Legoabschluss und ein großes Eis
Das Wochenende neigt sich dem Ende entgegen und die Legostadt wurde im Rahmen eines Familiengottesdienstes eröffnet. Das war sehr schön und sehr herausfordernd für mich und sehr viel Arbeit, aber am Ende stelle ich ja immer wieder fest: Es lohnt sich. Ich könnte hier jetzt von strahlenden Kinderaugen sprechen und es wäre auch wirklich wahr, aber für mich etwas zu pathetisch. Aber Fakt ist, dass 40 Kinder wirklich glücklich und stolz ihre sehr kreativen Bauten zeigen konnten.
So ein Gottesdienst ist ja immer besonders herausfordernd, wenn die Besucher*innen sehr durchmischt sind: Gemeindemitglieder, Menschen, Christen, die aber aus ganz anderen gemeindlichen Hintergründen kommen, Nichtchristen - und dann die Altersstruktur: Von unserem K4 mit jetzt einem Jahr bis zu über 80-jährigen war alles dabei und ich hatten den Anspruch dass auch theologisch für jeden zumindest etwas Kleines dabei ist. Man sagte mir, das wäre gelungen - ich kann zumindest sagen, ich habe mein Bestes gegeben.
Dazu der Infektionschutz und so richtig durchatmen werde ich erst in einer Woche, aber ich bin der Meinung, dass wir weit mehr gemacht haben, als alle Richtlinien einzuhalten.
Einer der besten Momente für mich persönlich war die Zeit, als wir nach de Gottesdienst draußen in der Sonne auf der Treppe saßen, mit Kaffee, und uns unterhielten: Mehrere Frauen, die ich aus ganz unterschiedlichen Bezügen kenne, manche jetzt erst kennen gelernt habe, manche nochmal in einem neuen Zusammenhang treffe. Unsere Kinder befreunden sich, man trifft sich auf unterschiedlichen Events und ich merke, dass mein Netz in dieser Stadt immer dichter wird. Das ist so ein Heimatgefühl für mich. Dieses Netz an Frauen in meinem Alter, die alle arbeiten, sich Gedanken machen um diese Welt, um Erziehung, um Sinn im Leben, die ihre Kinder lieb haben und trotzdem die Augen über sie verdrehen - die lassen mich (nochmal pathetisch) daran glauben, dass es gut gehen kann mit unserer Welt.
Naja, dann rief die Pflicht, alles musste wieder abgebaut werden. Viele Helfer, viele, die schon seit Jahren dabei sind und deshalb immer besser werden in dem, was sie tun - so waren wir um halb drei fertig und das ist Rekord. Ich wartete noch auf die Abholer aus der nächsten Stadt und traf mich dann mit dem Rest der Familie an der Eisdiele, das Geschwister-Geburtstagsgeschenk war nämlich ein großes Eis. Das war sehr lecker und nahezu wespenfrei (dafür wurde es kalt, irgendwas ist ja immer), wir wurden noch angesprochen, was für liebe Kinder wir hätten. Da fällt mir dann immer nicht viel zu ein: Ja. Aber auch nicht immer. Das ist grad nur Glück...
Zuhause wurden dann noch ein paar weitere Geschenke ausgepackt, ein kleiner Tisch zusammengebaut und die Kinder machten sich die Pommesreste von gestern warm. K2 wollte dann auch noch Nudeln von gestern haben und stellte die Auflaufform samt Plastikfolie in die Mikrowelle. Ja. Die Küche riecht immer noch nach Plastik, aber immerhin ist nichts in Flammen aufgegangen.
Dann Einschlafbegleitung, K4 schreckte immer wieder hoch, als ob er wüsste, dass er morgen einen aufregenden Tag hat. Oder eben schon einen aufregenden Tag hatte und das erstmal verarbeitet.
Puuh, gut, das Montag frei ist, nach so einem Wochenende. Aber toll war es !

Gegessen:
Joghurt, Johannisbeeren, Apfel
Karamelleisbecher
Nudelreste, gefüllte Pizzabrötchen (merke: weniger ist mehr, die ungefüllten sind besser und schmieren nicht so rum)