Kommt, lasst uns 'ne Hütte bauen
Der heutige Sonntag begann mit erneutem Ausschlafen und einem schnellen Spaziergang zum Bäcker. Die Maskenquote ist immer noch nicht deutlich höher und die Botschaft "Ich versteh Sie so schlecht wegen der Maske" auch nicht gerade neu, aber immerhin waren wirklich nur drei Kunden im Laden und alle anderen warteten vor der Tür.
Zu Hause musste dann noch der Verband von K3 gewechselt werden, was immer einiges an Tränen mit sich bringt und danach fiel das arme Kind doch tatsächlich noch auf den Arm drauf und die neue Haut ging ab und wir mussten nochmal ran. Das ist echt so fies, für alle Beteiligten und das einzig Gute was ich daraus ziehen kann, ist die Tatsache dass der Mann und ich auch beim Verbinden von Wunden ein gutes Team sind. Und natürlich auch, dass es alle gut heilt und bisher auch wirklich wenig Narben sehen sind.
Naja, danach waren wir jedenfalls alle etwas fertig und hungrig und es gab Frühstück. Währenddessen wurde schon geplant, was wir alles einpacken wollten, denn der Plan war seit gestern klar: Wir gehen in den Wald und bauen eine Hütte.
Den Gottesdienst gab es heute wieder via Livestream und Dank Urlaub war ich nicht beteiligt. Die Kinder stiegen nach der Hälfte der Predigt aus und machten sich schonmal ans Kuchenbacken für die Verpflegung im Wald. Tante Mathildas Kirschkuchen, ??? Kids lassen grüßen. K1 macht das inzwischen schon ziemlich selbstständig, wenn man vom Aufräumen hinterher absieht... Nach dem Gottesdienst wurde alles zusammengepackt und dann ging's los.
K3 fährt inzwischen zuverlässig Laufrad, also kamen wir gut voran und waren schnell im Wald. Dort gab es erstmal ein Basislager mit Picknickdecke, damit K4 aus dem Ergo raus konnte und die Großen machten sich auf den Weg, um den perfekten Hüttenplatz zu finden. Der war gar nicht weit weg und wir zogen dahin um und dann holte K2 ganze Bäume aus der Umgebung heran, aus denen ich dann bauen sollte. Vor diesem Moment hatte ich ja ehrlicherweise ein bisschen Bammel - ich habe nie Hütten gebaut und war nicht sicher, wie gut ich das hinkriegen würde. Aber es ging wunderbar, wir hatten auch sehr gutes Ausgangsmaterial. Der Wald ist voller Windbruch, gut abgetrocknete große Äste, die sich wunderbar zwischen Bäume spannen ließen und die ersten zwei Wände waren im Handumdrehen aufgestellt.
Dann kam erstmal der Mann, der sich vorher etwas ausgeruht hatte und K3 bestand auf "Jetzt Kuchen". Ich hatte ja nach unserer Ankunft angekündigt, dass es den Kuchen erst gibt, wenn Papa da ist - dann musste das jetzt wohl sein.
Nach dem Kuchen wurde weitergebaut und wir kamen gut voran. Die eine Hälfte räuberte weiter den Wald leer, die andere Hälfte befreite den Boden von Dornen und Brennnesseln. Aber nach einigen Stunden reichte es allen und ich gab die Parole: "Es muss nicht alles fertig werden" aus, die durchaus auf Gegenliebe stieß.
Also ging es ab nach Hause, Salat machen, Grillen, Essen. Alles ganz wunderbar, Essen auf der Terrasse ist so schön! Jetzt noch ein bisschen Gefragt, Gejagt gucken und dann geht es morgen so langsam wieder in den Alltag.
Montag ist zwar mein Sonntag, also frei, aber man geht dann schon wieder in den Alltag über, es müssen Aufgaben für die Großen abgeholt werden und K3 geht mal wieder zum Verbandswechsel ins Krankenhaus. Aber den letzten richtigen Urlaubstag haben wir nochmal so richtig ausgekostet.