Die Monotonie wird um Schlittenfahren ergänzt...
... aber ansonsten bleibt alles beim Alten.
11.02.2021
Was der Lockdown nicht geschafft hat, hat der SChnee geschafft, es steht wirklich nahezu alles still. Und auch wenn ich es aus betriebswirtschaftlichen Gründen verstehe, dass eine Stadt, in der es ungefähr alle 5 Jahre zu mehr als 10cm Schnee kommt nicht so viele Räumfahrzeuge vorhält, wie es bräuchte, um diesen Schneemassen gerecht zu werden, bin ich doch ein wenig verwundert, dass nach vier Tagen immer noch nichts funktioniert.
Immerhin die Bank geht wieder auf, wie ich auf einem Weg feststelle, als ich bei Freunden etwas vorbeibringen will. Aber ein Räumfahrzeug hat unser Stadtteil noch nicht gesehen. Der örtliche GaLa Bau fährt auf Wunsch oder Beziehung mal die eine oder andere Nebenstraße an und verschiebt ein bisschen Schnee, aber so richtig erfolgreich ist das nicht. Es wurde stolz verkündet, dass der Bus wieder fährt - es fährt allerdings nur die eine Linie, die nur auf der einen Hauptstraße fahren muss. Alles andere liegt noch brach und ich sage die Allergiespritze von K1 ab. Dazu müsste ich über Straßen fahren, die noch ein Stück höher liegen als wir hier und wenn ich die normale Parkplatzsituation an der Kinderarztpraxis in Betracht ziehe, halte ich es für nahezu unmöglich, dass ich dort irgendwo legal parken kann und danach auch wieder rauskomme - also verschieben wir das.
Die Klavierlehrerin sagt die Klavierstunde ab, da habe ich allerdings den Verdacht, dass sie an einer kleinen oder größeren Geburtstagsfeier teilnimmt. Aber ich beschließe nicht darüber nachzudenken, nicht mein Zoo, nicht meine Affen, K1 macht Klavierunterricht weiter online und vielleicht stimmte es ja auch nicht.
Der Tag läuft so dahin, ich bereite viel vor, am Wochenende steht ein großer Kopiereinsatz und dann Anfang der Woche ein großer Falt-und-in-Briefkuverts-Packeinsatz an. Wir verschicken für die Fastenzeit Briefe an die ganze Gemeinde, dazu gibt es ein paar schöne Gimmicks, Tee und Süßigkeiten, Knete, Ausmalbilder usw. Das muss dann alles individuell nach Haushaltsmitgliedern angepasst werden und das wird noch ziemlich viel Arbeit. Und verteilt werden muss ja auch noch, einen Teil werde ich verschicken, aber einen Teil bringe ich hin, das lohnt sich hier im Stadtteil und Anfang der Woche taut es wahrscheinlich, dann kommt man auch wieder durch.
Aber so verbringe ich den Tag mit Texte schreiben, Ideen sammeln usw. natürlich unterbrochen von Motivation für die Kinder und Kuchen anreichen.
Nachmittags gehen wir noch eine Runde Schlittenfahren, die Kinder hatten K3 heiß gemacht, dass es am steilen Berg ja noch viel besser wäre. Sah K3 letztlich nicht so. Aber nach jeder Landung im Schnee steig er tapfer wieder auf und versuchte es erneut. Aber er war nicht traurig, dass ich früh zurück sein musste, um eine Besprechung mit dem Kindergottesdienst wahrzunehmen.
Abends also Besprechung, Abendessen, um acht wieder einen Termin. Diese Termine online wahrzunehmen sind in so vielerlei Hinsicht leichter für uns als Familie, trotzdem hieß es zu Ende schon: Nächstes mal, in einem Monat, klappts ja vielleicht auch wieder in Präsenz. Das glaube ich eh nicht, aber auch ansonsten würde ich gern mehr Termine online wahrnehmen, dann brauchen wir nicht immer einen Babysitter.
Ich gehe früh ins Bett, ich bin abends schon so müde, ich glaube, die Kälte macht das.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Spinat, Kartoffel, Ei
Salat