Familienalltag, Seminar und vorläufiger Kita-Abschied?
11.12.2020
Dieser Tag passt hervorragend zum Rest der Woche.
Diesmal war ich allerdings schlau und stand um vier auf, dadurch war dann genug Zeit für alles, was nötig ist. Ich stelle fest: Es ist leichter für mich, eine halbe Stunde früher aufzustehen, als länger zu schlafen und mich dann zu hetzen und am Ende doch nicht alles zu schaffen. So ging es aber dann gut.
So schaffte ich es ganz gut, die Kinder pünktlich in die Kita zu schicken und noch schnell einzukaufen und Zuhause trotzdem noch eine Beitrag für den Adventskalender unserer Gemeinde vorbereiten. Dann kam noch die normale Arbeit hinterher.
Als ich K4 abholte, schlief er und war nicht sehr erbaut, dass er einen Helm aufsetzen sollte, geschweige denn ins Fahrrad gesetzt werden sollte. Also ging ich eine Runde mit ihm spazieren, teilweise ging er selbst, teilweise trug ich ihn und wir bewunderten die Weihnachtsdeko der Nachbarschaft. In einem Garten gibt es einen Garten mit einem ganzen Rentierschlitten mit Weihnachtsmann und Geschenken - da müssen wir unbedingt mit K3 nochmal hin.
Währenddessen checkte ich die Nachrichtenlage und sah erstaunt und erleichtert, dass Herr Laschet anscheinend doch Vernunft angenommen hat und die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt werden soll. Puh.
Beim Abholen von K3 gab ich das gleich an die Kitaleiterin weiter und kündigte an, dass wir die Kinder wahrscheinlich für den Rest des Jahres Zuhause behalten würden. Sie unterstütze und verstand das, was aber erstaunt über die Entwicklung - tja, nur ein paar Stunden später ist unser Verhalten nicht mehr erstaunlich, sondern das einzig richtige was man machen kann, wenn man das jobtechnisch einrichten kann.
Wir werden sicherlich in den nächsten Tagen nochmal zur Kita fahren und kleine Geschenke für die Erzieherinnen vorbeibringen, wir müssen ja auch noch den Rentierschlitten angucken, aber da wir die Möglichkeiten haben unsere Jobs danach auszurichten betreuen wir natürlich die Kinder Zuhause und verringern damit für die Familien, die auf Betreuung angewiesen sind, die Ansteckungsgefahr.
Zuhause gab es bei K2 trotzdem erstmal Tränen, dass er jetzt erstmal seine Freunde nicht mehr treffen darf. Für ihn ist es besonders schwer und wir versprachen Geschenkübergaben an der Tür und Telefonate zu ermöglichen. Es wird schon gehen.
K3 hat das Ganze noch nicht so realisiert, aber die Aussicht auf Weihnachten tröstet ihn im Moment über alles hinweg.
Zuhause gab es dann jedenfalls Mittagessen und dann verschwand ich ins Arbeitszimmer und leitete mein Seminar, dass mich schon die ganze Woche beschäftigt hatte. Es ging alles sehr gut und abends konnte ich dann müde aber zuversichtlich auf den nächsten Seminartag am Samstag gucken.
Trotzdem war der Abend geprägt von Ausruhen, mehr war nicht drin.

Gegessen:
Joghurt, Apfel
Fisch mit Reis und Erbsen
Salat