Freitag, 20. November 2020
Die große Haustierfrage (für's erste nochmal abgebogen)
19.11.2020
Seit einigen Tagen kommt hier immer wieder die Frage nach einem Haustier auf. Irgendwann sind die Kinder ja alle in dieser Phase, K1 anscheinend jetzt gerade.
Nun ist es ja grundsätzlich so, dass wir gern lange in den Urlaub fahren, ich eine starke Allergie gegen alle möglichen Tiere habe, vor allem aber Stroh überhaupt nicht vertrage. In einen Pferdestall habe ich seit Jahren keinen Fuß mehr gesetzt.
Dazu kommt, dass ich einfach keine Tiere mag. So, jetzt ist es raus. Ich habe kein Herz für Tiere. Mein Herz schlägt nicht schneller wenn es Tiere sieht, ich quietsche nicht bei niedlichen Tierbildern, ich kuschle nicht gern mit Tieren. Ich finde manche Tiere ganz interessant und beobachte sie ganz gern. Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Tierquälerei, allerdings von einem intellektuellen Standpunkt aus. nicht, weil es mir das Herz zerreißt. Kurzum: Ich möchte kein Haustier. Andrerseits kann ich den Wunsch von K1 schon nachvollziehen, ich hatte als Jugendliche auch mal Hamster und fand das schon ganz cool, von daher würde ich ihm dieses Erlebnis gönnen. Es müssten allerdings die Bedingungen erfüllt werden, dass ein Leben bei uns sowohl für das Tier schön ist, als auch für mich keine Einschränkungen im Wohlbefinden passieren, oder jedenfalls nur minimal. Dazu passt eigentlich nur Tierhaltung im Garten. Hühner fände ich ja wieder cool, aber wir mögen unsere Nachbarn und sie uns und das will ich nicht überstrapazieren. Kaninchen wären für mich denkbar. Die kann man kuscheln, die leben nicht ewig, aber schon länger als so ein Hamster, die kann man auch mal woanders hinbringen und da füttern lassen, wenn man länger weg ist. Aber das geht natürlich jetzt nicht, die müssen sich ja an allmählich fallende Temperaturen gewöhnen, wenn sie draußen wohnen sollen. Also frühestens im Mai. Das stellte K1 nicht zufrieden und so kam ich auf die glorreiche Idee, statt Haustieren erstmal "Gartentiere" vorzuschlagen: Vögel, das Eichhörnchen, das ich am Vogelfutter gesehen hatte, Igel usw.
Das kam über die Maßen gut an, sofort wurde recherchiert, was es zu Essen geben sollte, ein Einkaufszettel geschrieben, eine neue Futterstation aufgehängt und bestückt.
Ich kaufte Nachmittags während K1 Klavier spielte Nüsse und Kerne und jetzt werden wir mal sehen, wie das klappt (und ob wir uns vielleicht auf diese Tiere beschränken können).
Ansonsten ein normaler Arbeitstag, abends spät noch eine Sitzung, zu der ich verspätet kam, weil manche Kinder nicht schlafen wollten. Wieder trocknet die Wäsche schlecht, ich weiß auch nicht, wie das weitergehen soll - doch ein Trockner?
Egal, keine Hirnkapazitäten dafür im Moment, es wird sich schon was ergeben.

Gegessen:
Joghurt, Apfel. Johannisbeere
Kartoffelbrei, gemischtes Backofengemüse
Rohkost und Brot



Es ist ein bisschen wie durch Morast zu waten
18.11.2020
Die grundsätzliche Stimmung ist schon okay, aber irgendwie erscheint das Leben im Moment unnötig anstrengend. Das liegt an der allgemeinen Situation dieser Welt, natürlich, denn es strengt mich an, dass man nichts, weder familiär noch beruflich, vernünftig planen kann und man immer in der Abhängigkeit von Entscheidungen, Zahlen und Entwicklungen ist. Ich mag das nicht, wie ich ständig auf diese Zahlen gucke, mir die kleinen Veränderungen in den allgemeinen Regeln zu Gemüte führe und immer wieder schwanke zwischen: Natürlich muss man gucken und auf aktuelle Entwicklungen reagieren, aber könnte man jetzt nicht einfach mal Dinge festlegen, zumindest bis Ende des Jahres, denn dann könnten wir Pläne machen...
Dazu kommt die unbefriedigende gesundheitliche Situation des Mannes, auch da wissen wir nicht was los ist und müssen immer wieder gucken, ob der nächste Behandlungsversuch anschlägt. Und irgendwie ist eben auch November, das Wetter ist echt okay, aber viel Tageslicht gibt es eben nicht. Aber gut, wird schon. Ich freue mich auf's Wochenende.
Erfreulich war erstmal, dass der Mann das Auto in die Werkstatt brachte und ich ihn auf de Rückweg aus der Kita mit dem Lastenrad mitnehmen konnte. Das hatte alles gut hintereinander gepasst: K1 wegbringen, K3 und 4 wegbringen und dann den Mann an der Werkstatt treffen. Noch erfreulicher war, dass die Werkstatt doch nochmal anrief, bevor sie den Zahnriemen wechselte und der Mann anhand der Rechnungen des vergangenen Jahres feststellen konnte, dass das doch nicht nötig war, weil das schon 2019 gemacht wurde. Gibt wieder einen schönen Ausschlag auf der nach oben offenen Verpeiltheitsskala - aber spart und eine Menge Geld, so war es nämlich nur Ölwechsel und Inspektion.
Nachdem ich den Mann im Schweiße meines Angesichts nach Hause transportiert hatte (Spaß, ging echt ganz gut) fuhr ich noch schnell zum Markt und zum Laden, den Einkauf von gestern nachholen, damit das Mittagessen komplettiert werden konnte. K1 hatte sich Lahmacun gewünscht, das geht für ihn ja nur selbstgemacht. Den hatte ich schon vorbereitet, aber für die Füllung fehlte noch das eine oder andere.
Dann eine Arbeitsphase für mich, der Mann ging zu Arzt, neuer Therapieversuch, mal schauen, was das bringt.
Ich holte das kleine Kind ab und hatte nichts zu tun, also fuhren wir ein bisschen herum und entdecken einen tollen Verbindungsweg in den benachbarten Stadtteil. Mit einem Tunnel unter der Autobahn durch, der ein richtiges Echo hat. Die kleinen Freuden.
Dann ging es mit K3 nach Hause, der Mann hatte das Essen vorbereitet und wir aßen mit K2 zusammen. Gutes Essen, ein bisschen kann noch verbessert werden, aber das war schon ganz gut.
K1 wartete schon vor der Schule, als ich ihn abholen wollte, der Hornunterricht war entfallen, aber er hatte sein Handy nicht mitgehabt und konnte mich daher nicht erreichen. Ich machte ihn nochmal auf die Möglichkeit aufmerksam, mit einem fremden Handy zu telefonieren, aber mehr fiel mir dazu dann auch nicht mehr ein...
Waschen, Räumen, Hausaufgaben, wenn der Mann akut Schmerzen hat, kann ich eine Mittagspause vergessen, aber es ging dann ganz gut ohne.
K2 und ich fuhren zum Cello, er macht das so cool auf dem alten klapprigen Fahrrad von K1, aber er freut sich auch schon sehr auf das versprochene neue Fahrrad im Dezember. Das obligatorische Eis auf dem Rückweg, diesmal ohne Cellovergessen und schon waren wir wieder zurück.
Zuhause die übliche Abendroutine, ich machte mich auf den Weg in die Gemeinde und gestaltete die Bibelstunde, im Anschluss bloggte ich noch. Im Moment komme ich morgens einfach nicht dazu, aber noch will ich die Chronistinnenpflicht nicht aufgeben, indem ich mal einen Tag auslasse und wieder im Soll bin, sondern arbeite immer nach. Mal schauen, was das gibt, aber es hilft mir, den Überblick über die immer gleichen und immer unterschiedlichen Tage zu haben.
Früh ins Bett, vielleicht klappt das Aufstehen dann besser.

Gegessen:
Joghurt und Obst (nachdem ich dann vom Mark zurück war, vorher hatte das Dank gemeinsamen Wutanfällen von K3 und K1 nicht geklappt...)
Lahmacun
Salat