Ein fast normaler Samstag
Ausschlafen! Welch ein Luxus. Normalerweise bin ich hier im Haus als Erste wach. Das ist in Ordnung, denn ich bin vom Biorhythmus her tatsächlich eine Lerche. Um sechs Uhr aufzustehen fällt mir nicht schwer. Problematisch ist allerdings, dass ich es genauso liebe, abends auf der Couch zu versacken und daher meist viel zu spät ins Bett gehe, als dass es angenehm wäre, um sechs Uhr aufzustehen. Denn im Grunde würde ich gern länger als fünfeinhalb Stunden schlafen, aber da fehlen mit eben einige Stunden zwischen Mitternacht und sechs Uhr.
Nun hat es sich ganz gut etabliert, dass ich ein oder zweimal in der Woche länger schlafe und dann komme ich an den anderen Tagen ganz gut mit sechs Stunden Schlaf hin.
Heute also Ausschlafen bis halb zehn und damit wäre mein Schlafbedarf wieder für ein paar Tage im Lot.
Dann schnell auf den Markt geradelt, mich fürchterlich über die ganzen Menschen über sechzig geärgert, die nicht nur ohne Maske auf dem ganzen Platz in Grüppchen im Weg stehen, sondern dann auch noch über diejenigen mit Maske (mich) lästern. O-Ton: "Ich trag sowas nicht. Damit kann ich mich eh nicht schützen und nur für die anderen mach ich das nicht." Ja dann vielen Dank auch.
Dafür dann gemütliches Frühstück mit Pancakes und ein allgemeines vergammeln des späten Vormittags. Die großen Kinder versuchten ein Fadenbild - leider konnten sie die Fäden nicht selbst anknoten und so war ich die meiste Zeit mit anknoten verschiedener Fäden an farbige Pinökel beschäftigt. Ich hasse Knoten! Doofes System. Aber es wird sehr hübsch...
Am Nachmittag bekam ich dann den Lagerkoller und wollte alle vor die Tür jagen. Der Mann ist nicht fit und blieb zu Hause um zu kochen, aber die Kinder konnte ich mit Picknick im Wald locken. Das war dann auch wirklich sehr schön. Am meisten hat mich gefreut, wie frei sich K3 im Wald bewegen kann. Der ist nämlich im Moment in einem Alter, wo man ihn im Grunde nie aus dem Auge lassen kann, weil er sich ständig in Gefahr begibt oder Blödsinn macht. Dabei ist er erstaunlich kreativ im Finden von Gefahrenquellen. Mit ihm an einer Straße lang zu gehen ist für keinen von uns erholsam. Aber heute im Wald konnte ich ihn einfach machen lassen, er spielte Biathlon mit Stöcken und kam immer wenn ich mich für seinen Geschmack zu weit entfernt hatte, hinterher. Das war so entspannt, das machen wir morgen wieder.
Zurück zu Hause gab es gefüllte Süßkartoffeln für die Ü10 Fraktion Kartoffelpuffer für die Kinder und damit war dann wirklich jeder zufrieden. Dass K3 mit dem Löffel das Apfelmusglas zerschlagen hat, lassen wir mal außen vor. immerhin habe ich es rechtzeitig gemerkt, bevor jemand Glas gegessen hat oder sich die ganze Pampe über die Tisch ergoss.
Dafür ging er dann müde gespielt und voll gefressen lieb ins Bett und wir hatten noch Zeit mit den Großen eine Runde Chili Dice zu probieren.
Schöner Samstag, sehr entspannend, fast normal. Und das beste: Ich hab Urlaub und muss auch morgen nicht arbeiten. Vielleicht probiere ich mal, was mein Körper macht, wenn ich zweimal hintereinander ausschlafe.