese Fragen mal bei Wer wird Millionär gestellt bekommen :)
Die kleinen Jungs gehen in die Kita, es ist sehr entspannt, weil ich dank des gemeinsamen Frühstücks keine Brotdosen vorbereiten muss, außerdem finden sie das eh cooler als die mitgebrachten Brote.
Als ich zurück bin ist K2 schon wieder hab fertig, K1 sitzt in seiner Konferenz. Ich beginne gleich mit der Predigt und kann mit wenig Unterbrechung arbeiten, eigentlich muss ich zwischendurch nur ein paar Sachen für den Gottesdienst klären.
Mein Emailprogramm geht wieder, das war Dank Serverwechsels ein 40 Stunden down, das ist ja immer schon ein bisschen kribblig, man weiß nie, was zwischendurch passiert. Die Bestatterin ruft an, Termin für Beerdigung ausmachen, gleich im Anschluss Termin für's Vorgespräch ausgemacht, dann wieder an die Predigt.
Ich werde so gerade rechtzeitig zum Abholen fertig, eigentlich schon fünf Minuten zu spät, aber das ist dann eben so. K4 freut sich, dass ich komme, wir fahren zum Bauernhof, Milch für's Wochenende holen und mal gucken, ob der Lieblingsquark vom Mann zu kriegen ist. Ist er, gleich mal drei Gläser mitgenommen, hamstern Deluxe. K4 war schon beim Abholen kritisch, weil er keine Brotdose mit Resten entdecken konnte - wie auch, wenn er keine hatte... Also noch Kekse gekauft, um den großen Hunger bis zum Mittagessen zu überbrücken. Erstaunlicher weise treffe ich das erste Mal auf einen wirklich freundliche Mitarbeiter im Hofladen. So gern ich die Produkte da kaufe, so sehr scheue ich den Laden, weil die Mitarbeiterinnen immer minimal schmallippig, maximal auch wirklich unfreundlich sind. Ich kann mir nicht erklären, warum - ich habe den Eindruck, dass sie sich an K4 stören, der aber immer nur lieb im Einkaufswagen sitzt, also nicht Regale ausräumt oder so. Oder es nervt sie, dass ich immer nur ein oder zwei Liter Milch und ein bisschen Joghurt kaufe. Steht natürlich nicht dran, dass ich ohnehin schon eine gemischte Obst und Gemüsekiste pro Woche von ihnen bekomme und damit sicherlich mehr Geld da lasse, als andere. Wäre aber mMn auch egal, auch mit zwei Liter Milch pro Woche darf man freundliche Behandlung erwarten. Ich weiß es nicht. Vielleicht sind die Mitarbeiterinnen auch in einem Integrationsprogramm und noch nicht so geschult im Umgang mit Kunden, anders kann ich mir das da nicht so richtig erklären. Heut aber ein Mitarbeiter, der superfreundlich war und auch noch Smalltalk machte. Geht doch. Hebt gleich die Laune.

Das ist auch besser so, K3 hat schlechte Laune als ich ihn abhole. Auch die Aussicht auf Kekse entlockt ihm nur ein müdes Lächeln. Erst als ich die Kekse raushole lebt er auf: Wirklich? Kekse? Für mich? Danke Mama! - Anscheinend hatte er mir erstmal nicht geglaubt, warum auch immer. Fröhliche Kinder auf dem Rückweg, die gar nicht mal so viele Kekse aßen.
Zuhause schnelles Auspacken, dann gibt es Mittagessen.

Nachmittags bin ich eingetragen um eine Stunde die 24-Stunden Gebetskette der Gemeinde zu übernehmen, ich sitze also im Arbeitszimmer und bete und das ist sehr entspannt. Dann gehe ich mit K2, K3 und K4 auf dem Rücken noch zu einem Geburtstagsbesuch. K1 besucht einen Freund, nachdem K2 jetzt wieder in der Schule ist, will ich ihm zumindest einen Freund erlauben.
Da das Geburtstagskind in der Nähe der Gemeinde wohnt, lasse ich K2 und K3 zusammen zum Fensterkindergottesdienst, mit dem Wissen, wo sie klingeln können, wenn sie Probleme haben. Klappt aber alles super und der Besuch ist nur kurz, weil dann das Telefon klingelt.
Als wir zurücklaufen wird es merklich kühler, die Sonne geht unter und wir freuen uns auf's Feuer, das wir Zuhause geplant haben, als Wochenabschluss.
Der Mann hat schon alles vorbereitet, wir machen es uns gemütlich, grillen Würstchen am Stock und machen Stockbrot. Das ist sehr cool und wir sollten das wirklich öfter machen, man muss nur darüber hinwegsehen, dass hinterher alles stinkt... Ich dusche gleich im Anschluss, das ist aber nur mittelmäßig hilfreich, denn K3 schläft ungeduscht in unserem Bett. Egal.
Als alles weggebrannt ist, sitzen wir noch eine Weile auf dem Sofa, dann gehen wir früh ins Bett, K1 und ich haben nämlich noch eine Gebetszeit mitten in der Nacht.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Tomatenrisotto, Salat
Stockbrot, vegetarische Würstchen