Viele kleine Portionen machen doch satt
06.08.2020
Viele kleine einzelne Aufgaben hintereinander hinterlassen mich am Ende des Tages müde, selbst wenn ich nur 6000 Schritte und keinen Sport gemacht habe - dafür war einfach keine Zeit.
Also, der Tag begann früh, Projekt "Gewöhnung an frühe Aufstehzeit" läuft. Wecker um sechs Uhr, morgen ist das Ziel für's erste erreicht. Wobei ich mir unsicher bin, ob ich nicht, wenn die Schulzeit wieder beginnt, noch etwas früher aufstehen muss, damit ich noch bloggen kann. Mal schauen.
Frühstück- und Mittagessensvorbereitung, dann bloggen und die ersten Emails abarbeiten. Vor dem Frühstück schaffe ich meist einiges an Kleinkram, sodass ich dann nach dem Frühstück ein bisschen Zeit habe an Predigt und anderen inhaltlichen Sachen zu arbeiten. Danach sind dann meist wieder Emails oder andere Nachrichten eingetroffen, die ich bearbeiten muss, Telefonate, die ich führen muss und so langsam auch wieder Besuche. Die sind ja längere Zeit ausgefallen, nicht unbedingt um mich zu schützen, aber ich kann mir sicherere Dinge vorstellen, als von Seniorenhaushalt zu Seniorenhaushalt zu pendeln. Inzwischen glaube ich, dass, wenn ich Abstand halte, ggf. eine Maske trage und gerade jetzt noch die Gelegenheit nutze ich draußen zu treffen, niemanden gefährde. Mal schauen, wie es geht.
Zwischendurch wünschte sich K1, der ein paar Tage zu einen Eltern fährt, ein neues Schlafoberteil, das nähte ich auch noch schnell. Schön, dass das fix geht (und das keine Nadel abbrach oder anderes Gedöns dass man dann nicht brauchen kann). Er hatte zwar gesagt, es muss nicht sofort sein, aber ich bin ja froh, wenn sowas erledigt ist.
Dann Mittagessen und beim Kaffee fiel mir auf: Die Salatpflänzchen vom Markt sind noch gar nicht in der Erde. Das musste auf jeden Fall noch erledigt werden, die werden ja in ihren Töpfen auch nicht frischer. Also noch schnell den Blumenkasten mit frischem Kompost aufgemischt und in einem Teil des Beetes Unkraut gejätet und die Salatpflanzen gesetzt. Leider hat der Mann im Laufe des nachmittags, als ich weg war, nochmal ordentlicher gejätet (ich bin ihm da nicht gründlich genug) und die neu gesetzten Salatpflanzen und den alten Rucola, der noch drin bleiben sollte, auch mit ausgejätet. Ich hatte ihm noch zeigen wollen, wo er nicht jäten darf, aber dann wurde es etwas spät... Naja, jetzt ist gejätet, dann kauf ich Samstag wohl neue Pflänzchen, hilft ja nix sich aufzuregen.
Dann musste ich mit K1 los, er hatte seine monatliche Allergiespritze und danach wollten wir direkt auf die Autobahn, um uns auf der Hälfte der Strecke mit meinen Eltern zu treffen, die ihn dann mitnehmen wollten. Klappte auch alles gut, Allergiespritze, halbe Stunde warten, dann wurde es etwas spannend, weil die MFA meinte, dass da der Arzt nochmal draufgucken sollte. K1 war aber ganz entspannt: "Der sagt nur, dass ich kühlen soll." War auch so. Dann kamen wir los, eine Verzögerung durch Baustelle war eingeplant, dass uns ein Lastwagen beim Rüberziehen auf die Mittelspur (ich war wohl in seinem toten Winkel) fast abschoss eher nicht, aber es ist ja alles gut gegangen und ich war auf jeden Fall wach. Aber es hat mich nochmal darin bestärkt, keinen unnötig mitzunehmen - Autofahren ist eben, egal wie vorsichtig man fährt, nicht ungefährlich. K3 hatte nämlich sehr gejammert, er wolle mitkommen, auch als ich ihm erklärte, dass ich K1 nur kurz abgebe, wollte er unbedingt mit, kurz Oma und Opa sehen...
Auf dem Weg probierte K1 mit Google Maps herum, das kann er (bis auf Ausschalten, wenn die Navigation fertig ist), sehr gut, ist ja auch nicht so schwierig. Was er nicht so gut kann, auch wenn das auch nicht schwierig ist, ist zuhören wenn er telefoniert. Mein Vater rief nämlich zwischendurch an, ich ließ K1 zurückrufen und wir verabredeten, dass ich eine frühere Ausfahrt nehme, weil sie gut in der Zeit waren. Er sagte K1 auch, wo wir uns treffen. Da hatte K1 allerdings nicht mehr zugehört. Beim zweiten Anruf wusste er dann zumindest: In den Ort reinfahren. Beim dritten Anruf, mit genauen Instruktionen vorher, dass er zuhören müsse, wusste er hinterher genauso viel wie vorher, meinte aber, wenn ich nur seiner Googlenavigation folge, passt das bestimmt. Dass er da nur den Ort eingegeben hatte, wir also maximal bis zur Ortsmitte gelotst würden, und mein Vater ihm genau gesagt hatte: "Links ist eine Tankstelle, recht ein Autohaus, dahinter ein Maibaum, da stehen wir auf dem Parkplatz", ist irgendwie an ihm vorbeigegangen. Meine Eltern sahen dann unser Auto und kamen zu uns... Meine Nerven...
Dann Kindübergabe, kurzes Quatschen und dann machte ich mich wieder auf den Weg und die anderen natürlich auch.
Die Rückfahrt war entspannt und ich fuhr gleich weiter zum nächsten Termin, Treffen mit dem Vorstand unseres Sportvereins, um ein Hygienekonzept für die Wiederaufnahme des Sports zu machen. Das ging gut, ich habe Übung, die anderen teilweise Erfahrung mit anderen Sportvereinen, das ging zügig und konstruktiv, ich glaube aber ich konnte gut etwas beitragen. Ich merkte dabei: Ich freue mich sehr drauf, wenn der Sportbetrieb wieder aufgenommen wird, die Kinder fehlen mir und der Ausgleich, mal etwas anderes zu machen tut mir gut.
Dann direkt weiter zur Gemeinde, Planung Open-Air-Gottesdienst. Wir wollen uns gern wieder in einer größeren Gruppe versammeln und auch singen, da erscheint ein Gottesdienst draußen die beste Lösung. Zu den normalen Gottesdienste lassen wir 35 Besucher zu, damit die Abstände eingehalten werden können, draußen halte ich auch mehr für verantwortungsvoll machbar. Ich freue mich sehr darauf, Wetter sieht gut aus, hinterher gibt es ein Picknick (jeder bringt sein Zeug selbst mit, kein Buffet, nur eine Bratwurst dazu, das sollte alles sicher machbar sein). Wenn das gut klappt, kann ich mir das auch öfter vorstellen, theoretisch auch wenn es kälter ist, nur Regen ist doof. Mal schauen, wie viel Aufwand es für die Techniker ist, das ist ja immer der Knackpunkt.
Noch ein kurzes Gespräch und dann ab nach Hause - wo K2-4 noch wach waren. So hatte ich mir das um halb zehn eigentlich nicht gedacht, aber nun gut. Hatte ich auch keine Lust mehr, mich drüber aufzuregen, K3 schlief dann bald, K4 stillte und schlief, K2 ging ins Bett, kam wieder raus, aß ein Eis und ging dann ins Bett. Die Hitze macht alle schon ein bisschen seltsam... Egal.

Gegessen:
Joghurt, Aprikose, Apfel, Pflaume
Vegane Paella
Eis (Zitrone Buttermilch)
Krautsalatreste, Käse