Einkaufstour ohne Frühstück
16.11.2020
Eine neue Woche, ein neuer freier Montag. Der begann natürlich trotzdem früh. In der ersten Lockdownzeit, als die Kinder eben keinen Unterricht in der Schule hatte, passten sie sich meinem Rhythmus an: Sie arbeiteten so, dass sie ihren Stoff in vier Tagen schafften und machten dann am Montag mit mir zusammen frei. Das war sehr schön, könnte ich gern mal wieder so haben. Aber wenn es dazu kommen sollte, dass der Unterricht doch nochmal von Zuhause aus läuft, wird das ja anders strukturiert, ich werde also damit leben, dass mein freier Tag eben früh beginnt - so hab ich ja auch mehr davon.
Jedenfalls stand ich früh auf, brachte alles auf den Weg und hatte Zeit zu bloggen. Die Kinder kamen auch alle mehr oder weniger willig aus dem Bett, K3 freute sich sehr, dass er wieder in die Kita darf.
Als dann alle weg waren nahmen der Mann und ich uns noch Zeit für einen Kaffee und dann brachen wir auf zu einer größeren Einkaufstour. Ich vermisste es schmerzlich, dass wir uns auf dieser Runde nicht vorher oder zwischendurch auf einen Kaffee oder ein Frühstück in ein Café setzen konnten. Aber nun gut.
Ich brauchte Stoffe, einerseits für weihnachtliche Masken, andrerseits für Tischläufer und dann auch Sweatstoffe für 5 Weihnachtpullover und ein Geburtstagsshirt. Für K1 habe ich schon ein sehr schönes Panel, aber das braucht ja auch noch anderen Stoff. Diesmal ist der Weihnachtsstoff tatsächlich einfarbig, mal schauen, ob ich da noch etwas draufsticke...
Dann mussten wir zu Ikea, es brauchte neue Kleiderhaken und vor allem Einsatzkästen für unser Spieleregal. Nachdem wir ein halbes Jahr hinter K4 hergeräumt hatten, reichte es mir und wir überlegten mal einen Moment, welche Lösung es geben könnte. Nach ein paar Minuten kamen wir drauf: Kästen, in die die ganzen Spiele reingestellt werden, dann kommt er zumindest nicht mehr so schnell dran. Der Nebeneffekt, der mir erst später aufging, ist, dass wir so relativ gut rauskriegen, welche Spiele davon überhaupt gespielt werden und den Rest dann entsorgen können.
Das war also alles sehr erfolgreich, dann noch schnell rote Linsen aus dem türkischen Supermarkt geholt und dann mussten wir auch schon zurück: Der Mann hatte einen Zahnarzttermin, ich musste K4 abholen. Es war überall fürchterlich voll, in den Läden, auf den Straßen - mir scheint, Menschen haben sich freigenommen um vor weiteren Einschränkungen nochmal einzukaufen? Ich verstehe es nicht, auf so vielen Ebenen.
Ich holte K4 ab, wir fuhren schnell einkaufen, ich wollte noch Brot für die Suppe am Mittag holen. Das war sehr sehr gut, denn als wir K3 abholten, bekam dieser zwei Weckmänner mit, im Nachgang zu St. Martin. Das Problem dabei ist: Solche süßen Hefeteige darf K3 in den meisten Fällen nicht, da ist immer entweder Milch oder Butter drin.
Das war hart. Ihm standen die Tränen in den Augen, er versuchte tapfer zu sein, aber es war schon schwierig. Aber er schaffte es, zu widerstehen und aß stattdessen eins der Brötchen für's Mittagessen. Ich war so stolz auf ihn - es gibt leider immer mal so Situationen, die ich nicht antizipieren kann und in denen sich die Kinder, die nicht alles essen dürfen, ausgeschlossen fühlen - meistens kann ich das vorher abbiegen, oder eine Alternative dabei haben, manchmal klappt das nicht. Großes kleines K3.
Zuhause dann Mittagessen und natürlich noch Weckmann-Backen, K1 profitierte auch gleich. Ich ging mit K2 zum Augenarzt und wir gratulierten mit großem Abstand einer Freundin, die über ihren Geburtstag in Quarantäne ist (vorsorglich). Dann ging's nach Hause und es gab Weckmänner für alle. K1 und 3 schlugen so zu, dass ich Abendessen als unnötig einstufte.
Dann allgemeines rödeln, Hausaufgaben machen, ich schlief noch einen kurzen Moment. Der Mann badete die kleinen Kinder und ich machte mich auf zur Joggingrunde. Große Runde, aber mit vielen Pausen, ich war nicht ganz zufrieden, vielleicht schaffe ich es im Laufe der Woche nochmal allein eine längere Strecke durchzulaufen.
Daheim erste Durchsicht der Adventskalendergeschenke - scheint auf einem guten Stand zu sein, das Einpacken wird die größte Herausforderung...
Dann war's spät, ich musste schlafen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Johannisbeere
Erbsensuppe
Hefegebäck