kurze Dienstagsrunde mit Glück in der Bibliothek
17.11.2020
Ein ganz normaler Tag. Morgens ist alles ein bisschen kanpp und ich frage mich, was ich tun muss, um mich endlich mal nicht gehetzt zu fühlen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses "schnell noch dies, schnell noch das die Erkennungsmelodie meines Lebens ist und das gefällt mir nicht. Aber ich weiß auch noch nicht genau, wie ich das ändern will oder soll.
Aber jedenfalls schaffen wir alle Kinder in ihre jeweiligen Einrichtungen, alle sind satt und halbwegs zufrieden, das Mittagessen steht im Ofen bzw. auf dem Herd und ich sitze schließlich mit Kaffee am Schreibtisch. Der MAnn übernimmt die Videokonferenz und das ist gut, weil ich, nachdem ich das Nötigste vom Schreibtisch geschafft habe, ebenfalls in eine lange Konferenz verschwinde - es geht mal wieder um technische Dinge. Das Gnaze ist schon faszinierend und erleichtert die Arbeit wirklich, der Vorlauf ist aber auch immer wieder umfangreich.
Zu schnell vergeht der Vormittag, aber was will man machen, K4 muss abgeholt werden. Der hat es erstmals geschafft, nicht einzuschlafen, während er in der Kita ist und ist entsprechend müde, als ich ihn abhole. Weil es regnet habe ich das Dach auf dem Lastenrad und er kann sich an die Plane lehnen und schlafen, zumindest, nachdem ich mit ihm beim Hofladen war und Quark im Glas gekauft habe.
Dann kommt K3 dazu und kümmert sich rührend um seinen schlafenden Bruder. Das ist schon cool, wie die beiden zusammenhalten.
Zuhause dann Mittagessen, alle sitzen am Tisch und keiner hat was zu meckern, zumindest nicht am Essen, an den Tischmanieren habe ich schon zu meckern, aber wir breiten hier mal den Mantel des Schweigens aus.
Irgendwohin verschwindet der Nachmittag, ich kann es nicht mehr so richtig rekonstruieren, aber schon bald ist es vier und ich will mit den Jungs los auf ihre vorgezogene Dienstagsrunde. Leider fehlt eine CD Hülle, die Suche dauert relativ lange, es wird immer später, aber schließlich kommen wir doch los (ohne Hülle). Das ist dann aber nicht so schlimm, die Kinder kommen sogar um eine Strafzahlung rum und suchen sich noch ein paar neue CDs aus - aber ich glaube, sie werden besser auf die Hüllen achtgeben.
Dann eine Runde durch den Kramladen, Taschengeld loswerden - das Furzkissen erlaube ich, bei noch mehr Autos streike ich aber, wir haben wirklich genug. Auch Pistolen verbiete ich, nichts gegen Waffen, aber auch da haben wir reichlich, sie fliegen überall rum und keiner spielt damit.
Aber sie sind zufrieden und glücklich ihr Geld ausgegeben zu haben und ich finde tatsächlich auch noch ein paar Sachen für den Adventskalender.
Dramatisch wird es, weil wir nicht mehr genug Zeit haben Brötchen zu kaufen - aber schon vor dem Supermarkt steht eine Schlange, es geht einfach nicht.
Das ist natürlich erstmal enttäuschend, aber sie fangen sich ganz gut wieder und ich kann drei halbwegs entspannte Jungs Zuhause abliefern.
Ich gehe dann gleich weiter zur Gemeinde, letzter Termin des Tages, der auch bis 20 Uhr begrenzt ist, weil der Mann dann einen weiteren Termin hat.
Um kurz vor acht bin ich da, aber der Mann hat den Termin schon abgesagt - seine Gelenkschmerzen schränken ihn wieder so sehr ein, dass das nicht geht, so bleiben wir noch einen Moment auf dem Sofa sitzen und gehen dann früh ins Bett. Auf dass es morgen besser werde...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Birne
Semmelknödel, Rotkohl und the Wonder Burger
Salat