Die große Haustierfrage (für's erste nochmal abgebogen)
19.11.2020
Seit einigen Tagen kommt hier immer wieder die Frage nach einem Haustier auf. Irgendwann sind die Kinder ja alle in dieser Phase, K1 anscheinend jetzt gerade.
Nun ist es ja grundsätzlich so, dass wir gern lange in den Urlaub fahren, ich eine starke Allergie gegen alle möglichen Tiere habe, vor allem aber Stroh überhaupt nicht vertrage. In einen Pferdestall habe ich seit Jahren keinen Fuß mehr gesetzt.
Dazu kommt, dass ich einfach keine Tiere mag. So, jetzt ist es raus. Ich habe kein Herz für Tiere. Mein Herz schlägt nicht schneller wenn es Tiere sieht, ich quietsche nicht bei niedlichen Tierbildern, ich kuschle nicht gern mit Tieren. Ich finde manche Tiere ganz interessant und beobachte sie ganz gern. Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Tierquälerei, allerdings von einem intellektuellen Standpunkt aus. nicht, weil es mir das Herz zerreißt. Kurzum: Ich möchte kein Haustier. Andrerseits kann ich den Wunsch von K1 schon nachvollziehen, ich hatte als Jugendliche auch mal Hamster und fand das schon ganz cool, von daher würde ich ihm dieses Erlebnis gönnen. Es müssten allerdings die Bedingungen erfüllt werden, dass ein Leben bei uns sowohl für das Tier schön ist, als auch für mich keine Einschränkungen im Wohlbefinden passieren, oder jedenfalls nur minimal. Dazu passt eigentlich nur Tierhaltung im Garten. Hühner fände ich ja wieder cool, aber wir mögen unsere Nachbarn und sie uns und das will ich nicht überstrapazieren. Kaninchen wären für mich denkbar. Die kann man kuscheln, die leben nicht ewig, aber schon länger als so ein Hamster, die kann man auch mal woanders hinbringen und da füttern lassen, wenn man länger weg ist. Aber das geht natürlich jetzt nicht, die müssen sich ja an allmählich fallende Temperaturen gewöhnen, wenn sie draußen wohnen sollen. Also frühestens im Mai. Das stellte K1 nicht zufrieden und so kam ich auf die glorreiche Idee, statt Haustieren erstmal "Gartentiere" vorzuschlagen: Vögel, das Eichhörnchen, das ich am Vogelfutter gesehen hatte, Igel usw.
Das kam über die Maßen gut an, sofort wurde recherchiert, was es zu Essen geben sollte, ein Einkaufszettel geschrieben, eine neue Futterstation aufgehängt und bestückt.
Ich kaufte Nachmittags während K1 Klavier spielte Nüsse und Kerne und jetzt werden wir mal sehen, wie das klappt (und ob wir uns vielleicht auf diese Tiere beschränken können).
Ansonsten ein normaler Arbeitstag, abends spät noch eine Sitzung, zu der ich verspätet kam, weil manche Kinder nicht schlafen wollten. Wieder trocknet die Wäsche schlecht, ich weiß auch nicht, wie das weitergehen soll - doch ein Trockner?
Egal, keine Hirnkapazitäten dafür im Moment, es wird sich schon was ergeben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel. Johannisbeere
Kartoffelbrei, gemischtes Backofengemüse
Rohkost und Brot